Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Wie die Piusbrüder - Linker belgischer Bischof plant weiterhin verbotene Weihen
  2. Ist der Islam ‚eine alternative Form des byzantinischen Christentums‘?
  3. Vatikan genehmigte 2025 in 34 Diözesen die Feier der Alten Messe in Pfarrkirchen
  4. Gefeuert wegen AfD-Kandidatur: Deutsche Caritas-Erzieherin zieht vor Gericht
  5. Antwerpens Bischof Bonny droht jetzt dem Papst
  6. 'Amoris Laetitia' oder das Lehramt, das sich selbst abschafft
  7. Asymmetrisch blinder Blick auf die deutsche Landschaft
  8. Die Deutsche Bischofskonferenz will keine 'Demontage' des deutschen Staatsfunks
  9. Wort-Gottes-Feier in katholischer Kirche mit Liedern von Taylor Swift
  10. ‚Der Segen für Marie-Garance war auch ein Segen für ihre biologischen Eltern‘
  11. Papst versetzt umstrittenen Kurienkardinal Gambetti vom Petersdom in die Provinz
  12. US-Diözese führt Rosenkranzwochenende ein
  13. Einbürgerung als Wahlstrategie? Linke profitiert massiv von muslimischen Wählern in Berlin
  14. Vatikan bestätigt Sexualverbrechen des toten Ordensgründers Buela
  15. Das Houellebecq-Szenario: Wenn die politische „Mitte“ die Ränder großfüttert

Die Bibeln bei Trumps Vereidigung

21. Jänner 2017 in Weltkirche, keine Lesermeinung
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Drei Bibeln kamen bei der Vereidigung des US-Präsidenten und Vize zum Einsatz – Journalist Klempnauer: US-Regierende haben sich in Weltöffentlichkeit zu ihrem Erlöser Jesus Christus bekannt - VIDEOS - Von Petra Lorleberg


Washington D.C. (kath.net/pl) „Den guten Willen haben Präsident Trump und Vizepräsident Pence heute bei der Vereidigung gezeigt: Der US-Präsident hat auf zwei übereinander liegenden Bibeln – einer Familienbibel und der Bibel des früheren US-Präsidenten Abraham Lincoln – den Eid geschworen. Und sein Vizepräsident hat seine Hand auf die Bibel des ehemaligen US-Präsidenten Ronald Reagan gelegt.“ So kommentiert der Theologe, Journalist, TV-Moderator und Buchautor Günther Klempnauer auf Facebook ein Detail der Vereidigung des neuen US-Präsidenten Donald Trump am Freitag. Sechs Geistliche, erinnerte Klempnauer weiter, haben für die beiden gebetet. Nun müssten allerdings auch „Taten folgen“. Unbestritten sei jedenfalls, so der Theologe weiter, „dass die US-Regierenden sich nicht gescheut haben, in aller Weltöffentlichkeit sich zu ihrem Schöpfer und Erlöser Jesus Christus zu bekennen. Ein solches demonstrative Ritual wird man im sogenannten christlichen Abendland bei führenden Politikern leider vergeblich suchen. Ich bin kein Fan von Trump, aber Gott kann auf krummen Linien gerade schreiben.“ Das Statement Klempnauers wurde auf Facebook kontrovers diskutiert.

Bei Trumps Bibel handelt es sich um die Ausgabe, die ihm seine Mutter 1955 zu einem Abschluss der Sonntagsschule geschenkt hatte. Seine Mutter hatte ihm auch eine Widmung hineingeschrieben. Mary Anne MacLeod, einer in Schottland geborenen protestantischen Christin, war im August 2000 gestorben. Trump erläuterte in einem Interview mit „CBN“, dass ihm diese Bibel wichtig sei und er viel in ihr lese.


Die zweite bei Trumps Amtseinführung benutzte Bibel ist die „Lincoln-Bibel“, wegen ihres Alters und des regnerischen Wetters wurde sie in einem Schutzkarton präsentiert. Auch diese Bibel hat ihre eigene Geschichte. Aufgrund von Attentatsdrohungen wurde Lincoln 1861 nachts und in großer Eile vereidigt. Seine eigene Bibel war im aktuellen Wirrwarr gerade nicht greifbar, so nahm man eine, die man zufällig zur Hand hatte und die nicht einmal eine auffällig feierliche Ausgabe war. Immerhin hat das Exemplar Goldschnitt, ist in Samt gebunden und mit einem Verschluss versehen. Bei der „Lincoln-Bibel“ handelt es sich um eine „King-James-Bibel“ und damit um eine völlig bewährte englischsprachige Bibelausgabe. Die „King-James-Bibel“ wurde erstmals 1611 in der Anglikanischen Kirche herausgegeben, seither wurde sie gelegentlich überarbeitet, ist aber die einflussreichste Bibelausgabe für den gesamten englischen Sprachraum und in ihrer Wichtigkeit durchaus der Wichtigkeit der Lutherbibel für den deutschen Sprachraum vergleichbar. Nach Lincoln hatte erstmals Barack Obama, Trumps unmittelbarer Amtsvorgänger, bei seinem Amtseid 2009 diese Bibel wieder benutzt.

Vizepräsident Mike Pence legte während seines Amtseides die Hand auf die Bibel von Präsident Ronald Reagan. Der 2004 verstorbene 40. US-Präsident war von 1981 bis 1989 im Amt gewesen. Diese Bibel kam nun zum ersten Mal nach Reagan wieder zum Einsatz.

US-Präsidenten sind nicht dazu verpflichtet, zur Ablegung ihres Amtseides eine Bibel zu benutzen. Falls sie eine Bibel benutzen, treffen sie selbst die Wahl über das oder die Exemplare. Trumps Vorgänger Barack Obama legte bei seiner zweiten Einschwörung die Hand auf die Bibel des US-Menschenrechtlers Martin Luther King. Der erste katholische US-Präsident der Geschichte, John F. Kennedy (1963 im Amt erschossen), hatte für seinen Amtseid im Jahr 20. Januar 1961 eine typische katholische Bibelausgabe gewählt, die „Douay Bible“.

Petra Lorleberg auf Twitter folgen!

Trump stellt seine Bibel vor - Diese von seiner Mutter geschenkte Bibel benutzte er bei der Ablegung des Amtseides


US-Präsident Donald Trump legt seinen Amtseid ab mit der Hand auf zwei Bibeln


US-Vizepräsident Mike Pence legt seinen Amtseid ab mit der Hand auf der Bibel von Ronald Reagan


Die Lincoln-Bibel





Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

USA

  1. USA: Frauen klagen Planned Parenthood wegen Druck in Richtung Abtreibung
  2. US-Diözese führt Rosenkranzwochenende ein
  3. Gender-Ideologie: Katholische Familie kämpft um ihre Tochter
  4. Eucharistische Evangelisationsbewegung ‚Adore Him‘ in den USA
  5. Präsident Trump nominiert Tochter von Franklin Graham zur Sonderbotschafterin für Religionsfreiheit
  6. Jesus in Hollywood: Eucharistische Prozession in den Straßen der Filmmetropole
  7. Gericht stoppt Zwang zur Suizidhilfe für katholische Nonnen in Illinois
  8. Universität Texas A&M: 650 Personen bereiten sich auf Eintritt in die katholische Kirche vor
  9. Zwei muslimische Feiertage könnten bald in Kalifornien staatlich anerkannt werden
  10. US-Justizministerium verurteilt Ermittlungen des FBI gegen ‚radikal-traditionalistische Katholiken‘







Top-15

meist-gelesen

  1. Ostern 2027 in Rom - Große kath.net-Leserreise!
  2. Thérèse von Lisieux und die ‚Süßigkeit‘ eines Buches über die Apokalypse
  3. Gesetzesvorschlag zum Verbot von Konversionstherapien in Nordirland ist ‚gefährlich‘
  4. 'Jesus macht alles und ich nichts'
  5. UN-Bevölkerungsfonds berichtet über das Leid der Frauen in Gaza
  6. Rosenkranzmonat Oktober steht im Zeichen des Friedens
  7. Asymmetrisch blinder Blick auf die deutsche Landschaft
  8. Reliquien der Kinder von Fatima kommen nach Berlin!
  9. Bekannte US-Influencerin und Mutter von neun Kindern konvertierte zum Katholizismus
  10. Wie die Piusbrüder - Linker belgischer Bischof plant weiterhin verbotene Weihen
  11. Frankreich und das Zeichen der Wiedergeburt
  12. Einbürgerung als Wahlstrategie? Linke profitiert massiv von muslimischen Wählern in Berlin
  13. Verletzter Priester: "Wir vergeben!"
  14. 'Wir sprechen deshalb zurecht hier nicht von Neuevangelisierung, sondern von Erstevangelisierung'
  15. Zehn Jahre ‚Amoris laetitia‘ – Die Kunst, eine Lehre zu ändern, ohne sie zu ändern

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz