Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Papst Leo XIV. und die Zukunft der liturgischen Einheit der Kirche
  2. Konsekrierte Hostien an Hunde verfüttert: Keine Konsequenzen im Bistum Chur
  3. Insider: Vatikan bereitet sich auf Folgen der Bischofsweihen der Piusbruderschaft vor
  4. Schisma auf leisen Sohlen
  5. Verheiratete Frauen sind (zunehmend) die glücklichsten von allen
  6. Kardinal Marx unter Druck: Zwischen grober Fahrlässigkeit und dem Vorwurf der Vertuschung
  7. Goldenstein-Nonnen doch in Rom? Propst in Sorge
  8. „Bestellt wie eine Ware“: Scharfe Kritik an Leihmutterschafts-Fall in der CDU
  9. Paukenschlag in der Klimadebatte: KlimaGuru Al Gore warnt plötzlich vor neuer Eiszeit
  10. „Theologische Katastrophe“: Massive Kritik am Erprobungsband des neuen evangelischen Gesangbuchs
  11. Back to the future: Durch den Traditionalismus zur Gendergerechtigkeit
  12. Goldenstein-Nonnen: Verstimmung um nun doch durchgeführte Romreise
  13. Goldenstein-Nonnen nach Romreise wieder in Salzburg eingetroffen
  14. Erzbischof Sheen warnte bereits 1965 vor falschem Mitgefühl
  15. Bericht des US-Justizministeriums: Regierung Biden hat traditionelle Christen intensiv durchleuchtet

Bloggst Du noch oder blödelst Du schon?

26. September 2015 in Kommentar, 2 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Ein Gastkommentar von Peter Winnemöller zu den Aussagen von Kardinal Marx


Geseke (kath.net/ Katholon)
Das Marxsche Bonmot „Verbloggung führt zur Verblödung“ erregt ja durchaus die Gemüter der Bloggerkolleginnen und -kollegen. Man fühlt sich in seinem ehrenamtlichen publizistischen Tun von Vorsitzenden der Deutschen Bischofskonferenz nicht gerade wertgeschätzt. Natürlich kann man sagen, wem der Schuh paßt, der zieht ihn sich an. Mir paßt er nicht, ich ziehe ihn mir nicht an. Und dennoch.

Im Kontext der Frage nach einem Webportal, das ja im eigentlichen Sinne gar kein Blog ist, fiel dieser markige Spruch, der im Grunde die größte Zahl der katholischen Blogger nicht betrifft, aber dennoch trifft. Dies ist nicht zuletzt so, weil sich katholische Blogger ohnehin von der Kirche und hier insbesondere von den bezahlten kirchlichen Medienarbeitern nicht sonderlich wertgeschätzt fühlen. Statt Kontakte zu knüpfen und zu pflegen, erntet man eher Häme und Ablehnung. Statt Bloggerrelations zu betreiben, wie es alle großen Unternehmen und Organisationen mehr oder weniger erfolgreich tun, schlägt die katholische Kirche in Deutschland ihren Bloggern die Tür vor der Nase zu. Da fragt man sich als katholischer Blogger, ob man nicht am Ende doch im falschen Film ist. Man wurde auch schon mal mit lockerer Hand in einen Topf mit kreuz net und ähnlichem geworfen.


Wer also verstehen möchte, warum eine Vielzahl katholischer Blogger sich von diesem locker markigen Spruch, der ja dem Grunde nach die katholische Bloggerszene, augenzwinkernd auch schon mal Blogoezese genannt, gar nicht treffen kann, eben dennoch verletzt, gekränkt beleidigt und ganz sicher nicht wertgeschätzt fühlen, muß dies im Hinterkopf behalten.

Im Kontext der allgemeinen Verachtung, die katholischen Bloggern von vielen – nicht von allen – kirchlichen Dienststellen entgegen gebracht wird, gibt es jetzt zudem noch ein Zitat vom Sprecher der deutschen Bischöfe, das bei passender oder unpassender Gelegenheit eben diesen katholischen Bloggern um die Ohren fliegen wird. Was einmal aus der Tube gedrückt ist, das bekommt man in diese nicht wieder zurück.

Als katholischer Blogger gilt mein Dank dem Vorsitzenden der DBK, der mit einem Satz meine jahrelangen Versuche eben doch eine Kommunikation zwischen katholischen Bloggern und kirchlichen Dienststellen zu ermöglichen, förmlich zerschmettert hat. Wir werden das marxsche Bonmot der Verblödung durch Verbloggung sicher im November auf der Bloggertagung in Essen noch mal diskutieren. Vielleicht werden wir es auch nur verblödeln.

Es erschließt sich mir einfach nicht, warum katholisches Bloggen von der Kirche nicht ebenso wertgeschätzt wird, wie die Mitarbeit am Pfarrbrief, das Engagement im Pfarrgemeinderat, liturgische Laiendienste, Mitarbeit in der Caritas und vieles andere mehr. Aber wir werden wohl auch künftig damit leben müssen, die Schmuddelkinder der katholischen Publizistik zu sein.

Da weiß man, was man hat. Guten Abend.

Für mich hat dieser lapidar und vermutlich sogar gedankenlos dahin geworfene Satz einen Denkprozeß ausgelöst. Will ich das eigentlich noch? Nein, ich will es nicht mehr. Ich habe keine Lust, Leute, die mir – und wenn auch nur indirekt – Verblödung unterstellen künftig für lau gegen schlechte Presse und andere öffentliche Angriffe zu verteidigen. Dies nur um dann anschließend von denen, die man verteidigt, beleidigt zu werden. Nein, danke!

Mein Bloggen wird sich ändern. Thematisch, in der Schwerpunktsetzung … Wie genau die Veränderung aussehen wird, das wird sich zeigen. Schnellschüsse sind nicht mein Ding. Ein Denkprozeß ist eingeleitet. Und ja, auch ich habe mich über diesen blöden Satz der Verblödung durch Verbloggung geärgert. Aber Ärger, geht man produktiv damit um, ist gesund und bringt einen voran. In diesem Sinne, fröhliches weiter verblöden [verblöden durchgestrichen] bloggen.

DBK-Vorsitzender Kardinal Marx übt undifferenzierte Kritik an katholischen Bloggern und ihren Lesern: ´Verbloggung führt manchmal zur Verblödung´






Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Medien

  1. Belgischer öffentlich-rechtlicher Sender lässt Moderatoren Marien- und Jesus-Statuen zertrümmern!
  2. Nach einseitig negativer Darstellung des Christentums – Programmbeschwerde an ZDF
  3. Welt: „Vorwurf der sexuellen Belästigung – ORF-Chef tritt mit sofortiger Wirkung zurück“
  4. Früherer Bundestagsvizepräsident Kubicki: „Der ZDF-Skandal muss politische Konsequenzen haben“
  5. Wenn das 'Drehbuch' schon vorher feststeht
  6. Gebetshaus Augsburg reagiert mit Stellungnahme auf ARD-Doku „Die hippen Missionare“
  7. Kardinal Müller: „Von Anfang an ist Radio Maryja zu einer Stimme in dieser modernen Wüste geworden“
  8. „Ich wünsche mir gebildete Laien!“ – Newman hätte Martin Lohmann als Beispiel genommen
  9. "Hassprediger und Hofnarr"
  10. Die BBC hatte eine Trump-Rede gezielt frisiert, so dass sie zum angeblichen Gewaltaufruf wurde






Top-15

meist-gelesen

  1. Große SIZILIEN-Rundreise mit Kaplan Johannes Maria Schwarz!
  2. Konsekrierte Hostien an Hunde verfüttert: Keine Konsequenzen im Bistum Chur
  3. Kardinal Marx unter Druck: Zwischen grober Fahrlässigkeit und dem Vorwurf der Vertuschung
  4. Back to the future: Durch den Traditionalismus zur Gendergerechtigkeit
  5. Schisma auf leisen Sohlen
  6. „Theologische Katastrophe“: Massive Kritik am Erprobungsband des neuen evangelischen Gesangbuchs
  7. Insider: Vatikan bereitet sich auf Folgen der Bischofsweihen der Piusbruderschaft vor
  8. Goldenstein-Nonnen doch in Rom? Propst in Sorge
  9. Goldenstein-Nonnen: Verstimmung um nun doch durchgeführte Romreise
  10. Was Kardinal Marx meint und was das Zweite Vatikanische Konzil lehrt
  11. Die Messe in der außerordentlichen Form kehrt nach Santa Maria Maggiore/Rom zurück
  12. Erzbischof Sheen warnte bereits 1965 vor falschem Mitgefühl
  13. „Es war, als sähe ich Jesus wirklich“
  14. Paris: Klassische lateinische Messe bringt eine neue Generation in die katholische Kirche
  15. Arche-Sprecher warnt vor Zunahme des Islamismus an Schulen in Deutschland

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz