28 Dezember 2016, 11:45
Abraham, Vater im Glauben und in der Hoffnung
 
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Franziskus: den Weg der Hoffnung gehen und uns stets Gott anvertrauen: ‚Es gibt nicht Schöneres!’. Der Glaube – ein Ringen mit Gott. Um zu glauben, ist es notwendig, mit den Augen des Glaubens zu sehen. Von Armin Schwibach

Rom (kath.net/as) „Und Abram sagte: Du hast mir ja keine Nachkommen gegeben; also wird mich mein Haussklave beerben. Da erging das Wort des Herrn an ihn: Nicht er wird dich beerben, sondern dein leiblicher Sohn wird dein Erbe sein. Er führte ihn hinaus und sprach: Sieh doch zum Himmel hinauf und zähl die Sterne, wenn du sie zählen kannst. Und er sprach zu ihm: So zahlreich werden deine Nachkommen sein. Abram glaubte dem Herrn und der Herr rechnete es ihm als Gerechtigkeit an“ (Gen 15,3-6).

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Am Festtag der Unschuldigen Kinder setzte Papst Franziskus bei der Generalaudienz in der Aula „Paolo VI“ seine Katechesenreihe zur christlichen Hoffnung fort und konzentrierte sich auf das Thema „Abraham, Vater im Glauben und in der Hoffnung“.

Im Römerbrief stelle uns Paulus die Gestalt des Abrahams als Vater des Glaubens und der Hoffnung vor: „Gegen alle Hoffnung hat er voll Hoffnung geglaubt“ (Röm 4,18). Abraham habe auf Gottes Verheißung eines Sohnes vertraut und sich auf den Weg in ein unbekanntes Land gemacht. Denn die Hoffnung sei die Fähigkeit, über das menschliche Denken hinauszugehen. Sie eröffne neue Horizonte und versetze in die Lage, selbst Unvorstellbares zu träumen. Die Hoffnung lasse in das Dunkel einer ungewissen Zukunft eintreten, um im Licht zu gehen.

Es sei dies aber ein schwieriger Weg. Auch Abraham habe die Krise der Mutlosigkeit, das Dunkel der Enttäuschung, die Verzagtheit und das Gefühl, allein zu sein, erfahren. Doch sein Klagen vor dem Herrn sei schon eine Form des Glaubens gewesen. Trotz allem habe Abraham weiter auf Gott gehofft.

Im Glauben habe er sich an den Herrn gewandt, dass er ihm helfe, weiter zu hoffen. Glauben heiße nicht bloß still annehmen. Der Glaube sei auch ein Ringen mit Gott, und Hoffnung bedeute auch, keine Angst davor zu haben, die Realität zu sehen.

Das Zeichen, das Gott dem Abraham gegeben habe, sei die Aufforderung gewesen, weiter zu glauben und zu hoffen. Die einzige Gewissheit „ist, dem Wort des Herrn zu vertrauen und weiter zu hoffen“.

Gott habe ihn aus der Enge seiner Sicht herausgeführt. Um zu glauben, sei es notwendig, mit den Augen des Glaubens zu sehen. So habe Abraham die Sterne am Himmel als Zeichen der Treue Gottes erkennen können. Diesen Weg der Hoffnung müssten auch wir gehen und uns stets Gott anvertrauen: „Es gibt nicht Schöneres! Die Hoffnung enttäuscht nicht“.


Die Pilger und Besucher aus dem deutschen Sprachraum begrüßte der Heilige Vater mit den folgenden Worten:

Mit Freude heiße ich die Pilger deutscher Sprache willkommen. Das ist unsere weihnachtliche Hoffnung: Uns ist Jesus Christus geboren, der Retter, der Gott mit uns. Daher haben wir keine Angst vor der kommenden Zeit. Gehen wir gemeinsam mit Christus in die Zukunft! Ich wünsche euch eine gesegnete Weihnachtszeit und ein gutes neues Jahr.








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