17 Juni 2015, 12:00
Baden-Württemberg beschließt hochumstrittenen Gender-Aktionsplan
 
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Grün-rotes Landeskabinett verabschiedete hochumstrittenen Aktionsplan zur Gleichstellung sexueller Minderheiten – Auch Eingriffe in die Bildungsarbeit ab Kindheit – Starke Kritik von CDU - «Demo für alle» am 21.6.2015 in Stuttgart gegen Aktionsplan!

Stuttgart (kath.net/KNA/red) Das grün-rote Landeskabinett in Baden-Württemberg hat am Dienstag den hochumstrittenen Aktionsplan zur Gleichstellung sexueller Minderheiten verabschiedet. Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) betonte am Dienstag vor Journalisten in Stuttgart, der Plan diene dem Zusammenhalt der Gesellschaft. Es gehe «um die Verfasstheit von Menschen, nicht um Sex». Notwendig seien Toleranz und Akzeptanz.

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Der Aktionsplan beschreibt laut Landessozialministerium, was die Regierung in dieser Legislaturperiode tun will, um Diskriminierungen von lesbischen, schwulen, bisexuellen, transsexuellen, transgendern, intersexuellen und queeren Menschen abzubauen und Baden-Württemberg «zu einem Vorreiter für Offenheit und Vielfalt zu machen». Abgedeckt würden «alle Lebensphasen von der Kindheit über die Jugend bis ins Seniorenalter». Konkret geht es etwa um Bildungsarbeit zu dem Thema, eine diskriminierungsfreie Arbeitswelt, die Arbeit von Polizei und Justiz oder die Sensibilisierung von Pflegekräften.

CDU-Fraktionschef und Spitzenkandidat Guido Wolf kritisierte, er hätte sich «mehr Fingerspitzengefühl und ein ehrliches Zugehen auf die Kritiker gewünscht». Die rot-grüne Landesregierung riskiere eine Auseinandersetzung, «die eher das Trennende als das Gemeinsame betonen wird». Wolf forderte wörtlich, dass «höchstpersönliche Themen wie die Sexualität wieder mehr ins Private verlagert» werden.

Am 21. Juni 2015 wird auf dem Stuttgarter Schillerplatz wieder die «Demo für alle» stattfinden. Sie steht unter dem Motto «Ehe und Familie vor! Stoppt Gender-Ideologie und Sexualisierung unserer Kinder» und wendet sich gegen die Weichenstellungen, die die grün-rote Landesregierung vor dem Ende ihrer Amtszeit noch schnell gegen erheblichen Unwillen der Bürger durchsetzen will. Die Zahl der Teilnehmer an der «Demo für alle» wächst ständig.

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