Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Kardinal Woelki: Kirche ohne Priester wäre "nicht mehr katholisch"
  2. ACH TONI - hat der Wiener Dompfarrer ein Zölibatsproblem?
  3. Ludger Schepers wirre Osterbotschaft
  4. König Charles - Eine Botschaft zum Ramadan - Schweigen zum Osterfest der Christen!
  5. Johannes Hartl: „Junge Menschen fragen wieder nach Gott! Atheismus ist eher für ältere Generation“
  6. „Der heißeste Club der Stadt“: Warum New Yorks Jugend plötzlich die Kirchen stürmt
  7. Papst sprach mit Familie eines Opfers des Amoklaufs an Grazer Schule
  8. „Kein bloßer Verein“: Kardinal Woelki betont die Kirche als „Leib Christi“
  9. Missio-Nationaldirektor P. Wallner sieht Renaissance des Glaubens
  10. „Die Bibel steht eindeutig im Visier der Regierung“
  11. Die Kraft der Auferstehung, der Wille zum Frieden und der Weg der Menschheit
  12. 'Um die Auferstehung Jesu Christi zu feiern'
  13. Gericht: HateAid Geschäftsführerinnen dürfen als ‚linkswoke Faschistende‘ bezeichnet werden
  14. Radikale Feministin Michelle Bachelet könnte nächste UN-Generalsekretärin werden
  15. Das gebrochene Brot und die gebeugten Knie. Die innere Form der Eucharistie

'Ich stehe in der Tradition der Kirche, für mich sind Fakten gegeben'

16. Mai 2015 in Deutschland, 57 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Freiburger Erzbischof Burger: Das Priestertum „ist für Frauen nicht zugänglich“, „da hat sich Papst Johannes Paul klar positioniert“ - Er äußert sich zu Reizthemen wie wiederverheiratete Geschiedene, homosexuelle „Ehe“, Anfragen an Zölibat, Islam.


Freiburg (kath.net) In seinem ersten ausführlichen Interview seit seiner Ernennung und Weihe (29.6.2014) zum Erzbischof von Freiburg positioniert sich Stephan Burger (Foto) am Samstag in aktuell vieldiskutierten Fragen, etwa die Frage nach dem Priestertum für verheiratete Männer oder für Frauen, der Sakramentenzulassung für zivilrechtlich wiederverheiratete Geschiedene und Menschen in homosexueller Partnerschaft, dem Umgang mit einwandernden Menschen islamischen Glaubens.

In der Frage, ob auch Frauen im „Priesterberuf“ „Karriere machen“ sollten, erläuterte Burger: „Da hat sich Papst Johannes Paul II. klar positioniert: Diese Ämter sind für Frauen nicht zugänglich. Und bisher habe ich auch von Franziskus keine Signale wahrgenommen, dass er daran rütteln möchte.“ Gleichzeitig sei ihm persönlich der Rat von Frauen „schon immer wichtig“ und auch das Gemeindeleben werde „von beiden Geschlechtern getragen“, auf diese Kompetenz wolle er nicht verzichten.

Er stehe in solchen Fragen „in der Tradition der Kirche, für mich sind die Fakten so gegeben. Was die Zukunft bringt, muss ich offen lassen.“


Als „nicht gut“ wertete es der Freiburger Erzbischof, „wenn etwas in der einen Diözese so läuft und der anderen anders, was dann zum Zwiespalt führt. Wir Bischöfe haben die Aufgabe, der Einheit zu dienen.“ Das Thema wiederverheiratete Geschiedene etwa werde in Rom geklärt, dabei sei es für ihn „entscheidend und auch spannend, wie Rom sich zu dieser Frage verhält, wie es sie möglicherweise neu bewertet und neue Zugänge schafft“. Bezüglich der im Oktober zu diesen Themen tagenden Bischofssynode stellte er fest, sie sei „ein Beratungsgremium“, „entscheidend ist, wie Papst Franziskus sich positioniert. Sein Wort gibt letztlich den Ausschlag.“

„Ehe ist nun mal Ehe, und ein homosexuelles Paar kann nach unserem Verständnis keine Ehe schließen.“. Damit scheide ein Zeremoniell wie die Trauung von Mann und Frau bei gleichgeschlechtlichen Partnerschaften aus, bestätigte Burger. „Die Kirche sieht in ihrem Selbstverständnis zunächst die Ehe von Mann und Frau mit dem Wunsch nach Kindern als Keimzelle der Gesellschaft. Was andere Partnerschaften betrifft, hat die Kirche ihre Fragen.“ In diesem Bereich „sieht die katholische Kirche momentan keinen Spielraum. Die Ehe muss unverwechselbar bleiben – bei allem Respekt vor unterschiedlichen Lebensentwürfen, in denen Menschen in Treue zueinanderstehen.“

Der Zölibat sei nicht die Ursache des Priestermangels, „sonst müsste es bei der evangelischen Kirche ja brummen – tut es aber dort auch nicht.“ Er suche die Ursachen eher in „der gesamtgesellschaftlichen Situation. Aus welchen Familien sollen unsere Priester kommen? Früher, bei vier oder fünf Kindern, war das keine Frage. Aber heute? Dem einzigen Sohn wird man kaum nahelegen, den Priesterberuf zu ergreifen.“

Auch über die Migration von Muslimen nach Deutschland ließ sich der Freiburger Erzbischof befragen. Die Geschichte lehre, dass Christen und Muslime miteinander können. „Wenn die Leute, die zu uns kommen, bereit sind, sich auf unsere Werte und unsere Grundordnung einzulassen, sehe ich keine Schwierigkeiten.“ Dann könnten Christen und Muslime sogar „gemeinsam als Religionen in die Gesellschaft hineinwirken.“ Wenn es den einwandernden Muslimen aber darum gehe, „mit einem gewissen Missionseifer unsere Welt umzupolen, dann bekämen wir ein Problem.“

Link zum Interview in der „Badischen Zeitung“: Erzbischof Stephan Burger äußert sich erstmals umfassend.

Christus im Herzen: Der Freiburger Erzbischof Stephan Burger im Interview


Foto Erzbischof Burger (c) Erzbistum Freiburg


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Kirche

  1. Neue Fantasien über das Weiheamt für Frauen?
  2. Warum kein einfach gläubiger Katholik „Laienpredigten“ in der heiligen Messe braucht
  3. „Je besser die zentralen Ämter der Kirche geführt werden, desto größer der Nutzen für die Kirche“
  4. Woelki: „Herr, offenbare du deinen Willen für deine Kirche, das ist der Kernsatz aller Synodalität“
  5. „Treue oder Einheit? Wie wird Leo XIV. mit den Lehr- und Disziplinarproblemen der Kirche umgehen?“
  6. Erzbistum Brisbane/Australien: Messbesucherzahlen wachsen seit drei Jahren
  7. „Papst Leo XIV. stellt in allen seinen Predigten und Ansprachen immer Jesus Christus in die Mitte“
  8. „In Deutschland tobt derzeit ein Kirchenkampf“ - Droht ein Schisma?
  9. Niederländischer Weihbischof Mutsaerts: „Möchte mich nun an liberale Theologen und Gläubige wenden“
  10. „Jesus ja, Kirche nein? – Das ist wie: ‚Ich bin für Fußball, aber gegen Fußballvereine‘“







Top-15

meist-gelesen

  1. Große SIZILIEN-Rundreise mit Kaplan Johannes Maria Schwarz!
  2. Eine große BITTE an Ihre Großzügigkeit! - FASTENSPENDE für kath.net!
  3. Kardinal Woelki: Kirche ohne Priester wäre "nicht mehr katholisch"
  4. „Der heißeste Club der Stadt“: Warum New Yorks Jugend plötzlich die Kirchen stürmt
  5. ACH TONI - hat der Wiener Dompfarrer ein Zölibatsproblem?
  6. König Charles - Eine Botschaft zum Ramadan - Schweigen zum Osterfest der Christen!
  7. Der Kreuzweg mit Papst Leo
  8. Papstsekretär: Leo XIV. bleibt "Padre Roberto"
  9. Missio-Nationaldirektor P. Wallner sieht Renaissance des Glaubens
  10. Hab Erbarmen mit uns und mit der ganzen Welt
  11. Die Kraft der Auferstehung, der Wille zum Frieden und der Weg der Menschheit
  12. Britisches Innenministerium stoppt Ermittlungen gegen legale Online-Posts
  13. Terror-Warnung zu Ostern: ISIS ruft zu Anschlägen auf Kirchen und Synagogen auf
  14. 'Tödliche Bedrohung': Bischof Barron warnt vor Kollaps der westlichen Zivilisation
  15. 'Um die Auferstehung Jesu Christi zu feiern'

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz