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Prager Erzbischof weist Kritik an Umgang mit Geflüchteten zurück

27. Dezember 2015 in Weltkirche, 35 Lesermeinungen
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Kardinal Duka zu Debatte um mangelnde Aufnahmebereitschaft in EU-Ostländern: "Mitgefühl und Emotion ohne vernünftiges Verhalten führen in die Hölle" - Skepsis über Zusammenleben mit Muslimen


Prag (kath.net/KAP) Der tschechische Kardinal Dominik Duka hat in einem Weihnachtsinterview mit der slowakischen Tageszeitung "Dennik N" zur aktuellen Flüchtlingsthematik Stellung genommen. Der Prager Erzbischof und Vorsitzende der Tschechischen Bischofskonferenz setzte darin deutlich andere Akzente als Kardinal Christoph Schönborn, der vor Weihnachten in einem Gespräch mit dem Pressburger Magazin "Tyzden" und in einer Stellungnahme in der "Kronenzeitung" Kritik an jenen EU-Ostländern geübt hatte, die sich gegen die Aufnahme von Flüchtlingen stellen und europäische Solidarität eingemahnt hatte.

"Mitgefühl und Emotion ohne vernünftiges Verhalten führen in die Hölle", sagte Duka in dem Interview. In dieser "Flüchtlingswelle ohne jede Kontrolle, in der die dazu verpflichteten Staaten völlig versagt" hätten, müsse sorgfältig geprüft werden, "wer tatsächlich hilfsbedürftig und im Leben bedroht ist oder wer auch eine bestimmte andere Mission erfüllt", so der böhmische Primas, der wie Kardinal Schönborn dem Dominikanerorden angehört. Die Flüchtlingswelle bediene bekanntermaßen "auch bestimmte Pläne und Programme der Dschihadisten".

Da es sich aktuell um eine Vertreibungswelle handle, die mit der Vertreibung der Armenier aus dem Osmanischen Reich vor 100 Jahren begonnen habe, sei man in Tschechien "in erster Linie darauf vorbereitet christliche Flüchtlinge aufzunehmen, weil Christen in diesen Ländern permanent verfolgt und von niemand anderem unterstützt werden", führte Duka aus. Man könne "auch nicht einen einzigen Flüchtling aufnehmen, ohne dass dieser einen Überprüfungsprozess durchlaufen hat, den der Staat anbietet und sicherstellt".

Rufe man den Flüchtlingen zu "Kommt und nehmt", müsse man auch etwas anzubieten haben. Faktisch aber verfüge Tschechien weder über genügend Lehrer noch ausreichend Dolmetscher. Außerdem hätten die Flüchtlinge keinerlei Interesse, nach Tschechien, in die Slowakei oder nach Ungarn einzuwandern, meinte der Prager Kardinal. Die Kirche sei sich daher mit der Regierung einig, dass der Prozess "komplex und in internationaler Zusammenarbeit erfolgen muss". Weder alle, noch niemanden aufzunehmen sei richtig, vielmehr müsse man einen kühlen Kopf bewahren und "rational vorgehen", sagte Duka, und hinterfragte die EU-Quoten zur Aufteilung der Flüchtlinge auf die EU-Staaten. Man schaffe jetzt Quoten, aber "wohin dann mit jenen, die wir nicht werden haben wollen?", so der Kardinal.


Der Prager Erzbischof berief sich zudem auf den früheren Staatspräsidenten Vaclav Havel (1936-2011). Dieser habe während des Balkankonflikts in den 1990er-Jahren erklärt, alle Flüchtlinge könne man "wirklich nicht aufnehmen", so Kardinal Duka, der mit dem einstigen Mithäftling und späteren Präsidenten bis zu dessen Lebensende freundschaftlich verbunden war. Und auch Papst Franziskus habe einige Wochen nach seinem spektakulären Besuch auf der Flüchtlingsinsel Lampedusa gesagt, dass man nach den geltenden Gesetzen vorgehen müsse, damit nicht eintritt, was in den 1970er- und 1980er-Jahren durch die italienischen Brigate Rosse, die deutsche Rote-Armee-Fraktion, die baskische ETA und in Libyen passiert sei, das "ein Hauptzentrum des Terrorismus war".

Die kommunistische Tschechoslowakei trage am Konflikt im Nahen Osten eine Mitschuld, da sie in die heute von Bürgerkriegen erschütterten Staaten Waffen exportiert habe. Seit der Samtenen Revolution von 1989 hingegen habe allein Tschechien eine halbe Million Flüchtlinge aufgenommen, vorzugsweise aus den Nachfolgestaaten der Sowjetunion und Vietnam sowie "eine große Menge slowakischer Roma". Dieser Zuwachs sei durchaus mit jenem in den westeuropäischen Ländern vergleichbar, so Kardinal Duka zu den Vorwürfen, die Länder der "Visegrad-Vier" (Ungarn, Slowakei, Polen, Tschechien) machten es sich zu leicht und hätten vergessen, wie viele Flüchtlinge der Westen aus ihnen zur Zeit des Kommunismus aufgenommen hätten.

Zu seinen Kontakten mit islamischen Religionsführern befragt, führte der Prager Erzbischof aus, er habe gleich nach seinem Amtsantritt im Jahr 2010 einen Vertreter der Prager muslimischen Gemeinde empfangen und diesem mit einiger Mühe eine Verurteilung terroristischer Anschläge abgerungen. Bald danach habe das Tschechische Fernsehen denselben Mann in einer mit verdeckter Kamera aufgenommenen Szene in einem Gebetssaal gezeigt, wie er die angesprochenen Attacken rühmte. Daher identifiziere er sich "völlig mit jenen, die die Moslems verdächtigen, Beileid nur aus Selbstverteidigung zu bekunden". Aus dreimaliger Lektüre des Korans wisse er, "dass ein gläubiger Moslem nicht verpflichtet ist, mir gegenüber sein Wort zu halten".

Skepsis äußerte Kardinal Duka auch bezüglich des Zusammenlebens verschiedener Religionen auf einem Territorium. "Theoretisch" sei alles möglich, aber man müsse die Realität in Betracht nehmen. Seit dem Zweiten Vatikanischen Konzil seien 50 Jahre verstrichen und in akademischen Räumen werde ein Dialog geführt, doch in Wirklichkeit habe sich "das Zusammenleben in den Ländern des Nahen Ostens radikal verschlechtert". Der interviewenden Journalistin empfahl Duka wörtlich: "Liebe Dame, fahren Sie nach Saudi Arabien und verbringen Sie dort einen Monat. Und dann kommen Sie zurück." Auch wenn der Gott von Juden, Christen und Moslems ein einziger sei, bestehe zwischen den Normen des Zusammenlebens nach den Zehn Geboten und dem Koran ein grundlegender Unterschied, der auch durch Gräueltaten der Christen nicht aufgehoben sei.

So wie Kardinal Schönborn in seinem "Tyzden"-Interview, ließ auch Duka seine familiäre Betroffenheit in die Debatte einfließen. Sein Vater sei aus Hitlers "Protektorat Böhmen und Mähren" geflüchtet, um sich als Widerstandskämpfer für die Freiheit und Wiederherstellung der Demokratie einzusetzen. Er habe an die Tür der Schweiz geklopft und das Misstrauen der Eidgenossen über sich ergehen lassen. "Ohne Eingreifen der Londoner Exilregierung wäre das wohl schlecht ausgegangen", berichtete der Kardinal aus der Biografie seines Vaters. Und als die Soldaten schließlich in England angekommen seien, hätten sie es sich dort nicht gut gehen lassen, sondern seien sofort für minimalen Sold in die britische Armee eingetreten, um an der Seite der Alliierten ihre Heimat zu befreien.

Der Vorsitzende der Tschechischen Bischofskonferenz schließt daraus, dass alles daran gesetzt werden müsse, die Ursachen des Konflikts im Nahen Osten zu beseitigen. Deshalb habe auch Papst Franziskus zuallererst die Parole ausgegeben "Stopp der Aggression", danach den vatikanischen Kardinal-Staatssekretär Pietro Parolin zur UNO nach New York geschickt, um dort eine militärische Friedensmission einzufordern, sowie Hilfe an Ort und Stelle verlangt. Erst an vierter Stelle habe der Papst schließlich auch Hilfe für die Flüchtlinge verlangt.

Copyright 2015 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich



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Lesermeinungen

 chorbisch 2. Jänner 2016 
 

@ Tonika

Wie stellen Sie sich denn die bevorzugte Aufnahme christlicher Flüchtlinge konkret vor? Wollen Sie die Muslime, die an den Grenzen kampieren solange "im Regen stehen" lassen, bis alle Christen Zuflucht gefunden haben? Bei dem Wetter? Auch Frauen und Kinder?

Und wieviele christliche Flüchtlinge haben Polen, Ungarn, Tschechei und Slowakei denn aufgenommen? Ich glaube, die Zahl ist "überschaubar", vorsichtig gesagt.

Daher werde ich den Verdacht nicht los, daß hinter den ganzen "Verteidiger des christlichen Abendland-Geredes" von Orbàn & Co., aber auch in Deutschland und Österreich nichts weiter als schlichte, widerliche Ausländerfeindlichkeit verbirgt!

Das soll jetzt keine Plädoyer für die chaotische Politk von Frau Merkel sein, und ich sehe auch die großen Probleme, diese große Zahl von Muslimen zu integrieren.
Aber wenn man manche Aussagen von Teilnehmern an Pegida-Demos hört, oder des "Herrn" Höcke von der AfD, kann einem nur schlecht werden.


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 Tonika 2. Jänner 2016 
 

Palüm Christliche Brüder.

In der Geschichte vom barmherzigen Samariter ging es ja um einen konkreten Einzelfall. Wenn ein Christ einen Muslim irgendwo zusammengeschlagen findet, soll er ihm natürlich helfen und Mitleid haben. Aber Millionen Menschen dauerhaft Zuflucht zu gewähren ist noch ein anderes Level. Es kann nicht sein, dass im Namen der christlichen Nächstenliebe verfolgte Christen ignoriert und im Stich gelassen werden aber Muslime geholfen wird. Es ist zutiefst christlich seine Glaubensbrüder, die vom Genozid bedroht sind, zuerst zu helfen. Sie zitieren die Bibel aber ignorieren, dass laut Bibel (verfolgte)Christen für andere Christen nicht bloß Nächster, sondern vielmehr, Brüder sind. Der Bruder steht einem noch näher als der Nächster.


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 goegy 2. Jänner 2016 
 

Es ist nicht einfach, ein Gleichgewicht zwischen Herz und Verstand zu finden.
Wird der Verstand aber ausser Funktion gesetzt, so tut man auch den Anliegen des Herzens keinen Dienst.
So edel die Intentionen von Merkel, Faymann etc. sein mögen, so gross ist die Gefahr, dass sich diese eines Tages als ausgesprochen kontraproduktiv erweisen könnten.
Anlässlich der Auflösung Jugoslawiens nahm die Schweiz, einschliesslich späterem Zuzug, 200'000 Kosovaren auf. Heute bilden grosse Teile dieser Menschen im Land islamische Zellen, füllen Kriminalstatistiken und belasten das Sozialnetz.
Sie sind mit ein Grund dafür, dass die seinerzeitige grosszügige Willkommens Kultur einer weit verbreiteten Skepsis gewichen ist.

Unkontrollierte Gastfreundschaft, ohne Überwachung und ohne kluge Dosierung, ist gefährlich. Sie richtet sich schlussendlich gegen die Interessen von Menschen, die wirklich in Not sind und Hilfe verdienen.
Kardinal Dukas Aussagen sind klug u realistisch. Lesenswert f. Merkel!


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 Tonika 2. Jänner 2016 
 

Christliche Bruderliebe politcal incorrect.

Viele westliche Christen wollen sich als den barmherzigen Samariter gegenüber Muslime erweisen gehen aber indifferent an den geschlagenen am Boden liegenden christlichen Bruder vorbei. Der Aufruf im Hebräerbrief 13:1-14 "Bleibt fest in der brüderlichen Liebe.Gastfrei zu sein vergesst nicht; denn dadurch haben einige ohne ihr Wissen Engel beherbergt. Denkt an die Gefangenen, als wärt ihr Mitgefangene, und an die Misshandelten, weil ihr auch noch im Leibe lebt." wird von vielen westlichen Christen nicht mehr befolgt, denn christliche Bruderliebe verstößt gegen die Political Correctness.


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 Steve Acker 31. Dezember 2015 
 

Auf Welt.de ist ein Artikel über das

Niveau der Schulbildung der Syrer.
Tenor: weit weit zurück .
Nix mit Ärzten und Ingenieuren...

Die Ungarn die nach Österreich flüchteten waren aus dem gleichen Kulturkreis. Bei den Arabern ist das nicht der Fall und so wie es aussieht werden viel viel mehr kommen, als damals Ungarn.

Ausserdem sind es weit überwiegend Moslems. Wenn diese erst in großen
Massen hier sind, werden sie auch keine Notwendigkeit sehen, sich europäische Gepflogenheiten anzupassen, z.b. was den Umgang mit Frauen betrifft.


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 Klaffer 31. Dezember 2015 
 

Vielleicht interessiert es jemanden: Ich habe gestern ein Interview mit Paul Lendvai, der einst aus Ungarn nach Österreich geflüchtet ist, gesehen. Er war dankbar, dass ihn Österreich aufgenommen hat und stolz, als er die österreichische Staatsbürgerschaft bekommen hat. Und er war stolz, als er gesehen hat, wie Österreich (im Gegensatz zu Ungarn) im Herbst die Flüchtlinge behandelt hat. Und er ist tief beeindruckt wie Bundeskanzlerin Angela Merkel und Bundeskanzler Werner Faymann mit der Flüchtlingskrise umgehen.
Und ich freue mich, dass ich dieses Gespräch gesehen habe.

Der Prager Erzbischof unterstützt die Haltung seiner Regierung - keine Überraschung. Er lebt ja dort.


Ich glaube nicht, dass die Aufnahme von Flüchtlingen langfristig ein Schaden für Deutschland und Österreich sein wird. Auch die Flüchtlinge aus Ex-Jugoslawien wurden integriert. Wenn sie so motiviert sind, wie es Steve Acker es beschreibt, schaffen es auch die Syrer.


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 Walter Knoch 31. Dezember 2015 

Pars pro toto

In meinem Beitrag zuvor steht Simbabwe natürlich als pars pro toto, für die vielen Länder, in denen bittere Armut herrscht.
Was oben aus Mangel an Platz nicht mehr ging: Ich bin für Hilfe, aber auch für ein gesundes Maß an Egoismus, der hilft, aber auch um die eigenen Kräfte weiß.
Eine zerklüftete Gesellschaft hier wird auf Dauer ihre freiheitlich-demokratische Ordnung nicht aufrechterhalten können. Sie wird - und wir sind schon ein bisschen auf diesem Trip - zur Autokratie. Die Wohlfahrtsausschüsse melden sich allerorten zu Wort.


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 Walter Knoch 31. Dezember 2015 

Es macht nur noch müde,

wenn man die ganze Diskussion verfolgt und die Argumente immer und immer wieder zur Seite geschoben sieht, unter dem Anspruch "Wir müssen willkommen heißen".
Vom christlichen Standpunt her: Das Gebot, schlägt dir einer auf die rechte Wange, so halte ihm die linke hin, kann ich für mich akzeptieren. Wird mein Nächster geschlagen, so wäre es "Sünde", mir dieses Wort Jesu zu eigen machen.
Wenn eine Diskussion mit einer falschen Semantik geführt wird, so ist sie von vornherein unwahrhaftig. Es sind eben nicht alles Flüchtlinge, die zu uns kommen, sondern ...
Noch ein Punkt: In der Mehrzahl kommen junge Männer zu uns. Wer bleibt zurück. Alte, Kranke, Schwache, Kinder, Schwangere Hilflos, schutzlos. Und die Jungen fehlen zum Widerstand, zum Aufbau.
Unsere Mittel sind beschränkt. Jeder Euro, hier ausgegeben, fehlt in den Flüchtlingslagern oder in Simbabwe. Ein Land, das einmal mit seinen Problemen, ganze Kirchentag beherrschte. Das ist nur ein Anriss.


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 Adson_von_Melk 30. Dezember 2015 

@antonius25: Da werden Sie Ihre Bibel noch einmal hernehmen und etwas GENAUER lesen müssen ;-)

Nach meiner Erinnerung heißt es zwar "Was ihr einem von meinen geringsten Brüdern getan habt, das habt ihr mir getan" aber ein paar Zeilen weiter "Was ihr einem von diesen Geringsten nicht getan habt, habt ihr auch mir nicht getan."

@Palüm hat richtig zitiert, und man könnte gern mal nachdenken, was dieser feine Unterschied in einem sonst so parallelen Text zu bedeuten hat.

"Höflich, freundlich, anständig, ganz scharf darauf Deutsch zu lernen und Fuß zu fassen"

Ja, sorry Herr Acker, aber was wollen Sie von jemand, der nach menschlichem Ermessen nicht in absehbarer Zeit zurück kann, denn noch verlangen? Über SOLCHE Zuwanderer sollte das vergreisende Europa sich freuen.


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 Palüm 30. Dezember 2015 
 

@antonius25

Könnten Sie mir jetzt bitte mal die Stelle zitieren, an der ich die Heilige Familie mit islamistischen Terroristen verglichen haben soll. Was Sie da von mir zitiert haben, ist definitiv kein Vergleich. Da kommt der Begiff "Islam".
noch nicht mal drin vor.

Hätten Sie nur die eine kleine Stelle mitzitiert, die ich da am Anfang geschrieben habe, so hätten Sie feststellen können, dass ich auf apokryphe Evangelien verwiesen habe, laut denen durch die Anwesenheit der Heilige Familie Götzenbilder umgefallen sind und sie ganze Städte bekehrt haben soll (Pseudo-Matthäus).

Die Heilige Familie kam aus einem Volk, das laut AT zufolge mit seinen Feinden nicht zimperlich umgesprungen ist. Und in Palästina gab es zur Zeit Christi die Zeloten, die wir heute als Terroristen bezeichnen würden. Ich habe aber nirgends behauptet, dass Josef, Maria oder Jesus Zeloten waren.

Also nochmals die Bitte: Wo habe ich die Heilige Familie mit Terroristen verglichen? Ich würde das sofort zurücknehmen.


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 antonius25 30. Dezember 2015 
 

@Palüm, Ihre Erklärung zum Samariter:

Vielen Dank. Ich mag Ihre Erklärung zum barmherzigen Samariter, weil ich Sie jetzt verstehe. Sie benutzen einen anderen Begriff von Vernunft als ich. Mit diesem Begriff von Vernunft ergibt sich dann der Widerspruch zur Barmherzigkeit. Jetzt kann ich Ihnen auch zustimmen, dass Fides et Ratio sich unter anderem gegen diesen Begriff der Vernunft wendet. Ich glaube Ihre Bewertung der Juden ist etwas hart, denn der jüdische Glaube heute ist der gleiche wie damals, aber sie werden wenige Juden finden, die es für vernünftig halten, einen Verwundeten liegen zu lassen. Vielmehr war der Vernunftbegriff der falsche.
Auch Joseph Kardinal Ratzinger weist diesen Begriff, ich glaube in "Werte in Zeiten des Umbruchs" als falsch zurück. Auch in "Caritas in veritate" ist das Grundthema, dass die Liebe bereits in der Wahrheit, enthalten ist, und die wahre Liebe nur die von Glaube und Vernunft beleuchtete Liebe ist. Der eine Christus ist die Wahrheit, und damit auch die Liebe und Barmherzigkeit.


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 antonius25 30. Dezember 2015 
 

@Palüm, Fortsetzung:

... dann tun wir wirklich Gutes. Und das Fundament für einen freiheitlichen Rechtsstaat ist das Christentum, die Naturrechtslehre, wie bei Thomas von Aquin, die Achtung der 10 Gebote, die Gottesliebe und die Nächstenliebe. Jesus selbst spricht ja von den beiden Geboten, die alle Gebote enthalten: Die Gottesliebe und die Nächstenliebe. Die Vernunft führt uns dann wie Augustinus, Thomas und auch der Hl. Johannes Paul II. oder Benedikt XVI. zeigen und auch Franziskus einfordert (siehe Artikel) zum Recht. Wenn wir das (christliche) Naturrecht (nicht islamisches) wegwerfen (wie momentan in Deutschland, aber auch eben im Irak und in Syrien), ist der Staat nichts als eine Räuberbande - so zitierte Benedikt XVI. im Bundestag Augustinus.

Leisten wir also materielle Nothilfe vor Ort, wie der barmherzige Samariter, und versuchen wir, die Unwissenden zu lehren, sodass sie selbst funktionierende Gesellschaften bauen können.


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 antonius25 30. Dezember 2015 
 

@Palüm:

Schauen Sie, es ist schön, dass Sie die Feindesliebe betonen. Allerdings sollten Sie nicht dem Missverständnis aufsitzen, dass der Kardinal oder auch ein bestimmter Mitforist etwas gegen Feindesliebe hätte. Nur, wenn Sie die Vernunft unter den Tisch fallen lassen (was ich nicht hoffe), verstehen Sie auch die Feindesliebe nicht:

Feindesliebe heißt, den Feind zu lieben, nicht ihm bei der bösen Tat zu unterstützen. Darüber hinaus sind die potentiellen Zuwanderer sowieso nicht pauschal Feinde. Wenn wir diesen Menschen helfen wollen, gilt: Ein Werk der Barmherzigkeit ist nicht nur Almosen geben, sondern auch den Unwissenden lehren. In der Entwicklungshilfe heißt das oft Hilfe zur Selbsthilfe, in der Kirche Mission. Wenn wir unbegrenzt Araber nach Deutschland einladen, werden diese Deutschland in Arabien verwandeln und niemand hat etwas gewonnen. Wenn wir aber an unserem freiheitlichen Rechtsstaat festhalten und ihn als Vorbild exportieren, anstatt die Menschen zu importieren, dann ...


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 Palüm 30. Dezember 2015 
 

@Tonika

Erzählen Sie mal den Amerikanern, dass sie in einem keineswegs christlichen, wohl aber in einem säkularen und atheistischen Staat leben. Da wird Ihnen Herr George Bush, der Präsident, der für den Krieg in Afghanistan und dem Irak verantwortlich ist, aber etwas anderes erzählen. Gerade mal 3,1 % der Amerikaner sind 'bekennende' Atheisten. In Deutschland liegt der Wert bei knapp unter 10 Prozent. Die Waffen, mit denen in Syrien gekämpft wird, stammen zum Großteil aus den USA, Russland, Deutschland, Frankreich, Großbritannien und der Ukraine. Alles Staaten, die definitiv nicht muslimisch sind, aber eine christliche Tradition haben.


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 rappix 30. Dezember 2015 

Integrationswille von Flüchtlingen

oder muss sich der Gastgeben den gewohnweiten des Gastes anpassen?

Wenn der Gast kein Geld in der Tasche hat und anderen pardon auf der Tasche lieen will dann nein.

Ein Flüchtling muss sich im klaren sein das die Ausübung seiner Religion in christlichen Europa auf Schwierigkeiten stossen könnte. Es ist in Europa unüblich, das sich Frauen nur verschleiert auf die Strasse wagen.

Wenn es sich im einen Scheich aus der Region der Heiligen 3 Könige handelt, dann sieht es anders aus.

Zitat eines 5-Hoteldirektors aus der Schweiz:

"Wir wollen unsere Gäste nicht erziehen!"

Wir die Gastgeber müssen uns den Goldstarrenden Gästen anpassen, immer ein fröhliches Gesicht zeigen, nie NEIN sprechen und jeden Wunsch erfüllen (falls dieser geltenden Gesetzen nicht widerspricht)!

"Geld stink nicht"; soll Kaiser Vespasian erklärt haben.


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 Steve Acker 29. Dezember 2015 
 

Jeder in einem Rettungsberuf Arbeitende

lernt, dass er zuerst auf seine eigene Sicherheit achten muss,denn wenn er verletzt wird oder stirbt,kann er niemandem mehr helfen.
So wird z.B. ein Feuerwehrmann nie in ein einsturzgefährdetes Haus rennen.
Das muss in gleicher Form hier gelten.
Wir können nicht Millionen von Flüchtlingen aufnehmen, und dann noch vervielfacht durch Familiennachzug.
Dann wird bei uns das System kollabieren
und wir werden dann niemandem mehr helfen können. Durchhalteparolen("wir schaffen das") sind wenig hilfreich.
Habe junge Männer aus Syrien erlebt. Sie sind sehr höflich und freundlich,benehmen sich anständig.Sind ganz scharf drauf Deutsch zu lernen und Fuss zu fassen.Haben nicht vor heimzukehren, nach dem Motto"das wird nix mehr in Syrien".Sobald sie anerkannt sind(geht schnell bei Syrern) wollen sie die Familie nachholen.Manche haben die schwangere Ehefrau zurückgelassen.


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 Tonika 29. Dezember 2015 
 

@Palüm

" Dass die meisten Muslime in Afghanistan oder dem Irak die christliche Nächstenliebe in Form von Bomben und Granaten erfahren haben?" Nicht der christliche, sondern der atheistische, säkulare und liberale Westen bombardiert Irak, Afghanistan und Syieren im Namen der Demokratie und Freiheit. Verfolgte Muslime können immerhin zu den islamischen Nachbarn fliehen. Christen gerade im Nahen Osten haben kaum Zufluchtsorte in den direkten Nachbarländern. Vergessen wir hierbei nicht das klare Pauluswort: “Tut Gutes gegenüber jedermann, besonders aber für des Glaubens Genossen!”(Gal 6,10)Außerdem werden die Christen ohnehin weltweit und besonders von der Politik vernachlässigt, so dass christlicherseits schon deshalb ihre “Bevorzugung” absolut angesagt ist. Dennoch sollte man versuchen jeden Flüchtling, der vor Krieg, Terror und Verfolgung flieht helfen und einen Zufluchtsort geben.


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 Palüm 29. Dezember 2015 
 

@Simon Cyrenaeus

Mt 25, 44-46: "Dann werden auch sie antworten: Herr, wann haben wir dich hungrig oder durstig oder obdachlos oder nackt oder krank oder im Gefängnis gesehen und haben dir nicht geholfen? Darauf wird er ihnen antworten: Amen, ich sage euch: Was ihr für einen dieser Geringsten nicht getan habt, das habt ihr auch mir nicht getan.
Und sie werden weggehen und die ewige Strafe erhalten, die Gerechten aber das ewige Leben."

Da steht nichts davon, dass man nur Christen helfen muss. Und in dem von Ihnen angeführte Mt. 9,42 übrigens auch nicht. Mit diesem Wort sind nicht nur Christen gemeint, die zu Christen barmherzig sind. Genauso gerettet werden Juden oder Heiden, wenn Sie gegenüber Christen barmherzig sind. Also: eher kommt ein Muslim in den Himmel, der gegenüber einem Christen barmherzig ist, als ein Christ, der gegenüber einem Christen nicht barmherzig ist.

So wird ein Schuh draus.


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 rappix 29. Dezember 2015 

Das Boot ist voll

War lange Zeit in letzten Jahrtausend die Devise meiner Miteidgenossen.

Ich bin froh das Ihre Excellenz Kardinal Duka was es heisst wenn die Türen der Herberge wie in der Schweiz verschlossen waren.

Das Misstrauen gegenüber Fremden ist in der Schweiz oft noch erschreckend hoch, besonders dort, wo nur eine Handvoll Fremder anzutreffen sind.

Von den Gästen erwarte ich, dass sie sich an unsere Gesetze und Sitten halten.


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 Hadrianus Antonius 29. Dezember 2015 
 

Ein sehr weiser Kardinal

Das hiesige Interview mit S.E. Kard. Duka zeigt die große Fachkundigheit und den gesunden Menschenverstands des Kardinals.
@Palüm: Ihre Postings sind nicht korrekt:
nicht die "christliche Staaten" waren es, die Waffen , Gifgas usw. in den BNahen Osten lieferten/liefern, sondern die französische und britische Geheimdienste (Tunesien, Lybien, Aufständische in Syrien) und die USA (an Saddam Hussein gegen den Iran (1. Golfkrieg), später gegen die Kurden, noch später gegen die sHi'iten (und merkwürdigerweise mit Saudi-Arabien, Katar und mit al-Qaida/ der IS und jetzt mit der Türkei).
In März und April 2014 haben Sie und die westliche Allierten geschwiegen bei der Schlacht um Kessab, wo 99 Jahre nach dem Genozid an die Armenier eine Wiederholung stattfinden sollte; am Ende durch Einsatz v. Freiwilligern dann doch andrs ausgegangen.
Die IS bricht im Augenblich zusammen und Hunderte von Djihadisten brechen nach Westeuropa auf (Tak'ya); und die Whabiten predigen munter weiter.
Santé!


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 Simon Cyrenaeus 29. Dezember 2015 
 

Bevorzugte Aufnahme christlicher Flüchtlinge

Hier eines der vielen Jesus-Worte, das für "grenzenlose Gutmenschen" ein Ärgernis sein mag: Markus 9,41: "Wer euch auch nur einen Becher Wasser zu trinken gibt, WEIL ihr zu Christus gehört - amen, ich sage euch: er wird nicht um seinen Lohn kommen." Inhaltlich gleichlautend übrigens auch Matthäus 10,42.
Wenn ich also vor die Wahl gestellt bin, entweder einem Mitchristen oder einem Muslim Gutes zu tun, ist es wohl legitim, mich für meinen Glaubensbruder zu entscheiden. (Die vorhersehbare Schelte, ich träfe diese Entscheidung nur wegen der daran geknüpften "Lohnverheißung" Jesu, nehme ich in Kauf.)


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 Palüm 29. Dezember 2015 
 

@antonius 25

Sie sind also der Auffassung, dass die Menschen, die aus Syrien, dem Irak, Afghanistan oder Eritrea zu uns kommen, um den Islam nach Europa zu bringen?

Ihnen ist aber schon bewusst, dass in Syrien ein erbarmungsloser Krieg herrscht mit mehr als 250 000 Toten in vier Jahren? Ein Krieg, in dem vor allem Muslime gegen Muslime kämpfen - unter anderem mit deutschen Waffen? Aleviten gegen Sunniten, Sunniten gegen Schiiten, Islamisten gegen liberalere Muslime?

Ihnen ist schon bekannt, dass an der ganzen verfahrenen Situation im Irak und in Afghanistan der christliche Westen eine gehörige Mitschuld trägt? Dass die meisten Muslime in Afghanistan oder dem Irak die christliche Nächstenliebe in Form von Bomben und Granaten erfahren haben?
Meine Frage an Sie: Wie würden eigentlich Sie reagieren, wenn saudische oder iranische Kampfflugzeuge ihre Heimatstadt bombardieren würden, weil da christliche Fundamentalisten vermutet würden? Würden Sie sich bei den Muslimen aus der Nachbarschaft bedanken??


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 Palüm 29. Dezember 2015 
 

@antonius1925

Die Enzyklika "Fides et ratio" von JP II als Verteidiung von Kardinal Duka zu nehmen beruht meiner Ansicht nach auf einem völlig falschen Verständnis der Enzyklika. JP II spielte Glaube und Vernunft keineswegs gegeneinander aus nach dem Motto: Das, was Jesus in der Bibel gesagt hat ist zwar schön, muss aber zuerst im Zeichen der Vernunft modifiziert werden, um daraus eine sittliche und moralische Handlungsanleitung zu gewinnen.

JP II sieht die Vernunft als Grundvoraussetzung zum Erkennen der Glaubenswahrheiten/ der Wahrheit. Damit stellt er sich gegen diejenigen, die den Glauben als unvernüftig darstellen und ihm die Vernunft als alleinigen Maßstab entgegensetzen.

Der barmherzige Samaritaner hat beispielsweise im Angesicht seines gesellschaftlichen, sozialen und politischen Kontextes unvernüftig gehandelt. Trotzdem hat er richtig gehandelt, gerade im Hinblick auf das Reich Gottes.


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 Palüm 29. Dezember 2015 
 

@deborah

1. Die Aufgaben eines Staates erschöpfen sich durchaus nicht nur in der Aufgabe, das Staatsvolk vor Feinden zu schützen. Zudem ist es nicht Aufgabe eines Kardinals/Bischofs, die Ziele des Staates zu verfolgen. Er hat die Botschaft Christi zu verkündigen und zu leben. Der selige Oscaro Romero zum Beispiel hat als Bischof seinen Staat kritisiert und ist dafür zum Märtyrer geworden.

2. Ihren Ausführungen zur politischen Verfolgung stimme ich mit Einschränkungen zu, obwohl sich Maria und Josef und die anderen Eltern der Opfer wohl kaum aus politischen Gründen gegen Herodes aufgelehnt haben. Im engen Sinne sind sie keine politisch Verfolgten, wohl aber Opfer ideologisch motivierter Hysterie.

3. Nachdem das Christentum im römischen Reich Staatsreligion wurde, war der christliche Glaube verbindlich für alle. Die Christianisierung der Germanen verlief keineswegs friedlich und Karl der Große ließ in Verden die heidnischen Sachsen abschlachten. Sie wurden dann Christen.


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 antonius25 28. Dezember 2015 
 

@Rappix:

Die Aufforderungen zum Wohlverhalten im Koran gelten in der Regel nur für das Verhalten gegenüber Moslems. Die Einwanderung nach Europa verläuft dagegen nach den Regeln der Hidschra: Man wandert in ein Land ein, um es nach und nach zu übernehmen. So wie die moslemische Urgemeinde von Mekka nach Medina aufgebrochen ist, um (das kleinere) Medina zu übernehmen.
Die im "Gastland" lebenden Ungläubigen sind dabei tributpflichtige Dhimmis. Das heißt, die strenggläubigen Moslems fühlen sich hier nicht als Gäste, sondern als Tributnehmer und nehmen nur ihre Rechte wahr. Dankbarkeit für die Aufnahme und Versorgung können wir daher nur von den weniger gläubigen Moslems, sowie Menschen anderer Religion, erwarten.


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 Frontinus 28. Dezember 2015 
 

"Die Theologie der Migration" Unbedingt lesen!

Die Theologie der Migration (Serie Migrationsmythos VIII)

http://www.achgut.com/dadgdx/index.php/dadgd/article/die_theologie_der_migration_serie_migrationsmythos_viii

".... die Migration ist ein Ersatzthema, das von den eigentlichen Problemen und Aufgaben des Landes ablenkt. Die Masseneinwanderung verwickelt das Land in eine unendliche Rettungsaktion, die alle Kräfte in Anspruch nimmt und für Jahrzehnte auf eine lähmende, deprimierende Hängepartie festlegt. Der Migrationstheologie scheint diese Lähmung ganz recht zu sein."


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 Deborah1903 28. Dezember 2015 
 

Kann ein Staat barmherzig sein?

@Palüm: 1. Die Bergpredigt gilt einzelnen Menschen (die die hohen Anforderung aber nur in der Bindung an Jesus Christus überhaupt leben können), nicht jedoch als Handlungsanweisung für ein Staatswesen. Ein Staat kann z.B. nicht lieben, schon gar nicht seine Feinde. Die Aufgabe eines Staates ist, die Bevölkerung vor Feinden zu schützen.
2. Was anderes als politische Verfolgung ist es, wenn ein Herrscher aus Angst um seine Macht Menschen - selbst kleine Kinder - umbringen lässt?
3. Das Außerkraftsetzen der Gebote bei der zugegebenermaßen z.T. grausamen Landnahme des Volkes Israel ist eine Vorschattung auf des Endgericht, das Gott über die Menschen am Ende der Zeit ausüben wird. Es war damals lt. Bibel Gericht über die kanaanitischen Völker und somit einmalig. Niemals haben Juden ihren Glauben gewalttätig verbreitet. Wenn Christen dies mitunter trotzdem taten, so hatten sie (erst recht) keine Grundlage in der Heiligen Schrift.
Der Islam wurde von Mohammed nur gewaltsam verbreitet.


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 rappix 28. Dezember 2015 

Gastpflicht und Gastrecht

Ich las in einem Roman von James Clavell eine interessante Stelle über den Islam.

Dort soll es Stellen geben, wie man sich als Gast in einem Zelt zu verhalten hat. Und wie sich der Gastgeber gebenüber dem Gast zu verhalten hat. Damals und heute noch eine sehr sinnvolle Anweisung die jeder Gläubige einzuhalten hat.

Ev. steht im Koran auch, wie lange eine Gastfreundschaft, oder Anrecht auf Gastrecht dauern soll (3 Tage, 3 Wochen, 3 Monate, 3 Jahre, 3 Jahrzehnte).

Ich habe das dumpfe Gefühl das sich viele, die sich auf den Propheten berufen, diese Koranstellen nicht kennen wollen.

Ich weiss nicht, welche Strafen vom Koran vorgesehen sind, wenn sich jemand in das Zelt eines anderen einschleicht um den Gastgeber zu schädigen, respektiv die Gastfreundschaft mit Vorsatz und voller Absitz missbrauchen!

Auf jeden Fall darf sich ein solcher Mensch nicht auf Allah, dem Barmherzigen und gütigen berufen!


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 antonius25 28. Dezember 2015 
 

Aus Fides und Ratio:

(Hl. Johannes Paul II.) "Es ist illusorisch zu meinen, angesichts einer schwachen Vernunft besitze der Glaube größere Überzeugungskraft; im Gegenteil, er gerät in die ernsthafte Gefahr, auf Mythos bzw. Aberglauben verkürzt zu werden."

Diese Emotionalität ohne Vernunft ist leider die erfolgreichste "Religion/Weltanschauung" der letzten 100 Jahre. Sehr häufig auch innerhalb der traditionellen Religionen.


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 Palüm 28. Dezember 2015 
 

Barmherzigkeit und Vernunft

Verehrter Kardinal,
die Heilige Familie musste nach Ägypten fliehen. Die Ägypter waren Heiden. Die Heilige Familie blieb ihrem Glauben treu und, folgt man einigen apokryphen Evangelien, wurden von ihr Götzenbilder umgestürzt und ganze Städte zum richtigen Glauben bekehrt. Das Judentum ist eine Religion, dessen Gott laut AT bei der Landnahme die Andersgläubigen ziemlich rigoros ausgerottet hat. Im Palästina der Zeit Jesu gab es terroristische Vereingungen (beispielsweise die Zeloten), die rabiat mit ihren Gegnern (den Römern, aber nicht nur) umsprangen.

Hätte die Heilige Familie damals nicht nach Ägypten, sondern in die Tschechische Republik fliehen müssen, wäre sie womöglich abgewiesen worden. Denn die Heilige Familie war noch nicht mal politisch verfolgt.

Lesen Sie die Bergpredigt und Sie werden sehen, dass Jesus eine Unterscheidung zwischen Mitgefühl und Vernunft fremd ist. Die Barmherzigen werden Erbarmen finden, nicht die Vernüftigen.


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 Adson_von_Melk 28. Dezember 2015 

Dieses Interview kann eigentlich nur eine logische Folge haben

Eine öffentliche Disputation zwischen Pater Duka OP und Pater Schönborn OP.


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 Simon Cyrenaeus 28. Dezember 2015 
 

Fides et RATIO

"Mitgefühl und Emotion ohne VERNÜNFTIGES Verhalten führen in die Hölle". Möge diese zeitlose und in JEDER Hinsicht geltende Wahrheit sich doch endlich auch bei uns durchsetzen - und zwar in Staat UND Kirche!


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 bellis 28. Dezember 2015 

So sehr ich den Herrn Kardinal schätze,

aber "der Gott von Moslems" ist nicht der dreifaltige Gott.
Karlmaria,wie kommen Sie darauf,dass alle Einwanderer arbeiten wollen?
Wer soll denn die ganzen Arbeitsplätze im sozialen Bereich erwirtschaften?Die Schieflage wird nur immer schlimmer.Immer mehr Menschen werden direkt aus dem Steuertopf "bezahlt",z. B. alle sozial Bedürftigen,alle Pensionäre,zu Teilen alle Rentner,alle im öffentlichen Dienst Arbeitenden, alle Studenten,etc. - die wenigen Leistungsträger in der Produktion müssen dies bezahlen.Und ja,deshalb kommt die Katastrophe ganz sicher und auch schnell,sie käme nur dann nicht, wenn ausreichend Einwanderer kämen,die mindestens 50.000€ im Jahr verdienen und dies in Deutschland ausgeben,um die demographische Entwicklung zu bewältigen und darüberhinaus noch ausreichend mit mindestens 50.000€ im Jahr um alle Einwanderer zu finanzieren,die weniger verdienen.Das schlimmste ist aber die gewollte Zerstörung d.Christentums,wird der Herr noch Glauben finden,wenn Er wiederkommt?


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 Karlmaria 27. Dezember 2015 

Wir werden auch eine Katastrophe bekommen

Wenn es uns nicht gelingt eine Million Ausbildungsplätze für wenig bis gar nicht Gebildete zu schaffen. Berufsausbildung ist die einzige Art der Integration die funktioniert. Wer nicht arbeiten will soll auch nicht essen sagt der Apostel Paulus. Natürlich sind in Deutschland auch die Gesetze so dass völlig Ungebildete gar keine Berufsausbildung machen können. Da muss sich unbedingt etwas ändern. Die Kirche als größter Arbeitgeber im Sozialen Bereich ist da auch gefordert. Im Augenblick kommen da ohne Gesetzesänderungen vielleicht Praktika in Frage. Ohne ganz viele Ausbildungsplätze oder zunächst Praktikantenplätze werden wir eine Katastrophe bekommen!


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 Stefan Fleischer 27. Dezember 2015 

Die grosse Kunst

aber eine in der aktuellen Situation mehr denn je unbedingt notwendige Haltung sei immer noch die Umsetzung des Wortes unseres Herrn:
"Seid klug wie die Schlangen und arglos wie die Tauben!"


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