
Flüchtling Ailan Kurdi, drei Jahre, ertrunken Foto wird zum Weckruf3. September 2015 in Aktuelles, 42 Lesermeinungen Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden
Britische Zeitung The Independent fragt: Was, wenn nicht dieses Bild eines an den Strand gespülten syrischen Kindes, wird die europäische Haltung gegenüber Flüchtlingen ändern?
Bodrum (kath.net) Sein Foto wird zum Weckruf: Nur drei Jahre wurde der syrische Flüchtlingsbub Ailan Kurdi alt. Während andere Kinder seines Alters glückliche Sommerstunden an Sand und Wasser verbringen, ertrank der Junge im Mittelmeer in der Nähe des türkischen Touristenortes Bodrum beim Versuch, nach Europa zu flüchten. Auch Galip, sein Bruder, überlebte die Fahrt nicht, wie Rettungskräfte sagten. Darüber berichteten die Frankfurter Allgemeine Zeitung und andere Medien. 
Das Foto sorgt für Aufsehen. Ein Foto erschüttert die Welt, titelte die FAZ. Die italienische Zeitung La Repubblica kommentierte: Ein Foto, um die Welt zum Schweigen zu bringen. Was, wenn nicht dieses Bild eines an den Strand gespülten syrischen Kindes, wird die europäische Haltung gegenüber Flüchtlingen ändern?, fragte The Independent in Großbritannien und in Spanien weitete El Periodico den Blick mit der Bemerkung Der Untergang Europas aus. Anm. der Redaktion: Die kath.net-Redaktion hat sich nach Prüfung entschieden, dieses Foto eines toten Kindes in seiner vollen Tragik zu zeigen. Wir können nicht die Augen davor verschließen, dass das Leid der Flüchtlinge alles Zumutbare übersteigt. Es ist uns bewusst, dass man in der Frage, ob man ein solches Foto zeigen soll, berechtigterweise auch anderer Meinung sein kann.

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