Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Keine Barmherzigkeit? - Franziskus reitet scharfe Attacke gegen die 'Alte Messe'
  2. Sprengt Papst Franziskus die Brücken zum Judentum?
  3. Kanadische Ärzte wollen Organe von Euthanasiepatienten gewinnen
  4. Kardinal Schönborn: "In Rom wird sehr ernsthaft gearbeitet"
  5. Giorgia Meloni: Soros, nicht Musk, ist die wahre Bedrohung für Wahlen und Souveränität
  6. Wenn der Schleier sich hebt
  7. Papst: Ich habe nach uneinsichtiger Vergewaltigungsbeichte keine Absolution erteilt
  8. ‚Der widerlichste antikatholische Film‘ seit langem
  9. Papst Franziskus sieht Zukunft der Kirche optimistisch
  10. Papst: Bald wird eine Frau Regierungschefin des Vatikanstaats
  11. „Nicht einseitig auf Skandale schauen, sondern auch auf tägliche Bereitschaft so vieler Priester“
  12. Auftrag des Christen in einer Welt ohne Gott
  13. Mehrheit merkt nicht, dass „jüdisches Leben in Deutschland auf dem Rückzug ist“
  14. Weihnachtskarte des Bistums Hildesheim mit Nietzsche-Zitat
  15. Polens Regierung startet Angriff auf den Religionsunterricht

Drei Gleichnisse und die Wachsamkeit

7. August 2016 in Aktuelles, keine Lesermeinung
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Franziskus: die Haltung des Jüngers vor der letzten Begegnung mit dem Herrn. Syrien: es ist unannehmbar, dass wehrlose Menschen für den Krieg zahlen müssen. Von Armin Schwibach


Rom (kath.net/as) Das Evangelium vom neunzehnten Sonntag im Jahreskreis (Lk 12,32-48) stand im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit von Papst Franziskus in seiner Ansprache vor dem Gebet des Angelus. Jesus spricht zu seinen Jüngern von der Haltung, die sie angesichts der letzen Begegnung mit ihm einnehmen müssen. Gleichzeitig erklärt er, wie die Erwartung dieser Begegnung zu einem Leben drängen muss, das reich an guten Werken ist: „Verkauft eure Habe, und gebt den Erlös den Armen! Macht euch Geldbeutel, die nicht zerreißen. Verschafft euch einen Schatz, der nicht abnimmt, droben im Himmel, wo kein Dieb ihn findet und keine Motte ihn frisst“ (V. 33).

Es sei dies, so Franziskus, eine Aufforderung, dem Almosen als Werk der Barmherzigkeit Wert beizumessen und nicht den vorübergehenden Gütern Vertrauen zu schenken. Alles solle ohne Egoismus, sondern entsprechend der Logik Gottes genutzt werden, der Logik der Aufmerksamkeit gegenüber den anderen, der Logik der Liebe.


Der Papst hob hervor, dass Jesus mit drei kurzen Gleichnissen zum Thema der Wachsamkeit fortfahre.

Das erste sei das Gleichnis von den Knechten, die in der Nacht die Rückkehr ihres Herrn erwarteten: „Selig die Knechte, die der Herr wach findet, wenn er kommt! Amen, ich sage euch: Er wird sich gürten, sie am Tisch Platz nehmen lassen und sie der Reihe nach bedienen“ (V. 37). Es sei dies die Seligkeit des Wartens auf den Herrn im Glauben, der Bereitschaft in einer Haltung des Dienstes. Selig sei, wer dem Herrn öffne, der an das Herz klopfe. Denn der Herr selbst werde zum Diener seiner Diener. Mit diesem Gleichnis, das in der Nacht angesiedelt sei, betone Jesus das Leben als fleißige Erwartung, die dem hellen Tag der Ewigkeit vorausgehe. So sei es notwendig, wach zu sein und auf den Dienst an den anderen vorbereitet zu sein. Dies geschehe bereits alle Tage, wenn wir dem Herrn im Gebet begegneten, oder in den Armen und vor allem in der Eucharistie, in der er uns mit seinem Leib nähre.

Das zweite Gleichnis nutze das Bild des Diebes, der unversehens komme. Dies erfordere Wachsamkeit. Jesus mahne: „Haltet auch ihr euch bereit! Denn der Menschensohn kommt zu einer Stunde, in der ihr es nicht erwartet“ (V. 40). Der Jünger sei jener, der den Herrn und sein reich erwarte.

Das dritte Gleichnis vom Verwalter eines Hauses nach der Abreise des Herrn kläre diese Perspektive. Zuerst komme der Verwalter treu seinen Aufgaben nach und werde belohnt. Dann missbrauche der Verwalter seine Autorität und schlage die Knechte, so dass er bei der unvermittelten Rückkehr des Herrn bestraft werde. Diese Szene beschreibe eine Situation, die auch heute häufig vorkomme: viele Ungerechtigkeiten, Gewalt, Bosheit entstünden aus der Vorstellung, dass wir uns wie Herren im Leben der anderen benähmen. Doch wir hätten einen einzigen Herrn, der wolle, das wir zu ihm "Vater" sagten. Jesus rufe uns in Erinnerung, dass die Erwartung der ewigen Seligkeit nicht von dem Einsatz dispensiere, die Welt gerechter und bewohnbarer zu machen.

Nach dem Angelus erinnerte Franziskus an die dramatische Lage in Aleppo (Syrien). Es sei unannehmbar, dass so viele wehrlose Menschen den Preis für den Krieg zahlen müssten, den Preis für den fehlenden Willen zum Frieden seitens der Mächtigen. Der Papst erklärte seine Nähe im Gebet und in der Solidarität und vertraute alle dem Schutz Marias an.




Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Angelus

  1. Die Gnade der Eucharistie: essen und gesättigt werden
  2. Der Sinn von Christi Himmelfahrt. Zwei Handlungen: Ankündigung der Gabe des Geistes und Segen
  3. Frieden hinterlasse ich euch, meinen Frieden gebe ich euch!
  4. Hören, kennen, folgen
  5. Die Zeit, mit Jesus neu anzufangen, mit ihm hinauszufahren
  6. Auch wir sind wie Thomas
  7. Die Wahrheit, die uns frei macht
  8. Bekehren wir uns vom Bösen, entsagen wir der Sünde!
  9. Die Verklärung und die Gnade der Wachsamkeit
  10. Die Versuchungen und der Kampf gegen das Böse







Top-15

meist-gelesen

  1. Wenn der Schleier sich hebt
  2. Keine Barmherzigkeit? - Franziskus reitet scharfe Attacke gegen die 'Alte Messe'
  3. Sprengt Papst Franziskus die Brücken zum Judentum?
  4. Papst: Ich habe nach uneinsichtiger Vergewaltigungsbeichte keine Absolution erteilt
  5. „Nicht einseitig auf Skandale schauen, sondern auch auf tägliche Bereitschaft so vieler Priester“
  6. Weihnachtskarte des Bistums Hildesheim mit Nietzsche-Zitat
  7. Trump wird seinen Amtseid erneut auf zwei Bibeln ablegen
  8. Ein Heerführer Christi
  9. Kanadische Ärzte wollen Organe von Euthanasiepatienten gewinnen
  10. Bischof Barron kritisiert die „atheistische Hymne“ beim Jimmy-Carter-Begräbnis
  11. Giorgia Meloni: Soros, nicht Musk, ist die wahre Bedrohung für Wahlen und Souveränität
  12. Papst Franziskus sieht Zukunft der Kirche optimistisch
  13. ‚Der widerlichste antikatholische Film‘ seit langem
  14. Papst: Bald wird eine Frau Regierungschefin des Vatikanstaats
  15. Apostolischer Visitator: Medjugorje kein Ort für religiösen Tourismus

© 2025 kath.net | Impressum | Datenschutz