14 Oktober 2015, 23:30
Bode: Kirche muss Lebensrealität der Menschen berücksichtigen
 
Legionaere
 
WEITERE ARTIKEL ZUM THEMA 'Bischofssynode'
In seinem Synodenbeitrag sprach sich der Osnabrücker Bischof für einen differenzierteren Umgang der Kirche mit wiederverheirateten Geschiedenen aus.

Bonn/Vatikanstadt (kath.net/KNA) Der Osnabrücker Bischof Franz-Josef Bode hat sich bei der im Vatikan tagenden Weltbischofssynode für eine positivere Sicht auf voreheliche Beziehungen ausgesprochen. Dies geht aus Bodes Redebeitrag hervor, den die Deutsche Bischofskonferenz in Bonn am Mittwoch im Wortlaut veröffentlichte. Darin fragt Bode, der seit fünf Jahren die Pastoralkommission der Bischofskonferenz leitet, unter anderem: «Können wir junge Paare, die - nicht nur in Deutschland - in aller Regel zunächst in einer nicht ehelichen Gemeinschaft zusammenleben, wirklich für die Ehe gewinnen, wenn wir ihnen als Erstes vorhalten: Ihr lebt in schwerer Sünde?»

Werbung
christenverfolgungmai


Der Mensch sei als geschichtliches Wesen niemals «neutraler Empfänger einer auszurichtenden Botschaft», sagte Bode weiter. Um heutigen Menschen «die Hochschätzung der Ehe» zu vermitteln, müsse die Kirche auf die individuelle Biografie eingehen, so Bode. Dieser Lebensbezug sei keine «pastorale Strategie» oder eine «methodischer Kunstgriff, sondern »Teil der kirchlichen Lehre« selbst.

In seinem bereits am Samstag vorgetragenen Synodenbeitrag sprach sich der Osnabrücker Bischof auch für einen differenzierteren Umgang der Kirche mit wiederverheirateten Geschiedenen aus. Die Kirche müsse sich fragen, ob »eine Zulassung zu Buße und Eucharistie wirklich in jedem Fall kategorisch auszuschließen« sei.

(C) 2015 KNA Katholische Nachrichten-Agentur GmbH. Alle Rechte vorbehalten.
Foto Bischof Bode (c) Bistum Osnabrück







kath.net ist Teilnehmer des Partnerprogramms von Amazon EU, das zur Bereitstellung eines Mediums für Webseiten konzipiert wurde, mittels dessen durch die Platzierung von Werbeanzeigen und Links zu Amazon.de Werbekostenerstattung verdient werden kann.


Lesermeinungen zu diesem Artikel anzeigen und Kommentar schreiben

Sie können nur die Lesermeinungen der letzten sieben Tage einsehen.

 

meist kommentierte Artikel

Warum es (nicht) gut ist, dass wir zwei Päpste haben (51)

Dalai Lama: 'Johannes Paul II. war ein beeindruckender Mann' (25)

Down Syndrom in Island: 100%ige Tötungsrate (24)

Van Rompuy: Die Zeiten von Roma locuta, causa finita sind lang vorbei (24)

'Das Jüngste Gericht findet statt' (23)

13 Tote bei Unglück in Madeira (22)

'Amoris Laetitia bekräftigt eindeutig die klassische kirchliche Lehre' (19)

Maria, die Mittlerin der Gnaden (18)

Die Kirchensteuer ist unzeitgemäß und ungerecht (17)

'Die Brutalität der Anschläge entsetzt mich' (14)

Vatikanist Tosatti: ‚Die Rückkehr der Berufungskrise’ (13)

'Maria bat in Fatima, die Welt ihrem unbefleckten Herzen zu weihen' (13)

Kanzlerin Merkel will meine Stimme, aber mich für dumm verkaufen (11)

Freiburg gehört der Gottesmutter (10)

Zentralkomitee der deutschen Katholiken (ZdK) kritisiert Van Rompuy! (10)