13 Februar 2017, 14:53
Kardinalsrat: Volle Unterstützung für Papst und sein Lehramt
 
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"K9" erinnert an Papstansprache an Kurie vor Weihnachten - Reformverweigerung, die "oft im Schafspelz" daherkommt, versteckt sich laut Franziskus "hinter rechtfertigenden und in vielen Fällen anklagenden Worten"

Vatikanstadt (kath.ne/KAP) Der für die Kurienreform zuständige Kardinalsrat (K9-Rat) hat Papst Franziskus und seinem Lehramt "volle Unterstützung" ausgesprochen. Angesichts einiger "aktueller Ereignisse" drückten alle neun Kardinäle des Gremiums dem Wirken des Papstes ihren "vollen Rückhalt" aus, wie der Vatikan am Montag mitteilte. Die Kardinäle versicherten Franziskus demnach "ihre volle Zustimmung und Unterstützung", sowohl seiner Person, als auch seinem Lehramt gegenüber.

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Das Gremium, dem auch der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Kardinal Reinhard Marx, angehört, unterstützt den Papst auch in anderen wichtigen Fragen der Kirchenleitung. Es gilt inzwischen als die engste Beratungsinstanz von Franziskus.

Die Vatikannote geht nicht genauer auf die angesprochenen "aktuellen Ereignisse" ein. Im November hatten vier Kardinäle - darunter die Deutschen Joachim Meisner und Walter Brandmüller - öffentlich Zweifel an Franziskus' Schreiben "Amoris laetitia" geäußert und mehr Klarheit im Umgang mit wiederverheirateten Geschiedenen gefordert. In Rom waren zuletzt papstkritische Plakate sowie eine ebenfalls kritische Fake-Ausgabe der Vatikanzeitung "Osservatore Romano" aufgetaucht. Beide Male ging es unter anderem darum, dass der Papst bisher nicht auf die Fragen der Kardinäle zu "Amoris laetitita" antwortete.

Der K9-Rat dankte Franziskus zudem für seine Worte in seiner Weihnachtsansprache an die Kurie 2016, in deren Mittelpunkt er diesmal die Kurienreform gestellt hatte. Die Rede habe sie ermutigt und die Richtung für die Arbeit vorgegeben.

Damals hatte Franziskus gesagt, es gehe um einen "Prozess des Wachstums und vor allem der Bekehrung". Zudem war er auch kurz auf Kritiker aus den eigenen Reihen eingegangen: Neben konstruktiver Kritik, Angst und Trägheit gebe es auch "böswillige Widerstände" aus einem "verqueren Geist". Diese Art von Reformverweigerung, die "oft im Schafspelz" daherkomme, verstecke sich "hinter rechtfertigenden und in vielen Fällen anklagenden Worten" und flüchte sich "in Traditionen, Schein, Formalitäten, in das Bekannte".

Der Kardinalsrat hatte am Montag seine dreitägigen Beratungen mit dem Papst im Vatikan wieder aufgenommen. Im Mittelpunkt der 18. Konferenzrunde des Beratergremiums stehen Überlegungen zum künftigen Stand der vatikanischen Kongregationen und weiterer Behörden.

Copyright 2017 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich







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