Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Papst warnt vor eigenmächtigen Änderungen bei der Messe
  2. Das Gratis-Christentum des Hendrik Wüst
  3. Vatikan reagiert auf LGBT-Sexualkonzept für katholische Schulen in Hamburg!
  4. „Trägt der synodale Prozess dazu bei, die Seelen Christus und dem ewigen Heil näherzubringen?“
  5. 'Was ich am Katholizismus schon immer toll fand...'
  6. Ablehnung ökumenischer Konzile ist modernistisch
  7. Tragisches Ende einer Medjugorje-Wallfahrt: Zwölf polnische Pilger sterben bei Busunglück in Ungarn
  8. Der Bischof und der Denunziant
  9. Der Glaube, der Gott nicht loslässt
  10. Die denkwürdige Wandlung des Tucker Carlson
  11. SPÖ-Ministerinnen fordern ‚Schutzzonen‘ um Abtreibungskliniken
  12. Warum der Teufel das Braune Skapulier so sehr hasst!
  13. Der integre Leib der Gottesmutter und ihr unbeflecktes Herz
  14. Papst Leo XIV. nimmt Rücktrittsgesuch von Bischof Wiesemann an
  15. Nach Lebensschutzdemonstration: Zwölf Polizisten von Linksradikalen verletzt

‚Christen im Niger sind Kollateral-Opfer‘

18. Juli 2015 in Aktuelles, keine Lesermeinung
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Sechs Monate nach dem Anschlag auf .Charlie Hebdo‘.


Niamey (kath.net/ KiN)
Ein halbes Jahr nach Ausschreitungen gegen Christen in Niger ist unter Katholiken die Angst vor neuer Gewalt groß. Das sagte der Bischof der nigrischen Diözese Maradi, Ambroise Ouédraogo, gegenüber dem weltweiten katholischen Hilfswerk „Kirche in Not“. Die Katholiken bilden im islamisch geprägten Niger eine verschwindende Minderheit von 0,1 Prozent der Bevölkerung.

Eine Woche nach dem Terroranschlag auf die Redaktion des französischen Satiremagazins „Charlie Hebdo“ am 7. Januar 2015 war es in der Hauptstadt von Niger, Niamey, und in der zweitgrößten Stadt des Landes, Zinder in der Diözese Maradi, zu gewaltsamen Übergriffen auf Christen und christliche Kirchen gekommen. Alle Kirchen in Niger wurden geplündert, verwüstet oder angezündet. Einzig die Kathedrale von Niamey und eine Kirche im Außenbezirk der Hauptstadt blieben verschont.


Vor den Terroranschlägen in Frankreich hatten Christen und Muslime in dem westafrikanischen Land friedlich miteinander gelebt. „Unsere Angreifer haben ,Charlie Hebdo‘ mit dem Christentum verwechselt“, sucht Ouédraogo eine Erklärung für die Vorkommnisse in Niger. „In den Augen derer, die unsere Kirchen angezündet und verwüstet haben, waren es Christen, die die Karikaturen des Propheten Mohammed gezeichnet haben“, sagte der Bischof. Somit seien nigrische Christen „Kollateral-Opfer“ des islamistischen Terrors.

Aus Angst vor weiteren Übergriffen waren etwa 200 Christen aus Zinder geflohen, so Bischof Ouédraogo. Die meisten von ihnen sind mittlerweile wieder zurückgekehrt. Um die heilige Messe zu feiern, treffen sich die Gläubigen im Freien oder in Sälen. Die furchtbaren Ereignisse haben ihren Glauben wachsen lassen, so Ouédraogo. „Es sind lebendige Gemeinden geworden, die den unbekannten Tätern verzeihen. In unserem Herzen haben wir Liebe für sie. Christ oder Muslim – Gott will das Glück aller Menschen.“

Laut Medienberichten sagte der „Charlie Hebdo“-Herausgeber Laurent Sourisseau, dass er heute den Propheten Mohammed nicht mehr als Karikatur zeichnen würde.

Um weiter die pastorale Arbeit der Kirche im Niger unterstützen zu können, bittet „Kirche in Not“ um Spenden – online unter www.spendenhut.de

Foto: © KiN


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Nigeria

  1. UN-Experten: Christliche Frauen und Mädchen in Nigeria besonders von Gewalt bedroht
  2. Informationen über Freud und Leid in Afrikas Kirche
  3. "Wenn die Demokraten die Macht haben, schauen sie bei der Ermordung der Christen in Nigeria weg"
  4. Nigeria. Mehr als 60 Christen in zwei Monaten im Bundesstaat Benue getötet
  5. Nigeria: Bischof bestürzt über die Ermordung von Priestern: „Niemand ist mehr sicher“
  6. Nigeria: Kirche beklagt „schleichenden Genozid“ an Christen
  7. Kirchen in Nigeria beklagen zunehmende Gewalt gegen Christen
  8. Nigeria: Sophia hat wieder eine Stimme
  9. Nigeria: Entführter 75-jähriger Priester ist wieder frei
  10. Nigeria: 17-Jährige seit drei Jahren verschleppt






Top-15

meist-gelesen

  1. EILT - Sommerspende für kath.net - Bitte helfen SIE uns JETZT!
  2. „Trägt der synodale Prozess dazu bei, die Seelen Christus und dem ewigen Heil näherzubringen?“
  3. "Mit Leib und Seele bei Gott – unsere Berufung zur Vollendung"
  4. Papst warnt vor eigenmächtigen Änderungen bei der Messe
  5. Warum der Teufel das Braune Skapulier so sehr hasst!
  6. Der Bischof und der Denunziant
  7. Das Ziel, für das der Mensch bestimmt ist. Die Aufnahme Mariens als Verheißung des ewigen Lebens
  8. "Für kein Geld der Welt"
  9. FEST MARIA KÖNIGIN - Einladung zur Gebets-Novene zur Muttergottes - 13. bis 21. August
  10. Gott hingegen vergeht nie! Wir existieren, weil er uns liebt!
  11. Tragisches Ende einer Medjugorje-Wallfahrt: Zwölf polnische Pilger sterben bei Busunglück in Ungarn
  12. Der integre Leib der Gottesmutter und ihr unbeflecktes Herz
  13. Italien: Niedrigwasser stoppt Marienprozession auf dem Po
  14. Ablehnung ökumenischer Konzile ist modernistisch
  15. 21 Märtyrer: 20 ägyptische Kopten und ein Wanderarbeiter aus Ghana

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz