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Bischof Oster will mehr Segensfeiern statt kirchliche Hochzeiten

13. März 2017 in Aktuelles, 91 Lesermeinungen
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Vielen Brautpaaren sei nicht klar, was eine sakramentale Trauung bedeute.


Passau (kath.net)
Der Passauer Bischof Stefan Oster möchte künftig neben kirchlichen Hochzeiten auch die Möglichkeit zu einfachen Segensfeiern. "In diese Richtung sollten wir denken“, sagte Oster in einem Interview mit der DPA. Denn vielen Brautpaaren sei nicht klar, was eine sakramentale Trauung bedeute. Auch müsse die katholische Ehevorbereitung deutlich besser werden.


Die Ehevorbereitung sei ein Schwachpunkt. "Wir bereiten jedes Kommunionkind und jedes Firmkind monatelang auf das Sakrament vor - und bei der Ehevorbereitung genügt's im Grunde, wenn man einmal mit dem Pfarrer spricht und hofft, dass er dabei nicht zu viele peinliche Fragen stellt."

Archivfoto (c) kath.net/Michael Schäfer


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Lesermeinungen

 SCHLEGL 15. März 2017 
 

@Thomas-Karl

Die Ehe zwischen 2Getauften ist immer ein Sakrament!Daher ist auch die Ehe zwischen 2 Protestanten,die nur standesamtlich geheiratet haben, unauflöslich!
Darüber hinaus unterliegen Katholiken infolge der Entscheidung des Konzils von Trient,der sogenannten "FORMPFLICHT",d.h.die Ehe muss vor dem Ortspfarrer von Braut/Bräutigam,sowie 2 Zeugen geschlossen sein!Da ist JP II beim neuen Kodex(1983)ein Fehler unterlaufen,als nämlich ausgetretene Katholiken den UNGETAUFTEN gleichgestellt wurden!Hat ein ausgetretener Katholik einen Ungetauften geheiratet,galt das als Naturehe, die nur vom Papst aufgelöst werden kann.Katholiken,die einen geschiedenen Ausgetretenen heiraten wollten,konnten das kirchlich nicht!Benedikt XVI hat dies nach dem Grundsatz "semel catholicus,semper catholicus=einmal katholisch,immer katholisch", repariert.D.h. ein Katholik, der nur standesamtlich mit einem Protestanten verheiratet war,kann nach Scheidung kirchlich heiraten,die 1.Ehe war ungültig.Msgr. Franz Schlegl


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 Christophorus. 15. März 2017 

Jetzt bin ich aber wirklich verwirrt

Gibts denn außer der Ehe noch eine weitere katholische Form des Zusammenlebens ?
Um was würde man in diesem Segen Gott bitten ?
Oder ist damit der Segen am Anfang einer enthaltsam gelebten Verlobungszeit gemeint ? Jetzt bin ich verwirrt.


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 D.universalis 15. März 2017 
 

@Thomas Karl

"Naturehe?
Sofern die Partner eine standesamtliche Ehe eingegangen sind - könnte man da nicht von "Naturehe" sprechen?"

NEIN! Was die Ehe zur Ehe macht, ist das gegenseitige Ja-wort. Wenn zwei Christen sich das Ja-wort geben, und zwar in kirchlich vorgeschriebener Form, dann ist das automatisch auch das Sakrament. Die standesamtliche Ehe ist - streng genommen - ein kirchlich ungültiger Eheschlussversuch (der aber im Einvernehmen mit dem Staat nicht als Sakramentensimulation gewertet wird), kein Schluss einer Naturehe. Jede Ehe ist faktisch eine Naturehe, nur ist sie eben bei Getauften durch Christus zum Sakrament erhoben. Bischof Osters These ist jedenfalls mit der Tradition und der Lehre der Kirche unvereinbar.


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 Federico R. 15. März 2017 
 

Erratum

Betrifft „Lieben auf Probe …“ In der sechsten Zeile muss es richtigerweise heißen: … mögliche Folgen SEINES (Bischof Osters) Vorschlag hin …


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 Thomas-Karl 15. März 2017 

Naturehe?

Sofern die Partner eine standesamtliche Ehe eingegangen sind - könnte man da nicht von "Naturehe" sprechen? Vgl. diesen Beitrag (der sich auf Wiederverheiratung Geschiedener bezieht):
http://www.furche.at/system/showthread.php?t=68816


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 Hedwig v. Beverfoerde 14. März 2017 

Segensfeier statt Hochzeit? Kann ja wohl nicht wahr sein!

Gewinne langsam den Eindruck, daß die Krise der Ehe ihren Herd bei den Bischöfen hat.


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 Federico R. 14. März 2017 
 

Liebe auf Probe, das geht nicht

Ich schätze Bischof Oster sehr ob seiner stets durchdachten Äußerungen. Aber ich glaube, das war diesmal ein eher unüberlegter Schnellschuss. In der heutigen Ausgabe „Die Tagespost“ weist die Kommentatorin R. Einig wohl zurecht auf einige mögliche Folgen ihres Vorschlags hin und stellt sodann die Frage: Welche Beziehung will ein „lernwilliges Paar“ eigentlich segnen lassen: ein Verlöbnis, eine Ehe auf Probe, eine eheähnliche Beziehung? Meine Meinung: Wenn Mann/Frau sich von Herzen lieben – und erst dann ist eine Ehe nach kath. Verständnis überhaupt des Sakraments würdig –, braucht es keines Tests bezüglich sexueller Kompatibilität. Oder geht man bereits davon aus, des Teufels grauslichster Einfall, die Pornographie, hätte die Gehirne und Seelen junger heiratswilliger Leute schon so verwirrt, dass sie glauben, man müsse alles Mögliche (und Unmögliche) vorher erst mal ausprobieren? Das wäre ja unendlich traurig. Nein, lieben auf Probe, das geht einfach nicht. Und segnen a.P. auch nicht.


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 Selene 14. März 2017 
 

Die Realität in deutschen Gemeinden

sieht leider so aus, wie @Kelsos sie schildert.

Da gehen ALLE zur Kommunion ohne darüber nachzudenken, wahrscheinlich ohne überhaupt zu realisieren, WEN sie da empfangen.

Man wird das auch nicht mehr ändern können. Und aus diesem Dilemma sucht Bischof Oster einen Ausweg, wohl wissend, dass die kirchliche Lehre und Sexualmoral heute kaum noch einen Katholiken interessiert.

Die Diskussionen auf Bischofsebene sind längst von der Realität überholt worden. Was nutzt es, wenn die Bischöfe regeln aufstellen, an die sich niemand mehr gebunden fühlt?

Der Islam, der uns nun überrollt, ist die Quittung für den allgemeinen Sittenverfall und Glaubensabfall.


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 Veritasvincit 14. März 2017 

@quovadis

Sie schreiben:
"Wenn jemand einen kleinen Schritt zur Kirche (zu Gott) geht und nicht imstande ist, einen größeren zu setzen, darf man ihn doch nicht leer ausgehen lassen."

Wenn getaufte Menschen ausserhalb der sakramentalen Ehe ein sexuelles Verhältnis pflegen wollen, ist das kein Schritt zu Gott hin, sondern sie gehen von ihm weg. Einen solchen Schritt darf man nicht segnen.


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 Hadrianus Antonius 14. März 2017 
 

@Emmeran 652 Ice Bucket challenge

Bei Ihrem ironischem Vorschlag, einen Eimer kaltes Wasser über schiefe Hochzeitskandidaten zu gießen, müßte ich doch herzlich lachen.
Tatsächlich hat sich der Prior der Prämonstratenserabtei Grimbergen (knapp nördlich von Brüssel) auf Youtube mit einem Filmchen gestellt (www.kavlaanderen.blogspot.be 10.03.2017), wo ein sehr junge Mann dem etwas älteren Prior Eiswasser über dem Kopf werft- notabene oben auf dem Kirchturm der Abtei.
Ein Treff für merkwürdige Figuren darunter Dekesel und der berüchte westflämische Pieter Delanoy, dás Produkt v. vanGheluwe...
Enfin, am Bestem macht man diese Segnungen dann gemeinsam mit diesen für Hunde, Katzen, Kanarienvögel, Tauben und Nagetiere unterschiedlichster Couleur...("Kaninchen" usw...)
Bric-à-brac


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 Holunder 14. März 2017 
 

Verlobung gibt es schon.

