Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. „Wir können nicht sagen, dass das, was 1.600 Jahre lang getan wurde, jetzt nicht mehr gültig sei“
  2. Kissler-Kritik an Papst Leo XIV.: „Fatale Botschaft“ bei Lampedusa-Besuch
  3. Die US-Bischöfe fördern die natürliche Familienplanung
  4. INSA-Umfrage: Relative Mehrheit der Deutschen lehnt Leihmutterschaft ab
  5. Neues Video bringt Sea-Watch unter schweren Verdacht: Zusammenarbeit mit bewaffneten Schleusern?
  6. Gänswein wird 70: Kirchenkarriere wohl noch nicht am Ende
  7. 'Weihnachten im Juli': Der Gedenktag der Heiligen Drei Könige
  8. Vatikan dementiert Berichte über Ende des Rupnik-Verfahrens
  9. Pax tecum – Wenn der Papst über Frieden spricht
  10. Deutsches Auswärtiges Amt verzichtet auf Genderschreibweise
  11. Papst ruft zu christlichem Lebensstil im Urlaub auf
  12. Auf der Intensivstation zum ständigen Diakon geweiht: Pino Cannavò
  13. Papst Leo: „So können wir als Christen das Alter leben: gebrechlich, aber zugleich berufen“
  14. Irland: Messerangriff auf Messbesucherin
  15. Erzdiözese Wien bestätigt Pensionierung von Dompfarrer Faber

Islamismus: Feministin Alice Schwarzer gegen 'falsche Toleranz'

27. Mai 2015 in Chronik, 3 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Deutsche Publizistin warnt bei steirischer Tagung "Geist & Gegenwart" zu Werten Europas vor zunehmender Unterwanderung westlicher Demokratien


Graz (kath.net/KAP) Gegenüber der konsequent betriebenen islamistischen Unterwanderung auch des Westens darf es keine "falsche Toleranz" geben, die letztlich im Widerspruch zu den hart erkämpften Menschenrechten und Freiheiten Europas stünden. Das betonte die deutsche Feministin Alice Schwarzer beim "Pfingstdialog" im Rahmen der Reihe "Geist & Gegenwart" im kirchlichen Bildungszentrum Schloss Seggau (Steiermark).

Gewaltbereite muslimische Extremisten und "selbsternannte Gotteskrieger" bezeichnete Schwarzer am Donnerstag als "Faschisten" der Gegenwart. Sie betrieben die Verbindung von Fundamentalismus mit Rassismus und Sexismus. Die Publizistin sagte, sie enthalte sich jeder Bewertung des Islam, wende sich aber gegen den zunehmenden Einfluss des Islamismus in europäischen Medien, auf den Universitäten und auch im Rechtswesen.

Die streitbare Galionsfigur des deutschen Feminismus und Herausgeberin der Zeitschrift "Emma" referierte bei der Tagung unter dem Titel "Europa.wertvoll" über ihre seit der iranischen Revolution von 1979 zurückreichenden Erfahrungen und Recherchen mit jenen Formen des politisch missbrauchten Islam, die westlichen Werten wie Pluralismus und Toleranz feindlich gegenüberstehen. Den Anstoß zu ihrer langjährigen Beschäftigung mit dem Thema gab laut Schwarzer ein Hilferuf von Iranerinnen, die kurz zuvor noch gegen das Schah-Regime gekämpft hätten und bald danach von den Revolutionswächtern Khomeinis systematisch aus dem öffentlichen Leben in die Rechtlosigkeit getrieben worden seien.


Inzwischen sei die Situation noch weit schlechter geworden. In vielen muslimisch dominierten Ländern seien Islamisten ein Machtfaktor geworden, der zunehmend auch Europa bedrohe.

Schwarzer berichtete von einem skandalösen Verfahren in Wuppertal. Dort habe ein deutsches Gericht von einer erwachsenen Iranerin in einem Streitfall das Einverständnis von deren Vater eingefordert, weil Deutschland im Familienbereich das Recht des Herkunftslandes anerkenne.

Kopftuch als "Flagge des Islamismus"

Der zunehmenden Verschleierung muslimischer Frauen und Mädchen steht Schwarzer ablehnend gegenüber. Das Kopftuch werde zwar aus unterschiedlichen subjektiven Gründen wie ein sichtbares Bekenntnis zum Islam oder als Identitätssymbol getragen, objektiv dagegen sei das Tuch die "Flagge des islamistischen Kreuzzuges". Schwarzer berichtete vom Einwand einer Muslimin, eine verhüllte Frau sei doch besser als eine, die als nacktes Objekt auf westlichen Plakatwänden alltäglich ist. Die Feministin dazu: Beide Varianten machten Frauen zum Objekt - die schamlos entblößte Frau stehe im Besitz aller Männer, die verhüllte "gehöre" einem einzigen. Das "freiwillige" Anlegen des Schleiers sei sehr zu hinterfragen.

Schwarzer sprach sich gegen Kopftuch tragende Lehrerinnen an öffentlichen Schulen aus, auch andere religiöse oder politisch instrumentalisierte Symbole seien dort fehl am Platz. Die Autorin brach demgegenüber eine Lanze für eine strikte Trennung von Kirche bzw. Religion und Staat nach dem Vorbild der französischen Laicité: "Religion ist Privatsache", so die Publizistin.

Auch die deutsche Sprache im Unterricht sei eine unverzichtbare Voraussetzung für Integration und müsse verlangt werden. Wer hier "falsche Toleranz" im Sinne eines Kulturrelativismus an den Tag lege, leiste einem rechtsgerichteten Populismus Vorschub, der mit Fremdenfeindlichkeit politisches Kleingeld machen wolle.

Schwarzer empfahl Selbstbewusstsein im Blick auf die rechtsstaatlichen Errungenschaften westlicher Demokratien. Auch die hier unaufdringlich - nach ihrem Eindruck "nicht missionierend" - auftretenden christlichen Kirchen sollten ihre Werte viel selbstbewusster nach außen vertreten.


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Islam

  1. Berliner Studie: 41 Prozent der islamischen Neuntklässler geben religiösen Regeln Vorzug
  2. Dokumentation zeigt die Islamisierung Birminghams
  3. Italienischer Bischof ruft zur Evangelisierung von Muslimen auf – Unterstützung von Konvertiten
  4. Der ‚reaktionäre‘ Islam und die Herausforderung für den liberalen Verfassungsstaat
  5. Islamexperte Mansour warnt: Europa hat ‚naive Haltung‘ zum Islam
  6. Wien: Viele junge Muslime stellen religiöse Vorschriften über österreichische Gesetze
  7. Öffentliche Wiener Mittelschulen: Jeder zweite Schüler ist Moslem
  8. Pakistans Scharia-Gericht billigt Entführung, Vergewaltigung, Kinderehe einer 13-jährigen Christin
  9. Islamistengruppe ‚Nūr al-ʿIlm‘ breitet sich in Norddeutschland aus
  10. Wien: Einziger Christ in der Klasse wird "Schwein" genannt






Top-15

meist-gelesen

  1. Sommerspende für kath.net - Bitte helfen SIE uns jetzt JETZT!
  2. „Wir können nicht sagen, dass das, was 1.600 Jahre lang getan wurde, jetzt nicht mehr gültig sei“
  3. Kissler-Kritik an Papst Leo XIV.: „Fatale Botschaft“ bei Lampedusa-Besuch
  4. Ostern 2027 in Rom - Große kath.net-Leserreise!
  5. Gänswein wird 70: Kirchenkarriere wohl noch nicht am Ende
  6. DANKE JUSTIN! - Kanadischer Sänger bringt Stadion während WM-Finale mit „Halleluja“ zum Schweigen!
  7. Krebs und Paradies – Das Leben des 17-jährigen David Buggi
  8. Auf der Intensivstation zum ständigen Diakon geweiht: Pino Cannavò
  9. Kardinal Burke: ‚Die Synodalität muss gestoppt werden‘
  10. INSA-Umfrage: Relative Mehrheit der Deutschen lehnt Leihmutterschaft ab
  11. Erzdiözese Wien bestätigt Pensionierung von Dompfarrer Faber
  12. Birkenstock springt auf "Nun Girl Summer"-Trend auf: Animierte Filz-Nonne in Birkenstock-Sandalen
  13. Irrtümer über den Jakobsweg
  14. Neues Video bringt Sea-Watch unter schweren Verdacht: Zusammenarbeit mit bewaffneten Schleusern?
  15. Papst bleibt in Bewegung: Dritter Ausflug von Castel Gandolfo aus

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz