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Brennpunkte katholischer Spiritualität

22. Juni 2016 in Buchtipp, keine Lesermeinung
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Seit Dezember 2007 veröffentlicht Pater Deneke regelmäßig Essays im „Schweizer Katholischen Sonntagsblatt“. Nun sind 46 Texte als gut sortierte und inhaltlich auf einander abgestimmte Auswahl erschienen. Buchbesprechung von Michael Hageböck


Freiburg (kath.net) Wie eine optische Linse parallele Lichtstrahlen im Brennpunkt sammelt, so nimmt Pater Deneke auseinander liegende Aspekte des geistlichen Lebens zusammen in den Blick. Durch scharfsinnige Unterscheidungen, das Prüfen divergierender Gesichtspunkte und das Aufzeigen komplementärer Verhältnisse überwindet er scheinbare Gegensätze. Ausführlich belegt er seine Positionen mit Bibelstellen, immer wieder löst er Probleme durch den Rückgriff auf Kirchenlehrer, oft bezieht er Gedanken von Dichtern und Denkern verschiedener Epochen mit ein.

Pater Deneke leitet seine Betrachtungen mit dem Hinweis auf vermeintliche Widersprüche ein, lädt zum Nachdenken ein und bietet für seine Aufgaben manchmal recht originelle Lösungen: Wie verhält es sich, wenn die Bibel die Furcht des Herrn als Anfang der Weisheit bezeichnet (Ps 110,10), während die griechischen Metaphysik sie im Staunen ausmacht? Welchen Stellenwert haben Aussagen von Kirchenlehrern, wenn sie dem Magisterium widersprechen?

Wo steht der gelebte Glaube im Spannungsfeld zwischen ruhiger Wohlanständigkeit und aufregender Unberechenbarkeit: Beginnt mit der Bekehrung ein fades Leben oder erhält das Dasein in der Nachfolge Christi nicht erst Farbe und Profil? Ist es vollkommener, eine Versuchung zu durchstehen oder sich ihr gar nicht erst auszusetzen? Belegt der Wandel der Bußpraxis durch die Jahrhunderte, dass die kirchliche Lehre korrupt geworden ist - oder dass sie den Auftrag der Sündenvergebung (Joh 20,23) immer tiefer erfasst hat?


Wie lässt es sich zusammendenken, dass der heilige Franz von Assisi in der Armut die bräutliche Vereinigung mit Kreuz und Krippe erkannte, den Altar für die Messe aber in kostbarstem Überfluss geschmückt sehen wollte? Auf welche Weise muss der Christ sein Herz zu Gott erheben, wenn der heilige Ignatius von Loyola empfiehlt, mit allen Sinnen die Gegenwart Gottes zu betrachten: Wie passen geistlicher Aufstieg und Weltzuwendung zusammen? Dürfen wir Christen, die wir zur Demut berufen sind, stolz auf unseren Glauben sein?

Pater Deneke ist ein gefragter Prediger, vielbeachteter Referent auf theologischen Kongressen, etlichen Katholiken dürfte er aus Rundfunk oder Fernsehen bekannt sein. Seit 1988 gehört er der Petrusbruderschaft an, war u.a. Regens im ordenseigenen Priesterseminar, wirkte sechs Jahre lang als Pfarrer auf dem St. Pelagiberg (Schweiz) und gab im In- und Ausland unzählige Exerzitien.

Die jetzt im Patrimonium-Verlag vorgelegte Sammlung verschiedener Aufsätze ist seine erste selbständige Buchveröffentlichung. Wie im Brennpunkt einer Linse die gebündelte Hitze ein Feuer entfachen kann, so sind auch seine Gedanken zündend. Inhaltlich originell und sprachlich klar zeigen sie, wie umfassend und ausgewogen der katholische Glaube ist, wie spannend die Auseinandersetzung und wie befriedigend, ihn immer tiefer zu ergründen.

Die Lektüre klärt katholische Standpunkte und regt zur weiteren Beschäftigung mit geistlichen Themen an. Manche Ausführungen hätten zwar länger sein dürfen, aber gerade in ihrer kurzen Form sind die 46 Aufsätze wichtige Denkanstöße - wie der Titel des Buches schon sagt: Brennpunkte. Möge bei vielen Lesern der Funke überspringen.

kath.net-Buchtipp
Bernward Deneke
Brennpunkte - Kritische Einwürfe zur katholischen Spiritualität
Broschiert, 150 Seiten
150 Seiten; 211 mm x 131 mm
2016 Patrimonium-Verlag
ISBN 978-3-86417-047-8
Euro 15,30 (A), Euro 14,80 (D);

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