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'Ein Tropfen Milch': Dringender Hilferuf für Aleppos Kinder

14. März 2017 in Weltkirche, keine Lesermeinung
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Im Ostteil Aleppos, um den bis Ende 2016 Kämpfe tobten, kehrt wieder Leben ein. Zögerlich kommen die ehemaligen Bewohner zurück. Von Tobias Lehner


Aleppo (kath.net/KIN) Das Töten im syrischen Aleppo ist zu Ende, vorerst. Wie lange die Waffen schweigen, weiß niemand. Im Ostteil der Stadt, um den bis Ende 2016 Kämpfe tobten, kehrt wieder Leben ein. Zögerlich kommen die ehemaligen Bewohner zurück. Sie wollen sehen, was aus ihren Wohnungen, Arbeitsstellen und Gotteshäusern geworden ist.

Was sie da sehen, ist verheerend: Trümmerwüsten, abgerissene Dächer, zerborstene Scheiben. Kein Stein ist auf dem anderen. Eine funktionierende Infrastruktur: Im Westteil Aleppos gibt es so etwas noch, wenn auch mehr schlecht als recht, aber hier im Osten? „Die Medien berichten kaum mehr über uns, aber die Zustände sind himmelschreiend“, sagt der christliche Arzt Dr. Nabil Antaki. Er ist im Ostteil der Stadt geblieben, auch als die Bomben fielen und fast alle Einwohner in Panik flüchteten.

„Die Menschen haben ihr Hab und Gut verloren; fast alle Gebäude sind beschädigt oder zerstört“, sagt Antaki. Viele lebten in bitterer Armut. Das momentane Durchschnittseinkommen in Aleppo liegt bei höchstens 150 US-Dollar. Zum Leben zu wenig …. Das eint den Ost- und Westteil der Stadt. Lebensmittel sind knapp und teuer. „Ich mache mir besonders Sorgen um die Kinder“, erklärt Antaki, „sie trifft die Mangelernährung besonders.“ Um Abhilfe zu schaffen, hat er das Projekt „Ein Tropfen Milch“ ins Leben gerufen.


Es wird von verschiedenen christlichen Kirchen mitgetragen und kommt allen zugute – ohne Ansehen der Person oder Konfession. Das macht es zu etwas Besonderem. In den Pfarreien verteilen Freiwillige Milchpulver und Babynahrung an Eltern und Kinder unter 10 Jahren. „Jeden Monat können wir etwa 2850 Kinder versorgen“, erklärt der Arzt. Jeden Monat die Chance auf eine normale Entwicklung – für Kinder, die ohnehin schwer traumatisiert sind.

Zwei von ihnen sind die Geschwister Myriam und Pamela, zehn und sechs Jahre alt. Ihre Mutter Georgina erzählt: „Meine beiden Töchter erhalten jeden Monat je ein Kilo Milchpulver.“ Das sei überlebenswichtig, denn: „Pamelas Gesundheit ist kritisch, sie wurde von einem Bombensplitter in den Rücken getroffen. Sie braucht Milch, damit sie wieder zu Kräften kommt.“ (siehe auch Video unten!)

Doch das Projekt steht auf der Kippe. Die galoppierenden Milch- und Lebensmittelpreise machen die Finanzierung immer schwieriger. „Die Kinder von Aleppo haben bereits ihre Kindheit verloren. Sollen sie jetzt auch noch Wachstum und Gesundheit verlieren“, fragt Dr. Antaki. Er hat sich hilfesuchend an „Kirche in Not“ gewandt. Das Hilfswerk hat eine monatliche Unterstützung für vorerst ein Jahr zugesagt. Damit eine gesunde körperliche Entwicklung für Myriam, Pamela und die anderen Kinder möglich ist. „Die Hilfe von ,Ein Tropfen Milch' ist so wichtig für unsere Familien“, sagt Georgina. „Bitte führen Sie dieses Projekt fort.“

Um „Ein Tropfen Milch“ und weitere Projekte für Aleppos Christen wie Lebensmittel-, Kleider-, Medikamentenspenden, Bildungs- und Reparaturprogramme weiter unterstützen zu können, bittet „Kirche in Not“ um Spenden:

Kirche in Not Deutschland

Kirche in Not Österreich

Kirche in Not Schweiz

Ein Tropfen Milch für Aleppo


Foto oben: Ein Junge und ein Mädchen erhalten Milchpulver in einer Ausgabestelle © KIRCHE IN NOT


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