Eine solche Segnung wäre nur sinnvoll, wenn das Paar anschließend auf das Sakrament der Ehe vorbereitet wird. Das würde dann einer Verlobung entsprechen. Meines Wissens gibt es auch eine kirchliche Verlobungsfeier. Könnte man nicht die Verlobung wiederbeleben?


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 Diasporakatholik 14. März 2017 
 

Lieber Monsignore @Schlegl,

Ich hatte Ihnen ja bereits kürzlich entgegnet, woher Sie denn wissen wollen, ich würde Theologie [und Glaube] rein mathematisch verstehen?
Das ist nach meinem Verständnis nämlich nicht der Fall, auch hänge ich diesbezüglich keiner Formelsammlung an.
Aber einer Logik und Vernunft auch gerade in Glaubensdingen, wozu mich meine mathematisch-naturwissenschaftliche Ausbildung und berufliche Tätigkeit lebenslang geprägt haben, hingerichteten durchaus an - und das halte ich auch für gut und gerechtfertigt.

ich halte mich in Glaubensdingen vorwiegend an die heilige Schrift - das Wort Gottes - und versuche dieses nach Möglichkeit auch zu befolgen.

Christus selbst hat denen, die an Seinem Wort festhalten, gem. dem Johannesevangelium zugesagt, dass ihnen der hl. Geist das Verständnis der hl. Schriften immer weiter erschließen werde.

Darauf vertraue ich.

Viele Grüße ins schöne Wien
Ihr Diasporakatholik


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 SCHLEGL 14. März 2017 
 

@Diasporakatholik

Sehen Sie Ihr Problem?Von der Wichtigkeit der Mathematik für unser Leben darauf zu schließen, dass ALLES mathematisierbar sei, ist ein Fehler! Das hat der Wiener Kreis um Schlick, Carnap und Wittgenstein auch versucht und ist zu dem Schluss gekommen, dass EINZIG und ALLEIN MATHEMATISIERBARE Aussagen zur Wirklichkeit gehören. Damit wollten diese Philosophen die Theologie und Teile der Philosophie als UNSINN abtun.
Ich halte Ihnen auch weiterhin entgegen, das Theologie keine "Formelsammlung" darstellen kann.
Wer den gesamten Katechismus AUSWENDIG könnte, ist dennoch kein Theologe und noch lange kein geistlicher Mensch.
Das ändert zwar nichts an der Wichtigkeit der Mathematik, aber sie ist längst nicht alles.
Es gibt eben nicht, wie Sie glauben, ENTWEDER-ODER, sondern SOWOHL-ALS AUCH! Ich hoffe mich verständlich ausgedrückt zu haben. Grüße in die Diaspora.Msgr. Franz Schlegl


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 Reformaufkatholisch 14. März 2017 

Unfassbare Toröffnung

Damit öffnet der Bischof ein Tor, dass auch aussagt, dass alle Paare (Hetero, Homo, Bi, Trans) gesegnet werden können und das Ehesakrament nur noch für die wichtig ist, die römisch-katholisch leben (wollen).


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 Diasporakatholik 14. März 2017 
 

In einem anderen Thread hielt mir Msgr. Schlegl kürzlich vor:
"Theologie und Kirchengeschichte sind nicht so einfach und "mathematisch",wie Sie sich das vorstellen!Glauben ist keine "Formelsammlung".

Also, dass ich in der Theologie zu "mathematisch" denke.

Jetzt lobt er hier die Mathematik (zu Recht) als unverzichtbar.

Immer, wie man's gerade braucht, wenn einem sonstige Argumente fehlen, nicht wahr?


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 lesa 14. März 2017 

Pastoral muss ALLE schützen

Auch hier gilt wohl wieder das Wort von B.: "Es kann geschehen, dass die pastorale Liebe manchmal beeinträchtigt wird durch Haltungen, die den Menschen entgegenkommen wollen. Diese Haltungen scheinen pastoral zu sein, aber in Wirklichkeit entsprechen sie nicht dem Wohl der Personen und der kirchlichen Gemeinschaft; weil sie die Konfrontation mit der rettenden Wahrheit vermeiden, können sie sich geradezu als kontraproduktiv für die heilbringende Begegnung eines jeden mit Christus erweisen. Heute müssen wir leider feststellen, dass diese Wahrheit mitunter im Gewissen der Christen und der Menschen guten Willens verdunkelt ist. Gerade aus diesem Grund ist der Dienst trügerisch, den man den Gläubigen anbietet, wenn man in ihnen, vielleicht auch nur implizit" gewisse Tendenzen verstärkt ...
Die Zuwendung zum Einzelnen darf nicht die Dringlichkeit der Orientierung ALLER aus den Augen verlieren. Darum "Euer Ja sei ein Ja, euer Nein ein Nein." (Jesus)
Bitte nur noch eindeutige Signale!


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 Montfort 14. März 2017 

@Schlegl - Ich bewundere Ihren Einsatz für die Mathematik, ...

... besonders weil wir hier doch erst vor kurzem die Diskussion über P. Spadaros SJ Aussage hatten, dass in der Theologie eben oft gelte "2+2=5".

Da ist man ja doppelt dankbar für Seelsorger, die den Wert der logischen Mathematik für das gesamte Leben kennen und hochhalten! 😊


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 Henry_Cavendish 13. März 2017 
 

Ich verstehe (intellektuell) die Probleme, die hier geäußert werden.

Mir ist auch, da ich ja katholisch erzogen wurde, der Stellenwert von Sakramenten (wenigstens halbwegs) klar.

ABER - und das ist meine Kernfrage - geht man damit nicht genau diametral falsch um?
Taufe, Kommunion, Firmung, Ehe - alle werden doch, wenn man es mit der Lebenserfahrung/ der typischen Reife eines Menschen abgleicht, zu früh gespendet. Ich will nicht despektierlich sein, aber das hat schon etwas von Versicherungsvertretern, die versuchen, 18-Jährigen gleich mal Verträge mit 40 Jahren Laufzeit zu verkaufen.

Mal ganz praktisch: Ich bin aus der RKK ausgetreten, bin Agnostiker. Da ich aber mal getauft, gefirmt, etc. wurde, also Sakramente empfing, anerkennt die RKK das natürlich nicht (da bin ich halt exkommuniziert/ Häretiker).
Und die Ironie ist: Dadurch bin ich in der Beziehung zu meiner katholischen Partnerin, vor allem aber sie!, schlechter gestellt, als wäre ich nie ungefragt! getauft worden. Denn, soweit mir bekannt, ist ihr die ganze Beziehung zu mir verboten.


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 SCHLEGL 13. März 2017 
 

@Wiggum

Richtig! Aber das ist schon schlimm genug. Was glauben Sie, wer sich wohl im Gymnasium um Mathematik kümmern wird!? Mathematisches und logisches Denken halte ich für äußerst wichtig. Es hat mir auch in Theologie und als Gymnasiallehrer sehr geholfen, weil ich den Schülerinnen und Schülern zur Seite stehen konnte und die gemerkt haben, dass ich nicht nur in Theologie und Latein Bescheid weiß.Die Lage der Allgemeinbildung im AHS Bereich in Österreich ist teilweise katastrophal. Manchmal habe ich den Eindruck, der Staat möchte "nützliche Idioten" züchten, die nicht hinter die modernen Ideologien zu schauen in der Lage sind. Mittlerweile sind die meisten Universitätsprofessoren für VERPFLICHTENDE AUFNAHMEPRÜFUNGEN für alle Fächer an der Universität, das heißt, dass Maturazeugnis ist nicht einmal mehr eine Studienberechtigungsprüfung. Die sogenannte Chancengleichheit hat dazu geführt, dass es keine Förderung von Eliten mehr gibt, ohne die Wissenschaft nicht gedeihen kann. Das ist Marxismus!


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 quovadis 13. März 2017 
 

Segnung für alle?

Wenn der Priester am Ende der Eucharistie ALLE Anwesenden segnet, weiß er nicht, ob wirklich alle die Bereitschaft und Fähigkeit haben, nicht zu sündigen. Darf er sie also nicht segnen? Warum gibt man trotzdem ALLEN den Segen? Weil dieser als (weitere) Hilfe gedacht ist, damit man in Zukunft auf seinem Lebensweg besser voranschreiten kann.
Das gleiche gilt für die Segnung eines unverheirateten Paares. Wenn jemand einen kleinen Schritt zur Kirche (zu Gott) geht und nicht imstande ist, einen größeren zu setzen, darf man ihn doch nicht leer ausgehen lassen, sondern seinen guten Willen gutheißen und ihm die momentan mögliche Hilfe zu weiteren Schritten - den Segen - geben.


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 ThomasR 13. März 2017 
 

bereits um Jahr 2000 wurden in München gleichgeschlechtliche Paare

in St. Bonifaz sogar während der Heiligen Messen (meistens Sonntags vormittags und Samstag bei der Vorabendmesse) gesegnet (es handelte sich bereits damals höchstwahrscheinlich um die Folgen der Alterbeschwerden vom ehemaligen Abt auf die Nachrichten aus München reagierte damals sehr prompt der Papst Wojtyla der die Segnung der gleichgeschlechtlichen Paare in der ganzen Kirche unetrsagte)
Nur Segnung der Ehepaaren ist ohne Zweifel ein Schritt nach hinten.
Während der liturgischen Reform der 60er Jahren aus Anlass von Vaticanum II (Mit Konzil selbst hatten die eingeleiteten liturgischen Veränderungen eigentlich eher mehr formal als materiell zu tun) erlag (!) Ritus des Ehesakraments möglicherweise noch tieferen Veränderung als die Eucharistie.
Es wurde u.A. der Satz aus dem Ritus "ego vos conjungo in matrimonium" ausgestrichen, über diesen Satz wurde die gerade abgeschlossene Ehe konsekriert. Fazit: etweder Reform der Reform oder Rückkehr zum alten Ritus gefragt. Alles andere ist Chuzpe


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 Ferber Thomas 13. März 2017 
 

Ich verstehe unsere Hirten nicht mehr. Mann stellt fest, dass potentielle Ehepaare nicht mehr wissen was eine sakramentale Ehe bedeutet. Nun erfindet man die "Ehe light" und glaubt dass dann alles gut wird. Ich frage mich, warum konfrontiert man die Paare nicht mit der vollen Bedeutung der sakramentalen Ehe. Hat man vielleicht vergessen was die sakramentale Ehe bedeutet? Traut man sich nicht mehr auch einmal eine Trauung zu verweigern? Oder will man durch die Hintertür die sakramentale Ehe abschaffen? Ich weiß es nicht. Beten wir für unsere Hirten und empfehlen Sie der Mutter Gottes.


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 Kelsos 13. März 2017 
 

Konkubinat/Sünde etc.

Wer sich wissenschaftlich mit Religion, Bibel etc. beschäftigt weiß wie dies alles zustande gekommen ist. Menschen/Priester haben es sich ausgedacht um die Massen zu disziplinieren und zu kultivieren. Und was die "schwere Sünde" der außerehelichen Beziehung angeht, die man Beichten müßte, um zur Kommunion zu gehen. Selbstverständlich werde ich niemals meine Liebe verraten und als etwas Schlechtes, Böses und Sündhaftes darstellen/beichten. Ein Religion die solches verlangt ist selber schlecht und böse. Und natürlich gehe ich trotzdem zur Kommunion, wie alle anderen auch. Allerdings würde ich, vor die Entscheidung gestellt, mich für meine Liebe und zur Treue meiner Partnerin gegenüber entscheiden und auf die Kommunion dankend verzichten.


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 Wiederkunft 13. März 2017 
 

Trostlos

Dieses Thema hat mich heute selbst eingeholt. Habe 2 Söhne, beide haben schon ein Kind mit ihren Lebensgefährtinnen. Der Eine will von Ehe gar nichts hören, da er angst hat, einmal vor einer zerstörten Existenz durch Scheidung da zu stehen. Der Andere teilte uns mit, er wolle nur standesamtlich heiraten. Zuerst dachten sie an eine kirchliche Segnung, aber diesen Plan hätten sie nun auch verworfen. Wir haben beide Kinder katholisch erzogen. Solange sie zu Hause wohnten, gingen sie mit uns jeden Sonntag in den Gottesdienst und sie waren beide jahrelang Ministranten. Unsere Söhne sind gute Partner und gute Väter für ihre Kinder. Nicht Christen wären stolz auf solche Söhne, aber ich könnte weinen, denn ich bin sehr enttäuscht darüber, da sie Gott nicht in ihre Beziehung herein holen. Eine Segens Feier wäre vielleicht ein kleiner Trost, aber könnte nie das Sakrament ersetzen, dass ich mir für meine Kinder erwünscht hätte. Wie Gott das Ganze sieht, ich weis es einfach nicht mehr!


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 priska 13. März 2017 
 

Emmeram 652

Sie werfen mir moralinsaure Empörung vor..
Ich habe mich nach dem sechsten Gebot gehalten..die meisten wilden Ehen die ich kenne die praktizieren keine Josefehe ,also ist mein Kommentar nicht unbegründet..die ganze Verwirrung der heutigen Zeit ,ist auf dies dass die Sünde als nicht Sünde hingestellt wird..darüber hinaus kennen die wenigsten die 10 Gebote nicht mehr..doch jeder Priester wäre auch verpflichtet diese Paare in Liebe darauf hinzuweisen das Sie in einer Todsünde leben..das wäre die wirkliche Barmherzigkeit..


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 Selene 13. März 2017 
 

Bischof Oster

sucht, so ist mein Eindruck, eine Lösung aus dem Dilemma, in das die katholische Ehe aus verschiedenen Gründen geraten ist.

Papst Franziskus sprach ja auch schon davon, dass sehr viele kirchlich geschlossene Ehen ungültig sein, da trotz kirchlicher Trauung keine sakramentale Ehe zustande gekommen sei.

Für diese Fälle, in denen von vornherein klar ist, dass dem Brautpaar das ricjtige Verständnis für das Zustandekommen einer sakramentalen Ehe fehlt, überlegt Bischof Oster, Segensfeiern anzubieten.

Das würde aber voraussetzen, dass unsere Kirche gelebte Sexualität außerhalb einer sakramentalen Ehe nicht mehr als schwere Sünde betrachtet.

Die Kirche würde damit die nur standesamtlich geschlossene Ehe als gültige Ehe anerkennen und segnen, ohne dass die Brautleute sich das Ehesakrament spenden. Dies kann aber ein einzelner Bischof sicher nicht beschließen, aber er kann und darf sich darüber Gedanken machen.


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 Gandalf 13. März 2017 

DOTTORE22 gesperrt!

Wer uns einfach in plumper Weise bösartige Dinge unterstellt und sich einfach nicht benehmen kann, der hat hier sein Gastrecht hier ganz schnell verwirkt.


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 Montfort 13. März 2017 

Ich fürchte, beim Letzten Gericht ist ...

... christliche Eheschließung und eheliche Treue sehr wohl ein "PFLICHTFACH" für getaufte Christen! 😉


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 BBM 13. März 2017 
 

@Charlene

"Was genau spricht dagegen, eine säkulare Eheschließung ehrlich zu segnen?"

Sehr Vieles und Grundsätzliches. Die Antwort gibt der Hl. JPII in seiner Enzyklika Familiaris Consortio, und zwar in Abs. 81 bis 84.


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 Wiggum 13. März 2017 
 

@ Msgr. Franz Schlegl

Werter Msgr. Schlegl, ich schätze Ihre Beiträge, aber bei der Info über die Grünen und Mathemtik ist Ihnen eine kleine Ungenauigkeit passiert. Die Grünen haben NICHT Mathematik als Wahlfach gefordert, sondern nur, dass es bei der Matura (für unsere deutschen Mitleser: Abitur) kein Pflichtgegenstand mehr ist.


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 Helena_WW 13. März 2017 
 

Wenn die Sakramente nicht klar sind : Katechumenat

Dann könnten Erwachsene mit verschütteten Glaubenskenntnissen, bewusst noch mal ihr Taufversprechen erneuern, bewusst ins Glaubensleben und Sakramentverständnis geleitet werden.


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 Charlene 13. März 2017 

Du sollst ein Segen sein....

Wenn ich nicht gebeichtet habe, es aber hätte tun sollen, nehme ich nicht die Kommunion, sondern kreuze die Arme und lasse mich segnen. So verfahren auch heidnische oder evangelische Freunde, falls wir zusammen die Heilige Messe besuchen.

Diese Haltung rät die Kirche, um Unwürdige zu bewahren, das Sakrament zu missbrauchen.

Im analogen Sinne verstehe ich Herrn Bischof Oster. Wer nicht bereit ist, das Sakrament zu empfangen, dem genüge ein Segen.

Gottes Segen zu empfangen für eine Standesamtsehe: Das ist sehr häufig viel ehrlicher als ein pseudosakramentales Possenspiel, das die Eheleute als sentimentale Kommödie verstehen.

Der heuchelnde Kitsch erstrebt den Höhepunkt, wenn der Herr Pfarrer nach Vollzug der Trauung den seit Jahren zusammenlebenden Bräutigam informiert: "Sie dürfen die Braut jetzt küssen."

Was genau spricht dagegen, eine säkulare Eheschließung ehrlich zu segnen?


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 nicodemus 13. März 2017 
 

Noch mal!

Lieber Herr Bischof Oster!
Exzellenz!
So eine Segnungsfeier für "NICHT-Eheleute"
wäre dann ja, wie die Einweihung einer Turnhalle, oder?
Ich kenne Segnungsgottesdienste:
- Da lässt sich z. B. jemand segnen, weil er nicht weiß wo er einmal im Alter hin soll.
- Oder jemand lässt sich "stellvertretend" für einen Kranken segnen.
- Oder, oder, oder!
Alles sehr gute Gründe sich segnen zu lassen!
Aber eine NICHT-Ehe segnen?
Verstehe ich nicht!


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 bernhard_k 13. März 2017 
 

@Schlegl

Lieber Monsignore,

das ist ja unglaublich. Lesen, Schreiben, Rechnen, Religion und Sport sind die wichtigsten Fächer, wobei mit Blick auf die Ewigkeit selbstverständlich Religion ganz vorne stehen sollte!!!

Also: Reli, D, M, Sport und Englisch ;-)


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 SCHLEGL 13. März 2017 
 

@bernhard_k

IHR ZITAT:"
Einem Matheschüler, der nicht richtig rechnen kann, hilft man nicht durch "Absegnen" der Rechenfehler - ganz im Gegenteil" ENDE
Die Grünen in Österreich haben gestern noch einen viel BESSEREN Vorschlag gemacht, nämlich MATHEMATIK als PFLICHTFACH in den Schulen abzuschaffen!
Als Lehrer haut einem so etwas um!
Wir werden in Westeuropa immer "kreativer".Msgr. Franz Schlegl


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 Schimmelreiter 13. März 2017 

Theorie und Praxis

Der Ruf nach einer fundierten und verpflichtenden Ehevorbereitung ist an sich richtig, wie man sich selbiges auch bei Erstkommunion udn Firmung wünscht. Aber wer macht das? Wer soll das machen? Die pastorlen Mitarbeiter? Was man da zu erwarten hätte, sieht man ja bereits bei den Kindern. Die Pfarrer? Auch ein Trauerspiel. Die Bischöfe, die sich ohnehin für die Kommunion mit der Gießkanne starkmachen? So eine Segensfeier würde sicher erstmal wieder ein Nachdenken in Gang bringen, warum es das Ehesakrament gibt und warum es die Lightversion gibt. Das ist in sich zwar eine Notlösung, aber dem hiesigen Augiasstall kann man nicht mit dem Staubwedel beikommen. Beim Priesteramt gibt es verschiedene Vorstufen bis zur endgültigen Weihe, warum nicht auch Vergleichbares für die Ehe? Ich finde, das ist mit der Wurst nach dem Schinken geworfen.


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 Imrahil 13. März 2017 
 

Liebe @kirche2000,

leider konnte ich mich wegen der 1000 Zeichen nicht deutlicher ausdrücken.

Der Punkt ist bei dem (kurzfristig) zivil verheirateten Ehepaar, daß es durchaus sein kann, daß es bis zur richtigen Ehe enthaltsam lebt und aus allen möglichen terminlichen und sonstigen Gründen halt die verschärfte Verlobungsfeier staatlichen Rechts, um die es sich bei der Zivilehe handelt, schon etwas vorgezogen hat. Ich kenne auch mindestens ein zweifellos im Vollsinn gläubiges (mittlerweile)-Ehepaar, bei dem das der Fall ist.

Ohne Nachweis des Gegenteils hat die Kirche keine Sünde öffentlich anzunehmen.

Daher ist ein genereller Ausschluß Zivilehepaare von der Hl. Kommunion nicht gerechtfertigt.

[noch genauer: can. 915 anzuwenden wäre nicht gerechtfertigt. Es bleibt dann immer noch can. 916: die beiden müssen selber ihr Gewissen prüfen.]


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 doda 13. März 2017 

@GiovanniFrancesco

Zu Ihrem Post: don't feed the troll!


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 Florian75 13. März 2017 
 

Das kann man nun gar nicht mehr verstehen.
Wenn das Paar nur den Segen bekommt,dann sind sie doch nicht verheiratet. Was soll denn das. Es wird immer komischer und langsam braucht man sich über nichts mehr zu wunder.


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 Josephus 13. März 2017 
 

Meint Bischof Oster ...

... vielleicht eine sich in Etappen vollziehende kirchliche Begleitung bei einer Art Ehe-Katechumenat? Ein solches müsste klare Vorgaben enthalten (natürlich auch das Bemühen um voreheliche Enthaltsamkeit); und dann könnten fallweise Paare, die sich darauf einlassen wollen, einen Segen für die jeweils anstehende nächste Etappe der gemeinsamen Vorbereitung auf das Ehesakrament erhalten. Keineswegs aber darf der Eindruck einer liturgischen Segnungsfeier für unverheiratet zusammenlebende Paare entstehen!


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 Thomas-Karl 13. März 2017 

@Konrad Georg

Trauung verweigern? Das Problem ist, dass Heiraten ein Menschenrecht ist - zugegeben: nicht die kirchliche Trauung. Aber wenn der Pfarrer die kirchliche Trauung verweigert, ermuntert er gewissermaßen die Partner, einfach so zusammenzuleben. Ein Dilemma...


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 Thomas-Karl 13. März 2017 

@kirche3000

Dass es eine kirchliche Verlobung gibt, weiß ich auch (im Ritualeteil De Benedictionibus 1984: "Ordo benedictionis desponsatorum") - als Familienfeier, wobei gemäß den Praenotanda klar sein muss, dass es sich nicht um eine Trauung handelt. Nur gelten die Verlobten gemäß sardischem Brauch eben fast wie Eheleute.


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 Konrad Georg 13. März 2017 
 

Öffenlichkeit

Die Ehe ist immer eine öffentliche Angelegenheit, zivil und kirchlich. [Daß man Ordnung von Revoluzzern nur in begrenztem Umfang erwarten darf, versteht vielleicht nicht jeder.]
Wenn zivil Wiederverheiratete aus klaren Gründen nicht auseinander gehen können, dann müssen Sie öffentlich geloben, enthaltsam zu leben. Damit ist in der Kirche die Ordnung erkennbar hergestellt. Zum Nutzen der Schwachen.


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 D.universalis 13. März 2017 
 

@kirche3000

"Nur zu Ihrer Information: Wenn man nur zivilrechtlich verheiratet ist, darf man auch nicht die Hl. Kommunion empfangen."

Das ist Falsch. Natürlich dürfen auch zivilrechtlich Verheiratete die Kommunion empfangen. Diese Verheiratung ist ja keine schwere Sünde.
Sie meinen wohl eher, dass solchermaßen Verheiratete miteinander Sex haben und dieser dann eine schwere Sünde sei. So würde das jahrhundertelang gesehen, darf aber mit Amoris Laetitia als abgeschafft gelten, weil nach Amoris Laetitia nicht mehr jeder außereheliche Sex gleich eine schwere Sünde ist.


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 GiovanniFrancesco 13. März 2017 
 

Ich finde den Vorschlag des Passauer Bischofs sehr gut

Ein Paar, welches vorhat, eine sakramentale Ehe einzugehen, muss in der Lage sein, dieses Vorhaben unter allen relevanten Gesichtspunkten zu prüfen: Dazu gehört u.a. auch, herauszufinden, ob es sexuell kompatibel ist. Bei dem, was die Kirche heute lehrt (kein Sex vor der Ehe) ist sexuelle Inkompatibilät nahezu vorprogrammiert, und dann ist die Verwunderung groß, warum sich viele Paare scheiden lassen wollen ---- was wiederum auch (kirchlicherseits) nicht möglich sein soll


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 D.universalis 13. März 2017 
 

@veritas vincit

"Wenn ein getauftes Paar zum Pfarrer kommt, um zu heiraten, aber nicht weiss, was das Ehesakrament ist, dann sind sie nicht fähig eine christliche Ehe einzugehen."

DAS IST FALSCH. Eine gültige Sakramentenspendung ist möglich, wenn ein getauftes Paar sich das Jawort gibt, und KEINES der drei Proprien der christlichen Ehe BESTREITET. Das ist ähnlich dem ponentibus non obicem.

Ich bin ehrlich gesagt erstaunt, dass ein habilitierter Dogmatiker wie Bischof Oster derartigen Unsinn an der Häresiegrenze äußert. Er behauptet ja faktisch, es gäbe die Möglichkeit von nichtsakramentalen christlichen Ehen. Das ist aber sicher falsch, möglicherweise sogar eine Irrlehre, weil Jesus Christus die Ehe unter Getauften zum Sakrament erhoben hat.


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 Konrad Georg 13. März 2017 
 

Vernunft

Und redet nicht von Wolke 37 herunter, weil das nicht beeindruckt.
Die Vernunft bietet X Argumente, warum eine feste Paarbeziehung nicht gebrochen werden darf.

Mann und Weib gibt es nur wegen der Fortpflanzung. Das Weib ist einzigartig dafür ausgestattet, dem Kind nach der Geburt die Basis für ein gelingendes Leben zu bieten.
Ehebrecher sind nicht nur blöd, sondern auch noch dreckige Betrüger.

Diese Aussagen sind nur eindeutig; radikal halt.


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 Selene 13. März 2017 
 

@Kleine Blume

Vielleicht habe ich mich etwas missverständlich ausgedrückt.

Mir ging es darum, aufzuzeigen, dass eine solche Segensfeier letztlich zu einem anderen, nichtsakramentalen Eheverständnis ähnlich dem der evangelischen Kirche führen würde.

Falls ein Bischof in seiner Diözese solche Segensfeiern einführen sollte, müssten wir als Kirche unser Eheverständnis und die weitere Entwicklung überdenken.


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 Konrad Georg 13. März 2017 
 

Segensfeier

Nein, ein ganz entschiedenes Nein!

Diese Lösung würde vor allem auf Kosten der Kinder gehen, weil die Paare wegen jedem Muggenschiß auseinander laufen werden.

Dann sind die letzten Hürden gefallen.

Die Lösung des Problems ist mehrstufig:
Schulbuchkommission der DBK auflösen!
Mitglieder des Katechetenvereins entlassen.
Verlobungszeit mit Bedingungen.
Trauung verweigern, wenn kein eindeutiger Ehewille erkennbar!!!


Die Menschen sind doch nicht blöd. Wenn klare Aussagen gemacht werden, dann ! werden die auch verstanden.

[Wir hätten nicht heiraten sollen, hat mir meine Frau gesagt. Sie hatte recht. Wir sind jetzt fast 50 Jahre miteinander verheiratet.]


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 bernhard_k 13. März 2017 
 

Fehl-Schluss!

Aus der Aussage von Bischof Oster:

"Vielen Brautpaaren sei nicht klar, was eine sakramentale Trauung bedeute."

sowie

"Die Ehevorbereitung sei ein Schwachpunkt."

kann logisch nur folgen: Erst nach einer - noch einzuführenden - guten Ehevorbereitung darf auch kirchlich geheiratet werden.

Einem Matheschüler, der nicht richtig rechnen kann, hilft man nicht durch "Absegnen" der Rechenfehler - ganz im Gegenteil ...


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 Kleine Blume 13. März 2017 
 

@Selene: Ehesakrament von Christus eingesetzt

Liebe Selene, wenn ich Sie richtig verstehe, möchten Sie das von Christus eingesetzte katholische Ehesakrament abschaffen und durch eine protestantische Eheschließung ersetzen.

Dazu hat die katholische Kirche keine Vollmacht! Sakramente sind (1) von Christus eingesetzte (2) äußere Zeichen, die (3) Gnade vermitteln. Diese kann die Kirche nur verwalten, aber nicht ändern oder gar abschaffen.

Das Konzil von Trient (16. Jh.) weist ein falsches schismatisches Eheverständnis zurück (DH 1800) und bekräftigt die Einsetzung des Ehesakramentes durch Christus (DH 1801).

Noch einmal in aller Klarheit:
Das katholische Ehesakrament ist von Christus eingesetzt - die katholische Kirche hat keinerlei Vollmacht, es zu ändern oder abzuschaffen!

Wir glauben nicht nur, dass Jesus Christus wahrer Mensch, sondern auch wahrer Gott ist. Somit dürfen wir darauf vertrauen, dass er seine Kirche auch in bezug auf den Ehestand optimal ausgestattet hat - durch das hl. Ehesakrament.


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 kirche3000 13. März 2017 
 

Lieber @ Imrahil

Nach katholischem Verständnis hat man bis zur kirchlichen Trauung sexuell enthaltsam zu leben.
Leider traut sich heute kein Priester mehr, das laut zu sagen.


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 Ad Verbum Tuum 13. März 2017 

@huegel76

... da sind wir völlig beieinander.
Als ich vor nunmehr 22 Jahren geheiratet habe, hatte ich exakt eine Stunde Ehevorbereitung und es ging nur um organisatorische Dinge.
Zum Glück für uns wurde und wird daraus ein gemeinsamer Weg im Glauben.
Dass dies schon ein jahrzehnte altes Problem ist, ist mir auch allzu gegenwärtig.
Ich bin auch in der Firmvorbereitung engagiert und weiß, dass bei Jugendlichen nullkommanichts vorauszusetzen ist. Ich versuche immer auf das Thema Ehe und den damit vrbunden Liebesbegriff der Hingabe und das Warum der zugehörigen Morallehre einzugehen. Ob das allerdings Wirkung entfaltet - ich kann nur zu säen versuchen.
Das Motiv hinter der Aussage von Bf Oster kann ich nachvollziehen: wie kann ich diejenigen, die noch zu ferne stehen, in den Dialog, in der Begleitung durch die Kirche binden. Normalerweise müsste die Segnung nur in Zivil erfolgen dürfen, der große festliche Rahmen ware eindeutig NICHT angemessen.


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 Emmeram652 13. März 2017 

In Bayern

Früher haben die Erben von Grossbauern auch erst ihre Verlobte kirchlich geheiratet, wenn ein gesundes Kind da war...
Das hat die Kirche auch toleriert. War eben gesunder Pragmatismus.
Bevor keiner mehr heiratet, weil das Risiko (Unauflöslichkeit der Ehe) zu gross ist, toleriert man lieber das kleinere Übel (Sex vor der Ehe).


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 tünnes 13. März 2017 
 

Wenn die Segnungsfeier den Beginn einer ernsthaften Ehevorbereitung wäre, (also quasi Verlobung) aber wenn das so gedacht ist, dass die kath. Kirche den Segen erteilt und die Menschen eh den Unterschied nicht kennen zwischen Segen und Sakrament, dann halte ich das nicht für ein gute Lösung, denn ich halte das Paar dazu an, einen Formfehler zu begehen, damit die Scheidung auch kirchlicherseits "fluppt".
Ich vermute nicht, dass Bischof Oster dies als Ziel definiert, aber das wir das barmherzige Ergebnis sein.
Wir schaffen das Sakrament der Ehe ab.
Sorry.
Liebe Bischöfe! Nehmt bitte Eure Priester und durchaus katholischen Ehepaare! in die Pflicht und macht eine 12 - Monatige Ehevorbereitung zur Pflicht!


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 Montfort 13. März 2017 

@LaVenetz - Schön gesagt!

"Aber zum Glück, und das nenne ich Gnade, habe ich erkannt, dass die Liebe, die von diesem Sakrament ausgeht, nicht unsere menschlich-sündhafte Liebe ist, sondern die von Christus durch den Heiligen Geist ausgegossene Liebe ist."

Wenn die eheliche Liebe also Christi Liebe zu seiner Kirche entsprechen soll, dann ist hier weder die rein begehrende Liebe (=Eros), noch nur die Liebe in der freundschaftlichen gegenseitigen Zuneigung (=Philia), sondern die SICH HINGEBENDE, SCHENKENDE LIEBE, die AGAPE gemeint. Und da Christi Liebe sich hingibt und SÜHNE wirkt für die Sünder, ist das auch in der Ehe so: Christliche eheliche Liebe gibt SICH hin für den Ehepartner - ist manchmal "höchstes Glücksempfinden", manchmal "stellvertretende Sühne" für den Ehepartner/die Ehepartnerin im Vertrauen darauf, dass auch er/sie immer wieder "sühnend" für mich eintritt. :-)

Und echte HINGABE geht weder "auf Probe", noch ohne die Gnade Gottes.


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 LAVenetz 13. März 2017 

Vielleicht etwas Entwirrung ...

Als wir (meine Frau und ich) vor bald 37 Jahren geheiratet haben, lautete unser Hochzeitsmotto: Was Gott verbunden hat, darf der Mensch nicht trennen (vgl. Mt 16,6). Das war uns schon klar, dass unsere Ehe ohne Gott kaum ein Sakrament sein würde. Nun, bei der Ehe geht‘s ja um Liebe. Aber zum Glück, und das nenne ich Gnade, habe ich erkannt, dass die Liebe, die von diesem Sakrament ausgeht, nicht unsere menschlich-sündhafte Liebe ist, sondern die von Christus durch den Heiligen Geist ausgegossene Liebe ist. Sagt doch Christus in Joh 17, 25-26: Gerechter Vater, die Welt hat dich nicht erkannt; ich aber habe dich erkannt. Und diese haben erkannt, daß du mich gesandt hast. Und ich habe ihnen deinen Namen kundgetan und werde ihn weiterhin kundtun, damit die Liebe, mit der du mich geliebt hast, in ihnen sei und ich in ihnen. Also (Joh 15,5): „Ich bin der Weinstock, ihr die Rebzweige. Wer in mir bleibt und ich in ihm, der bringt viele Frucht. Denn ohne mich könnt ihr nichts tun.“ Viel Glück!


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 Ehrmann 13. März 2017 

@Gewitterwolke et al.:ja, segnen =gutheißen!

Daß Verlobte ohne Nähe zum echten Glauben nicht sexuell verkehren ist wohl weniger anzunehmen, als Paare mit einer kurzen, aber ernsten Ehevorbereitung in ihre Ehe hineinwachsen können, wenn sie sie sakramental eingehen!!! Herauskommt bei dem Vorschlag des von mir sonst sehr geschätzten Bischofs doch wirklich nur die Segnung (das Gutheißen) eines heute weitverbreiteten Brauches eines wilden (oder zivilehelichen) Zusammenlebens hetero- oder gar homosexueller Paare- und DAS solles nun wirklich nicht sein.
Wichtig ist eine ernste Vorbereitung ohne Abstriche (z.B.BEIDSEITIGES Versprechen, die Kinder ohne falschen Ökunebismus, ohne falschen Freiheitsbegriff) katholisch zu erziehen!)


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 Imrahil 13. März 2017 
 

Liebe @kirche3000, das dürfte so allg. nicht stimmen. Bsp. ein Paar, das einige Wochen vor der Hochzeit schon zivil verheiratet ist...

Zum Vorschlag: Gut gemeint, aber 1. ist ein Segen für solche qua solche, die in Sünde zusammenleben, nicht vorstellbar (wenn wir ihnen "ein Sakrament geben", lieber @SpatzInDerHand, verschwindet immerhin die Sündhaftigkeit!).

2. spricht daraus ein gewisser Sakramentenexklusivismus, der bei der Erstkommunion schon problematisch ist ("du darfst da nur hin, wenn du an genau unserem pfarreigenen Pastoralprogramm teilnimmst").

Die Ehe ist *eben nicht* im selben Sinn wie die Weihe eine Berufung, wo die Kirche im Idealfall die Leute auserkürt, die mit dieser Würde ausgestattet werden sollen. Heiraten darf prinzipiell *jeder*, der will und einen Partner dafür findet; die Ehehindernisse stehen im CIC.

Zur Frage, ob er auch weiß, was er tut, muß man bei einem unbescholtenen Menschen im Zweifel seine schriftlich unterzeichnete Versicherung als wahr annehmen.


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 Wynfried 13. März 2017 

Noch viel früher ansetzen ei der Sakramentenpastoral

„Wir bereiten jedes Kommunionkind und jedes Firmkind monatelang auf das Sakrament vor.“

Und wissen die Kommunionkinder und die Firmkinder hernach, was das Sakrament der hl. Eucharistie bzw. der Firmung bedeutet?


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 Stefan Fleischer 13. März 2017 

Das Ei des Kolumbus

Dieser Vorschlag scheint mir - wie so viele heute - das Ei des Kolumbus zu sein. Das Ei wird zerschlagen, aber ein Pfannkuchen wird trotzdem nicht daraus.
.
Warum geht man mit solchen heiklen Vorschlägen nicht den Dienstweg oder lässt ihn wenigstens durch kompetente Stellen sorgfältig prüfen auf "Wirkungen und Nebenwirkungen", auf Vor- und Nachteile, auf Möglichkeiten und Grenzen? Muss man wirklich immer wieder solche Verwirrungen in Kauf nehmen indem man mit unausgegorenen Vorschlägen an die Öffentlichkeit geht? Ist das im Sinn und Geist Christi? Uns hat man einst gelehrt, dass der Verwirrer ein anderer ist.


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 Veritasvincit 13. März 2017 

@Emmeram652

Sie sagen: "Gesegnet wird ja nicht das Paar sondern jeder einzelne Mensch (deshalb kann man ja auch Homosexuelle, Transsexuelle etc. auch segnen!)."

Wenn ein Paar (auch ein homosexuelles) beim Pfarrer um den Segen ersucht, wollen die Partner doch, dass er ihr Zusammensein segnet. Eine solche Selbstverständlichkeit sollte auch Ihnen klar sein.


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 hl_neri 13. März 2017 
 

Vielen Brautpaaren sei nicht klar, was eine sakramentale Trauung bedeute.

Was für ein treffsicherer Schuss ins eigene Knie!


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 Magdalena77 13. März 2017 

@Sebi1983, @topi

Liebe(r) Sebi, vielen Dank, dass Sie an diesen in Vergessenheit geratenen Ritus und an die heute so sehr fehlende Zeit des Heranreifens zur Ehe, die Verlobungszeit, hingewiesen haben!

