Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Leo XIV. über Piusbruderschaft: „Wenn sie sich dafür entscheiden, bedauere ich das. Aber…“
  2. Netzwerk „TradRecovery“ hilft Aussteigern aus radikalem Traditionalismus
  3. Theologische Widersprüche in "Magnifica humanitas"
  4. "Wir haben kleines Gebet gesprochen, weil wir glauben, daß Jesus durch das Spiel verherrlich wird"
  5. „Alles, was auch nur entfernt katholisch aussieht, zu hinterfragen, davor zu warnen“
  6. Vom „Seelenamt“ zum „Auferstehungsamt“
  7. „NMECHA hat mehr für den christlichen glauben getan als die letzten kirchentage der @EKD“
  8. 800 Personen bei Nudelessen im Innsbrucker Dom
  9. Linksfeministinnen haben einst katholischen Verband übernommen
  10. Hostienmangel in Kuba: Kirche in Panama und Puerto Rico senden Hilfe
  11. Erzbischof von Mailand feiert Messe für LGBT-Gruppe am Fest des Heiligsten Herzens Jesu
  12. „Der Postillon“: „Keine Baugenehmigung auffindbar: Amt ordnet Abriss von Kölner Dom an“
  13. Verbrechen gegen Menschlichkeit und gegen das Christentum durch Russland!
  14. Elon Musk kündigt rechtliche Schritte gegen das ZDF an
  15. Bayerischer Rundfunk bezeichnet muslimische Kleidung für Frauen als ‚Modest Fashion‘

Sind Christen in der AfD-Führung nicht christlich?

6. Mai 2016 in Deutschland, 18 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


AFD-Streit in der Evangelischen Kirche: EKD-Ratsvorsitzende Bedford-Strohm schließt derzeit Gespräche aus. Konferenz Bekennender Gemeinschaft: Man müsse als Christ dieser Partei in wichtigen ethischen Beschlüssen zustimmen


Frankfurt am Main/Berlin (kath.net/idea) Der EKD-Ratsvorsitzende, Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm (München), schließt derzeit Gespräche der evangelischen Kirche mit der AfD aus. „Das ist gegenwärtig für uns kein Thema“, sagte er in einem Interview mit der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (Ausgabe 4. Mai). Evangelische Kirchenleitungen führen dagegen regelmäßig Gespräche mit anderen Parteiführungen. Wie Bedford-Strohm weiter sagte, geht er der öffentlichen Auseinandersetzung nicht aus dem Weg, mache das aber von Personen abhängig: „Wenn sich jemand, wie schon geschehen, aus der AfD heraus ganz klar rechtsextrem äußert, fehlt jede Grundlage für ein Gespräch.“ Er wolle aber nicht pauschal über alle Leute in der AfD urteilen. Der EKD-Ratsvorsitzende nannte sie eine zerrissene Partei, „die vom konservativen Spektrum bis in rechtsextreme Kreise reicht“. Die rote Linie verlaufe für ihn da, wo Minderheiten ausgegrenzt würden. Darauf angesprochen, dass zahlreiche Personen in der AfD-Führung sich als christlich bezeichnen, sagte Bedford-Strohm, man müsse zunächst einmal sehr genau hinsehen, ob das Wort „christlich“ zu Recht in Anspruch genommen werde: „Wenn die AfD auf eine Weise ausgrenzt, die der christlichen Botschaft klar entgegensteht, soll sie auf das Wort ‚christlich‘ verzichten. Denn wer auf Spaltung setzt und Flüchtlinge pauschal verdächtig, handele nicht christlich. Die AfD wendet sich in ihrem Programm unter anderem gegen die Finanzierung von Moscheen aus dem Ausland, den Bau neuer Minarette, islamischen Religionsunterricht, Koranschulen und Vollverschleierung.


Dagegen kritisiert der Vorsitzende der Konferenz Bekennender Gemeinschaften, Pastor Ulrich Rüß (Hamburg), das ständige „Eindreschen“ der Kirchen auf die AfD. Bei aller möglichen Kritik am AfD-Parteiprogramm müsse man als Christ dieser Partei in wichtigen ethischen Beschlüssen zustimmen. Als Beispiele nennt Rüsch das Eintreten der AfD für den Schutz ungeborener Kinder, für die traditionelle Familie und ihr Nein zum Gender-Mainstreaming, „einer Ideologie, die dem biblisch-christlichen Menschenbild widerspricht“, so Rüß gegenüber der Evangelischen Nachrichtenagentur idea. Solche eindeutigen ethischen Beschlüsse suche man bei den anderen Parteien und auch der EKD „leider vergeblich“. Sie hätten sich zu sehr dem Zeitgeist angepasst.

Im Blick auf den Islam äußerte Rüß, Muslime in Deutschland hätten „dankenswerterweise“ eine Religionsfreiheit, die Christen in islamisch geprägten Ländern vorenthalten werde. Diese Freiheit habe ihre Grenzen, wo das islamische Religionsgesetz, die Scharia, parallel oder übergeordnet zum Grundgesetz gelebt werde und Parallelgesellschaften entstünden. Der interreligiöse Dialog müsse die Scharia und die politische Dimension des Islam verstärkt zur Sprache bringen.


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Politik

  1. Bremer Grünenpolitikerin Görgü-Philipp posiert mit Holocaust-Koffer – Rücktritt nach Eklat!
  2. 'Man kann mit der Begründung, man verteidige die Demokratie, die Demokratie nämlich auch abschaffen'
  3. Interne Grünen-Mail nach Berlin-Blackout: „NICHT Täter*innen/Ermittlungen in den Mittelpunkt ziehen“
  4. Das große CDU-Chaos ODER wenn ein angebliches Plagiat schlimmer als Abtreibung im 9. Monat ist!
  5. Erfolg für den Lebensschutz – Kein Geld für Planned Parenthood aus US-Bundesbudget
  6. US-Repräsentantenhaus untersucht möglichen Missbrauch von Steuergeld durch Planned Parenthood
  7. Transgender-Debatte: Grüne Politikerin El-Nagashi verlässt die Partei
  8. Sprecher des US-Repräsentantenhauses will Subventionen für Planned Parenthood streichen
  9. Gründer der ‚Catholics for Harris‘: US-Demokraten haben ein ‚wachsendes Problem mit Gott‘
  10. Wirtschaft, Grenzsicherheit, Kriminalität waren Wählern wichtiger als radikale Abtreibungspolitik






Top-15

meist-gelesen

  1. EINMALIGE SIZILIEN-Rundreise mit Kaplan Johannes Maria Schwarz - MONTAG ANMELDESCHLUSS!!!
  2. Leo XIV. über Piusbruderschaft: „Wenn sie sich dafür entscheiden, bedauere ich das. Aber…“
  3. "Wir haben kleines Gebet gesprochen, weil wir glauben, daß Jesus durch das Spiel verherrlich wird"
  4. Netzwerk „TradRecovery“ hilft Aussteigern aus radikalem Traditionalismus
  5. Linksfeministinnen haben einst katholischen Verband übernommen
  6. „Alles, was auch nur entfernt katholisch aussieht, zu hinterfragen, davor zu warnen“
  7. Theologische Widersprüche in "Magnifica humanitas"
  8. Vom „Seelenamt“ zum „Auferstehungsamt“
  9. Theologe Hartl: „Bei Christen laut aufschreien, beim Islam(ismus) jedoch milde lächeln, ist…“
  10. „NMECHA hat mehr für den christlichen glauben getan als die letzten kirchentage der @EKD“
  11. Erzbischof von Mailand feiert Messe für LGBT-Gruppe am Fest des Heiligsten Herzens Jesu
  12. „Der Postillon“: „Keine Baugenehmigung auffindbar: Amt ordnet Abriss von Kölner Dom an“
  13. Verbrechen gegen Menschlichkeit und gegen das Christentum durch Russland!
  14. Elon Musk kündigt rechtliche Schritte gegen das ZDF an
  15. Bayerischer Rundfunk bezeichnet muslimische Kleidung für Frauen als ‚Modest Fashion‘

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz