Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Sadomasochistische Gruppe auf dem Katholikentag in Würzburg
  2. Papst Leo XIV. und die Zukunft der liturgischen Einheit der Kirche
  3. Vatikan veröffentlicht scharfe Kritik an deutschen Segnungsleitfäden für Homosexuelle!
  4. GAME OVER! - Vatikan erteilt deutschem Segnungs-Leitfaden am Mittwoch nochmals eine klare Absage!
  5. „Bestellt wie eine Ware“: Scharfe Kritik an Leihmutterschafts-Fall in der CDU
  6. Berliner Jusos für Abschaffung der Ehe
  7. Kommen kirchenrechtliche Sanktionen für deutsche Bischöfe?
  8. Kirche wirke oft wie ein 'woker Diskutierverein'
  9. Vom Segen Gottes und dem Fake-Segen dieser Welt
  10. Priester sagt, in seiner Gemeinde gebe es viele religiöse Menschen, aber nur wenig Christen
  11. Paukenschlag in der Klimadebatte: KlimaGuru Al Gore warnt plötzlich vor neuer Eiszeit
  12. Kanadischer Priester mit gebrochener Hüfte erhält im Krankenhaus Sterbehilfeangebote
  13. Eine nötige Klarstellung aus Rom
  14. Ein Moment zum Schämen
  15. Pompei: Keine irdische Macht wird die Welt retten!

Davos: Kardinal Parolin zeigt Sozial-Agenda des Papstes auf

21. Jänner 2017 in Weltkirche, 2 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


"Nummer Zwei" des Vatikan bei Weltwirtschaftsforum: Nur wenn Gerechtigkeit herrscht, kann es auch Frieden in der Welt geben


Vatikanstadt (kath.net/KAP) Die Armutsbekämpfung, der Bau von Brücken und der Einsatz für Frieden in konkreten Situationen sind drei zentrale Punkte auf der Sozial-Agenda von Papst Franziskus. Das erläuterte Kardinalstaatssekretär Pietro Parolin beim Weltwirtschaftsforum in Davos, wie "Radio Vatikan" am Freitag meldete. Das Weltwirtschaftsforum (World Economic Forum/WEF) in dem Schweizer Nobelskiort geht am Freitagabend zu Ende. Wie Parolin weiter betonte, sei für die Vatikan-Diplomatie der Schutz der Religionsfreiheit prioritär. Der Kardinalstaatssekretär bezeichnete diese als "ein erstes Menschenrecht".

Vom WEF in Davos erwartete Parolin konkrete Maßnahmen für eine gerechtere Wirtschaft. Denn nur wenn Gerechtigkeit herrsche, könne es auch Frieden in der Welt geben. Die "Nummer Zwei" des Vatikan äußerte sich in einem öffentlichen Gespräch mit dem ehemaligen deutschen Wirtschaftsminister und FDP-Politiker Philipp Rösler, der jetzt Geschäftsführer der Stiftung Weltwirtschaftsforum ist.


Unter Berufung auf den Wahlspruch von Papst Pius XII. betont Parolin: "Opus iustitiae pax - das Werk der Gerechtigkeit ist der Frieden". Mit Blick auf das atomare Wettrüsten der vergangenen Jahre unterstrich Parolin die Position des Heiligen Stuhls, der seit jeher auf atomare Abrüstung dränge. "Ein Frieden, der auf Angst aufbaut, ist kein Frieden. Und atomare Waffen sind eine Art, den anderen Angst einzuflößen, um sie vom Handeln abzuhalten." Frieden sei auch der Grund, weshalb die vatikanische Diplomatie überhaupt bestehe, so der ranghöchste Vatikandiplomat, der in dem halbstündigen Gespräch auch auf die Rolle der Vatikan-Diplomatie, ihre Ziele und die Krise der Europäischen Union einging.

"Wir müssen anerkennen, dass die Europäische Union derzeit in einer Krise ist. Zunächst möchte ich hervorheben, dass die Europäische Union dem Europäischen Kontinent große Vorteile verschafft hat. Das dürfen wir nicht vergessen. Vielleicht ist es eines unserer heutigen Probleme, dass die junge Generation diese Vorteile nicht mehr erkennt. Denken wir beispielsweise an den Frieden: unser Kontinent hat 60 Jahre lang in Frieden gelebt, nach den zerstörerischen Erfahrungen des Ersten und Zweiten Weltkrieges", so Parolin wörtlich.

Auch die Freizügigkeit im Waren- und Personenverkehr nannte der Kardinalstaatssekretär in seinem Plädoyer für die Europäische Union. Gerade diese Freizügigkeit sei jedoch mit ein entscheidender Grund für den Brexit gewesen, und sie werde auch von anderen Ländern als Gefahr für die je eigene Identität gesehen: "Da gibt es einen Konflikt, das müssen wir anerkennen. Beispielsweise die Tatsache, dass einige Länder entschieden haben, ihre Türen zu schließen, weil sie sich auf ihre spezifische Identität berufen. Sie haben Angst, dass diese Identität verloren gehen könnte durch die Einreise von Menschen anderer Kulturen und Religionen."

Das sei insgesamt kein neues Phänomen, betonte Parolin. Vielmehr ziehe sich dies durch die Geschichte der Menschheit, die "eine Geschichte des fruchtbaren Austauschs von Kulturen" sei. Neu sei höchstens die Dimension dieses Phänomens insbesondere für Europa. Zu bedenken sei dabei, dass die meisten Migranten weltweit gar nicht in Europa einträfen.

"Was der Heilige Vater oft gesagt hat, ist das: Die Herausforderung, die vor uns liegt, ist, wie man Verschiedenheiten nicht zu einer Ursache von Konflikt, Zusammenstößen und Trennungen werden lässt, sondern zu einer Quelle gegenseitiger Bereicherung und Fortschritt. Und heute, in unserer multipolaren Welt, in der es so viele Machtzentren und Interessensgruppen gibt, wird das immer wichtiger", hob der Chefdiplomat hervor.

Copyright 2016 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich
Alle Rechte vorbehalten


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Vatikan

  1. Der Petersdom feiert das 400-jährige Weihejubiläum: „Die Pfarrkirche der Welt“
  2. Kardinal Fernández: Es laufen keine dezidierten päpstlichen Großaufträge am Glaubensdikasterium
  3. Australischer Bischof wird als oberster Kirchenrechtsexperte in den Vatikan berufen
  4. Vatikan fordert umfassenden Zugang zu Recht für Frauen
  5. Immobilienprozess im Vatikan muss teils neu aufgerollt werden
  6. Nach Randalen und Pinkelattacken: Petersdom installiert Schutz für Hauptaltar
  7. US-Botschafter am Heiligen Stuhl, Burch: „Die moralische Autorität der Kirche ist unübertroffen“
  8. Norwegischer Bischof Varden: Der hl. Bernhard von Clairvaux „war und ist faszinierend“
  9. Vatikan dementiert Bericht über Abweisung Macrons durch den Papst
  10. Neuerlich ein Vandalenakt im Petersdom






Top-15

meist-gelesen

  1. EINMALIGE CHANCE - SIZILIEN-Rundreise mit Kaplan Johannes Maria Schwarz!
  2. Vatikan veröffentlicht scharfe Kritik an deutschen Segnungsleitfäden für Homosexuelle!
  3. Sadomasochistische Gruppe auf dem Katholikentag in Würzburg
  4. GAME OVER! - Vatikan erteilt deutschem Segnungs-Leitfaden am Mittwoch nochmals eine klare Absage!
  5. Papst Leo XIV. und die Zukunft der liturgischen Einheit der Kirche
  6. Kommen kirchenrechtliche Sanktionen für deutsche Bischöfe?
  7. Priester sagt, in seiner Gemeinde gebe es viele religiöse Menschen, aber nur wenig Christen
  8. „Bestellt wie eine Ware“: Scharfe Kritik an Leihmutterschafts-Fall in der CDU
  9. Paukenschlag in der Klimadebatte: KlimaGuru Al Gore warnt plötzlich vor neuer Eiszeit
  10. Kirche wirke oft wie ein 'woker Diskutierverein'
  11. Kanadischer Priester mit gebrochener Hüfte erhält im Krankenhaus Sterbehilfeangebote
  12. Eine nötige Klarstellung aus Rom
  13. Pompei: Keine irdische Macht wird die Welt retten!
  14. Besuch einer LGBTQ-Gemeinde
  15. Vom Segen Gottes und dem Fake-Segen dieser Welt

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz