Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Die Mitwirkung der seligen Jungfrau Maria an der Erlösung
  2. IRRE! – „LifeSiteNews“ postet Papst-Bild mit Henkerstrick auf X
  3. Tschechischer Bischof Holub meint: Neuer Ritus ist 'wesentlich' für Synodalität
  4. 'Wenn du deinen Apparat kulturell gegen dich hast, bist du der ärmste Hund als Bischof.'
  5. Schwester Helen und angebliche Flirt-Fantasien der Dominikaner
  6. Zehn Jahre Amoris laetitia: die Schule des Zuhörens
  7. 25 Jahre KATH.NET: Kardinal Müller wird Schirmherr, Peter Seewald journalistischer Berater!
  8. NZZ: 'Die Kirchen arbeiten an der Ächtung der AfD mit'
  9. Halbierung der Pfarren und Schließung Dutzender Kirchen
  10. Wir können NICHT schweigen!
  11. Was auch immer Synodalität sein soll
  12. Papst Leo wird operiert - Knoten in der Lunge!
  13. Forscher sprechen von neuen Beweisen für möglichen Fundort der Arche Noah
  14. BREAKING NEWS - Der Papst hat Lungen-Krebs!
  15. Wie die Geschichte von Baby Miran ungeborene Kinder rettete

Kardinal Müller weist Vorwürfe gegen Glaubenskongregation zurück

6. März 2017 in Weltkirche, keine Lesermeinung
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Präfekt der Glaubenskongregation in "Corriere della Sera" nach Kritik von zurückgetretenem Kinderschutzkommissionsmitglied Collins: Schreiben von Opfern sexuellen Missbrauchs zu beantworten eine seelsorgerische Aufgabe, die Ortsbischöfen und Orden


Rom (kath.net/KAP) Kurienkardinal Gerhard Ludwig Müller hat den Vorwurf zurückgewiesen, die Glaubenskongregation im Vatikan reagiere nicht angemessen auf Schreiben von Opfern sexuellen Missbrauchs. Es sei eine seelsorgerische Aufgabe solche Briefe zu beantworten und obliege daher den Ortsbischöfen und Generaloberen der Orden, die den Opfern näher stünden, sagte Müller in einem am Sonntag veröffentlichten Interview der italienischen Tageszeitung "Corriere della Sera". Die Glaubenskongregation habe hingegen die Aufgabe, einen kirchenrechtlichen Prozess zu führen, so der Präfekt der Glaubenskongregation. Müllers Behörde ist im Vatikan für die Ahndung sexuellen Missbrauchs durch Priester zuständig.


Müller reagierte damit auf Vorwürfe des Missbrauchopfers Marie Collins, die ihren Rücktritt aus der päpstlichen Kinderschutzkommission vor einigen Tagen mit mangelnder Kooperationsbereitschaft der römischen Kurie, vor allem der Glaubenskongregation, begründet hatte. Collins war im Alter von 13 Jahren von einem Priester sexuell missbraucht worden. Sie hatte die Glaubenskongregation nach eigener Darstellung gebeten, Schreiben von Missbrauchsopfern zu beantworten. Die Ablehnung ihres Ansinnens gab nach ihrer Darstellung den letzten Ausschlag für den Rücktritt.

Müller betonte in dem Interview, dass seine Behörde in ständigem Kontakt zur päpstlichen Kinderschutzkommission stehe, beide hätten jedoch unterschiedliche Aufgaben. Er verwies darauf, dass Papst Franziskus jüngst den Vorsitzenden der Kommission, Bostons Kardinal Sean Patrick O'Malley, zum Mitglied der Glaubenskongregation ernannt habe.

Laut Kardinal Müller informiert die Glaubenskongregation stets den zuständigen Ortsbischof, wenn ein Brief von einem Missbrauchsopfer eingeht, um eine seelsorgerische Betreuung zu ermöglichen. Zudem werde dem Bischof mitgeteilt, dass die Kongregation alles in ihrer Macht Stehende tue, um Gerechtigkeit zu schaffen. Es sei jedoch ein Missverständnis, zu glauben, seine Behörde könne sich um alle Diözesen und Orden der Weltkirche kümmern, sagte Müller. Dies würde sowohl gegen das "legitime Prinzip der Autonomie der Bistümer" als auch gegen den Grundsatz der Subsidiarität verstoßen.

Copyright 2017 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich
Alle Rechte vorbehalten


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Glaubensdikaterium/-kongregation

  1. Kardinal Fernández: Es laufen keine dezidierten päpstlichen Großaufträge am Glaubensdikasterium
  2. Katholische US-Historikerin Bronwen McShea schreibt über „die Frauen, die der Vatikan vergaß“
  3. Fernández: „Miterlöserin“ in offiziellen Vatikandokumenten tabu, in der privaten Andacht erlaubt
  4. Präfekt Fernández: „Das Kreuz braucht keine 738 Meter Stahl oder Beton, um erkannt zu werden“
  5. Kardinal Fernandez, Präfekt des Glaubensdikasteriums: „Synodalität: Warum nein und warum ja?“
  6. Keine Zustimmung aus Rom zur Handreichung der Deutschen Bischofskonferenz!
  7. Vatikan: Erscheinungen von Amsterdam haben keinen übernatürlichen Ursprung
  8. Akademie Johannes Paul II. verlangt Entlassung von Kardinal Fernández
  9. Kardinal Fernández – eine Fehlkalkulation von Papst Franziskus?
  10. Kardinal Sarah lehnt ‚Fiducia supplicans’ ab







Top-15

meist-gelesen

  1. Ostern 2027 in Rom - Große kath.net-Leserreise!
  2. EU finanziert Konferenz, welche die USA als ‚ausländische Informationsbedrohung‘ charakterisiert
  3. Wir können NICHT schweigen!
  4. Marco Rubio in Athen: Ein Aufruf zur Rückbesinnung auf die christlich-abendländischen Wurzeln
  5. „Ceresanis reale Eschatologie zum Jubiläum 2033 spricht in dieser Form des Romans…“
  6. Studium zwischen Verstand, Erinnerung und Glauben. Das Herz der Wahrheit
  7. Das 'Schwert des Heiligen Michael': Eine mysteriöse Linie, die sieben Heiligtümer verbindet
  8. Schwester Helen und angebliche Flirt-Fantasien der Dominikaner
  9. Papst Leo XIV. entgeht knapp einer Geldstrafe in Peru
  10. Kardinal Müller ruft zum Marsch fürs Leben 2026 in Wien auf: Über 3.000 Teilnehmer erwartet
  11. Australien: 400 Prozent Anstieg von Euthanasiefällen in fünf Jahren
  12. Frankreich: Über 23 Millionen Zuschauer verfolgten die Reise von Papst am Bildschirm
  13. NZZ: 'Die Kirchen arbeiten an der Ächtung der AfD mit'
  14. Zehn Jahre Amoris laetitia: die Schule des Zuhörens
  15. ‚Mundus reconciliatus Ecclesia‘ – Die Sendung der Kirche in der Welt

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz