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'Amoris laetitita' sorgt weiter für Verwirrung und Unklarheit

14. November 2016 in Aktuelles, 70 Lesermeinungen
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Ungelöste Knoten von "Amoris laetitia" - kath.net dokumentiert ein Schreiben von 4 Kardinälen (Meisner, Brandmüller, Burke, Caffarra) an Papst Franziskus


Rom (kath.net)
Die katholische Kirche kommt nach dem Schreiben "Amoris laetitia" nicht zur Ruhe. "Wir haben eine ernste Verunsicherung vieler Gläubiger und eine große Verwirrung festgestellt, und zwar im Hinblick auf Fragen, die für das Leben der Kirche von großer Wichtigkeit sind. Wir haben festgestellt, dass auch innerhalb des Bischofskollegiums einander widersprechende Interpretationen des achten Kapitels von Amoris laetitia gegeben werden." Dies schreiben die Kardinäle Joachim Meisner, Walter Brandmüller, Raymond Burke, Carlo Caffarra aus der katholischen Kirche in einer aktuellen Pressemitteilung, die am Montag in der italienischen Tageszeitung L'Espresso veröffentlicht wurde. Das eigentliche Schreiben an Papst Franziskus wurde bereits im September übergeben, von Franziskus gab es allerdings keine Antworten. Daher haben die Kardinäle jetzt die Öffentlichkeit gewählt.

kath.net dokumentiert heute beide Schreiben im Wortlaut:

1. Eine notwendige Vorbemerkung

Wenn vier Kardinäle den Brief an den Heiligen Vater Franziskus geschickt haben, dann ist das aus einer tiefen pastoralen Sorge heraus geschehen.

Wir haben eine ernste Verunsicherung vieler Gläubiger und eine große Verwirrung festgestellt, und zwar im Hinblick auf Fragen, die für das Leben der Kirche von großer Wichtigkeit sind. Wir haben festgestellt, dass auch innerhalb des Bischofskollegiums einander widersprechende Interpretationen des achten Kapitels von Amoris laetitia gegeben werden.

Die große Tradition der Kirche lehrt uns, dass der Ausweg aus Situationen wie dieser darin besteht, sich an den Heiligen Vater zu wenden und den Apostolischen Stuhl zu bitten, diejenigen Zweifel aufzulösen, welche die Ursache von Verunsicherung und Verwirrung sind.

Das, was wir tun, ist also ein Akt der Gerechtigkeit und der Liebe.

Ein Akt der Gerechtigkeit: Durch unsere Initiative bekennen wir, dass der Petrusdienst der Dienst der Einheit ist und dass Petrus – dem Papst – der Dienst zukommt, im Glauben zu stärken.

Ein Akt der Liebe: Wir wollen den Papst dabei unterstützen, Spaltungen und Entgegensetzungen vorzubeugen, indem wir ihn bitten, jede Mehrdeutigkeit zu zerstreuen.

Wir haben damit auch eine genau bestimmte Pflicht erfüllt. Nach dem Codex Iuris Canonici (Kan. 349) ist den Kardinälen, auch den jeweils einzelnen, die Aufgabe anvertraut, den Papst in seiner Sorge für die universale Kirche zu unterstützen.

Der Heilige Vater hat entschieden, nicht zu antworten. Wir haben diese seine souveräne Entscheidung als eine Einladung aufgefasst, das Nachdenken und die Diskussion fortzusetzen, friedlich und voller Respekt.

Und daher informieren wir das ganze Volk Gottes von unserer Initiative und stellen sämtliche Dokumente zur Verfügung.

Wir wollen hoffen, dass niemand dies nach dem Schema "Fortschrittliche-Konservative" interpretiert: Damit würde man vollständig fehlgehen. Wir sind tief besorgt um das wahre Wohl der Seelen, das höchste Gesetz der Kirche, und nicht darum, in der Kirche eine gewisse Art von Politik zu fördern.

Wir wollen hoffen, dass niemand uns – zu Unrecht – als Gegner des Heiligen Vaters und als Menschen beurteilt, denen es an Barmherzigkeit fehlt. Das, was wir getan haben und jetzt tun, entspringt aus der tiefen kollegialen Verbundenheit mit dem Papst und aus der leidenschaftlichen Sorge für das Wohl der Gläubigen.

Walter Kard. Brandmüller
Raymond L. Kard. Burke
Carlo Kard. Caffarra
Joachim Kard. Meisner


*


2. Der Brief der vier Kardinäle an den Papst

An den Heiligen Vater Franziskus
und zur Kenntnis an Seine Eminenz Kardinal Gerhard L. Müller

Heiliger Vater,

in der Folge der Publikation Ihres Nachsynodalen Apostolischen Schreibens "Amoris laetitia" sind seitens von Theologen und Gelehrten Interpretationen vorgetragen worden, die nicht nur divergieren, sondern auch im Gegensatz zueinander stehen, insbesondere im Hinblick auf das Kapitel VIII. Darüber hinaus haben die Kommunikationsmedien diese Auseinandersetzung weiter angefacht und dadurch bei vielen Gläubigen Ungewissheit, Verwirrung und Verunsicherung hervorgerufen.

Daher sind bei uns Unterzeichnern, aber auch bei vielen Bischöfen und Priestern zahlreiche Anfragen von Gläubigen aus unterschiedlichen sozialen Schichten eingegangen, welche die korrekte Interpretation betreffen, die dem Kapitel VIII des Apostolischen Schreibens zu geben ist.

Und nun erlauben wir uns, im Bewusstsein unserer pastoralen Verantwortung und in dem Wunsch, die Synodalität, zu der Eure Heiligkeit uns ermahnt, immer mehr Wirklichkeit werden zu lassen, und mit tiefem Respekt, Sie, Heiliger Vater, als obersten Lehrer des Glaubens, der vom Auferstandenen dazu berufen ist, seine Brüder im Glauben zu stärken, zu bitten, die Ungewissheiten zu beseitigen und Klarheit zu schaffen, indem Sie gütig Antwort geben auf die "Dubia", die wir diesem Brief beizulegen uns erlauben.

Möge Eure Heiligkeit uns segnen, während wir Ihnen ein stetes Gedenken im Gebet versprechen.

Walter Kard. Brandmüller
Raymond L. Kard. Burke
Carlo Kard. Caffarra
Joachim Kard. Meisner

Rom, den 19. September 2016


*


3. Die "Dubia"

1. Es stellt sich die Frage, ob es aufgrund dessen, was in "Amoris laetitia" Nr. 300–305 gesagt ist, nunmehr möglich geworden ist, einer Person im Bußsakrament die Absolution zu erteilen und sie also zur heiligen Eucharistie zuzulassen, die, obwohl sie durch ein gültiges Eheband gebunden ist, "more uxorio" mit einer anderen Person zusammenlebt – und zwar auch wenn die Bedingungen nicht erfüllt sind, die in "Familiaris consortio" (Nr. 84) festgelegt sind und dann in "Reconciliatio et paenitentia" (Nr. 34) und "Sacramentum caritatis" (Nr. 29) bekräftigt werden. Kann der Ausdruck "in gewissen Fällen" der Anmerkung 351 (zu Nr. 305) des Apostolischen Schreibens "Amoris laetitia" auf Geschiedene in einer neuen Verbindung angewandt werden, die weiterhin "more uxorio" zusammenleben?

2. Ist nach dem Nachsynodalen Apostolischen Schreiben "Amoris laetitia" (vgl. Nr. 304) die auf die Heilige Schrift und die Tradition der Kirche gegründete Lehre der Enzyklika "Veritatis Splendor" (Nr. 79) des heiligen Johannes Paul II. über die Existenz absoluter moralischer Normen, die ohne Ausnahme gelten und in sich schlechte Handlungen verbieten, noch gültig?

3. Ist es nach "Amoris laetitia" Nr. 301 noch möglich, zu sagen, dass eine Person, die habituell im Widerspruch zu einem Gebot des Gesetzes Gottes lebt – wie beispielsweise dem, das den Ehebruch verbietet (vgl. Mt 19,3–9) –, sich in einer objektiven Situation der habituellen schweren Sünde befindet (vgl. Päpstlicher Rat für die Gesetzestexte, Erklärung vom 24. Juni 2000)?


4. Soll man nach den Aussagen von "Amoris laetitia" (Nr. 302) über die "Umstände, welche die moralische Verantwortlichkeit vermindern", die auf die Heilige Schrift und die Tradition der Kirche gegründete Lehre der Enzyklika "Veritatis Splendor" (Nr. 81) des heiligen Johannes Paul II. für weiterhin gültig halten, nach der "die Umstände oder die Absichten niemals einen bereits in sich durch sein Objekt unsittlichen Akt in einen 'subjektiv' sittlichen oder als Wahl vertretbaren Akt verwandeln" können?

5. Soll man nach "Amoris laetitia" (Nr. 303) die auf die Heilige Schrift und die Tradition der Kirche gegründete Lehre der Enzyklika "Veritatis Splendor" (Nr. 56) des heiligen Johannes Paul II. für weiterhin gültig halten, die eine kreative Interpretation der Rolle des Gewissens ausschließt und bekräftigt, dass das Gewissen niemals dazu autorisiert ist, Ausnahmen von den absoluten moralischen Normen zu legitimieren, welche Handlungen, die durch ihr Objekt in sich schlecht sind, verbieten?


*


4. Erläuternde Anmerkung vonseiten der vier Kardinäle

DER KONTEXT

Die "Dubia" (lateinisch: "Zweifel") sind formelle Fragen, die dem Papst und der Kongregation für die Glaubenslehre gestellt werden, um Klärungen hinsichtlich bestimmter Themen zu erbitten, welche die Lehre und die Praxis betreffen.

Das Besondere im Hinblick auf diese Anfragen besteht darin, dass sie so formuliert sind, dass sie als Antwort "Ja" oder "Nein" erfordern, ohne theologische Argumentation. Diese Weise, sich an den Apostolischen Stuhl zu wenden, ist nicht unsere Erfindung; sie ist eine jahrhundertealte Praxis.

Kommen wir zu der Sache, um die es konkret geht.

Nach der Publikation des Nachsynodalen Apostolischen Schreibens "Amoris laetitia" über die Liebe in der Familie hat sich eine breite Debatte entwickelt, vor allem über das achte Kapitel. Insbesondere sind die Abschnitte 300–305 Gegenstand auseinanderstrebender Interpretationen geworden.

Für viele – Bischöfe, Pfarrer, Gläubige – deuten diese Abschnitte einen Wandel in der Disziplin der Kirche an im Hinblick auf die Geschiedenen, die in einer neuen Verbindung leben, oder lehren ihn sogar ausdrücklich; andere dagegen vertreten, auch wenn sie den Mangel an Klarheit in den betreffenden Passagen und auch deren Mehrdeutigkeit einräumen, dennoch die Ansicht, dass diese selben Seiten in Kontinuität mit der vorhergehende Lehre des Lehramts gelesen werden könnten und keine Änderung in der Praxis und der Lehre der Kirche enthielten.

Durch pastorale Sorge um die Gläubigen dazu bewogen, haben vier Kardinäle einen Brief an den Heiligen Vater gesandt, und zwar in der Gestalt von "Dubia" – in der Hoffnung, auf diese Weise Klarheit zu bekommen, denn Zweifel und Unsicherheit sind stets in hohem Maße schädlich für die Hirtensorge.

Die Tatsache, dass die Interpreten zu unterschiedlichen Ergebnissen gelangen, ist auch unterschiedlichen Weisen geschuldet, das christliche Leben aufzufassen. In diesem Sinne ist das, worum es in "Amoris laetitia" geht, nicht nur die Frage, ob diejenigen Geschiedenen, die eine neue Verbindung eingegangen sind, (unter bestimmten Bedingungn) wieder zu den Sakramenten zugelassen werden können oder nicht.

Vielmehr impliziert die Interpretation des Dokuments auch unterschiedliche, einander entgegengesetzte Zugänge zum christlichen Lebensstil.

Und so gilt: Während die erste Frage der "Dubia" ein praktisches Thema im Hinblick auf die zivil wiederverheirateten Geschiedenen betrifft, beziehen sich die anderen vier Fragen auf grundlegende Themen des christlichen Lebens.


DIE FRAGEN


Zweifel Nr. 1:

Es stellt sich die Frage, ob es aufgrund dessen, was in "Amoris laetitia" Nr. 300–305 gesagt ist, nunmehr möglich geworden ist, einer Person im Bußsakrament die Absolution zu erteilen und sie also zur heiligen Eucharistie zuzulassen, die, obwohl sie durch ein gültiges Eheband gebunden ist, "more uxorio" mit einer anderen Person zusammenlebt – und zwar auch wenn die Bedingungen nicht erfüllt sind, die in "Familiaris consortio" Nr. 84 festgelegt sind und dann in "Reconciliatio et paenitentia" Nr. 34 und "Sacramentum caritatis" Nr. 29 bekräftigt werden. Kann der Ausdruck "in gewissen Fällen" der Anmerkung 351 (zu Nr. 305) des Apostolischen Schreibens "Amoris laetitia" auf Geschiedene in einer neuen Verbindung angewandt werden, die weiterhin "more uxorio" zusammenleben?

Die erste Frage nimmt besonders Bezug auf "Amoris laetitia" Nr. 305 und auf die Fußnote 351. Die Anmerkung 351 erwähnt, wenn sie speziell von den Sakramenten der Buße und der Kommunion spricht, die zivil wiederverheirateten Geschiedenen nicht, und auch der Haupttext tut dies nicht.

Der Abschnitt 84 des Apostolischen Schreibens "Familiaris consortio" von Papst Johannes Paul II. hat bereits die Möglichkeit ins Auge gefasst, zivil wiederverheiratete Geschiedene zu den Sakramenten zuzulassen. Er nennt drei Bedingungen:

– Die betreffenden Personen können sich nicht trennen, ohne ein neues Unrecht zu begehen (beispielsweise könnten sie für die Erziehung ihrer Kinder Verantwortung tragen).

– Sie übernehmen die Verpflichtung, gemäß der Wahrheit ihrer Situation zu leben, indem sie aufhören, zusammenzuleben, als ob sie Mann und Frau wären ("more uxorio"), und sich der Akte enthalten, welche Eheleuten vorbehalten sind.

– Sie vermeiden es, Anstoß zu geben (das heißt, sie vermeiden das In-Erscheinung-Treten der Sünde, um die Gefahr zu vermeiden, dass sie andere zum Sündigen hinführen).

Die von "Familiaris consortio" (Nr. 84) und von den darauf folgenden Dokumenten genannten Bedingungen werden unmittelbar vernünftig erscheinen, sobald man sich daran erinnert, dass die eheliche Verbindung nicht allein auf gegenseitiger Zuneigung beruht und dass die sexuellen Akte nicht lediglich eine Aktivität unter den anderen sind, die das Paar vollzieht.

Die sexuellen Beziehungen sind für die eheliche Liebe da. Sie sind etwas so Wichtiges, so Gutes und so Wertvolles, dass sie einen besonderen Kontext erfordern: den Kontext der ehelichen Liebe. Daher müssen nicht nur die Geschiedenen sich enthalten, die in einer neuen Verbindung leben, sondern auch all diejenigen, die nicht verheiratet sind. Für die Kirche hat das sechste Gebot – "Du sollst nicht ehebrechen" – immer jede Ausübung der menschlichen Sexualität mit umfasst, die keine eheliche ist, das heißt jede Art von sexuellen Akten außer denjenigen, die mit dem eigenen rechtmäßigen Ehegatten vollzogen werden.

Es scheint, dass die Kirche, wenn sie diejenigen Gläubigen zur Kommunion zulassen würde, die sich von ihrem rechtmäßigen Ehegatten getrennt haben oder sich von ihm haben scheiden lassen und die eine neue Verbindung eingegangen sind, in der die so leben, als ob sie Mann und Frau wären, durch diese Praxis der Zulassung einen der folgenden Sätze lehren würde im Hinblick auf die Ehe, die menschliche Sexualität und das Wesen der Sakramente:

– Eine Scheidung löst das Eheband nicht auf, und die Partner der neuen Verbindung sind nicht verheiratet. Trotzdem können Personen, die nicht verheiratet sind, unter bestimmten Bedingungen in legitimer Weise Akte sexueller Intimität vollziehen.

– Eine Scheidung löst das Eheband auf. Personen, die nicht verheiratet sind, können nicht in legitimer Weise sexuelle Akte vollziehen. Die Geschiedenen und Wiederverheirateten sind auf legitime Weise verheiratet, und ihre sexuellen Akte sind auf erlaubte Weise eheliche Akte.

– Eine Scheidung löst das Eheband nicht auf, und die Partner der neuen Verbindung sind nicht miteinander verheiratet. Personen, die nicht verheiratet sind, dürfen keine sexuellen Akte vollziehen. Daher leben die zivil wiederverheirateten Geschiedenen in einer Situation habitueller, öffentlicher, objektiver und schwerer Sünde. Wenn die Kirche Personen zur Eucharistie zulässt, bedeutet das jedoch nicht, dass sie auch ihren öffentlichen Lebenswandel gutheißt; der Gläubige kann auch im Bewusstsein schwerer Sünde zum eucharistischen Tisch hinzutreten. Um im Bußsakrament die Absolution zu empfangen, ist nicht immer der Vorsatz erforderlich, sein Leben zu ändern. Die Sakramente sind also vom Leben losgelöst: Die christlichen Riten und der Kult bewegen sich in einer anderen Sphäre als das christliche moralische Leben.

*

Zweifel Nr. 2:

Ist nach dem Nachsynodalen Apostolischen Schreiben "Amoris laetitia" (vgl. Nr. 304) die auf die Heilige Schrift und die Tradition der Kirche gegründete Lehre der Enzyklika "Veritatis Splendor" (Nr. 79) des heiligen Johannes Paul II. über die Existenz absoluter moralischer Normen, die ohne Ausnahme gelten und in sich schlechte Handlungen verbieten, noch gültig?


Der zweite Zweifel betrifft die Existenz der sogenannten in sich schlechten Handlungen. Der Abschnitt 79 der Enzyklika "Veritatis splendor" vertritt die Auffassung, dass es möglich sei "die bewusste Wahl einiger Verhaltensweisen bzw. konkreter Handlungen nach ihrer Spezies […] als sittlich schlecht zu bewerten, ohne die Absicht, mit der diese Wahl vollzogen wurde, oder ohne die Gesamtheit der vorhersehbaren Folgen jener Handlungen für alle betroffenen Personen zu berücksichtigen".

Die Enzyklika lehrt also, dass es Handlungen gibt, die immer schlecht sind, die durch moralische Normen verboten sind, die ohne Ausnahme verpflichten ("moralische Absoluta"). Diese moralischen Absoluta sind immer negativ, das heißt, sie sagen uns, was wir nicht tun dürfen: "Du sollst nicht töten", "Du sollst nicht ehebrechen". Lediglich negative Normen können ohne Ausnahme verpflichten.

Nach "Veritatis splendor" ist im Falle in sich schlechter Handlungen keine Unterscheidung der Umstände oder der Intentionen notwendig. Das gilt auch dann, wenn ein Geheimagent aus der Frau des Terroristen, falls er mit ihr einen Ehebruch begehen würde, wertvolle Informationen herausholen könnte, um so das Vaterland zu retten. (Das klingt wie ein Beispiel aus einem James-Bond-Film, ist aber schon vom heiligen Thomas von Aquin in "De Malo", q. 15, a. 1 erörtert worden.) Johannes Paul II. vertritt die Auffassung, dass die Absicht (hier "das Vaterland retten") die Spezies der Handlung ("Ehebruch begehen") nicht verändere und dass es genüge, die Spezies der Handlung ("Ehebruch") zu kennen, um zu wissen, dass man sie nicht tun darf.

*

Zweifel Nr. 3:

Ist es nach "Amoris laetitia" Nr. 301 noch möglich, zu sagen, dass eine Person, die habituell im Widerspruch zu einem Gebot des Gesetzes Gottes lebt – wie beispielsweise dem, das den Ehebruch verbietet (vgl. Mt 19,3–9) –, sich in einer objektiven Situation der habituellen schweren Sünde befindet (vgl. Päpstlicher Rat für die Gesetzestexte, Erklärung vom 24. Juni 2000)?


Im Abschnitt 301 erinnert "Amoris laetitia" daran, dass die Kirche "im Besitz einer soliden Reflexion über die mildernden Bedingungen und Umstände" ist. Und sie schließt: "Daher ist es nicht mehr möglich zu behaupten, dass alle, die in einer sogenannten ‚irregulären‘ Situation leben, sich in einem Zustand der Todsünde befinden und die heiligmachende Gnade verloren haben."

In der Erklärung vom 24. Juni 2000 wollte der Päpstliche Rat für die Gesetzestexte den Kanon 915 des Codex Iuris Canonici klären, der sagt: "Zur heiligen Kommunion dürfen nicht zugelassen werden […] sowie andere, die hartnäckig in einer offenkundigen schweren Sünde verharren." Die Erklärung des Päpstlichen Rates sagt, dass dieser Kanon auch auf diejenigen Gläubigen anwendbar ist, die geschieden und zivil wiederverheiratet sind. Sie stellt klar, dass die "schwere Sünde" objektiv verstanden werden muss, da ja derjenige, der die Kommunion austeilt, keine Möglichkeit hat, die subjektive Zurechenbarkeit der jeweiligen Personen zu beurteilen.

Für die Erklärung betrifft also die Frage der Zulassung zu den Sakramenten das Urteil über die objektive Lebenssituation der jeweiligen Person und nicht das Urteil, dass diese Person sich im Stand der Todsünde befinde. Sie könnte nämlich subjektiv nicht vollständig verantwortlich sein, oder auch gar nicht.

Auf derselben Linie liegt es, wenn der heilige Johannes Paul II. in seiner Enzyklika "Ecclesia de Eucharistia" (Nr. 37) daran erinnert, "dass das Urteil über den Gnadenstand nur dem Betroffenen zukommt, denn es handelt sich um ein Urteil des Gewissens". Also hat die von "Amoris laetitia" vorgetragene Unterscheidung zwischen der subjektiven Situation der Todsünde und der objektiven Situation der schweren Sünde ein solides Fundament in der Lehre der Kirche.

Johannes Paul II. besteht jedoch weiterhin auch darauf: "Aber in den Fällen, in denen ein äußeres Verhalten in schwerwiegender, offenkundiger und beständiger Weise der moralischen Norm widerspricht, kommt die Kirche nicht umhin, sich in ihrer pastoralen Sorge um die rechte Ordnung der Gemeinschaft und aus Achtung vor dem Sakrament in Pflicht nehmen zu lassen." Er bestätigt also erneut die Lehre des oben erwähnten Kanons 915.

Die Frage 3 der "Dubia" möchte also klären, ob es auch nach "Amoris laetitia" noch möglich ist, zu sagen, dass diejenigen Personen, die habituell im Widerspruch zum Gebot des Gesetzes Gottes leben, in einer objektiven Situation habitueller schwerer Sünde leben – auch wenn es aus gewissen Gründen nicht sicher ist, ob ihre habituelle Übertretung ihnen subjektiv zurechenbar ist.

*

Zweifel Nr. 4:

Soll man nach den Aussagen von "Amoris laetitia" Nr. 302 über die "Umstände, welche die moralische Verantwortlichkeit vermindern", die auf die Heilige Schrift und die Tradition der Kirche gegründete Lehre der Enzyklika "Veritatis Splendor" (Nr. 81) des heiligen Johannes Paul II. für weiterhin gültig halten, nach der "die Umstände oder die Absichten niemals einen bereits in sich durch sein Objekt sittenlosen Akt in einen 'subjektiv' sittlichen oder als Wahl vertretbaren Akt verwandeln" können?


Im Abschnitt 302 betont "Amoris laetitia", dass "ein negatives Urteil über die objektive Situation kein Urteil über die Anrechenbarkeit oder die Schuldhaftigkeit der betreffenden Person" beinhalte. Die "Dubia" nehmen Bezug auf die Lehre, wie sie von Johannes Paul II. in "Veritatis splendor" formuliert worden ist: Danach verwandeln Umstände oder gute Absichten niemals eine in sich schlechte Handlung in eine entschuldbare oder auch gute.

Die Frage lautet, ob "Amoris laetitia" der Aussage zustimmt, dass keine Handlung, die das Gesetz Gottes übertritt (wie Ehebruch, Diebstahl, Meineid), jemals, auch unter Berücksichtigung der Umstände, welche die persönliche Verantwortung mildern, entschuldbar oder auch gut werden kann.

Sind diese Handlungen, welche die Tradition der Kirche als schwere Sünden und als in sich schlecht bezeichnet hat, weiterhin zerstörerisch und schädlich für jeden, der sie begeht, in welchem subjektiven Verantwortlichkeitsstatus er sich auch befinden mag?

Oder können diese Handlungen in Abhängigkeit vom subjektiven Status der Person und von den Umständen und von den Intentionen aufhören, schädlich zu sein, und lobenswert oder wenigstens entschuldbar werden?

*

Zweifel Nr. 5:

Soll man nach "Amoris laetitia" Nr. 303 die auf die Heilige Schrift und die Tradition der Kirche gegründete Lehre der Enzyklika "Veritatis Splendor" (Nr. 56) des heiligen Johannes Paul II. für weiterhin gültig halten, die eine kreative Interpretation der Rolle des Gewissens ausschließt und bekräftigt, dass das Gewissen niemals dazu autorisiert ist, Ausnahmen von den absoluten moralischen Normen zu legitimieren, welche Handlungen, die durch ihr Objekt in sich schlecht sind, verbieten?


"Amoris laetitia" sagt (in Nr. 303): Das "Gewissen kann nicht nur erkennen, dass eine Situation objektiv nicht den generellen Anforderungen des Evangeliums entspricht. Es kann auch aufrichtig und ehrlich das erkennen, was vorerst die großherzige Antwort ist, die man Gott geben kann […]". Die "Dubia" erbitten eine Klärung dieser Aussagen, da sie divergente Interpretationen zulassen.

Für diejenigen, welche die Idee eines kreativen Gewissens ins Spiel bringen, können die Vorschriften von Gottes Gesetz und die Norm des individuellen Gewissens in Spannung oder auch im Gegensatz zueinander stehen, wobei das letzte Wort immer dem Gewissen zukommen solle, das die letzte Entscheidung trifft im Hinblick auf gut und böse. "Veritatis splendor" (Nr. 56) sagt: "Auf dieser Grundlage maßt man sich an, die Zulässigkeit sogenannter ‚pastoraler‘ Lösungen zu begründen, die im Gegensatz zur Lehre des Lehramtes stehen, und eine ‚kreative‘ Hermeneutik zu rechtfertigen, nach welcher das sittliche Gewissen durch ein partikulares negatives Gebot tatsächlich nicht in allen Fällen verpflichtet würde."

Nach dieser Sichtweise wird es für das Gewissen niemals genügen, zu wissen: "Dies ist Ehebruch", "Dies ist Mord", um zu wissen, dass es sich um etwas handelt, was nicht getan werden darf und soll.

Vielmehr solle man auch auf die Umstände und die Intentionen schauen, um zu wissen, ob diese Handlung nicht schlussendlich entschuldbar oder auch verpflichtend sein kann (vgl. Frage 4 der "Dubia"). Für diese Theorien könnte das Gewissen nämlich auf legitime Weise entscheiden, dass in einem bestimmten Fall der Wille Gottes für mich in einer Handlung besteht, mit der ich eines seiner Gebote übertrete. "Du sollst nicht ehebrechen" würde gerade noch als eine allgemeine Norm angesehen. Hier und jetzt und angesichts meiner guten Absichten wäre Ehebruch zu begehen dasjenige, was Gott wirklich von mir verlangt. So gesehen wären Fälle von tugendhaftem Ehebruch, legalem Mord und verpflichtendem Meineid mindestens vorstellbar.

Das würde bedeuten, dass man das Gewissen auffassen würde als eine Instanz, autonom zu entscheiden hinsichtlich gut und böse, und das Gesetz Gottes als eine Last, die willkürlich auferlegt worden ist und die an einem gewissen Punkt zu unserem wahren Glück im Widerspruch stehen könnte.

Jedoch entscheidet das Gewissen nicht über gut und böse. Die Idee einer "Gewissensentscheidung" ist irreführend. Der dem Gewissen eigene Akt ist das Urteilen und nicht das Entscheiden. Es sagt: "Das ist gut", "Das ist schlecht". Dieses Gutsein oder Schlechtsein hängt nicht von ihm ab. Es nimmt das Gutsein oder Schlechtsein einer Handlung hin und erkennt es an, und um das zu tun, das heißt um zu urteilen, braucht das Gewissen Kriterien; es ist vollständig abhängig von der Wahrheit.

Die Gebote Gottes sind eine willkommene Hilfe, die dem Gewissen geschenkt ist, damit es die Wahrheit erfassen und somit wahrheitsgemäß urteilen kann. Die Gebote Gottes bringen die Wahrheit zum Ausdruck über das Gute, über unser tiefstes Sein, und erschließen etwas Entscheidendes im Hinblick darauf, wie man gut leben kann.

Auch Papst Franziskus drückt sich in "Amoris laetitia" (Nr. 295) in denselben Begriffen aus: "Denn das Gesetz ist auch ein Geschenk Gottes, das den Weg anzeigt, ein Geschenk für alle ohne Ausnahme".

__________

14.11.2016


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Lesermeinungen

 Igypop83 18. November 2016 
 

@ein schaf

Nein, es ist NIE legitim, Böses zu tun, damit Gutes entsteht.


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 Bentheim 18. November 2016 
 

@ Wandersmann

"...die Umstände oder die Absichten niemals einen bereits in sich durch sein Objekt sittenlosen Akt in einen 'subjektiv' sittlichen oder als Wahl vertretbaren Akt verwandeln" können?"

Nein, natürlich nicht. Aber wie derjenige zu beurteilen ist, der diesen Akt vollzogen hat, ist mit diesen Worten moraltheologisch noch nicht endgültig ausformuliert.


3

0
 
 Ein Schaf 17. November 2016 
 

ich sehe papst franziskus auch äußerst kritisch & halte es für möglich, dass er häretiker ist ...

trotzdem hätte mein durchaus geschultes gewissen die dinge anders gesehen, als sie die vier löblichen kardinäle offenbar sehen.

daher also meine fragen (auch wenn dieses forum leider bald schließt):

* ist diese strikte lehre aus veritatis splendor über das intrinsece malum streng verbindlich?
* ist, wer anderes glaubt, gar häretisch unterwegs?
* kann sich andererseits jpii hier geirrt haben? kann die tradition hier irren?

ich hätte durchaus gedacht, dass es nach güterabwegung in dilemmasituationen objektiv die richtige entscheidung sein kann, zu lügen oder zu töten, wenn man dadurch deutlich größeres übel vermeiden kann & vielleicht unter großem zeitdruck keine bessere option findet.

tyrannenmord, abtreibung bei lebensgefahr für die mutter, notlügen um jemanden vor sehr schlimmem zu bewahren - solcherlei ist ja katholisch durchaus legitimiert.

das problem hätte ich eher darin gesehen, dass solche ausnahmen zur regel werden könnten, wenn man die ausnahmeregeln zu lax formuliert.


2

0
 
 AGNUSS 17. November 2016 
 

@bergkristall

Ich vermute, weil die Richtung stimmt.


8

0
 
 Hadrianus Antonius 17. November 2016 
 

@Wandersmann Verbum non amplus addam

De ore leonis libera me Domine;
Et a cornibus unicornium humilitatem meam.

Sursum!


2

0
 
 bergkristall 17. November 2016 
 

Amoris laetitia

Warum hört man von den deutschen Bischöfen und Kardinälen nichts???


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0
 
 wandersmann 16. November 2016 
 

Kirchenspaltung

"Soll man nach den Aussagen von "Amoris laetitia" Nr. 302 über die "Umstände, welche die moralische Verantwortlichkeit vermindern", die auf die Heilige Schrift und die Tradition der Kirche gegründete Lehre der Enzyklika "Veritatis Splendor" (Nr. 81)... für weiterhin gültig halten, nach der "die Umstände oder die Absichten niemals einen bereits in sich durch sein Objekt sittenlosen Akt in einen 'subjektiv' sittlichen oder als Wahl vertretbaren Akt verwandeln" können?"

Der obige Passus legt häretische Ansichten des Papstes nahe.
Das ist deshalb so, weil es eben eine Häresie ist, "die auf die Heilige Schrift und die Tradition der Kirche gegründete Lehre" zu bezweifeln, zu ändern oder zu "entwickeln".

Die Kardinäle legen damit nahe, dass jede Abweichung von "Veritatis Splendor" (Nr. 81) eine Häresie darstellt und das Schweigen von Papst Franziskus und der Inhalt von AL legen nahe, dass der Papst dieser Häresie zustimmt und dass er somit ein Häretiker sein könnte.


13

0
 
 wandersmann 16. November 2016 
 

Übrigens: Ein Papst als Häretiker kann nicht abgesetzt

siehe dazu:

http://www.monarchieliga.de/index.php?title=H%C3%A4retischer_Papst

beispielsweise:

Hl. Alfons Maria von Liguori:

"Ein Häretischer Papst kann gar nicht mehr abgesetzt werden, weil er sein Amt bereits verloren hat."
"Es ist außer Zweifel, daß, wäre ein Papst ein offensichtlicher Häretiker - z.B. wenn er öffentlich eine dem göttlichen Glauben entgegengesetzte Lehre verkünden würde -, dieser nicht von einem Konzil abgesetzt werden könnte, sondern als Häretiker seines Pontifikats verlustig gegangen erklärt würde."

Alles läuft somit auf eine Kirchenspaltung hinaus, wenn es so weitergeht.

Irgendwann werden die ersten Bischöfe - wenn es so weitergeht - Papst Franziskus als Häretiker bezeichenen.
Dann ist er automatisch für diese Bischöfe nicht mehr Papst und für alle, die sich dem anschließen.

Es werden aber große Teile der Kirche zu Franziskus halten, so dass Franziskus für die einen Papst und für die anderen kein Papst mehr ist.


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0
 
 Fides Mariae 16. November 2016 
 

"Wenn das der Papst wüsste" reicht nicht mehr

Wie ich hier an anderer Stelle schon schrieb, kann ich Papst Franziskus nun nicht mehr von meiner großen Sorge über die Dinge, die in der Kirche schief laufen, ausnehmen.
Seine Motivation wage ich nicht zu benennen. Lange dachte ich, Dinge wie Naivität, Beeinflussbarkeit, eine andere politische Einstellung als ich sie habe, Abscheu gegenüber kirchenpolitischen Fraktionen würden eine Rolle spielen. Manchmal dachte ich, Mangel an logischem Denken, dann hielt ich es wieder für die Folge der Beeinflussung durch eine Sozialistin in jungen Jahren, von der Papst Franziskus in einem der Interviewbücher selber berichtet. Manchmal schleicht sich auch der Gedanke an die Freimaurerverschwörung ein, die seit langem behauptet wird...
Letztlich ist der Grunde egal. Tiefbetrübt stelle ich fest, dass Entschuldigungen wie "wenn das der Papst wüsste, wie das hier schon wieder interpretiert wird", nicht mehr ausreichen.
Unser Papst ist aktiv beteiligt an diesen Relativierungen unserer Lehre.


16

0
 
  16. November 2016 
 

Wie ernst diese Angelegenheit ist

http://magister.blogautore.espresso.repubblica.it/2016/11/15/sodalitium-franciscanum-un-covo-di-spie-a-cattivo-servizio-del-papa/
Vom
Observatory for the Implementation of the Church Reform of Pope Francis (OARCPF, Sektion für Rom, werden Professoren angemahnt sich an die Ziele der "Kirchenreformation" des amtierenden Papstes zu halten, inklusvie Amoris laetitia mit dem Hinweis dass die universitären Arbeiten überwacht werden.

Wer hätte das gedacht, Rom scheint sich überwachungsstaatliche Allüren anzueignen um das Neue Magisterium durchzusetzen.


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 Montfort 16. November 2016 

"Subjektive Wahrheit" der "Weisheit letzter Schluss", "objektive Wahrheit", gar "absolute Wahrheit"?

"Natürlich sieht jeder von uns als Individuum die selben Dinge in verschiedener Weise; das Bild ist objektiverweise dasselbe, aber subjektiverweise ist es verschieden."

Nach dieser Aussage (lt. Eugenio Scalfari) von Papst Franziskus im gestern erwähnten Interview frage ich mich, ob er denn nicht zwischen "subjektiver Wahrheit" (individuell), "objektiver Wahrheit" (menschlich) und "absoluter Wahrheit" (göttlich) unterscheiden kann oder will. Auch eine Haltung à la "jedem das Seine" wäre doch von der gesamten Menschheit und von Gott her zu bedenken.

Oder soll mich die Aussage des Papstes dazu VERFÜHREN, auch SEINE Äußerungen und Lehrschreiben nur mehr nach meiner SUBJEKTIVEN Sichtweise zu verstehen und nicht mehr in Dialog mit anderen Menschen oder mit Gott zu bringen?


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  16. November 2016 
 

Kardinal Burke antwortet auf Fragen des Journalisten auf ncregister

Der Kardinal auf die Frage, was geschehe wenn der Papst nicht reagiert,antwortet:
Dann müßten wir diese Situation ansprechen. Es gibt in der Tradition der Kirche die Praxis, den Papst zu korrigieren. Das ist natürlich etwas sehr Seltenes. Aber, wenn es keine Antwort auf diese Fragen gibt, dann würde ich sagen, daß die Frage für einen formalen Akt zur Korrektur eines schwerwiegenden Fehlers gegeben wäre.

Was ist für einen Gläubigen verbindlich, und wer hat die Autorität, das zu bestimmen?
Verbindlich ist die Tradition. Die kirchliche Autorität existiert nur im Dienst der Tradition.
und er verweist auf Galater 1,8.

Wenn der Papst einen schwerwiegenden Irrtum oder eine Häresie lehren würde: Welche rechtmäßige Autorität könnte das feststellen, und was wären die Konsequenzen?
Antwort:
In solchen Fällen, und so ist es in der Geschichte geschehen, müssen die Kardinäle und die Bischöfe deutlich machen, daß der Papst Irrtümer lehrt und von ihm verlangen, daß er das korrigiert.


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 Elija-Paul 16. November 2016 
 

Eine ernste Angelegenheit!

Die Sache geht weiter und drängt zu einer Klärung. Ein Interview mit Kardinal Burke (in englischer Sprache) gibt klare Auskunft, was geschehen kann, wenn der hl. Vater auf die Anfragen keine Antwort gibt! Das Gebet für diese wichtige kirchliche Angelegenheit ist aus meiner Sicht sehr dringend, damit alles im Heiligen Geist einer wahrhaftigen Lösung zugeführt wird!

www.ncregister.com/daily-news/cardinal-burke-on-amoris-laetitia-dubia-tremendous-division-warrants-action


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 Mindstormer 16. November 2016 
 

Ein Schwalbe macht noch keinen Frühling...

... und eine Schwalbe ist derzeit dieses Schreiben der vier Kardinäle.

Wichtig wäre, wenn nun auch andere Kardinäle, Bischöfe, Priester und auch Laien, mit ähnliche Schreiben in die gleiche Kerbe schlagen würden. Das wäre dann die Reaktion der Kirche und nicht Einzelner!

Die Gefahr, dass die Aussagen der "Unerschrockenen Vier" von Franziskus marginalisiert werden, und sie als Ansicht von "Nostalgikern" aussitzen will, zeigt er ja schon "in seiner Barmherzigkeit" durch seine NICHT Reaktion....

Die Lobby der Marx-isten und Kasper´ls ist dagegen gross und anhaltend..


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 Laus Deo 16. November 2016 

Eine Antwort des Heiligen Vaters, verpflichtend.

Als Kind erwarte ich von meinem Vater eine Antwort wenn ich ihn was frage. So wünsche ich mir auch vom HEILIGEN VATER, dass er nun seien Kindern Antwort leistet auf die Fragen welche sich nicht nur die Kardinäle stellen sondern alle Katholiken welche die Lehre ein wenig kennen. Was gilt nun???


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 HFischer 15. November 2016 

Kein Blatt Papier

In den letzten Monaten las man hier immer wieder, es passe kein Blatt Papier zwischen Papst Franziskus und seine Vorgänger. Dieser scharfsinnige Brief zeigt, dass es schwere inhaltliche Widersprüche zwischen Amoris Laetitia und dem katholischen Lehramt gibt, die nicht überbrückbar sind. Ich sehe die einzig gangbare Lösung darin, die Enzyklika zurückzuziehen, da ansonsten ein inhärenter Widerspruch in der Lehre entsteht.


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 Montfort 15. November 2016 

Was mir Sorge bereitet... "das Bild ist objektiverweise dasselbe, aber subjektiverweise verschieden"

Für den Journalisten Eugenio Scalfari hatte Papst Franziskus mehr Aufmerksamkeit als für die vier Kardinäle.

Im von @wandersmann erwähnten Interview heißt es:
Eugenio Scalfari: Während ich zuhöre, bin ich mir dessen, was ich für Sie empfinde, immer gewisser: ein Pointifikat wie das Ihrer hat es wenige gegeben. Im Übrigen haben Sie zahlreiche Gegner innerhalb Ihrer Kirche.
Papst Franziskus (wiedergegeben von Eugenio Scalfari): „Gegner würde ich nicht sagen. Der Glaube eint uns alle. Natürlich sieht jeder von uns als Individuum die selben Dinge in verschiedener Weise; das Bild ist objektiverweise dasselbe, aber subjektiverweise ist es verschieden. Darüber haben wir mehrere Male gesprochen, Sie und ich.“
Das ganze Interview auf Italienisch: http://www.repubblica.it/vaticano/2016/11/11/news/intervista_del_papa_a_repubblica_abbattere_i_muri_che_dividono_bisogna_costruire_ponti_-151774646/

So können wohl nur "sujektive" Deutungen dem "Wahrheitsanspruch" von Papst Franziskus genügen.


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 Elija-Paul 15. November 2016 
 

Die Initiative der Kardinäle durch Gebet unterstützen!

Jene Fragen der Kardinäle beschäftigen nicht wenige Gläubige! Ist der pastorale Weg, der in AL anklingt vereinbar mit dem bisherigen Weg der Kirche?! Es geht um ein hohes Gut! Leider muß man befürchten, daß Papst Franziskus nicht anworten will, weil er schon in der Einleitung von AL darauf hinweist, daß nicht alle Fragen vom Lehramt beantwortet werden müssen. Was aber, wenn dadurch Verunsicherung, Verwirrung und Gewissensnot geschieht - und all dies ist reichlich vorhanden!
Das Schreiben der Kardinäle mit der Bitte um Klärung geschieht aus Liebe zur Wahrheit und auch aus pastoraler Sorge! Es ist weder anmaßend noch feindselig! Wird tatsächlich mit dem in AL angedeuteten Weg der Pastoral die Wahrheit verletzt, dann wird sich dieser Weg nicht lange halten können, ohne daß eine Art äußere Spalung erfolgt, die im Inneren der Kirche schon lange bemerkbar ist. Möge der Heilige Geist alles in die Wahrheit führen und jener Geist geschwächt werden, der in der Kirche gegen die Kirche arbeitet!


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 Hadrianus Antonius 15. November 2016 
 

@Bentheim Gute Frage!

Erinnerung an Marcus Porcius Cato Censorius (priscus, superior etc.)(234-149 v. C.): dieser beendete (nach Cic. Cato 18) seine Reden stets mit der Bemerkung: "Ceterum censeo Carthaginem esse delendam"- als Militär- und Agrarfachmann die Kapazitäten und die Bedrohung durch Karthago objektiv einschätzend und als Politiker die Interessen des Römischen Staates vor Augen.
Am Ende wurde Karthago in dem 3. Punischen Krieg zerstört.
Die Verknüpfung v. Kard. Marx mit dem Artikel ergibt sich durch seine Abwesenheit bei dem tapferen Quadrumvirat, mehr noch durch Kard. Marx' Auffang von merkwürdigen Elementen in seinem Bistum:
z.B. W.R., früher i.d. Führung des Seminars St.Pölten, intens verwickelt mit schmuddeligen Abbildungen in 4-stelliger Zahl auf Computern, dann plötzlich wieder in Münchener Raum aufgetaucht und jetzt noch groß abgebildet in dem Vivat!-Adventskatalog (Beilage Seite V) mit "Whisky-spiritualität".
Besinnung & Rückzug v.d. Welt?


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 Bentheim 15. November 2016 
 

@ Quirinusdecem

Sie meinen doch wohl: Ceterum censeo Cardinalem Marx recedere debere. Warum im Zusammenhang mit diesem Artikel?


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 Bentheim 15. November 2016 
 

@Cejazar scheint mir in seinem Posting "Warum antwortet der Papst nicht" Klarsicht zu bringen. Seine Deutungen kommen den von ihm erwähnten Vorgängen sehr nahe.


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 Max Emanuel 15. November 2016 

Franziskus bleibt Anwort wohl leider schuldig

Ppast Franizskus bleibt die Antwort auf die sehr berechtigten Fragen wohl leider schuldig, weil er sich häufig je nach Gelegenheit mal eher so oder eher gegenteilig intepretierbar (!) äußert. Damit schafft er zunehmend Verwirrung und Unklarheit. Leider!!!
Kirchenkritische Medienschaffende sind begeistert. Ich kenne aber niemenden der wegen dieses Kurses in den Schoß der Kirche zurückgefunden hat.
In Erinnerung bleibt mir eine Ansprache von Papst Franziskus als er bei einer Pastortalreise zu den Philippinen vor dem Gendermainstreaming warnte. Ob das dort so ein großes Problem ist? Wenige Wochen später bei einer Rede vor dem Europaparlament hat der dieses wichtige Thema leider vollkommen ausgespart....
Aber gerade vor diesem europäischen Gremium wäre es alles andere als verkehrt gewesen, dies anzusprechen!
Nur nicht Anecken bringt unsere Kirche nicht weiter.


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 Bernhard Joseph 15. November 2016 
 

@Ulrich Wild

"... und anderen den Weg zu Gott verbauen wollen."

Mt 19,6
Sie sind also nicht mehr zwei, sondern eins. Was aber Gott verbunden hat, das darf der Mensch nicht trennen.

Wo finden Sie da in Jesu Woten eine Relativierung? Nach Ihrer Sicht verbaut also Jesus selbst den Weg zu Gott?

Trotz der unglaublichen Barmherzigkeit Jesu und seinem Umgang mit Pharisäern hat er diese Worte doch gesprochen. Es gibt keine andere Verkündigung und es gibt kein anderes Evangelium und keine weltlich Macht ist befugt, das, was offenbart wurde, in sein Gegenteil umzudeuten.

Wenn Spaltung in die Kirche hineingetragen wird, dann doch durch diejenigen, die nicht am Wort Gottes festhalten wollen. Das Festhalten am Wort Gottes hat auch nichts mit Pharisäern zu tun, sondern damit, dass eine sich widersprechende "Wahrheit" notwendig zur Unwahrheit wird. Ein Glaube, der jedoch nicht auf Wahrheit, sondern Umwahrheit aufbaut, ist kein Glaube, auf den man sein Leben stellen könnte.


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 cooperator veritatis 15. November 2016 
 

Was ist (hier) Wahrheit?

@Galilei, @Bernhard Joseph
Gerade für einen cooperator veritatis ist schwer zu entscheiden, ob in diesem Fall die Wahrheit (eher) auf Seiten Galileis oder Bernhard Josephs zu suchen und zu finden ist.


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 wandersmann 15. November 2016 
 

@Cejazar - Er will nicht als Häretiker dastehen

Papst leugnet die Allmacht Gottes:

https://www.washingtonpost.com/news/worldviews/wp/2014/10/28/pope-francis-backs-theory-of-evolution-says-god-is-no-wizard/

“When we read about creation in Genesis, we run the risk of imagining God was a magician, with a magic wand able to do everything. But that is not so,”

Dieses "but that is not so" bezieht sich ganz sicher nicht auf den "Zauberstab" magic wand, sondern auf "able to do everything".

Dass Gott im wörtlichen Sinne keinen Zauberstab in den Händen hält, das bedarf ganz sicher nicht der Diskussion und Erwähnung. Das weiss jeder.

Es ist aber beständige Lehre der Kirche, dass Gott aber allmächtig ist.


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 Aegidius2 15. November 2016 

Ich warte nur darauf, wann jemand die Unverfrorenheit hat (sinngemäß) zu sagen, daß es sich bei den vieren um eine ganz kleine Clique ehrgeiziger, gewissenloser und zugleich verbrecherischer, dummer Kardinäle handelt, die ein Komplott geschmiedet hätten, um den Papst zu beschädigen.


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 Sebi1983 15. November 2016 
 

@Cejazar

Eine interessante Sicht der Dinge:

Zu Ende gedacht würde das bedeuten, dass der Papst von einer unverantwortlichen Kardinalsgruppe, auch bedingt durch seine eigene Naivität oder auch bewusst (?) in eine unmögliche Lage geführt wurde bzw. sich hat führen lassen, die es ihm nun unmöglich macht, seiner Aufgabe als Inhaber des obersten Lehramtes der Kirche in nötiger Klarheit nachzukommen: eine Blockierung des päpstlichen Amtes als oberster Lehrer der Kirche.

Egal, wie man zum momentanen Inhaber des Papstamtes steht, würde das bedeuten, dass dem Papstamt - bewusst oder unbewusst - massiver Schaden zugefügt wurde.

Für Papst Franziskus würde das der Offenbarungseid für seine Politik und der Sargnagel für für sein Pontifikat ...

Eine Katastrophe!


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 Mindstormer 15. November 2016 
 

Gal 2.11 ..widerstand ich(Paulus) ihm (Petrus)ins Angesicht..

Mann kann es drehen wie man will,all die Stellungsnahmen profilierter Philosophen und mutiger Kirchenmänner sowie die Diskussionen um seine Persona in diesem Forum sind nur auf den spalterischen Geist bezüglich der Lehre der mit Franziskus in die Kirche gedrungen ist zurückzuführen. Diffarmieren aufrechter Katholiken (Vermehren wie Karnikel, Kaltstellen mutiger Kardinäle (Burk) autokratische Anweisungen (JP2 Institution für Familie), stehen im krassen Widerspruch zu seiner infalzionären "Barmherzigkeits-" Äusserungen und Schreiben.
Die Welt applaudiert und die katholische Kirche stönt.

Es ist höchste Zeit, dass Paulus in Form dieser 4 Kardinale, dem "Petrus ins Angesicht widersteht...


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 Ulrich Wild 15. November 2016 
 

Kommt, wir schnitzen uns einen neuen Papst!

Wenn ich mir in diesen Zeiten der Irrungen und Verwirrungen nicht sicher bin, bete ich zum Heiligen Geist und lese in den Evangelien. Was mich immer wieder fasziniert, ist die unglaubliche Barmherzigkeit Jesu und sein Umgang mit Pharisäern, die das Gesetz über die Barmherzigkeit stellen und anderen den Weg zu Gott verbauen wollen.
Ich habe selbst im eigenen Umfeld viele dieser Pharisäer, die vom Gegenpapst sprechen, und keine Gelegenheit aus lassen, Stimmungsmache und Hetze gegen den Papst zu betreiben. Ihr wisst was ihr tut, und ihr werdet ernten, was ihr sät. Und es wird ein Schaden für uns alle sein!


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 Chris2 15. November 2016 
 

Als theologischer Laie

sehe ich folgende Hauptprobleme: Zum Einen: Gibt es (noch) 'objektiv ungeordnete Zustände', wie etwa ein sexuelles Verhältnis zu einer anderen Person als dem Ehepartner, oder hängt dies nur noch von den 'Umständen' ab? Falls Letzteres, wie stellt man fest, wer die Hauptschuld trägt und welche Sanktionen werden gegen diese Personen verhängt (eine pauachale 'Wiederzulassung' wäre ja ein Verbrechen gegen verlassene Partner und vor allem die Kinder, insbesondere in sehr armen Ländern). Soll das Ehesakra künftig einzelnen Bischöfen oder gar -konferenzen anheimgestellt werden, was absurd wäre? Was ist mit den glasklaren Worten Jesu? Und warum hängen die Progressiven sich nicht an das einzige Wort des Herrn, das vom einer "Entlassung" spricht, "außer bei Ehebruch"? Ist Ihnen allein schon der Begriff, die negative Wertung des Herrn oder die sich daraus ergebenden Konsequenzen zuviel? Und was ist schließlich mit all denen, die bislang mit neuem Partner treu in "Josephsehe" zusammengelebt haben?


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 Quirinusdecem 15. November 2016 
 

..oh, ich vergaß mein Postscriptum

P.S.: Ceterum censeo Cardinalis Marx debet recedere....


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 Bernhard Joseph 15. November 2016 
 

@Galilei

Euer Ja sei ein Ja, euer Nein ein Nein; alles andere stammt vom Bösen (Mt 5,37)

Der Papst hat sich in eine durchaus missliche Lage gebracht, denn in der Tat kann er die gestellten Fragen nicht beantworten, da dann offenkundig würde, dass sein pastoraler Ansatz im Widerspruch zur Lehre und Tradition der Kirche steht.

Ein Papst aber, der zu drängenden lehramtlichen Fragen schweigt, noch dazu, wenn sie ihm in aller Dringlichkeit durch 4 Kardinäle vorgelegt werden, gibt kein gutes Bild ab, leider muss man das so sagen.

Selbstverständlich könnte der Papst die Fragen mit Ja oder Nein beantworten, wenn er denn wollte, was er aus oben genanntem Grund gerade nicht will. Es ist also einzig Taktik geschuldet, dies nicht zu tun. Es geht auch nicht um Schwarz oder Weiß, sondern darum, dass ein JAEIN eine theologische Bankrotterklärung wäre. Der Relativismus trägt nicht, man steht bei ihm eben auf völlig schwankendem Grund, auf dem ein fester Glaube nicht aufzubauen ist.


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 Quirinusdecem 15. November 2016 
 

[email protected]

...es geht um die allgemeingültige Richtschnur: gelten die Gebote Gottes in unserer Zeit, oder nicht? Das ist ja oder Nein, das stimmt. Aber es gibt beim Töten und lügen etc. nicht ein bisschen Töten und ein bisschen lügen. Das wäre Relativismus pur, wenn ein Jeder sich das Leben macht, wie es ihm gefällt und alle Anderen haben laut Hurra zu schreien. Auch wird kein Psychologe oder Neurologe sagen, Kindesmissbrauch ist bei dieser Person in Ordnung und bei dieser nicht. Das alles würde (und tut es bereits) in die Desorientierung der Wertelosigkeit verfallen.
Naturwissenschaftlich betrachtet würden auch sie sich sehr schwer tun mit Äpfeln, die je nach Umstand mal vom Baum auf den Boden fallen und mal in den Himmel....


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 waghäusler 15. November 2016 
 

Wie konnte es so weit kommen?

Fing das Ganze nicht schon vor zwei,drei Jahren
an,mit diesem unseligen Fragebogen?
Was sollte der Sinn und Zweck davon sein?
Hatten wir nicht den Katechismus und die Evangelien?
Und jetzt haben wir mehr Verwirrung als Klarheit.
Es soll niemand sagen dass dies nicht abzusehen war.Wie hätte es auch anders kommen können.
Oder es mit den Worten eines Kfz-Mechaniker zu sagen: Was soll ich an einen gesunden und rund
laufenden Motor "rumfuhrwerkeln"?
Er kann nicht mehr besser werden,nur schlechter.


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 lakota 14. November 2016 
 

@Galilei

Ich habe nicht studiert, die Apostel und alle zu denen Jesus gesprochen hat, auch nicht. Das waren einfache Leute und wenn Jesus so unklare Aussagen gemacht hätte, wären die meisten wohl kopfschüttelnd weggegangen. Und wie "komplex" der Mensch ist, wußte Jesus auch, trotzdem hat er klare Ansagen gemacht, so, daß der einfachste Fischer oder Eseltreiber wußte was gemeint ist.


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 Cejazar 14. November 2016 
 

Warum antwortet der Papst nicht

Ich habe ein bischen das Gefühl, dass sich Papst Franziskus nach seiner Wahl auf Kardinal Kasper & Co. verlassen hat und voller Enthusiasmus diese Synode einberufen hat. Als er im Laufe der Synode deren offensichtliches Spaltungspotential erkannt hat, versuchete er zurückzurudern, hat Kardinal Kasper "zurechtgestutzt" und entgegen erster Ankündigungen die Interpretation der Synode selbst übernommen.

Herausgekommen ist Amoris laetitita, welches m. E. auf Schadensbegrenzung bezüglich der auseinanderlaufenden Meinungen ausgelegt ist und bewusst Spielraum für Interpretationen offen lässt, damit sich beide Flügel in dem Schreiben wiederfinden können.

Deshalb wird er sich m. E. tunlichst nicht dazu äußern, um die Wunden nicht wieder aufzubrechen.

Ich glaube auch, dass dieser Papst in nächster Zeit freiwillig keine heißen Eisen mehr anfassen wird/möchte.


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 Hadrianus Antonius 14. November 2016 
 

Respekt!

Diese vier Kardinäle reichen der Hl. Kirche zur höchsten Zierde:
tief im Glauben verankert, mit profunden Wissen, mit äusserster Sorgfalt formuliert, total logisch und konsequent denkend, haben Sie mit dem gebührendem Respekt vor dem Papst ihre ureigentliche Pflicht getan: um klare und deutliche Führung gebeten.
Seit dem Anfang der ersten Synode f.d. Familie sind 26 Monate vergangen, 5 Monate seit Amoris Laetitia, gewaltig viele Aussagen und Hinweise zu Erklärungen und Briefe von den Bistümern an der Rio de la Plata;
und dieser kurze Brief wurde 2 Monate nicht beantwortet.
Das Licht des Glaubens soll nicht unter de Scheffel gesetzt werden.
Dies gehört in der Öffentlichkeit!
Geheimniskrämerei, Undeutlichkeit, Verwirrung, Tohuwabohu sind aus dem Böse.
Justi epulentur: diese 4 tapfere Kardinäle haben mehr Mut und Schneid als die ganze Kurie; wie auch Ihr Schicksal sein möge (bzgl.die "Misericordina" keine Illusionen):
Vobis adsum und Merci!


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 Anita-Therese 14. November 2016 
 

Danke ...

... den Kardinälen für ihre Klarheit suchende Anfrage!
Umso trauriger, dass der Papst nicht gewillt ist für Klarheit zu sorgen.
Als er im Mai dieses Jahres in Frankreich war, entstand ein Interwiev mit ihm mit mehreren kritischen Passagen; unter anderem Folgendes:
Auf die Frage nach der kritisch sinkenden Zahl der Priesterberufungen antwortete er, Korea wäre uns da ein gutes Beispiel, da waren ca. 2 Jahrhunderte lang fast keine Kleriker da und die Laien haben alleine evangelisiert ...
Auch hier - wie schon öfters - steht er im Widerspruch zum Wort Jesu: "Die Ernte ist groß, aber es gibt nur wenig Arbeiter. Bittet also den Herrn der Ernte, Arbeiter für seine ernte auszusenden." (Mt 9,37)
Außerdem: Was ist ihm denn eine Hl. Messe wert, wenn es seiner Meinung nach auch ohne geht!?!!!
siehe Link: http://www.la-croix.com/Religion/Pape/Le-pape-Francois-a-La-Croix-En-France-l-Eglise-possede-une-capacite-creatrice-2016-05-16-1200760523


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 Smaragdos 14. November 2016 
 

Mit brennender Sorge

Aus dem besorgten Schreiben der vier Kardinäle (das ich am liebsten "Mit brennender Sorge" betiteln würde) geht hervor, dass Papst Franziskus' Lehramt höchstwahrscheinlich nicht auf der Linie von Johannes Paul II. liegt. Wenn ich also zwischen der Lehre von JPII und Franziskus wählen sollte, zwischen Familiaris consortio und Amoris laetitia, wäre die Wahl schnell getroffen: JPII und Familiaris consortio! Allerdings schrecklich, dass Papst Franziskus uns vor diese Wahl stellt! Das ist ganz und gar unkatholisch (und keine "Weiterentwicklung der Lehre", wie Kardinal Schönborn sagt).


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 Galilei 14. November 2016 
 

Antwort so nicht möglich

Die Fragen sind logisch sehr präsize - im Sinne der Aussagenlogik, die nur binäre Daten kennt, ja oder nein. Der Mensch ist jedoch viel komplexer, als dass man Aussagen über seine Existenz und sein Leben nur mit schwarz oder weiß beantworten kann. Darauf hat der Papst schon mehrmals hingewiesen und jeder Psychologe und Gehirnforscher wird das bestätigen. Daher kann der Papst, wenn er nicht in Schwarz-Weiß-Kategorien antworten will, nicht antworten, weil die Fragen nur im Stil der Aussagenlogik formuliert sind. Das ist Tradition in der Kirche, es ist aber eine völlig überholte Tradition. Gott sei Dank haben wir durch die Hilfe des Heiligen Geistes einen Papst, der versucht, mit solch überholten Traditionen aufzuräumen.


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 Kurti 14. November 2016 
 

Laut dem Blog Rorate Caeli hat der Papst bereits verlauten

lassen, daß er nicht antwortet. Er, der immer Diskussionen will, verweigert selbst hochrangigen und erfahrenen Kardinälen eine Antwort. Umsomehr aber hat er Zeit Kirchengegnern wie Küng brieflich zu antworten und in eine Diskussion mit denen einzutreten. Allen will der Papst, wenn man ihn so hört, mit Barmherzigkeit begegnen, nur nicht den Glaubenstreuen. Hier liegt doch gewaltig etwas schief.


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 girsberg74 14. November 2016 
 

"Ambivalent"

@SierraVictor („Ambivalent“)

Zu Ihrem Post stelle ich mir vor, dass es, in der Dringlichkeit vergleichbar, um eine Feuersbrunst geht.

Die, die das Feuer melden, werden kritisiert; denn diese sollten aus Gründen „der Wahrheit und des Gehorsams“ es bei einem Brief belassen, sich artig verhalten, sich nicht um Dritte und deren Probleme kümmern. Und bloß keine Aufregung erkennen lassen.


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 Montfort 14. November 2016 

@serafina, novara

Na, na, wollen Sie damit andeuten, der Papst wäre nicht Papst, nur weil er bestimmte Gemächer oder Villen nicht bewohnt? Der "Päpstliche Stuhl" wird nicht über Gemächer und Villen definiert. Eine Sedisvakanz läßt sich von vakanten Gemächern nicht herleiten!


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 Herbert Klupp 14. November 2016 
 

Ich hoffe und bete

Ich hoffe auf den nächsten Papst, und bete, daß dieser wieder felsenfest die katholische Lehre verkündet, wie sie, vom Hl. Geist geleitet, sich aus Jesu Verkündigung entwickelt hat. Gelegen oder ungelegen. Gegen den Zeitgeist. Gemäß Petrus' Wort in 1.Petr 2 über die Anstößigkeit der christlichen Lehre:

6 Denn es heißt in der Schrift: Seht her, ich lege in Zion einen auserwählten Stein, einen Eckstein, den ich in Ehren halte; wer an ihn glaubt, der geht nicht zugrunde.
7 Euch, die ihr glaubt, gilt diese Ehre. Für jene aber, die nicht glauben, ist dieser Stein, den die Bauleute verworfen haben, zum Eckstein geworden,
8 zum Stein, an den man anstößt, und zum Felsen, an dem man zu Fall kommt. Sie stoßen sich an ihm, weil sie dem Wort nicht gehorchen; doch dazu sind sie bestimmt.


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 Sebi1983 14. November 2016 
 

Seltsam

Papst Franziskus ist doch bekannt dafür, dass er gern auf alle möglichen Schreiben persönlich antwortet. Das macht ihn sehr sympatisch.

Dass er es aber nicht für nötig hält, auf die Fragen von vier Kardinälen der Kirche zu antworten, lässt diese Praxis in einem sehr fragwürdigen Licht erscheinen. Nur ein PR-Gag?

Ist Papst Franziskus nur so lange an bischöflicher Kollegialität und Synodalität interessiert, solange er das zu hören bekommt, was er möchte?

Dieses Pontifikat wird mehr und mehr fragwürdig. Der künftige Papst tut mir jetzt schon leid. Er wird einen Scherbenhaufen erben und sich die Hände blutig schneiden, wenn er wagt, ihn zu reparieren.

Es gab in der Kirchengeschichte immer wieder große Papstgestalten und auch solche, die ihres Amtes nicht gewachsen waren.

Wir sollten bereits jetzt für den künftigen Papst beten!


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 Padre Giovanni 14. November 2016 
 

Klartext nicht in Amoris laetitia?!

Verstehe das bis heute nicht: Papst Franziskus hat zweimal Klartext gesprochen: Wer geschieden und wiederverheiratet ist, kann die Sakramente nicht empfangen: 1) Vor spanischen Bischöfen beim Adliminabesuch (2013 oder 2014).
2) Beim einem Angelusgebet im Sommer 2014: Wer geschieden und wiederverheiratet ist, soll es nicht als Strafe sehen, dass er/sie von der Kommunion ausgeschlossen ist (was indirekt auch Klartext ist).
Und daher verstehe ich nicht, dass das in einem öffentlichen und sehr bedeutsamen Dokument nicht möglich ist, noch dazu genügt es auf Familiaris consortio zu verweisen.


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 Quirinusdecem 14. November 2016 
 

@SierraVictor

...das haben sie nicht. Erst auf das "beredte Schweigen" des Papstes erfolgte der Thesenanschlag, eben so wie damals...
Des weiteren geht es hier nicht um das Verhalten irgendwelcher dritter, sondern um nichts weniger als die Gültigkeit von Gottes Gebot in unserer Zeit. Siehe hierzu auch Zweifel 3 im übertragenem Sinn. Wenn das so ist, soll man das klar sagen und nicht herumschwadronieren. Für mich und wohl auch viele andere wäre das Thema Kirche dann erst mal erledigt, schon allein deshalb, weil mir meine Freiheit abgesprochen wird. Um einen erweiterten Esoterikclub muss ich mich nicht mehr kümmern. Das wäre dann tatsächlich das Schisma!


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 SierraVictor 14. November 2016 

Ambivalent

Es ist gut, dass sich Kardinäle bei anstehenden Lehrfragen an den Heiligen Vater wenden.
Dass sie das in der Öffentlichkeit tun, finde ich sehr missglückt. Das kommt einer Mobilisierung gleich. Gerade Fragen der Wahrheit und des Gehorsams lassen sich so nicht lösen.
Zudem ist es bedrückend, mit welcher Vehemenz sich um das Problem gekümmert wird, was Dritte dürfen und können und was nicht.


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 serafina 14. November 2016 
 

novara

Dieser Papst...Warum wohl?

Denken wir das Gleiche?


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 Montfort 14. November 2016 

Lieber Papst Franziskus!

"Zweifelden recht raten", wäre ein höchst angebrachtes geistiges Werk der Barmherzigkeit in der derzeitigen pastoralen Situation "unbarmherziger Unklarheit" im zu Ende gehenden Jahr der Barmherzigkeit.


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 kreuz 14. November 2016 

Kardinal Caffarra war zumindest von allen Päpsten

seit Paul VI hochgeschätzt.
er befaßt(e) sich schwerpunktmäßig mit Ehe und Familie, 2006 wurde er von BXVI zum Kardinal ernannt.

de.wikipedia.org/wiki/Carlo_Caffarra


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 Ginsterbusch 14. November 2016 

oh weia

Hoffentlich tritt jetzt keine Spaltung ein. Auch ich danke den Kardinälen. Was ist bloß so schwierig zu beantworten? Eigentlich doch ganz einfach.


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 Quirinusdecem 14. November 2016 
 

Thesenanschlag?

...das ist schon ein starkes Zeichen. Es erinnert ein wenig an den Thesenaschlag zu Wittenberg....


P.S.: Ceterum censeo Cardinalis Marx debet recedere....


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 novara 14. November 2016 
 

Dieser Papst.....

...hat seine Wohnung im Vatikan noch immer nicht bezogen....
...und die päpstliche Sommerresidenz zum Museum gemacht!

Warum wohl?


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 ecclesiam 14. November 2016 
 

Corrigenda

Die Basis der Ideologie ist natürlich nur indirekt Hegel, also "Hegel auf dem Kopf", der auf Hegel basierende Marxismus.


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 jaeger 14. November 2016 
 

Eine wichtige Nachricht

Den Kardinälen gebührt großer Dank für diese mutige Tat. Wollen wir hoffen, dass auch amtierende Bischöfe diesem Beispiel folgen und dem gezielt vorgetäuschten Anschein entgegenwirken, dass der Papst in dieser Frage vom Sensus fidei des Gottesvolkes getragen würde. Nachdem es trotz aller Machenschaften nicht gelungen ist, die Synode zu den erforderlichen Mehrheiten zu bewegen, soll nun offenbar das Gerede der "berufenen Ausleger" von AL und anderer "knieender Theologen" die stille Revolution der Sakramentenlehre weiterführen, während der Papst - das Risiko des offenen Bruchs fürchtend - weiterhin jede Festlegung vermeidet. Es besteht aller Grund zu großer Besorgnis über den Zustand der Kirche in diesem Pontifikat. Vielleicht ist es aber gerade deshalb besser, der Papst schweigt weiter, als dass er auf die gestellten Fragen antwortet. Ich möchte mir nämlich nicht ausmalen, was geschieht, wenn er tatsächlich mit lehrmäßiger Autorität in seinem Sinne antworten würde...


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 ecclesiam 14. November 2016 
 

Ideologischer Hintergrund

In der Befreiungstheologie wird "die Theorie aus der Praxis gewonnen". Zitat Papst Franziskus: "Die Wirklichkeit ist vor der Idee". So basiert diese Ideologie nicht auf ewigen Werten und somit auch kirchlichen Lehraussagen (ewigen Dogmen), sondern die Realität (und was wahr ist) verändert sich laufend im Laufe der Geschichte (Philosophie bzw. Dialektik Hegels). Papst BXVI warnte uns genug vor dem relativistischen Trend in der Kirche.

Im Moment wird von verschiedenen Kräften versucht, die "Theorien der Vergangenheit" der Wirklichkeit anzupassen. Und die Wirklichkeit entspricht dem heutigen Zeitgeist.

Mit dieser Ausgangslage ist verständlich, dass nicht offen vorgegangen werden kann (ja ja, nein nein, jein). Alles ist heute barmherzig, ohne den Begriff genau zu definieren. Denn die neue Denkweise entspricht nicht der katholischen Lehre: Die Befreiungstheologie wurde vom Lehramt 1984 offziell verurteilt (-> auf dem Netz verfügbar).


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 Herbstlicht 14. November 2016 
 

Kardinal Raymond Burke, von Papst Franziskus im Dezember 2013 abgelöst in der Kongregation für die Bischöfe ...,
die Kardinäle Caffarra, Meisner und Brandmüller emeritiert ...

Sie haben dadurch wohl die innere Freiheit, ihre eigene Verunsicherung bezügl. AL und die vieler Katholiken in Worte zu fassen und notwendige Anfragen an Papst Franziskus zu richten.
Es fällt auf, dass kaum aktuell amtierende Bischöfe, Erzbischöfe oder Kardinäle sich zu Wort melden, ausser m.W. Weihbischof Athanasius Schneider.

Bedauerlich, dass es Papst Franziskus nicht für wichtig erachtete, den vier Kardinälen zu antworten.
Wie oft fragten doch die Jünger Jesu ihren Herrn, wenn ihnen etwas nicht klar war und er erklärte es ihnen.


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 Theodor69 14. November 2016 
 

Danke für das neue Bild!


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 Theodor69 14. November 2016 
 

@Gandalf

Es ist vollkommen unerheblich, wo und bei welcher Gelegenheit ein unvorteilhaftes Portraitfoto geschossen wurde.
- Zudem wäre es gut mein erstes Kommentar freizuschalten, da sich sonst die Mitforisten nicht auskennen.


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 Smaragdos 14. November 2016 
 

Papst der Verwirrung statt der Barmherzigkeit

Papst Franziskus wird vielleicht eines Tages als "Papst der Verwirrung" in die Geschichte eingehen... ist es das, was er unter dem Deckmantel der Barmherzigkeit will?


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 AGNUSS 14. November 2016 
 

Herr, eile uns zu Hilfe!

Nur Jesus Christus selbst kann seine Kirche retten.


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 A.Birlinger 14. November 2016 
 

Zum Verzweifeln...

Die momentane Situation in der Kirche lässt mich schier verzweifeln.

Auch wenn man mich nun als Papstgegener niedermacht, muss ich tortzdem schreiben, dass Papst Franziskus meinen Glauben definitiv nicht verstärkt, sondern mich mehr und mehr verunsichert. Darin sehe ich mich nun durch vier hochranginge Kardinäle bestärkt, denen man sicher alles andere als Kirchenfeindlichkeit nachsagen kann.

Gestern war im Evangelium die Rede von Verwirrung und der Mahnung Jesu, nicht darauf hereinzufallen. Ich hätte mir nie träumen lassen, dass ich bei dieser Stelle einmal an einen Papst denken muss...

Zum Verzweifeln ... ich hoffe und bete, dass dieser Alptraum bald ein Ende nimmt...


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 Kleine Blume 14. November 2016 
 

Beten wir um Klarheit!

Beten wir darum, dass die Unklarheiten rund um "Amoris laetitia" beseitigt werden und dass die Verwirrung v.a. der einfachen Gläubigen ein Ende nimmt!


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 Marollein 14. November 2016 
 

Richtet nicht...damit ihr nicht gerichtet werden.Das Jahr der Barmherigkeit mit Fragen----


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 Gandalf 14. November 2016 

@Theodor69

Das Bild ist ein Bild von einer Generalaudienz, was soll hier entwürdigend sein? Sorry, aber man es auch etwas übertreiben, wenn man sich aufregen möchte...

p.s. unabhängig davon gibts trotzdem ein besseres Bild.


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 Philipp Neri 14. November 2016 

Was ist Wahrheit?

Die Frage ist, was will der Papst mit unklaren Interpretationsmöglichkeiten eigentlich bezwecken.
Was mich auch wundert, dass er nicht auf das Schreiben bisher reagiert hat, sodass die Kardinäle jetzt die Öffentlichkeit gewählt haben?
Die Frage nach der Wahrheit ist aus meiner Sicht die letztlich entscheidende Frage, die sich diese Kardinäle gestellt haben!
Wo bleibt nämlich der Glanz der Wahrheit, die Jesus im Evangelium aufgezeigt hat?


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 ecclesiam 14. November 2016 
 

Keine Antwort ist auch eine Antwort

Danke den Kardinälen für ihren Mut, in diesen Zeiten autoritärer Meinungsdoktrin (Konsequenzen siehe z.B. Radio Maria Italia, Familieninstitut JPII und viele mehr), dass sie es trotzdem wagen, eine klare Stellungnahme einzufordern. Die Fragen des Schreibens sind notwendig und berechtigt, Papst Franziskus hat zu den gestellten Fragen selbst noch NIE Stellung bezogen. Die Fragen sind für die Gläubigen von grösster Wichtigkeit, gehen sie doch in den Kern der katholischen Lehre (sie betreffen die drei Sakramente Eucharistie, Busse und Ehe).

Die gestellten Fragen können mit Ja oder Nein beantwortet werden, es dürfte für einen Papst der kath. Kirche somit keine Mühe bereiten, Fragen zur katholischen Lehre innert kürzester Zeit zu beantworten (die Verteidigung des Glaubens ist eine der Kernaufgaben eines Papstes).
Wenn das nicht möglich ist, stellt sich die (rhetorische) Frage: Weshalb?


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 Wiederkunft 14. November 2016 
 

Wow!

Keine Antwort ist auch eine Antwort!!


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 ora et labora 14. November 2016 
 

Vergelt`s Gott, liebe Kardinäle

Joh 5,3 Denn die Liebe zu Gott besteht darin, dass wir seine Gebote halten. Seine Gebote sind nicht schwer.

Mt 5,17 Denkt nicht, ich sei gekommen, um das Gesetz und die Propheten aufzuheben. Ich bin nicht gekommen, um aufzuheben, sondern um zu erfüllen.

Mt 5,18 Amen, das sage ich euch: Bis Himmel und Erde vergehen, wird auch nicht der kleinste Buchstabe des Gesetzes vergehen, bevor nicht alles geschehen ist.

Gal 1,8 Wer euch aber ein anderes Evangelium verkündigt, als wir euch verkündigt haben, der sei verflucht, auch wenn wir selbst es wären oder ein Engel vom Himmel.


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