@topi - Sie sprechen mir aus der Seele. Eine Ehevorbereitung macht erst Sinn, wenn man überhaupt weiß, wer Jesus Christus wirklich ist und was es mit der Kirche dementsprechend auf sich hat. Wozu brauchen wir Jesus? Wozu brauchen wir die Kirche? Tja, das hat leider auch etwas mit den geschmähten Themen von Sünde und Erlösung zu tun, eine Erlösung, die nicht nur darin besteht, dass wir uns auf dieser Welt möglichst wohl fühlen. Solange diese fundamentalen Dinge nicht begriffen werden, kann der Sinn des Ehesakraments nur schwerlich verstanden und gelebt werden. Alles krankt heute am Fehlen grundlegenden Glaubenswissens, und daraus folgend,an mangelndem oder unreifem Glauben.


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 Selene 13. März 2017 
 

Noch mehr Verwirrung

Ich verstehe das so, dass standesamtlich getraute Paare anschließend in einer Segensfeier den Segen der Kirche bekommen können, ohne eine sakramentale Ehe einzugehen, was uns als Kirche dann den anschließenden Stress mit den wiederverheiratet Geschiedenen erspart.

Diese Segensfeier wäre dann eine Art kirchliche Trauung light, die dann aber zum Empfang der Kommunion berechtigen würde, was bei nur standesamtlich getrauten Paaren nicht der Fall ist?

Ehrlicher wäre es, sich dem Eheverständnis der evangelischen Kirche anzuschließen, bei der auch eine kirchliche Trauung kein Sakrament ist sondern nur eine Art Segensfeier.

Zwei verschiedene Formen kirchlich anerkannter Eheschließungen nebeneinander würde noch mehr Verwirrung schaffen.

Ich plädiere daher für die evangelische Lösung mit entsprechendem Eheverständnis, also einem anderen als bisher in der kath. Kirche.


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 kirche3000 13. März 2017 
 

@ Thomas-Karl

Auch bei Katholiken gibt es nach wie vor die Verlobung: Einem Versprechen (mit Ringtausch)folgt eine Zeit der Prüfung, in der man aber sexuell enthaltsam lebt - ähnlich der jüd. Verlobungspraxis zurzeit Marias und Josefs. Eine wunderbare Einübung in die Ehe. (vgl. www.wahre-liebe-wartet).


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 Veritasvincit 13. März 2017 

Wilde Ehe

Wenn ein getauftes Paar zum Pfarrer kommt, um zu heiraten, aber nicht weiss, was das Ehesakrament ist, dann sind sie nicht fähig eine christliche Ehe einzugehen. Sie kennen den Glauben der Kirche nicht. Ihre Taufe war offenbar nur ein schöner Brauch. Der Segen, den Bischof Oster dann spenden möchte, zielt doch auf ein harmonisches Zusammenleben und auf eine Familiengründung. Es wäre aber nur ein frommer Wunsch, den man auch jedem heidnischen Paar geben kann. Und so werden sie ihre "Ehe" eben heidnisch weiter führen. Wie Gott dann ihren Kommunionempfang beurteilt, weiss wohl der Bischof selber nicht. Das Ganze scheint auf eine Entwertung oder gar auf die Abschaffung der Sakramente hinzulaufen.


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 kirche3000 13. März 2017 
 

@ Stephanius

Nur zu Ihrer Information: Wenn man nur zivilrechtlich verheiratet ist, darf man auch nicht die Hl. Kommunion empfangen.


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 Thomas-Karl 13. März 2017 

Verlobung als Art Eheschließung?

In Sardinien galt die Verlobung als eine Art kleiner Ehe. Es war ein offizieller Akt, der nur durch Beschluss der beiden Familien rückgängig gemacht werden konnte. Sex zwischen den Partnern wurde toleriert.
Jedenfalls war es noch Mitte der 80er Jahre so. Ob dies noch heute gehandhabt wird, weiß ich nicht.


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 Quirinusdecem 13. März 2017 
 

@Stephaninus

Nicht?


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 Sebi1983 13. März 2017 
 

Eigentlich gibt es das längst!

Heute ist viel von Ehekatechument, schrittweiser Heranführung an die Ehe usw. die Rede.

Eigentlich gibt es das schon lange, freilich unter dem heute schon etwas angestaubten Begriff "Verlobung". Dafür gibt es sogar einen eigenen Ritus mit Segnung und Austausch der Verlobungsringe.

Aber natürlich ist das keine Alternative zur kirchlichen Ehe, sondern ein Schritt auf den Weg dorthin.


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 Stephaninus 13. März 2017 
 

Konkubinat?

Man wird bei einer zivilrechtlich gültig geschlossenen Ehe wohl kaum von einem Konkubinat sprechen können ohne despektierlich zu sein.


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 huegel76 13. März 2017 

@Ad Verbum Tuum

Die Kirche macht sich hier nicht erst "momentan" schuldig, sie tut es seit Jahrzehnten. Und jetzt haben wir den Schlamassel, v.a. in der Diskussion um den Umgang mit den Folgen: wiederverheiratet Geschiedene.
Es ist leider Usus geworden, dass die Sakramente entweder bis zur Unkenntlichkeit entstellt sind (Eucharistie, Eheschließung) oder/und nicht mehr empfangen werden (Beichte, Priesterweihe).
Die Spendung der Sakramente durch die Kirche, einer der Hauptpfeiler der katholischen Kirche, wird immer mehr ad absurdum geführt und man wundert sich, dass die Kirche zunehmend als unnötig erscheint. Wie will man es schaffen, ernst genommen zu werden, wenn man sich selbst nicht mehr ernst nimmt?


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 kirche3000 13. März 2017 
 

Leben auf Probe?

Ergänzend möchte ich noch hinzufügen was Papst Johannes Paul bei seinem ersten Deutschlandbesuch verkündete: "Man kann nicht auf Probe leben - man kann nicht auf Probe sterben und man kann auch nicht auf Probe lieben..."
Diese drei Bereiche umfassen immer unser ganzes Menschsein mit Leib, Seele und Geist; und da gibt es nur ein g a n z oder g a r n i c h t !


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 Sebi1983 13. März 2017 
 

Das gibt es doch längst!


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 topi 13. März 2017 

Das ist sehr schlecht

Durch eine "Segnung" segnet man ein Konkubinat. Das kann doch nicht ersnts gemeint sein. Und dann können sie natürlich auch zur Kommunion. Und alle denken, das wären Chruisten. Christ ist jedoch der, der den Geist Christi hat (Paulus). Die Sakramente sind für Christen. Wir brauchen ein Taufkatechumenat, damit überhaupt klar ist, was Christsein bedeutet. Christen sind Licht, Salz, Sauerteig, und nicht eine undifferenzioerbare Masse an "guten Menschen". Viele Menschen sind gut, ohne Christen zu sein. Der Christ kann den feind lieben und hat das ewige Leben in sich. Dann kann er sich auch ewig an eine Frau/Mann binden. Das ist Ehe.


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 Ad Verbum Tuum 13. März 2017 

Fakt ist jedenfalls ..

dass sich die Kirche in Deutschland momentan bei vielen Eheschließungen mit-schuldig macht, da alles wichtiger scheint, als eine vernünftige Ehekatechese auf die Beine zu stellen.
Dies ist eine schwere Schuld, ein schweres Versagen.

Alleine der Ausblick eine "langwierige" Ehekatechese mitmachen zu müssen, wird das Interesse an der Ehe zwar weiter schrumpfen lassen. So wird die Ehe wieder mehr zum Lebens- und Glaubenszeugnis.
Die Botschaft der Ehe als einen gemeinsamen Glaubensweg, der Ehe als Hauskirche, muss neu spürbar werden, zentral werden.

Die Segnung müsste weniger den Bund, als mehr die beiden Personen für sich in den Blick nehmen, dass sie sich bewusst werden, dass es eines Weges der Umkehr bedarf, eines Weges der Reifung - mit dem Ziel der christlichen Eheschließung.
Die saubere und sichtbare Abgrenzung zur Ehe ist dabei unabdingbar.


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 lesa 13. März 2017 

Nicht zu empfehlen

Den pastoralen Gedanken, der Bischof Oster zu diesem Vorschlag veranlasst, kann man gut nachvollziehen. Ob es nicht zu weiterer Verwirrung führt? Das haben wir doch schon!


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 Magdalena77 13. März 2017 

@SpatzInDerHand

Dem von Ihnen zu Recht beklagten Zustand (Sakramente für Menschen, die nicht wissen, was sie tun und welche Bedeutung das Sakrament hat) gehört schnellstens Abhilfe verschafft, aber das werden wir nicht erreichen, indem die Kirche Paare "segnet", sondern nur, indem sie endlich ihre ureigene Verkündigungsaufgabe wieder wahrnimmt und die Bedeutung der Sakramente ohne Abstriche lehrt. Mit nichtsakramentalen "Segensfeiern" führt sie die Menschen nur noch mehr in die Irre und entfernt sie von den Sakramenten.


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 Quirinusdecem 13. März 2017 
 

Arzt spielen...

Lieber und von mir hochverehrter Stefan Oster, Sie sagten sehr richtig..."vielen Brautpaaren sei nicht klar, was eine sakramentale Trauung sei...." Daraus folgt aber, leider, auch, dass die Brautpaare und die Angehörigen den Unterschied zu einer einfache Segensfeier nicht erkennen und demzufolge von einer kirchliche Hochzeit reden und auch überzeugt sein werden. D.h. das Ehesakrament wird bis zur Unkenntlichkeit und das Vergessen in den Hintergrund geschoben werden. Wenn jemand das Medizinstudium aus welche Gründen auch immer nicht absolviert wird demjenigen auch nicht erlaubt Arzt zu spielen an echten Patienten.....


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 Thomas-Karl 13. März 2017 

Segnung für Konkubinat?

Paare nur zu segnen würde ja heißen, dass man diese ins Konkubinat (und damit in den Zustand schwerer Sünde) entlässt.


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 Emmeram652 13. März 2017 

Richtig - und brilliant

Es ist doch richtig, dass man Personen, die kein Verständnis von einer sakramentalen Ehe haben, nicht traut!
Die Segnung ist eine Form diese Personen näher an die Kirche heran zu führen; ev. wollen sie ja dann später auch eine Ehe eingehen.
Zu den empörten Kommentaren drei Bemerkungen:
1. Gesegnet wird ja nicht das Paar sondern jeder einzelne Mensch (deshalb kann man ja auch Homosexuelle, Transsexuelle etc. auch segnen!)
2. Zum Stichwort "Sünde" - wissen wir, was das Paar im Bett so treibt? Das geht niemanden was an.
3. Was wäre denn die Alternative? Relativ kirchenferne Personen (die aber doch den Kontakt zur Kirche suchen) gleich mit einem Kübel Eiswasser begiessen "Sünde" etc. Das ist doch völlig naiv anzunehmen, dass diese dann ihre aussereheliche Beziehung einstellen. Die einzige Alternative wäre moralisch mit diesem Personenkreis der "heiraten" will oder eine Segnung sucht, keinen Kontakt zu haben! Meinen Sie das wirklich, Priska.
Immer diese moralinsaure Empörung!


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 Kleine Blume 13. März 2017 
 

Segen für Wilde "Ehe"?

Soll jetzt einfach das außereheliche wilde Zusammenleben gesegnet werden?

Vgl. hierzu den Beichtspiegel, Gotteslob Nr. 600,5:

> "Bin ich bereit zur kirchlichen Eheschließung und zur christlichen Gestaltung von Ehe und Familie [...]?"

> "Habe ich außereheliche sexuelle Beziehungen?"

Ich finde, dass derart wichtige katechetische Inhalte wie die sakramentale Ehe immer wieder im Schulunterricht und in Predigten auftauchen sollten - das ist katechetisches Grundwissen!

Außerdem sollte die Kirche die Zulassungsbedingungen zu den Sakramenten anheben - wenn ein Sportler sich in einem Verein z.B. auf die Prüfung für einen Kampfsportgürtel vorbereitet, investiert er auch klaglos Monate an Vorbereitungszeit. Eine dementsprechende Vorbereitung sollte für ein Sakrament recht und billig sein!

Die sakramentale Ehe ist der von Christus vorgesehene Weg - Exzellenz, ich bitte Sie eindringlich um die Verbesserung der von Ihnen angesprochenen unzulänglichen Ehevorbereitung!


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 padre14.9. 13. März 2017 

"was eine sakramentale Trauung bedeute"

vielen Eltern ist auch nicht ganz klar was eine katholische Taufe bedeutet. Das Kind dann auch nur segnen, und warten bis nach dem Firmunterricht. ??
Katholiken sollten nach dem Kommunion / Firmunterricht in der Lage sein zu erkennen was eine sakramentale Ehe ist.
Wenn es in der Kirche zwei Geschwindigkeiten der Ehe geben sollte ( Segensfeier + sakramentale Ehe) na dann Gute Nacht.
Oder kommem die sogenannten Segensfeiern wegen der schleichenden Anerkennung der Homosexualität?


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 Stephaninus 13. März 2017 
 

@SpatzInDerHand

Ich sehe das genauso wie Sie. Ich bin überzeugt, dass genau das die Absicht von Bischof Oster ist. Wir sollten da auch nicht vorschnell mit, "da werde nun Sünde quasi abgesegnet" argumentieren. Papst Benedikt hat ja ebenfalls zuweilen davon gesprochen, dass das antike Katechumenat eigentlich wieder belebt werden sollte als Möglichkeit für Menschen, die nahe Christus und der Kirche sein möchten, die aber den letzten Schritt noch nicht zu setzen wagen.


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 maltem 13. März 2017 
 

Formpflicht

Wenn ein Katholik nicht-sakramental heiratet, genügt er i. A. nicht der Formpflicht, und die Ehe ist ungültig. Also bitte: Ganz oder gar nicht.


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 Magdalena77 13. März 2017 

Faule Kompromissversuche

Aha, und welchen Wert, welche Aussage soll diese "Segensfeier" dann haben? Oder besteht ihr Wert einzig und allein darin, diese Paare zu "begleiten" und ihnen noch so nebenbei die Illusion einer Eheschließung zu geben mit allem, was so richtig "dazugehört": Kirche, weißes Kleid, Orgelmusik etc.? Dabei aber gleichzeitig den Ist-Zustand (de facto eine "wilde Ehe") zu segnen? Das halte ich für eine grundverkehrte und fatale Idee. Der einzige Weg kann nur darin liegen, heiratswilligen Paaren eine fundierte Ehevorbereitung zukommen zu lassen (verpflichtend...) und sie bei echtem Willen, die katholische Ehe einzugehen, zu trauen. Alles andere sind ganz schlechte Kompromissversuche mit dem Zeitgeist.


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 SpatzInDerHand 13. März 2017 

@Priska, @Gewitterwolke:

de facto geben wir heutzutage Menschen, die längst "in Sünde leben" (wie Sie das nennen), sogar noch ein Sakrament. Ohne Beichte, ohne jede Einsicht vorher, häufig sogar ohne echten Glauben - einfach so, völlig anstrengungsfrei und deshalb ebenso ziemlich wert- und wirklungslos.


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 SpatzInDerHand 13. März 2017 

Das ist ein Vorschlag aus der Praxis! Finde ich sehr gut!

Dann könnten wir künftig das Ehesakrament wieder für jene reservieren, die praktizierende Christen sind und tatsächlich wissen, was sie tun. Das würde eine starke Aufwertung der christlichen Ehe als echte BERUFUNG nach sich ziehen.

Super, Herr Bischof Oster! Ich denke das schon seit Jahren, was Sie hier sagen!


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 Gewitterwolke 13. März 2017 
 

Das verstehe ich jetzt gar nicht. Was ist denn eine Segensfeier? Die Paare leben doch dann ohne dem Ehesakrament zusammen. Also leben sie in Sünde zusammen und hierfür sollen sie den Segen bekommen? Das ist doch nicht zu glauben.


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 priska 13. März 2017 
 

Segens feier--wie die Sünde segnen???
Immer neue Einfälle...die verwirren?


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