Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Sadomasochistische Gruppe auf dem Katholikentag in Würzburg
  2. Papst Leo XIV. und die Zukunft der liturgischen Einheit der Kirche
  3. Vatikan veröffentlicht scharfe Kritik an deutschen Segnungsleitfäden für Homosexuelle!
  4. GAME OVER! - Vatikan erteilt deutschem Segnungs-Leitfaden am Mittwoch nochmals eine klare Absage!
  5. „Bestellt wie eine Ware“: Scharfe Kritik an Leihmutterschafts-Fall in der CDU
  6. Berliner Jusos für Abschaffung der Ehe
  7. Kommen kirchenrechtliche Sanktionen für deutsche Bischöfe?
  8. Kirche wirke oft wie ein 'woker Diskutierverein'
  9. Priester sagt, in seiner Gemeinde gebe es viele religiöse Menschen, aber nur wenig Christen
  10. Kanadischer Priester mit gebrochener Hüfte erhält im Krankenhaus Sterbehilfeangebote
  11. Paukenschlag in der Klimadebatte: KlimaGuru Al Gore warnt plötzlich vor neuer Eiszeit
  12. Goldenstein-Nonnen nach Romreise wieder in Salzburg eingetroffen
  13. 'Nicht mehr zeitgemäß': Katholischer Kindergarten aus Österreicht streicht Muttertagsgedichte
  14. Völliger Realitätsverlust bei deutscher Ministerin
  15. Die Minority-Report-Mentalität oder: 'Von der Schönheit, Faschisten zu töten'

Papst an altorientalische Kirchen: Euer Leid ist auch unseres

28. Jänner 2017 in Weltkirche, 9 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Franziskus äußerte sich vor der gemischten Theologenkommission der katholischen Kirche und der orientalisch-orthodoxen (altorientalischen) Kirchen zu Christenverfolgung durch Jihadisten.


Vatikanstadt (kath.net/ KAP)
Papst Franziskus hat Gewalt gegen Christen im Nahen Osten angeprangert. Viele Kirchen dort würden täglich Zeugen von "schrecklichen Gewaltakten durch fundamentalistischen Extremismus", sagte er am Freitag im Vatikan. Armut, Ungerechtigkeit und soziale Ausgrenzung hätten zu "erbärmlichen Lebensumständen, kultureller und spiritueller Verwüstung" geführt. Begünstigt würden dadurch Manipulationen und Hass. Als Ursachen für die Instabilität in der Region nannte Franziskus vor allem äußere Interessen und alte Konflikte. Der Papst sprach vor der gemischten Theologenkommission der katholischen Kirche und der orientalisch-orthodoxen (altorientalischen) Kirchen. Gemeinsam mit ihnen betete er für alle Geiseln und Opfer von Diskriminierung.

Die Kirchen im Nahen Osten seien gefordert, Eintracht und Hoffnung zu säen, sagte Franziskus weiter. "Trösten wir mit dem Frieden, der von Gott kommt, ein Frieden, den wir alle gemeinsam in eine verletzte und zerrissene Welt bringen müssen". Die christliche Antwort auf ein Umfeld, in dem "Gewalt wieder Gewalt hervorruft", könne nur die christliche Botschaft sein.


Der Papst bekundete den altorientalischen Christen im Nahen Osten seine Verbundenheit: "Euer Leid ist auch unser Leid." Er sagte weiter, im Tod für den Glauben sei die Einheit der Christen bereits erreicht: "Märtyrer und Heilige aller kirchlichen Traditionen sind in Christus bereits alle eins." Der Papst forderte seine Zuhörer zu einem stärkeren ökumenischen Engagement auf.

Salzburger Theologe Winkler ist Mitglied

Der internationalen Kommission für den offiziellen theologischen Dialog zwischen der katholischen Kirche und den orientalisch-orthodoxen Kirchen gehört auch der Ostkirchenexperte und Vorsitzende der Salzburger "Pro Oriente"-Sektion, Prof. Dietmar Winkler, an. Die orientalisch-orthodoxen Kirchen haben ihre Zentren in Nahost, Afrika und Südasien. Zu ihnen zählen die armenisch-apostolische, die syrisch-orthodoxe, die malankarisch-indisch-orthodoxe, die koptisch-orthodoxe, die äthiopisch-orthodoxe und die eritreisch-orthodoxe Kirche.

Die Kirchenfamilie ging nach dem 5. Jahrhundert ihren eigenen Weg. Nach Jahrhunderten der Polemiken und gegenseitigen Verurteilungen kam es im 20. Jahrhundert zu intensiven theologischen Dialogen zwischen ihnen und der katholischen Kirche, wobei die von der Wiener Stiftung "Pro Oriente" ab 1971 veranstalteten inoffiziellen Gespräche zwischen orientalisch-orthodoxen und katholischen Theologen von großer Bedeutung waren.

Wie "Pro Oriente" in einer Aussendung am Donnerstag erinnerte, sei schon bei der ersten Gesprächsrunde 1971 auf Initiative des damaligen jungen koptischen Bischofs und späteren Papst-Patriarchen Schenuda die "Wiener Christologische Formel" entwickelt worden. Herausgearbeitet worden sei, "dass der Glaube an Christus als wahrer Gott und wahrer Mensch gemeinsam ist und die unterschiedlichen theologischen Formulierungen auf kulturelle und sprachliche Prägungen zurückzuführen sind".

Copyright 2016 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich (www.kathpress.at) Alle Rechte vorbehalten


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Kirchen

  1. 131 Kirchenschließungen in Deutschland in 5 Jahren
  2. Kuba: Ricardos Traum. In Havanna entsteht eine dem hl. Johannes Paul II. geweihte Kirche
  3. „Kein Zolibät (sic) mehr, mehr Rechte für Laien und Frauen“
  4. Deutschland: Zahl der Kirchenaustritte steigt um 29 Prozent
  5. Papst will würdige Lösungen für nicht mehr benötigte Kirchen
  6. Gottesdienste zentral oder vor Ort?
  7. Arnold Schwarzenegger besuchte den Stephansdom
  8. Kirchenkreis Wuppertal warnt Gemeinden vor Brandstiftung
  9. 330.000 Besucher bei ‘Langer Nacht der Kirchen’






Top-15

meist-gelesen

  1. EINMALIGE CHANCE - SIZILIEN-Rundreise mit Kaplan Johannes Maria Schwarz!
  2. Vatikan veröffentlicht scharfe Kritik an deutschen Segnungsleitfäden für Homosexuelle!
  3. Sadomasochistische Gruppe auf dem Katholikentag in Würzburg
  4. Papst Leo XIV. und die Zukunft der liturgischen Einheit der Kirche
  5. GAME OVER! - Vatikan erteilt deutschem Segnungs-Leitfaden am Mittwoch nochmals eine klare Absage!
  6. Kommen kirchenrechtliche Sanktionen für deutsche Bischöfe?
  7. Priester sagt, in seiner Gemeinde gebe es viele religiöse Menschen, aber nur wenig Christen
  8. „Bestellt wie eine Ware“: Scharfe Kritik an Leihmutterschafts-Fall in der CDU
  9. Kennen Sie schon das Martinshorn-Gebet?
  10. Paukenschlag in der Klimadebatte: KlimaGuru Al Gore warnt plötzlich vor neuer Eiszeit
  11. Kardinal Müller: Geld war bei Papstwahl nicht entscheidend
  12. Der blinde Fleck: Wieviel Epstein steckt in uns?
  13. Goldenstein-Nonnen nach Romreise wieder in Salzburg eingetroffen
  14. Kanadischer Priester mit gebrochener Hüfte erhält im Krankenhaus Sterbehilfeangebote
  15. Erste Enzyklika von Papst Leo XIV. wird Mitte Mai erwartet

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz