Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Nach fast drei Wochen bricht die Diözese Rottenburg-Stuttgart das Schweigen
  2. „Mir sind konkrete Reaktionen von Kindern bekannt, die diese Darstellung als verstörend empfanden“
  3. US-Katholiken mehrheitlich für die Todesstrafe
  4. „Ich kann die Kommunion nicht empfangen. Ist es trotzdem sinnvoll, zur Messe zu gehen?“
  5. Viel Bla-Bla zum Neuen Jahr!
  6. Vertrauliche Vorlagen des vatikanischen Konsistoriums sind aufgetaucht
  7. Hongkongs Kardinal Zen äußerte beim Konstistorium Grundsatzkritik an der letzten Bischofssynode
  8. Wann enden die perspektivlosen Strukturdebatten?
  9. These: Die Wahrheit steht über der nachdrücklichen Forderung nach Einheit
  10. Regensburger Bischof Voderholzer beim Papst
  11. Papst Leo XIV. bestärkt Bischof Voderholzer auf dem Weg der Neuevangelisierung
  12. Griechisch-orthodoxe Bischöfe üben scharfe Kritik an EU-Plänen zu Abtreibungsfonds
  13. BILD-Chefin Marion Horn fordert jetzt: Daniel Günther muss das zurücknehmen oder zurücktreten
  14. Brigitte Bardot bedauerte den Verlust des Geheimnisvollen in der Neuen Messe
  15. Iran: Mindestens 12.000 Tote bei Protesten gegen das Regime

Davos: Kardinal Parolin zeigt Sozial-Agenda des Papstes auf

21. Jänner 2017 in Weltkirche, 2 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


"Nummer Zwei" des Vatikan bei Weltwirtschaftsforum: Nur wenn Gerechtigkeit herrscht, kann es auch Frieden in der Welt geben


Vatikanstadt (kath.net/KAP) Die Armutsbekämpfung, der Bau von Brücken und der Einsatz für Frieden in konkreten Situationen sind drei zentrale Punkte auf der Sozial-Agenda von Papst Franziskus. Das erläuterte Kardinalstaatssekretär Pietro Parolin beim Weltwirtschaftsforum in Davos, wie "Radio Vatikan" am Freitag meldete. Das Weltwirtschaftsforum (World Economic Forum/WEF) in dem Schweizer Nobelskiort geht am Freitagabend zu Ende. Wie Parolin weiter betonte, sei für die Vatikan-Diplomatie der Schutz der Religionsfreiheit prioritär. Der Kardinalstaatssekretär bezeichnete diese als "ein erstes Menschenrecht".

Vom WEF in Davos erwartete Parolin konkrete Maßnahmen für eine gerechtere Wirtschaft. Denn nur wenn Gerechtigkeit herrsche, könne es auch Frieden in der Welt geben. Die "Nummer Zwei" des Vatikan äußerte sich in einem öffentlichen Gespräch mit dem ehemaligen deutschen Wirtschaftsminister und FDP-Politiker Philipp Rösler, der jetzt Geschäftsführer der Stiftung Weltwirtschaftsforum ist.


Unter Berufung auf den Wahlspruch von Papst Pius XII. betont Parolin: "Opus iustitiae pax - das Werk der Gerechtigkeit ist der Frieden". Mit Blick auf das atomare Wettrüsten der vergangenen Jahre unterstrich Parolin die Position des Heiligen Stuhls, der seit jeher auf atomare Abrüstung dränge. "Ein Frieden, der auf Angst aufbaut, ist kein Frieden. Und atomare Waffen sind eine Art, den anderen Angst einzuflößen, um sie vom Handeln abzuhalten." Frieden sei auch der Grund, weshalb die vatikanische Diplomatie überhaupt bestehe, so der ranghöchste Vatikandiplomat, der in dem halbstündigen Gespräch auch auf die Rolle der Vatikan-Diplomatie, ihre Ziele und die Krise der Europäischen Union einging.

"Wir müssen anerkennen, dass die Europäische Union derzeit in einer Krise ist. Zunächst möchte ich hervorheben, dass die Europäische Union dem Europäischen Kontinent große Vorteile verschafft hat. Das dürfen wir nicht vergessen. Vielleicht ist es eines unserer heutigen Probleme, dass die junge Generation diese Vorteile nicht mehr erkennt. Denken wir beispielsweise an den Frieden: unser Kontinent hat 60 Jahre lang in Frieden gelebt, nach den zerstörerischen Erfahrungen des Ersten und Zweiten Weltkrieges", so Parolin wörtlich.

Auch die Freizügigkeit im Waren- und Personenverkehr nannte der Kardinalstaatssekretär in seinem Plädoyer für die Europäische Union. Gerade diese Freizügigkeit sei jedoch mit ein entscheidender Grund für den Brexit gewesen, und sie werde auch von anderen Ländern als Gefahr für die je eigene Identität gesehen: "Da gibt es einen Konflikt, das müssen wir anerkennen. Beispielsweise die Tatsache, dass einige Länder entschieden haben, ihre Türen zu schließen, weil sie sich auf ihre spezifische Identität berufen. Sie haben Angst, dass diese Identität verloren gehen könnte durch die Einreise von Menschen anderer Kulturen und Religionen."

Das sei insgesamt kein neues Phänomen, betonte Parolin. Vielmehr ziehe sich dies durch die Geschichte der Menschheit, die "eine Geschichte des fruchtbaren Austauschs von Kulturen" sei. Neu sei höchstens die Dimension dieses Phänomens insbesondere für Europa. Zu bedenken sei dabei, dass die meisten Migranten weltweit gar nicht in Europa einträfen.

"Was der Heilige Vater oft gesagt hat, ist das: Die Herausforderung, die vor uns liegt, ist, wie man Verschiedenheiten nicht zu einer Ursache von Konflikt, Zusammenstößen und Trennungen werden lässt, sondern zu einer Quelle gegenseitiger Bereicherung und Fortschritt. Und heute, in unserer multipolaren Welt, in der es so viele Machtzentren und Interessensgruppen gibt, wird das immer wichtiger", hob der Chefdiplomat hervor.

Copyright 2016 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich
Alle Rechte vorbehalten


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

  23. Jänner 2017 
 

Non Solium sed etiam

Katholisch ist hier ein sowohl-als auch,
Irdisches gegen ewiges Heil auszuspielen ist sektiererisch.


1
 
 Stefan Fleischer 21. Jänner 2017 

Es gibt keine Frieden ohne Gerechtigkeit

Das stimmt natürlich unbedingt. Meine Lebenserfahrung aber lehrt mich zusätzlich, dass es keine Gerechtigkeit gibt ohne die Wahrheit, und keine Wahrheit ohne die Liebe. Zudem: Menschliche Gerechtigkeit ist mathematisch. Sie kann nicht anders. Wahre Gerechtigkeit aber heisst, dass jeder hat, was er effektiv braucht. Das zu entscheiden aber ist der Mensch nicht fähig. Das kann nur der Allwissende und Allmächtige. Deshalb sollte wir uns bewusst bleiben: Es gibt keine Gerechtigkeit ohne Gott! Aus diesem Grund finde ich es schade, dass heute das irdische Heil des Menschen in der Verkündigung so sehr im Vordergrund steht, und das ewige Heil der unsterblichen Seelen, wie es vor dem Konzil (zu?) stark betont wurde, allzu gerne vergessen wird.


10
 

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Vatikan

  1. Kurienerzbischof Gallagher: Leihmutterschaft ist eine „neue Form des Kolonialismus“
  2. „Synoden sind gute, nützliche Instrumente zur Entwicklung praktischer pastoraler Strategien, aber…“
  3. Vatikan hebt Pfarraufhebungen in US-Diözese Buffalo auf
  4. Latein nicht mehr erste Amtssprache im Vatikan
  5. Nicht nur Kardinäle an der Spitze: Papst ändert Vatikanverfassung
  6. Vatikan kündigt bevorstehende Veröffentlichung eines Dokuments zu Monogamie an
  7. Bemerkenswert großer Andrang bei „Alter Messe“ im Petersdom - Kard.-Burke-Predigt in voller Länge!
  8. Papst Leo XIV. baut Regierung des Vatikanstaats um
  9. Bußzeremonie im Petersdom wurde vollzogen – Mann hatte gezielt an Hauptaltar uriniert
  10. "Eine wahre Schändung des heiligsten Ortes der Christenheit"






Top-15

meist-gelesen

  1. ISLAND-REISE - KOMMEN SIE MIT! - Eine Reise, die Sie nie vergessen werden!
  2. Nach fast drei Wochen bricht die Diözese Rottenburg-Stuttgart das Schweigen
  3. Viel Bla-Bla zum Neuen Jahr!
  4. Australischer Forscher Andrew Lowenthal analysiert Zensur in Deutschland
  5. Oktober 2026 - Kommen Sie mit nach SIZILIEN mit Kaplan Johannes Maria Schwarz!
  6. Hongkongs Kardinal Zen äußerte beim Konstistorium Grundsatzkritik an der letzten Bischofssynode
  7. „Mir sind konkrete Reaktionen von Kindern bekannt, die diese Darstellung als verstörend empfanden“
  8. Vertrauliche Vorlagen des vatikanischen Konsistoriums sind aufgetaucht
  9. Regensburger Bischof Voderholzer beim Papst
  10. „Ich kann die Kommunion nicht empfangen. Ist es trotzdem sinnvoll, zur Messe zu gehen?“
  11. MEHR hippe Missionare in Augsburg
  12. 'Exportweltmeister in Moral, ansonsten Beobachter an der Seitenlinie. Beschämend'
  13. BILD-Chefin Marion Horn fordert jetzt: Daniel Günther muss das zurücknehmen oder zurücktreten
  14. Große kath.net-Leserreise nach Rom - Ostern 2027 - Mit P. Johannes Maria Schwarz
  15. Wann enden die perspektivlosen Strukturdebatten?

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz