Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. ADIOS!
  2. „In Deutschland tobt derzeit ein Kirchenkampf“ - Droht ein Schisma?
  3. ‚Dubia‘ an den Vatikan – US-Priester bitten um Klärung hinsichtlich liturgischer Änderungen
  4. Debatte um Leitung der Deutschen Bischofskonferenz - Lehramtstreue Bischöfe als „Königsmörder“?
  5. Hat der Synodale Weg „die katholische Kirche in Deutschland in Machtspiel und Kampfzone verwandelt“?
  6. Synodaler Weg führte zu Streit und Verwerfung
  7. "Entsprechend klein ist die Lücke, die er hinterlässt"
  8. Santo subito? - Vatikan untersucht mögliches Wunder durch Benedikt XVI.!
  9. Niederländischer Weihbischof Mutsaerts: „Möchte mich nun an liberale Theologen und Gläubige wenden“
  10. THESE: Und die Bibel hat doch Recht!
  11. „Catholic Herald“: „Irlands schwindende Familien“
  12. L'Avvenire sorgt für Confusione!
  13. Katholikin Eva Vlaardingerbroek verliert Einreiseerlaubnis nach Großbritannien
  14. US-Vizepräsident Vance wird erneut beim „March for Life“ teilnehmen und sprechen
  15. Sterilisationen, schlechte Lebensbedingungen: Grönländer kritisieren dänische Herrschaft

Anstehen für Pater Pio

5. Februar 2016 in Weltkirche, 3 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Pilgeransturm zur Reliquie übertrifft Erwartungen. Fünf Stunden Schlangestehen für fünf Sekunden bei der Pater-Pio-Reliquie. Zehntausende nehmen dies auf sich. Von Stefanie Stahlhofen (KNA) UPDATE: Video Pater-Pio-Reliquien im Petersdom!


Rom (kath.net/KNA) 450 Kilometer hat Filomena für diesen Augenblick hinter sich gebracht. Aus Lagonegro in der Basilikata ist die 65-jährige nach Rom gekommen, um die Reliquie des Heiligen Pater Pio (1887-1968) zu sehen. Dreieinhalb Stunden lang stand sie in der Schlange, andere sollen fünf Stunden gewartet haben. Egal. Filomenas Augen strahlen. «Seelenruhe» habe Pater Pio ihr gegeben, sagt sie.

Der Glassarg ist kaum zu sehen vor lauter Menschen. Sie hinterlassen Blumenschmuck und kleine Zettel, pressen einen Schal, eine Hand mit oder ohne Rosenkranz, ein Heiligenbild gegen den Schrein. Sie knipsen Fotos mit dem Handy, murmeln ein Gebet. Vor ihnen der Anblick von Pios Leichnam in der typischen Kutte, die schwarz gewordene Hand über der Brust gefaltet. Eine Silikonmaske verdeckt das Gesicht. Sie verleiht dem Heiligen mit dem grauen Bart einen friedlichen Gesichtsausdruck.

Pater Pio ist einer der populärsten italienischen Heiligen und wird vor allem in Süditalien stark verehrt. Seine Wundertaten und Stigmata machten ihn weit über seine Wirkstätte im Kapuzinerkonvent im apulischen San Giovanni Rotondo hinaus bekannt. Dass der Pater im Vatikan zwischenzeitlich wegen Scharlatanerie-Vorwürfen umstritten war, machte ihn beim Volk nur beliebter. Inzwischen ist Pater Pio angesehener denn je: Zum Heiligen Jahr sind die Reliquien aus San Giovanni Rotondo erstmals zur Verehrung in Rom und im Petersdom - auf Wunsch von Papst Franziskus, der besonders die Rolle des Heiligen als unermüdlicher Beichtvater betont.


Bei der Ankunft in der Ewigen Stadt sollen 15.000 Pilger Pater Pio verehrt haben, sagt Pater Carlo Calloni, Generalpostulator der Kapuziner in Rom. Am Tag darauf doppelt so viele. «Wir sind alle sehr überrascht, dass der einfache Glaube der Leute so die Plätze füllen kann», sagt er und spricht von einem «historischen Moment». Am Freitagnachmittag sollen die Reliquien in feierlicher Prozession aus der Kirche San Salvatore in Lauro, unweit der Engelsburg, in den Petersdom gebracht werden. Dann werden noch mehr Pilger erwartet.

Pater Carlo weist darauf hin, dass der Papst nicht nur die Reliquien des heiligen Pater Pio, sondern auch die des heiligen Leopold Mandic (1866-1942) zum Jubiläumsjahr der Barmherzigkeit herbringen ließ. Pater Leopold wirkte hauptsächlich in Norditalien, widmete sein Leben ebenso der Beichte. Er ist in Italien weniger bekannt. Aber der Generalpostulator der Kapuziner in Rom ist sich sicher, dass Franziskus ihn nicht zufällig zum zweiten Patron des Heiligen Jahres gemacht: «Zwei Kapuziner. Zwei herausragende Beichtväter. Einer aus dem Norden, einer aus dem Süden. Die Barmherzigkeit Gottes umarmt alle.»

«Ein Segen, dass die Reliquien in Rom sind», findet auch Taxifahrer Primo. Sein Wagen ist voller Pater-Pio-Pilger, sodass er Kollegen zur Verstärkung rufen muss. Jetzt gehe es endlich los mit den zum Jubiläumsjahr erwarteten Menschenmassen, freut er sich auf ein gutes Geschäft. Nach den Attentaten von Paris seien deutlich weniger Leute gekommen. «Pater Pio wirkt Wunder», meint er und ergänzt: «Das meine ich nicht nur aus ökonomischer Sicht. Nicht falsch verstehen.» Primo selbst muss arbeiten, keine Zeit zum Schlangestehen. Er bittet einen Fahrgast: «Falls Sie ein Foto von den Reliquien machen, können Sie es mir per Whatsapp schicken? Das würde mich sehr glücklich machen.»

Pater Carlo eilt davon, um die Beichte abzunehmen. Schließlich sollen die Pilger nicht nur die Möglichkeit haben, Pater Pio und Pater Leopold zu verehren. Sie sollen die Barmherzigkeit, von der im Jubiläumsjahr so oft die Rede ist, unmittelbar erfahren.

Video: Überführung der Reliquien des heiligen Pater Pio und des heiligen Pater Leopold Mandic in den Petersdom in feierlicher Prozession


Viele Originalfotos von Pater Pio


(C) 2016 KNA Katholische Nachrichten-Agentur GmbH. Alle Rechte vorbehalten.


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Heilige

  1. Episode über Carlo Acutis als TV-Debüt von Scorseses Tochter
  2. Papst Leo XIV.: „Von den Berufungen ist die Ehe eine der edelsten und höchsten“
  3. Wird die PlayStation von Carlo Acutis die erste Gaming-Reliquie in der Kirchengeschichte?
  4. Vatikan: Carlo Acutis ist glaubwürdiges Vorbild für Jugendliche
  5. "Wenn ich keine Hoffnung im Herrn hätte, was würden wir in dieser Welt tun?"
  6. 'Ihr größter Wunsch war es, zu erkennen und zu tun, was Gott gefällt'
  7. Großes Interesse an Heiligsprechung von Carlo Acutis unter jungen US-Katholiken
  8. Papst macht Weg für weitere Selig- und Heiligsprechungen frei
  9. Mutter Teresa erhält weltweiten Gedenktag
  10. Die heilige Maria Magdalena - Prophetin der eucharistischen Liebe






Top-15

meist-gelesen

  1. ISLAND-REISE - KOMMEN SIE MIT! - Eine Reise, die Sie nie vergessen werden!
  2. „In Deutschland tobt derzeit ein Kirchenkampf“ - Droht ein Schisma?
  3. ADIOS!
  4. Santo subito? - Vatikan untersucht mögliches Wunder durch Benedikt XVI.!
  5. "Entsprechend klein ist die Lücke, die er hinterlässt"
  6. Oktober 2026 - Kommen Sie mit nach SIZILIEN mit Kaplan Johannes Maria Schwarz!
  7. Niederländischer Weihbischof Mutsaerts: „Möchte mich nun an liberale Theologen und Gläubige wenden“
  8. Debatte um Leitung der Deutschen Bischofskonferenz - Lehramtstreue Bischöfe als „Königsmörder“?
  9. Synodaler Weg führte zu Streit und Verwerfung
  10. ‚Dubia‘ an den Vatikan – US-Priester bitten um Klärung hinsichtlich liturgischer Änderungen
  11. Große kath.net-Leserreise nach Rom - Ostern 2027 - Mit P. Johannes Maria Schwarz
  12. Kardinal Zen: Papst Leo „ist wahrlich eine Leitungspersönlichkeit, die zuhören kann!“
  13. Hat der Synodale Weg „die katholische Kirche in Deutschland in Machtspiel und Kampfzone verwandelt“?
  14. Katholikin Eva Vlaardingerbroek verliert Einreiseerlaubnis nach Großbritannien
  15. Entfremdung und Annäherung – Für einen Katholiken in Deutschland gibt es doch immer noch Rom

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz