Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Neue Fantasien über das Weiheamt für Frauen?
  2. Leo XIV. möchte bei "Alter Messe" "konkrete und großzügige Lösungen"
  3. Papst Leo gratuliert der neuen Erzbischöfin von Canterbury
  4. "Vaccine Amen"
  5. Spanien am moralischen Abgrund
  6. „Genau das, was wir heute in Deutschland beim Synodalen Weg erleben, dieselben Themen, Ansichten“
  7. Euthanasie-Skandal in Spanien: Wurde Noelia Castillo Ramos der Widerruf verweigert?
  8. Belgischer Bischof Johan Bonny kündigt Weihe verheirateter Männer zu Priestern an
  9. Christliche Werte unerwünscht - Einschränkung der Meinungsfreiheit in Finnland!
  10. 'Erzieherischer Unterton': Harald Schmidt rechnet mit Tagesthemen und Heute Journal ab
  11. Bischof Dr. Heiner Wilmer SCJ wird neuer Bischof von Münster
  12. Panik in Magdeburg
  13. Dienst, Ordnung, Sendung: Die hierarchische Gestalt der Kirche
  14. Norwegen: Bischof Hansen bittet, dass jeder Gläubige des Bistums Oslo zur Beichte geht
  15. Wien: Einziger Christ in der Klasse wird "Schwein" genannt

Gender-Lehrplan in Hessen: Erwägt CDU Strategie des Einlullens?

21. Oktober 2016 in Kommentar, 27 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Der neue „Lehrplan zur Sexualerziehung“ erntet immer mehr Ablehnung. Wie wird die hessische CDU reagieren? Gastbeitrag von Mathias von Gersdorff


Frankfurt (kath.net/Mathias von Gersdorff Blogspot) Der neue „Lehrplan zur Sexualerziehung“ erntet immer mehr Ablehnung:

An 18. Oktober 2016 haben die Elternbeiräte auf Landes-, Stadt- und Kreisebene Kritik geäußert, vor allem am Lernziel „Akzeptanz sexueller Vielfalt“. Damit haben sich die Elternbeiräte auf Stadt- und Kreisebene dem negativen Urteil des Landeselternbeirates Hessen angeschlossen.

Damit dürfte CDU-Generalsekretär Manfred Pentz klar geworden sein, dass die Proteste gegen den Gender-Lehrplan seines Pateikollegen, Kultusminister Ralph Alexander Lorz, nicht so schnell abebben werden.

Der zweite Brief (Link) von Manfred Pentz an die Kritiker des Lehrplans zeigte schon eine defensive Haltung. Der CDU-Generalsekretär versuchte die Kritikpunkte als übertrieben oder haltlos abzuwimmeln. Damit geriet er in Widerspruch zu seinem ersten Brief von 30. September (Link). In diesem hatte er noch versucht, den Lehrplan zu verteidigen.


Mit ihrem Protest stehen die Elternbeiräte nicht allen da. Langsam macht sich erfreulicherweise auch ein gewisser Unmut bei den Mitgliedern der CDU bemerkbar. Vergangene Woche hat sich auch die „Katholische Elternschaft“ gegen den Lehrplan positioniert.

Der neue Protest kommt der CDU mächtig in die Quere.

Deutschland befindet sich im Beginn des Wahlkampfes für die Bundestagswahl. Ein Dauerprotest könnte nicht nur für die nächsten Landtagswahlen gefährlich werden, sondern auch für die Bundestagswahl im kommenden September 2017. Die schwarz-grüne Koalition in Hessen sollte sich nämlich nach den Willen mancher als Modell für den Bund präsentieren.

Doch auf viele wirkt der neue Lehrplan inzwischen wie ein abschreckendes Beispiel. Dass die CDU alte Überzeugungen über Bord wirft, um diese Machtoption zu ermöglichen, erschein vielen als abstoßend.

Veronica Fabricius, CDU-Mitglied und stellvertretende Vorsitzende eine Frankfurter Ortsverbandes, stellte in einem geharnischten Brief an die Landesregierung folgende Frage: „Wurde die Bildungs-Hoheit der CDU in diesem Zusammenhang geopfert, um sich den Grünen als Koalitionspartner zu empfehlen? Mit dem zu hohen Preis, unsere junge Generation zu verwirren?"

Wie könnte nun die CDU auf diese Situation reagieren?

Am Rande einer CDU-Veranstaltung hat Generalsekretär Manfred Pentz Kritikern des Lehrplanes mitgeteilt, man denke über eine Veranstaltung nach, zu der nicht nur Parteimitglieder, sondern auch Gäste, Religionsvertreter etc. kommen sollen.

Das wäre die klassische Vorgehensweise: Man lädt ein, man debattiert lange und versucht angebliche „Missverständnisse“ auszuräumen. Auf diese Weise würde man versuchen, dass der Lehrplan so bestehen bleibt, wie er heute längst ist.

Sollte dies nicht gelingen, könnte man die Forderung nach „Akzeptanz sexueller Vielfalt“ abmildern.

Diese Vorgehensweise wäre gefährlich, denn der Schwachpunkt in der Argumentation vieler Kritiker des Lehrplans ist, etwa der Elternbeiräte, dass sie sich voll und ganz auf den Begriff „Akzeptanz“ fokussiert haben. Für diese Kritiker wäre es fast ausreichend, wenn man das Wort Akzeptanz durch Toleranz ersetzen würde.

Es wäre aber ein Trugschluss zu behaupten, dass damit das Problem aus der Welt geschafft sei. Das Hauptproblem am „Lehrplan zur Sexualerziehung“ ist – um es bei Begriffen festzumachen – der Begriff „sexuelle Vielfalt“.

In diesem Begriff ist die gesamte Gender-Ideologie enthalten. Sie geht davon aus, dass die Geschlechter nicht von Natur aus gegeben sind, sondern anhand gesellschaftlicher oder kultureller Faktoren „konstruiert“ seien. In Wahrheit gäbe es nicht nur Männer und Frauen, sondern eben eine große Vielfalt sexueller Orientierungen oder Identitäten. Laut Facebook sind das etwa 70, für andere sind es Tausende. All das sei zu akzeptieren. De facto wird postuliert, dass die Identität und die Persönlichkeit eines Menschen gar nicht eindeutig definiert werden, sondern im ständigen Wandel begriffen sein müssen.

Das Ersetzen von Akzeptanz durch Toleranz wäre zwar eine gewisse Abmilderung, doch nach wie vor wäre der neue Lehrplan der Weg in die Gender-Indoktrination. Aufgrund der Tatsache, dass diese Weltanschauung nicht nur verbindlich, sondern fächerübergreifend vermittelt werden soll, würde Gender schließlich die gesamte Schulbildung beeinflussen.


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

gender mainstreaming

  1. Detransition: US-Amerikanerin gewinnt erstmals Klage gegen Transgender-Ärzte
  2. Deutsches Formular für Geburtenanzeige: Welches Geschlecht hat die Mutter?
  3. IMABE kritisiert VfGH-Urteil zur Streichung des Geschlechtseintrags
  4. US-Bischof Daniel Thomas/Ohio: „Gott hat Transsexualität nicht vorgesehen“
  5. Liturgie – ein „katholischer Queer-Gottesdienst“ – oder kirchliche „Identitätspolitik“
  6. US-Studie zeigt: Transgender wird unter jungen Leuten unmodern!
  7. Katholische US-Bischöfe stellen sich gegen Transhype: Nur biologische Frauen in Schulsportteams!
  8. Britisches Parlament lehnt Verbot von Konversionstherapien ab
  9. Deutsche Tageszeitung beendet Gender-Unsinn nach Kündigungswelle!
  10. Für die US-Diözese Cleveland gilt nur das biologische Geschlecht






Top-15

meist-gelesen

  1. kath.net ISLAND REISE im JULI 2026 - ANMELDE-DEADLINE DIESE WOCHE - 25. MÄRZ!!!
  2. Große SIZILIEN-Rundreise mit Kaplan Johannes Maria Schwarz!
  3. Euthanasie-Skandal in Spanien: Wurde Noelia Castillo Ramos der Widerruf verweigert?
  4. Spanien am moralischen Abgrund
  5. Eine große BITTE an Ihre Großzügigkeit! - FASTENSPENDE für kath.net!
  6. Leo XIV. möchte bei "Alter Messe" "konkrete und großzügige Lösungen"
  7. Panik in Magdeburg
  8. 'Erzieherischer Unterton': Harald Schmidt rechnet mit Tagesthemen und Heute Journal ab
  9. Bischof Dr. Heiner Wilmer SCJ wird neuer Bischof von Münster
  10. Neue Fantasien über das Weiheamt für Frauen?
  11. Ein Champion am Galgen – und die Welt sieht weg
  12. Belgischer öffentlich-rechtlicher Sender lässt Moderatoren Marien- und Jesus-Statuen zertrümmern!
  13. DBK kritisiert ZDF-Kinderformat „Logo“ wegen Christentum-Beitrag
  14. Wenn das künftige nominelle Kirchenoberhaupt mit dem eigenen Glauben fremdelt
  15. „Genau das, was wir heute in Deutschland beim Synodalen Weg erleben, dieselben Themen, Ansichten“

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz