Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. „In Deutschland tobt derzeit ein Kirchenkampf“ - Droht ein Schisma?
  2. Debatte um Leitung der Deutschen Bischofskonferenz - Lehramtstreue Bischöfe als „Königsmörder“?
  3. These: Der dreifaltige Gott soll in der Liturgie der Messe verkündet werden
  4. Kardinal Woelki zur Polarisierung in der Bischofskonferenz: „Diese Situation ist belastend“
  5. Vatikan dementiert Bericht über Abweisung Macrons durch den Papst
  6. „Jesus ja, Kirche nein? – Das ist wie: ‚Ich bin für Fußball, aber gegen Fußballvereine‘“
  7. Papst Leo sendet kraftvolle Grußbotschaft an die Teilnehmer des „Marsch für das Leben“/Washington
  8. Seligsprechungsprozess für Pater Alfred Delp SJ wird eröffnet
  9. Erzbistum Paris beruft angesichts der boomenden Konversionen eine Kirchenversammlung ein!
  10. Josef Grünwidl ist neuer Erzbischof von Wien
  11. US-Vizepräsident Vance wird erneut beim „March for Life“ teilnehmen und sprechen
  12. „Catholic Herald“: „Irlands schwindende Familien“
  13. USA: Breite Mehrheit für Massenabschiebungen – Neue Umfragen stützen Trump-Kurs
  14. "Wir sind Zuschauer bei etwas, was einem Völkermord sehr nahekommt"
  15. Eine unerträgliche Verharmlosung des tatsächlichen NS-Unrechts!

Gender Studies – des Kaisers neueste Kleider

4. Februar 2016 in Kommentar, 8 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Fast 200 Lehrstühlen für Gender Studies steht gerade noch EIN unbefristeter Lehrstuhl für Demographie in Rostock gegenüber. Eine Kolumne von Helmut Müller


Vallendar (kath.net) Fast 200 Lehrstühlen für Gender Studies in der Bundesrepublik steht ein unbefristeter Lehrstuhl für Bevölkerungsentwicklung gegenüber, obwohl in diesem Land immer weniger junge Menschen leben, denen aber immer mehr „bunte“ Lebensstile offeriert werden, dieses Leben zu leben. Aber immer mehr Menschen haben dieses Leben schon ausgelebt. Warum also erforscht man eher Lebensstile und nicht vermehrt wie Leben selbst sich in dieser Gesellschaft verjüngt und auch noch das „ graue Restleben“ menschlich bleibt?

Im 20. Jahrhundert ist es immer wieder Ideologien gelungen in den „Kleidern“ von Wissenschaftlichkeit aufzutreten. Und im beginnenden 21. Jahrhundert scheint das nicht anders zu sein, wie ein Blick auf Gender Studies zeigen wird.

• Die Nationalsozialisten kannten z. B. eine „deutsche Physik“, die sie gegen Einstein, Niels Bohr und überhaupt gegen den Beitrag jüdischer Physiker setzen wollten. Damit nicht genug, musste Darwins Selektionstheorie auch her halten im sprichwörtlichen Sozialdarwinismus die Überlegenheit der arischen Rasse zu behaupten, um die wissenschaftliche Blöße des braunen Gedankenguts zu bedecken. Nun könnte man meinen, dass der Braunton nur an dem „Seienden“ von Physik und Biologie in ebengenannter Weise haften würde, der Braunton eben nur „Seiendes“ sei. Weit gefehlt, selbst das eigentlich von allen Farbtönen freie „Sein“ kam braun daher, wie Heideggers Rektoratsrede von 1934 zeigt: Auf dem damaligen Laufsteg der Wissenschaften wurden von den Naturwissenschaften bis in die Geisteswissenschaften hinein Brauntöne präsentiert.


• Nicht anders im entgegengesetzten Lager, dem Marxismus-Leninismus. Über Jahrzehnte, von den 30er Jahren bis auch noch nach Stalins Tod, herrschte in der Sowjetunion die Lyssenko-Biologie. Lyssenko war ein Agrarwissenschaftler, dem es gelungen war die sowjetische Landwirtschaft zu dominieren, mit der Behauptung eines kruden Lamarckismus, dass Kulturpflanzen nicht genetisch bestimmt werden, sondern gänzlich Umweltbestimmungen unterworfen sind. Das war mehr als passend, nicht nur der Mensch wird vom „ensemble der gesellschaftlichen Verhältnisse“ (Karl Marx) bestimmt, sondern auch Kulturpflanzen, bzw. Organismen gänzlich von ihrer Umwelt. Also pure Ideologie „kleidet“ sich auch hier mit Wissenschaftlichkeit. Bis hinein in die frühen 50er Jahre hielt Ernst Bloch noch die Sowjetunion für ein Reich der Freiheit. Auf dem Laufsteg der Wissenschaften wurden auch hier von den Naturwissenschaften bis in die Geisteswissenschaften hinein „Kleider“ einer Farbe getragen, modisches Rot.

• Der in der Gegenwart vorherrschende Relativismus hat sich nun des Kaisers neueste Kleider angelegt, in Gestalt der Gender Studies, darunter ist er wissenschaftlich genauso nackt, wie unter der braunen und roten Ideologie. In einer Welt, in der zerrissene Kleider Mode geworden sind und man sie schon so kaufen kann, ist es auch nicht ungewöhnlich, dass man sich im Liebesakt quält und sich quälen lässt, Sadomaso ist letztes Jahr quotenträchtig in Fifty Shades of Grey in die Kinos gekommen. Lebensstile, absurd und „bunt“, offenbar bis grau, nicht Leben sind das alles beherrschende Thema. Sexualität der Vielfalt, ein Projekt von Gender, ist Mode geworden. Absurditäten nehmen ihren Lauf: Selbst Akademiker, mit einem männlichen Körper „behaftet“, firmieren an der Universität Leipzig offenbar freiwillig mit Professorin in Lehrveranstaltungen und an ihrer Bürotür. Für fast 200 Genderlehrstühle reicht offenbar das Geld in diesem Land, um selbst die bizarrsten Lebensstile zu erkunden. Aber Leben selbst, noch vor jeder Differenzierung in Lebensstile, in seiner demographischen Perspektive, ist von minderem Interesse, und das in einem Land das Weltmeister im Nicht-Kinder-kriegen werden könnte. Fast 200 Lehrstühlen für Gender Studies steht gerade noch ein unbefristeter Lehrstuhl für Demographie in Rostock gegenüber. Auf genannten Lehrstühlen, die sich als Webstühle entpuppen, werden munter des Kaisers neueste Kleider gewoben. Darunter sind nur 10 Weber, alle anderen sind Weberinnen. Liegt das vielleicht daran, dass Männer es nicht so mit Textilien haben? Aber dafür haben die Gender Studies sicher eine andere Erklärung. Lieber zu den Farben: Nicht rot, nicht braun, bunt sollen die neuesten Kleider dieses Mal sein. Klar, dass bei dieser geballten „Wissenschaftlichkeit“ selbst der Mutigste mutlos wird wie im Märchen zu sagen: Aber der Kaiser ist doch nackt!

kath.net-Lesetipp:
Unterirdische Ansichten eines Oberteufels über die Kirche in der Welt von heute
Von Helmut Müller
80 Seiten
2015 Dominus Verlag
ISBN 978-3-940879-38-7
Preis 5.10 EUR

Bestellmöglichkeiten bei unseren Partnern:

- Link zum kathShop

- Buchhandlung Christlicher Medienversand Christoph Hurnaus:

Für Bestellungen aus Österreich und Deutschland: [email protected]

Für Bestellungen aus der Schweiz: [email protected]
Alle Bücher und Medien können direkt bei KATH.NET in Zusammenarbeit mit der Buchhandlung Christlicher Medienversand Christoph Hurnaus (Auslieferung Österreich und Deutschland) und dem RAPHAEL Buchversand (Auslieferung Schweiz) bestellt werden. Es werden die anteiligen Portokosten dazugerechnet. Die Bestellungen werden in den jeweiligen Ländern (A, D, CH) aufgegeben, dadurch entstehen nur Inlandsportokosten.


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

gender mainstreaming

  1. IMABE kritisiert VfGH-Urteil zur Streichung des Geschlechtseintrags
  2. US-Bischof Daniel Thomas/Ohio: „Gott hat Transsexualität nicht vorgesehen“
  3. Liturgie – ein „katholischer Queer-Gottesdienst“ – oder kirchliche „Identitätspolitik“
  4. US-Studie zeigt: Transgender wird unter jungen Leuten unmodern!
  5. Katholische US-Bischöfe stellen sich gegen Transhype: Nur biologische Frauen in Schulsportteams!
  6. Britisches Parlament lehnt Verbot von Konversionstherapien ab
  7. Deutsche Tageszeitung beendet Gender-Unsinn nach Kündigungswelle!
  8. Für die US-Diözese Cleveland gilt nur das biologische Geschlecht
  9. Senta Berger zum ‚Gendern’: ‚Ob es inhaltlich richtig ist, wage ich zu bezweifeln’
  10. Alaska: Bildungsausschuss schließt ‚Trans-Jungen’ von Mädchenbewerben aus






Top-15

meist-gelesen

  1. ISLAND-REISE - KOMMEN SIE MIT! - Eine Reise, die Sie nie vergessen werden!
  2. „In Deutschland tobt derzeit ein Kirchenkampf“ - Droht ein Schisma?
  3. Debatte um Leitung der Deutschen Bischofskonferenz - Lehramtstreue Bischöfe als „Königsmörder“?
  4. Oktober 2026 - Kommen Sie mit nach SIZILIEN mit Kaplan Johannes Maria Schwarz!
  5. Erzbistum Paris beruft angesichts der boomenden Konversionen eine Kirchenversammlung ein!
  6. Große kath.net-Leserreise nach Rom - Ostern 2027 - Mit P. Johannes Maria Schwarz
  7. Kardinal Woelki zur Polarisierung in der Bischofskonferenz: „Diese Situation ist belastend“
  8. Kardinal Zen: Papst Leo „ist wahrlich eine Leitungspersönlichkeit, die zuhören kann!“
  9. Katholikin Eva Vlaardingerbroek verliert Einreiseerlaubnis nach Großbritannien
  10. Josef Grünwidl ist neuer Erzbischof von Wien
  11. Ein neuer Beginn in der DBK ist möglich
  12. Papst Leo sendet kraftvolle Grußbotschaft an die Teilnehmer des „Marsch für das Leben“/Washington
  13. „Papst Leo XIV. stellt in allen seinen Predigten und Ansprachen immer Jesus Christus in die Mitte“
  14. Sterilisationen, schlechte Lebensbedingungen: Grönländer kritisieren dänische Herrschaft
  15. Maria 1.0: Immer wieder Deutschland - „Deutsch-Synodale“ Reformatoren schaffen Realität

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz