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Das Fehlen von Reaktion ist ein Zeichen des Todes!

22. Dezember 2016 in Weltkirche, 42 Lesermeinungen
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Weihnachtsansprache thematisiert die Kurienreform - kath.net übersetzt direkt: "Also sind die guten Widerstände – und sogar jene, die weniger gut sind – notwendig und verdienen es, gehört, angenommen und ermutig zu werden, sich auszudrücken."


Vatikan (kath.net/as/red)
Papst Franziskus hat an diesem Donnerstag in seiner Weihnachtsansprache an seine höheren Mitarbeiter unter anderem die Reform der Kurie zum Thema gemacht.

kath.net bringt in einer eigenen Übersetzung Auszüge aus der Ansprache zur Kurienreform:

"Auf diesem Weg ist es normal, ja gesund, Schwierigkeiten zu begegnen, die man – im Fall der Reform – in verschiedenen Typologien von Widerständen präsentieren könnte: die offenen Widerstände, die oft aus dem guten Willen und dem aufrechten Dialog heraus entstehen. Die verborgenen Widerstände, die aus verängstigen oder verhärteten Herzen entstehen, die sich von den leeren Worten des geistlichen „Gattopardismus“[Der Begriff »Gattopardismus« geht zurück auf den Roman „Il gattopardo“ („Der Leopard“) von Giuseppe Tomasi di Lampedusa. Dort heißt es: „Wenn wir wollen, dass alles so bleibt, wie es ist, dann ist es nötig, dass sich alles verändert“] dessen nähren, der sich mit Worten für die Veränderung bereit erklärt, aber will, dass alles wie vorher bleibt.


Es gibt auch die böswilligen Widerstände, die in verzerrten Geistern entstehen und zum Vorschein kommen, wenn der Teufel schlechte Absichten inspiriert (oft im „Kleid von Lämmern“). Dieser letzte Typ von Widerstand verbirgt sich hinter rechtfertigenden Worten und in vielen Fällen anklagenden Worten, indem er sich in die Tradition, in den Schein, in die Formalitäten, in das Bekannte flüchtet der alles auf eine persönliche Ebene bringen will, ohne zwischen Akt, Akteur und Aktion zu unterscheiden. Das Fehlen von Reaktion ist ein Zeichen des Todes! Also sind die guten Widerstände – und sogar jene, die weniger gut sind – notwendig und verdienen es, gehört, angenommen und ermutig zu werden, sich auszudrücken."

Foto: Am Ende der Weihnachtsansprache an Kurie 2016 dankt Papst Kardinal Brandmüller, weil er ihn an Acquaviva erinnert hatte (Krankheiten der Seele)


Video: Papst Franziskus - Weihnachtsansprache an die Kurie 2016 (Ohne Übersetzung)



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Lesermeinungen

 Sefa 24. Dezember 2016 
 

@Ninivebote

Gut erkannt!


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 Wiederkunft 23. Dezember 2016 
 

Beteudungslosigkeit

Diese vielen Aussagen, die mit ihren ständigen Anschuldigungen und Maßregelungen in mir eher Bedeutungslosigkeit auslösen und ich wirklich geistige Inspiration sehr vermisse, drängen mich dazu diese Predigen gar nicht mehr zu lesen. Es gibt genug gute Lehre die mich wirklich im Glauben weiter bringen!


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 petrafel 23. Dezember 2016 
 

@Montfort

Vielen Dank für Ihre Mühe um korrekte Übersetzungen! Das ist so wichtig, um Missverständnisse zu vermeiden. Die Folgen falscher Worte sind verhängnisvoll, gerade in angespannten Situationen. Wir sehen es hier leider viel zu oft.


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 C+M+B 23. Dezember 2016 

@montfort

Danke für Ihre Information. Der Plural ändert alles. Anstatt den Papst voreilig zu kritisieren, hätte ich zuerst den Urtext prüfen sollen. Mea culpa (sowie culpa des Übersetzers). So hat Franzikus natürlich recht, denn Traditionen (z.b. kirchenmusikalischer Art) stehen in der Tat oft gegen die EINE heilige Tradition.


2

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 Montfort 23. Dezember 2016 

@kreuz @C+M+B - Papst sagte: "TRADITIONEN" (im Plural)

Sie haben recht mit Ihren Schwierigkeiten, den Satz mit der Flucht in die „Tradition“ zu verstehen. Aber zumindest sagt der Papst hier: „sich flüchtend in die Traditionen“ („rifugiandosi nelle tradizioni“), er spricht also von „TRADITIONEN“ in der Mehrzahl und nicht einfach von „der Tradition“ in der Einzahl.


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 Montfort 23. Dezember 2016 

@kreuz @C+M+B - Past sagt: "TRADITIONEN" (im Plural)

Sie haben recht mit Ihren Schwierigkeiten, den Satz mit der Flucht in die „Tradition“ zu verstehen.

Aber zumindest sagt der Papst hier: „sich flüchtend in die Traditionen“ („rifugiandosi nelle tradizioni“), er spricht also von „TTRADITIONEN“ in der Mehrzahl und nicht einfach von „der Tradition“ in der Einzahl.


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 Ninivebote 23. Dezember 2016 
 

Hybris

Letztlich kann der Papst doch sagen was er will. Einige, die sich hier immer kritischer äußeren, werden immer etwas finden, was sie daran aussetzen können, solange es nicht völlig ihrer Meinung und Einschätzung entspricht. Diese Hybris ist schismatisch und vollzieht genau das, was man anderen vorwirft. Es stellt die eigene Sicht der Dinge vor alles andere.


6

0
 
 Hadrianus Antonius 22. Dezember 2016 
 

Ich verstehe es nicht.

Ich verstehe es nicht gut:
wenn ein Bösewicht sich der Schafherde nähert, und der Hirtehund verteidigend in Aktion tritt, ist das natürlich "normal" aber nicht "gesund" (zumindest nicht für den Bösewicht).
Daß unser Hirtehund hier "guten Willens" ist: keine Frage!
Ob unser Hirtehund hier "Dialog führen" möchte, bezweifle ich dagegen sehr stark.
Was das alles mit Geparden zu tun hat, ist mir ein Mysterium.
Die sind wohl sehr schnell, aber nur bei ihrem Angriff- die Konfrontation mit einem Hirtehund/schwerem Raubtier gehen sie immer aus dem Weg.
Daß die Verteidigungsatacken unseres Hirtenhunds notwendig sind: natürlich; daß man sich das anhört: nicht zutreffend, die beste Hirtehunde praktizieren eine stille aggressive Verteidigung;
annehmen muß ich da nichts und den Hund "anzumutigen, sich auszudrücken": nun, es ist eine alte Schäferweisheit, die Hirtehunde instinktiv arbeiten zu lassen- eine Dressur zum Kampf endet fast immer in Desaster.
Diese Ansprache verstehe ich wirklich nicht.


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 Montfort 22. Dezember 2016 

Noch ein FEHLER der Video-Abschrift und aller Übersetzungen!

Ich habe mich schon gefragt, was es im selben Absatz bedeuten soll: "... ohne zwischen Akt, Akteur und Aktion zu unterscheiden."

Im Video sagt Papst Franziskus jedenfalls: "senza distinguere, tra l’altro, l’attore e l’azione.“
"... ohne zu unterscheiden, unter anderem, zwischen Handelndem und Handlung." (im Video Min. 19:07) Und das ergibt etwas leichter Sinn als die fehlerhafte Video-Abschrift des Vatikans.

Aber vielleicht hatten die vatikanischen Mitarbeiter „unter anderem“ nach der üblichen „Weihnachts-Schelte“ einfach keine Lust mehr, exakt zu arbeiten. Die Kurienmitarbeiter können sich ja mittlerweile auch schon zu den Marginalisierten und Gedemütigten zählen.


6

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 Montfort 22. Dezember 2016 

Der Teufel "in der Gestalt von ENGELN“!!!

Übrigens sagt der Papst NICHT: „… wenn der TEUFEL schlechte Absichten eingibt (oft im „Kleid von Lämmern“) …“ sondern: „… wenn der TEUFEL schlechte Absichten eingibt – oft im „Gestalt von ENGELN“ – …“ (wörtlich: „spesso in veste di angeli“ – „in veste di“ heißt „in Gestalt von“) – die Phrase bezieht sich doch wohl auf den „bösen ENGEL, der Gestalt unter einem Lichtengel annimmt“ (Exerzitien 332, Regeln zur Unterscheidung der Geister).

An dieser Stelle stimmt weder die italienische Abschrift, noch die Übersetzungen, jedenfalls sagt der Papst sehr deutlich: „spesso in veste di ANGELI“ – und nicht „AGNELLI“! Nachzuhören bei Min. 18:35 im Video.


4

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 Tonika 22. Dezember 2016 
 

Warum ist Widerstand gegen Angriffe auf den katholischen Glauben bösartig?

Wenn es keinen Widerstand gegen die Angriffe auf die katholische Lehre gibt, dann ist die Kirche wahrlich tot. Nein, Widerstand gegen Verwässerung und Aushöhlung des Glaubens ist nicht böse sondern gut, wichtig und richtig. Derjenige, der die ganze Zeit im Namen der Barmherzigkeit (konservative Katholiken, die die Lehre verteidigen) ANKLAGT UND VERURTEILT und am Pranger stellt ist der Papst selbst. Traurig wie der Papst; der noch sagte "Schwarz-Weiß-Denken in Moralfragen mache ihm Angst" selbst dem Schwarz- Weiß- Denken verhaftet ist. Für ihn sind diejenigen, die Tradition bewahren bösartig und seine Feinde. Gemäß Franziskus gibt es nur die guten Reformer und die bösen Traditionalisten und Konservative.


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 Montfort 22. Dezember 2016 

Die päpstliche Rede klingt eher wie die WEIHNACHTSANSPRACHE EINES FIRMENCHEFS, ...

... der erreichte ETAPPEN vorstellt, STRATEGIEN klarstellt, LOB und TADEL an die einzelnen Mitarbeiter vor allen ausbreitet.

Was mich u.a. betrübt:
„Es gibt auch die BÖSWILLIGEN WIDERSTÄNDE, die in VERDREHTEN GEISTERN keimen und zum Vorschein kommen, wenn der TEUFEL schlechte Absichten eingibt (oft im „Kleid von Lämmern“). Dieser letzte Typ von Widerstand verbirgt sich hinter rechtfertigenden und in vielen Fällen anklagenden Worten, indem er sich in die Traditionen, in die äußeren Erscheinungen, in die Formalitäten, in das Bekannte flüchtet, oder auch darin, dass er alles auf eine persönliche Ebene bringen will, ohne zwischen Akt, Akteur und Aktion zu unterscheiden.“

Der Papst ist sich wohl ganz sicher, persönlich urteilen zu können, ob ein Widerstand gut, verborgen oder schlecht ist - im VERURTEILEN ist er KLAR.

Hier auf AR/EN/ES/FR/IT, aber noch nicht auf Deutsch: http://w2.vatican.va/content/francesco/it/speeches/2016/december/documents/papa-francesco_20161222_curia-romana.html


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 cooperator veritatis 22. Dezember 2016 
 

Differenzierte Sicht

1. Die obigen Auszüge stellen nur einen Bruchteil des gesamten Textes der Ansprache dar. Und nicht gerade den für Franziskus vorteilhaftesten. Die Kenntnis des um vieles größeren "Restes" der Ansprache ließe manchen Kommentator vielleicht milder urteilen.
2. Ungeachtet dessen bleibt natürlich die Frage berechtigt, inwiefern ein "Chef" klug handelt, wenn er seinen engsten und wichtigsten Mitarbeitern ausgerechnet immer bei der jährlichen Weihnachtsansprache quasi anonym "den Kopf wäscht". Gute weltliche Führungskräfte holen sich kritikwürdige Mitarbeiter zu Einzel- bzw. Vier-Augen-Gesprächen und sagen ihnen dabei konkret, in welchen Belangen der Betreffende sich ändern möge.


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 ThomasR 22. Dezember 2016 
 

ausgerechnet ind Deutschland brachten viele Reformen

nach dem Jahr 2000 eine unvorstellbar hohe Austrittswelle mit sich

Beginnend von der Erhebung der Kirchensteuer, auch auf die Kapitaleinkünfte über die Zulassung der Leien zur Leitung der Beerdigungen(als ob die vorhandenen Einnahmen nicht ausreichen würden um Priester vom Ausland wenigstens für den Beerdigigungsdienst einzustellen) bis zur Bildung aus den unabhängigen Pfarrereien von anonymen und eher sehr teuren Pfarrverbunden Deutschland weit und breit.


3

0
 
 Rut2007 22. Dezember 2016 

Es mag vielleicht naiv klingen,

aber ich halte die Frage des Gehorsams den kirchlichen Oberen gegenüber - nicht nur im Bereich des Ordenslebens - für einen Gradmesser der Kirchlichkeit. Und wenn man an an einen Heiligen wie P. Pio denkt, war das für ihn persönlich sicher hart, als er für Jahre "beiseite" gestellt wurde, aber er hat sich dem gefügt. Viele Beispiele aus den Heiligenlegenden gibt es, die sich den rechtmäßigen Oberen gefügt haben. Ein - umgekehrt schlechtes Licht warf das Tun jener auf sie, die die öffentliche Konfrontation und den Eklat gesucht haben - Luther als prominentes Beispiel, der das, was dann folgte mit den ganzen Toten unter den einfachen Leuten wohl auch nicht gewollt hat. Ob Em. Burke überblickt, was er anzündet, wenn er den Weg weitergeht? Hier ist ein Punkt erreicht, wo ich nicht mehr mitgehen kann.


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 Michmas 22. Dezember 2016 
 

Klarheit in den Worten

ZU Lebzeiten Jesu gab es noch keine Kirche und der Herr predigte zu den Menschen und die Armen im Geiste haben ihn verstanden aber hier kann man alles umdrehen und auf jede Situation so oder so anwenden. Dies versteht keiner mehr und die deutschen Kardinäle die sagen sie verstehen biedern sich nur an.Wenn man die Rede v. Papst an die Kurie liest kann man sie auch anderst verstehen so dass die Kopfnicker gemeint sind .
Trotz alledem bete ich für den hl. Vater.


3

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 Christ777 22. Dezember 2016 
 

???

Was möchte der Heilige Vater jetzt damit sagen? Mir kommt das so wie eine Anschuldigung vor.
In der Apostelgeschichte lesen wir, dass es auch Ungereimtheiten in der Urgemeinde gab.Aber irgendwie kommunizierte man da deutlicher und rang um eine Lösung bzw. die richtige Vorgehensweise. Selbst Paulus sagte es Petrus unmittelbar was er dachte und wies ihn zurecht.
Und Petrus reagierte ...


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 girsberg74 22. Dezember 2016 
 

Wozu sich aufregen?

Der Text ist strukturell nicht kritisierbar.

Er ist wie alles, was von Papst Franziskus kommt, von hohem pastoralen Wert, weil er zum Nachdenken anregt; jeder kann sich durch diese Rede angesprochen sehen oder nicht, je nachdem, ob er sich schuldig oder gerechtfertigt fühlt.

Ich bin überzeugt, dass die Medienmacher die leeren Stellen in der Struktur passend besetzen werden. Vielleicht – und das ist mein einziges Bedenken – hätte Franziskus dies schon selbst besorgen sollen, damit er nicht missverstanden wird.


7

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 wolfgang_ 22. Dezember 2016 

Ratlos

Dieser Auszug der Ansprache des heiligen Vaters laßt mich ratlos zurück. Ich finde die Formulierungen nebulös, Was als Eindruck blebt ist: Tradition ist schlecht (nur) neues ist gut. Ich will aber das feste Fundament der katholischen Tradition nicht verlassen und mich den Wechselfällen der jeweiligen Strömungen ausliefern. Heilige Maria bitte für die Kirche.


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 Savanorola 22. Dezember 2016 

Ich wünsche allen....

hier munter Schreibenden eine Treue zum Hl. Vater wie sie auch bei den vorhergehenden Päpsten geübt wurde. Alle anderen Äußerungen stellen die in der Vergangenheit geübte Treue in Frage. Unsere Kirche ist an den Papst gebunden! Als der Tradition verbundener Katholik möchte ich unter dem jetzigen Papst meine Haltung nicht denjenigen angleichen, die zuvor gegen Papst Benedikt XVI und Johannes Paul II agiert haben. Einmal treu zum Papst heißt für mich auch immer treu zum Papst!


2

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 carl eugen 22. Dezember 2016 

Lieber @A. Birlinger!

Sie urteilen sehr hart! Im Sinne des bevorstehenden Weihnachtsfestes würde ich doch um ein wenig Mäßigung in der Ausdrucksweise bitten.
Papst Franziskus ist ein schwieriger Papst, aber nicht alles, was er sagt, ist gleich schlecht. Die diesjährige Weihnachtsansprache sehe ich als gelungen an und man erkennt auch, in welche Richtung die Reform gehen soll. Und diese Reform ist sehr wichtig.


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 A.Birlinger 22. Dezember 2016 
 

"Barmherzigkeit" alla Franziskus!

So sieht also das Ergebnisse des Jahres der Barmherzigkeit aus. Wieder einmal stellt der Papst seine engsten Mitarbeiter öffentlich an den Pranger und tarnt das Chaos, das er selbst ausgelöst hat, als Reform. War nicht anders zu erwarten. Eines ist gewiss: Den Beifall der gottlosen Presse wird er auf seiner Seite haben - wie so oft.


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 Michmas 22. Dezember 2016 
 

Die jesuitische Theologie

zerstört Glaube und Vernunft.


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 DonStefano2003 22. Dezember 2016 
 

Soviele Worte

und im Wesentlichen: nichts. Keine Antwort auf einfache Fragen. Denkt der Heilige Vater eigentlich auch ans Sterben, oder knallt er das immer nur Anderen vor den Latz?

Mittlerweile - bei all dem Chaos - können wir sehr gut die Zeichen der Zeit als Stimme Gottes interpretieren und erkennen, was Gott der Herr vom Rücktritt Benedikts gehalten hat bzw. hält. Es ist wie in der Hl. Schrift. "ER ÜBERLIESS SIE SICH SELBST." Gott bleibt sich treu, im AT, im NT, in der ganzen Geschichte der Kirche. Einmal wird er "Basta" sagen. Das Gericht hat heute eben eine andere Gestalt. Was die Kirche heute durch ihre Hirten (auch die obersten!) erdulden muss, ist nicht mehr natürlich erklärbar. Es muss eine metaphysische Bedeutung haben.

Beten wir für den Hl. Vater um das Licht des Heiligen Geistes und um Klarheit. Und beten wir um Ende der Heimsuchungen, in dieser Ebene (Pontifex) durch den Rücktritt Benedikts ausgelöst. Bis jetzt brachte das keinen Segen. Von Dornen erntet man keine Trauben...


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 Chris2 22. Dezember 2016 
 

Meint der Papst nur die Kurienreform?

@ Kann es sein, dass @Karl eugen recht hat und der Papst verkrustete Organisationsstrukturen im Vatikan gemeint hat, die "nur konservativ tun"? Wir kennen so etwas ja im deutschsprachigen Raum auch zur Genüge, nur dass man hier progressiv zu sein hat. Wie lautet denn der Kontext?


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 Smaragdos 22. Dezember 2016 
 

Um seine Reformen zu rechtfertigen, diffamiert der Papst einfach alle, die Widerstand leisten, auch wenn er sie liebenswürdigerweise in verschiedene "Typologien" unterteilt, die mehr oder weniger gut sind. Er ermutigt sogar, Widerstand auszudrücken, aber vermutlich nur, um ihn dann umso großzügiger zu ignorieren. Davon, dass er bereit wäre, auf den Widerstand einzugehen, kein Wort!


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  22. Dezember 2016 
 

Andersrum gedacht...

..was aber, wenn die Reform bösartig und vom Teufel inspiriert ist und die Reformer ignorant und mit verhärtetem Herzen agieren? Dann kann der Widerstand der sich hinter rechtfertigenden Worten und in vielen Fällen anklagenden Worten verbirgt, indem er sich in die Tradition, ..., in die Formalitäten, in das Bekannte flüchtet zur heilbringenden Notwendigkeit werden.


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 Stefan Fleischer 22. Dezember 2016 

Übrigens, wenn es erlaubt ist,

ich hätte noch eine Reaktion zur Verwirrung durch AL. Meines Erachtens wird allzu oft vergessen, dass wir es im Fall einer solchen Wiederverheiratung mit drei verschiedenen Tatbeständen zu tun haben, in denen die Schuldfrage jeweils ganz unterschiedlich liegen kann und deshalb separat beurteilt werden muss. Es sind die das "Scheitern der Ehe", die zivile Scheidung und die Wiederverheiratung. Manchmal habe ich den Eindruck, Papst Franziskus und viele andere rechtfertigten, vielleicht ganz unbewusst, die Wiederverheiratung mit dem Scheitern der ersten Ehe. Das ist meines Erachtens nicht erlaubt und führt zu Trugschlüssen. Zudem unterstützt es - ganz ungewollt - jene Kreise, welche aus dem Sex ein Menschenrecht machen wollen.


23

0
 
 Stefan Fleischer 22. Dezember 2016 

Warum

tritt unser Heiliger Vater immer und immer wieder ins Fettnäpfchen, indem er richtige Dinge so sagt, dass sie auch - sei es bewusst oder unbewusst - falsch verstanden werden können? Das war (oder ist?) doch die Taktik von "Wir sind Kirche" etc. die Dinge immer so zu sagen, dass man am Schluss bei jeder kritischen Interpretation sagen kann: "Das habe ich nicht so gesagt, das war nicht so gemeint?"

de


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 C+M+B 22. Dezember 2016 

Tradition oder Traditionen?

Der böswillige Widerstand, sagt der Papst, „verbirgt sich hinter rechtfertigenden Worten und in vielen Fällen anklagenden Worten, indem er sich in die TRADITION, in den Schein, in die Formalitäten, in das Bekannte flüchtet“.
Das ist ein sehr gefährliches Wort, da es den nach katholischem Verständnis heiligen Begriff der TRADITION pejorativ zusammen mit bloßem „Schein“, lebloser „Formalität“ und als stagnierendes „Bekanntes“ verwendet.
TRADITION ist im Raum der Kirche immer Apostolische Tradition, an der es – wie das Evangelium an 15 Stellen mahnt – „festzuhalten“ (κρατέω) gilt. Sie ist das geistige Erbe Jesu, von dem wir leben.


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 Stephaninus 22. Dezember 2016 
 

Die Kurienreform ist dringend

Wir sollten den Hl. Vater hierin nach Kräften (d.h. v.a. im Gebet) unterstützen. Wollen wir eine "schlagkräftige" und glaubwürdige Zentrale, dann braucht es mutige Reformen. Das mit den Netzwerken (auch den hs.) ist wohl nicht nur Gerede sondern Realität.


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 Ottaviani 22. Dezember 2016 

Kardinal Brandmüller

war es nicht es war der Präfekt der Glaubenskongregation


6

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 Aegidius2 22. Dezember 2016 

Lieber Kreuz, da paßt die ganze Ratzinger-Gesammelte-Schriften-Gesamtausgabe dazwischen. Das ist mittlerweile schon über ein Meter, und es wird noch mehr.


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 Chris2 22. Dezember 2016 
 

Wie leider so oft

muss ich die Aussagen des Papstes mehrfach lesen und verstehe sie am Ende doch nicht wirklich. Oder will sie nicht verstehen. Ich fürchte, uns steht eine gewaltige Welle der "piusbruderschaftisierung" ins Haus: Den eigenen Glauben (auch an das Papsttum als Stiftung Christi) retten, indem man eben nicht jede Aussage des jeweils gerade amtierenden Papstes gleich zum Anlass nimmt, seinen Glauben über Bord zu werfen. Ich jedenfalls werde mich künftig erst recht noch mehr an die Lehrtradition der Kirche halten. Auch ein Papst ist nur der "Diener der Diener Christi" und kei Herr über Gottes Weisungen...


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 petrafel 22. Dezember 2016 
 

Ratlos

Ich muss ehrlicherweise sagen, dass ich einmal mehr überhaupt nicht verstanden habe, was der Heilige Vater eigentlich sagen wollte. Ich könnte das Gesagte nicht in eigenen Worte wiedergeben. Ich könnte keine Kernaussage zusammenfassen. Ich könnte nicht mit Gewissheit sagen "DAS hat er gemeint." Ich bin ratlos.


28

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 carl eugen 22. Dezember 2016 

Der Papst hat Recht!

Was die Kurienreform angeht, muss ich sagen, macht Franziskus bisher alles richtig, und seinen diesjährigen Ausführungen kann ich mich bedenkenlos anschliessen. Das Pontifikat Benedikts XVI. hat es gezeigt, dass die Kurie im damaligen Zustand einfach nicht mehr funktionierte. Es war an der Zeit, den Besen zu schwingen.
Die Kurienreform ist richtig und wichtig, und der Heilige Vater zieht die richtigen Schlüsse.

Lieber @Ginsterbusch!
Die Worte des Papstes muss man, denke ich, im Sinne der Kurienreform lesen. Man flüchtet sich in absolutistische Traditionen, die heute nicht mehr funktionieren. Ich glaube nicht, dass der Heilige Vater die Tradition und das Althergebrachte an sich verurteilt hat. Regen Sie sich bitte nicht auf!

Was die Kurienreform angeht, stehe ich an der Seite des Papstes. Nur, wenn an die Lehre der Kirche Hand angelegt wird und man Gottes Wort verdreht, da mache ich dann nicht mehr mit. Ecclesia semper reformanda bedeutet nicht, Gott zu verbessern!


12

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 la gioia 22. Dezember 2016 
 

Aha, und wenn es Widerstand gibt, wird dieser geflissentlich ignoriert!
Ach so, das ist ja dann ein 'böswilliger Widerstand'...
Oje, oje...


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 kreuz 22. Dezember 2016 

auch ich möchte den Satz

"Der böswillige Widerstand flüchtet sich in die Tradition und das Bekannte" kommentieren, weil "katholische Tradition" seit 2013 immer wieder gescholten wurde:

„Große Dinge werden durch Wiederholung nicht langweilig.
Nur das Belanglose braucht die Abwechslung und muß schnell durch anderes ersetzt werden.
Das Große wird größer, indem wir es wiederholen, und wir selbst werden reicher dabei und werden still und werden frei" (Joseph Ratzinger, Vorwort in Paul Badde`s Buch "Heiliges Land - Auf dem Königsweg aller Pilgerreisen")

da passt mehr als ein Blatt Papier dazwischen. Mindestens 5 Telefon-Bücher.


38

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 Ginsterbusch 22. Dezember 2016 

Der böswillige Widerstand flüchtet sich in die Tradition und das Bekannte

Ja, ich liebe die Tradition und das Bekannte der Hl. Katholischen Kirche.
Hl. Vater, danke, dass Sie es so direkt ausgesprochen haben. Ich fühle mich persönlich angesprochen und nehme Ihre Aussage an. Viele Zweifel sind heute einer schmerzhaften Klarheit gewichen.


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 Aegidius2 22. Dezember 2016 

Manchmal ist nicht der Widerstand böswillig.

In der Kontroverse um Amoris Laetitia und die trojanische Fußnote ist es bei objektiver Beobachtung nur eine Seite, die sich den Schein der Barmherzigkeit gibt ("im Kleid von Lämmern") und sich dabei hinter rechtfertigenden Worten (meist ohne grundsätzliche Vernunftsubstanz) und in vielen Fällen anklagenden Worten in der Form von ad-hominem-Angriffen, die bis hin zur Infragestellung der geistigen oder moralischen Zurechnungsfähigkeit der Gegner gehen, verbirgt.

Es ist definitiv NICHT die Seite, die sich auf die Tradition beruft. Wer genau ist eigentlich damit gemeint, der sich in den Schein, in die Formalitäten, in das Bekannte flüchten will? Wen soll diese unsubstantiierte Beleidigung (und nur als solche kann ich die Bemerkung verstehen) eigentlich treffen?
Dies fragt ein vierfacher Vater, der sich von der Karnickelwatschn des Hl. Vaters wie auch von den diversen Traditionalistenschelten des Hl. Vaters mehrfach etwas unbarmherzig und wenig liebevoll angefaßt weiß.


42

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 Schroedel 22. Dezember 2016 
 

Acquaviva

Vor Geschenkübergabe an die Kurialen (einem Buch, das erst unlängst aus dem Lateinischen ins Italienische übersetzt worden war und von Acquaviva stammte) hatte der Hl. Vater Kardinal Müller (Nicht: Brandmüller) für den Hinweis auf eben diesen Text gedankt - so habe ich es jedenfalls verstanden...


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 Veritasvincit 22. Dezember 2016 

Selbstanklage?

"Das Fehlen von Reaktion ist ein Zeichen des Todes."

Hat der Papst bei dieser Äusserung auch an sich gedacht?


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