Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Fünf weibliche Opfer von Pater Marko Ivan Rupnik schreiben offenen Brief an Papst Leo XIV.
  2. „Der Wahlausgang in Berlin im September 2026 gibt vielen Bevölkerungsgruppen Anlass zur Sorge“
  3. Niederländischer Weihbischof Mutsaerts: „Kirche in der Krise – und wie wir sie nicht retten sollten“
  4. Irreversibel – die Diktatur des Geschehenen. Wenn die Geschichte zum ‚Lehramt‘ wird
  5. "Marsch für das Leben"-Grußwort des DBK-Vorsitzenden Wilmer verfehlt das Thema
  6. Papst Leo singt mit 80.000 Jugendlichen das „Salve Regina“ auf Latein
  7. BDKJ und eine doch getaufte Kandidatin im Bundesvorstand
  8. Salzburg: 1.000 Gläubige bei Adoratio-Kongress zu "Himmlischer Friede"
  9. Bei öffentlichen Anlässen: Kanadas Militärkapläne dürfen nicht über Gott sprechen
  10. US-Bischof Robert Barron: „Der Kommunismus erlebt in unserem Land gerade ein Comeback“
  11. Der Katholik Macron wird bei keiner der drei Papstmessen in Frankreich mitfeiern
  12. Mutmaßlicher IS-Anhänger soll Anschlag auf eine Kirche in Bremen geplant haben - Festnahme
  13. Bemerkenswerte Geste: Wenn Papst Leo nach Frankreich kommt, werden alle Kirchenglocken läuten
  14. Fast der gleiche Glaube?
  15. Der evangelischen Theologischen Hochschule Basel soll die Akkreditierung entzogen werden

Spaemann: Christen nicht zwangsweise mit Muslimen unterbringen

31. Jänner 2016 in Aktuelles, 7 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Die christlichen Flüchtlinge befänden sich in manchen Quartieren, «so wie in ihrer Heimat, die sie verlassen haben, in einem Zustand der Diskriminierung und Gefährdung», so Spaemann. Es herrschten «oft furchtbare Zustände».


Würzburg (kath.net/KNA) Der Philosoph Robert Spaemann hat sich entschieden gegen eine zwangsweise gemeinsame Unterbringung christlicher und muslimischer Flüchtlinge gewandt. Es sei zynisch von diskriminierten christlichen Schutzsuchenden in der Minderheit zu fordern, «miteinander klarzukommen», sagte er der in Würzburg erscheinenden «Tagespost» (Samstag). Die christlichen Flüchtlinge befänden sich in manchen Quartieren, «so wie in ihrer Heimat, die sie verlassen haben, in einem Zustand der Diskriminierung und Gefährdung», so Spaemann. Es herrschten «oft furchtbare Zustände».


Spaemann forderte, Flüchtlinge nach Möglichkeit unter Gleichgesinnten unterzubringen: «Das ist doch ein Gebot der Humanität.» Er berief sich dabei auch auf den baden-württembergischen Ministerpräsidenten Winfried Kretschmann (Grüne), der in solchen Fällen ausdrücklich getrennte Unterbringungen befürworte.

Die Assyrische Gemeinde in Stuttgart setzt sich derzeit dafür ein, christliche Flüchtlinge gemeinsam in einem im Bau befindlichen Quartier unterzubringen. Der Leiter des Stuttgarter Sozialamtes, Stefan Spatz, lehnte eine Trennung von Muslimen und Christen in den «Stuttgarter Nachrichten» mit der Begründung ab, die Unterkünfte seien «so etwas wie die Vereinten Nationen in klein. Die Leute müssen spätestens hier lernen, miteinander klarzukommen.»

Spaemann warf der Stadtverwaltungen vor, sie wolle «gemeinsame Religion als eine Form von Nähe ignorieren und Menschen, die sich als Brüder fühlen, in der Fremde absichtlich auseinanderreißen. Das ist eine übelwollende Tyrannei.» Er forderte auch von der Kirche ein Umdenken in der Frage einer gemeinsamen Unterbringung. «Wenn man nicht allen helfen kann, dann gibt es eine Rangordnung der Nähe und Ferne», so der Philosoph. «Das kann die Religion oder die Landsmannschaft sein, Menschen mit gemeinsamen Interessen oder Weltanschauungen. Das ist doch das Natürlichste der Welt», sagte Spaemann. Dabei verwies er auch auf das Paulus-Wort: «Tut allen Menschen Gutes, besonders aber denen, die uns im Glauben verbunden sind.»

(C) 2016 KNA Katholische Nachrichten-Agentur GmbH. Alle Rechte vorbehalten.


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Flüchtlinge

  1. Dänemark: Verschärfung der Abschieberegeln für kriminelle Migranten
  2. Christlicher Konvertit Chia Rabiei darf in Deutschland bleiben
  3. Abschiebung: Erzbischof Lackner mahnt zu Menschlichkeit und Dialog
  4. Hat Kardinal Marx für EKD-Flüchtlingsschiff einen "namhaften Betrag" zur Verfügung gestellt?
  5. Zahl der Migranten übers Mittelmeer erheblich gestiegen
  6. Papst mahnt "Gewissenserforschung" im Umgang mit Flüchtlingen an
  7. "Fehler von 2015 dürfen nicht wiederholt werden"
  8. Wegen Kritik an Flüchtlingspolitik wurden Krippenfiguren gestohlen
  9. So retten, „dass Rettung nicht automatisch Einwanderung bedeutet“
  10. Theologe: "Die Kirche kann barmherzig sein, der Staat darf das nicht"







Top-15

meist-gelesen

  1. Buße, Hoffnung, ewiges Leben: Lourdes ruft zur Umkehr
  2. „Die hl. Märtyrer von Międzyrzecz waren Menschen aus Fleisch und Blut, die bereit waren…“
  3. BDKJ und eine doch getaufte Kandidatin im Bundesvorstand
  4. „Der Wahlausgang in Berlin im September 2026 gibt vielen Bevölkerungsgruppen Anlass zur Sorge“
  5. Bemerkenswerte Geste: Wenn Papst Leo nach Frankreich kommt, werden alle Kirchenglocken läuten
  6. Wer ist der Mann auf dem Tuch?
  7. Mutmaßlicher IS-Anhänger soll Anschlag auf eine Kirche in Bremen geplant haben - Festnahme
  8. Programm für Lateinamerika-Reise des Papstes veröffentlicht
  9. "Marsch für das Leben"-Grußwort des DBK-Vorsitzenden Wilmer verfehlt das Thema
  10. Präsident Trump nominiert Tochter von Franklin Graham zur Sonderbotschafterin für Religionsfreiheit
  11. Irreversibel – die Diktatur des Geschehenen. Wenn die Geschichte zum ‚Lehramt‘ wird
  12. Fast der gleiche Glaube?
  13. Gender-Ideologie: Katholische Familie kämpft um ihre Tochter
  14. Slowakei: Papst Leo XIV. grüßt die Teilnehmer des Nationalen Marsches für das Leben in Bratislava
  15. Kardinal Koch zu Israel und Gaza: Ehrlich miteinander sprechen

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz