18 März 2017, 07:00
Papst: Der Einsatz von Exorzisten ist ´unverzichtbar´
 
Legionaere
 
WEITERE ARTIKEL ZUM THEMA 'Franziskus Papst'
Franziskus: Exorzisten müssen "sehr sorgfältig und mit viel Klugheit ausgewählt werden" - VIDEOS: Papst leitet eine Bußzeremonie, dabei beichtet er selbst und hört die Beichte

Vatikanstadt (kath.net/KAP) Papst Franziskus hat Großzügigkeit im Beichtstuhl angemahnt und sich für fallweise Exorzismen ausgesprochen. Die katholische Bußpraxis müsse "glaubwürdiger Spiegel der Barmherzigkeit Gottes" sein, sagte er am Freitag vor Teilnehmern eines Kurses am vatikanischen Gnadengerichtshof, der sogenannten Pönitentiarie. Dabei gelte es, Strenge sowie Mangel an Verständnis zu vermeiden. Ein Beichtvater, der seine Tätigkeit im Gebet reflektiere, wisse gut, "dass er selbst der erste Sünder ist und der erste, dem vergeben wurde".

Werbung
christenverfolgungmai


Franziskus mahnte Beichtseelsorger weiter, um die "Gabe der Demut" zu bitten. Es müsse deutlich werden, dass Vergebung ein freies Geschenk Gottes sei. Priester spielten nur die Rolle von "einfachen, wenngleich notwendigen Verwaltern" nach dem Willen Jesu, so der Papst. "Ihm wird es sicher gefallen, wenn wir von seiner Barmherzigkeit großzügig Gebrauch machen", fügte er hinzu.

Der Einsatz von Exorzisten bleibe auch in der heutigen Zeit unverzichtbar, sagte der Papst. Zur Beichte erschienen bisweilen Menschen mit "spirituellen Störungen". Sofern diese nicht, wie in den meisten Fällen, psychische Ursachen hätten, dürften Seelsorger "nicht zögern, sich an diejenigen zu wenden, die in den Diözesen mit diesem sensiblen und notwendigen Dienst betraut sind, also die Exorzisten", sagte Franziskus vor Teilnehmern eines Kurses für Beichtseelsorge am Freitag im Vatikan.

Der Papst betonte, zur Beurteilung vermeintlicher "spiritueller Störungen" müssten Priester Psychologen und Mediziner zu Rate ziehen. Nötig sei auch eine Berücksichtigung der "existenziellen, kirchlichen, natürlichen und übernatürlichen Umstände". Konkrete Beispiele nannte der Papst nicht. Mit Blick auf die Exorzisten sagte Franziskus, diese müssten "sehr sorgfältig und mit viel Klugheit ausgewählt werden".

Die Apostolische Pönitentiarie ist einer der drei obersten Gerichtshöfe der katholischen Kirche. Sie ist unter anderem für das Ablasswesen und die Aufhebung von Strafen zuständig.

Papst Franziskus beichtet im Petersdom und hört danach selbst die Beichte




Fastenzeit 2017: Papst Franziskus leitet die Bußzeremonie im Petersdom





Copyright 2017 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich
Alle Rechte vorbehalten







kath.net ist Teilnehmer des Partnerprogramms von Amazon EU, das zur Bereitstellung eines Mediums für Webseiten konzipiert wurde, mittels dessen durch die Platzierung von Werbeanzeigen und Links zu Amazon.de Werbekostenerstattung verdient werden kann.

Lesermeinungen zu diesem Artikel anzeigen und Kommentar schreiben

Sie können nur die Lesermeinungen der letzten sieben Tage einsehen.

 

meist kommentierte Artikel

Weil im Islam Toleranz sehr stark verwirklicht werde? (45)

US-Präsident Trump bei Franziskus (31)

Papst betet für Opfer des Terroranschlags von Manchester (31)

Berliner Diözesanrat hat kein Herz für ungeborene Kinder (24)

... die Sache mit dem Kreuz (22)

Kirchentag oder EKD-Parteitag? (20)

Der kalte und ideologische Glaube ist gegen den Heiligen Geist (19)

Wieder islamistischer Anschlag auf Kopten - Mindestens 24 Tote (18)

Caffarra: Mit Abtreibung und ‚Homo-Ehe’ fordert Satan Gott heraus (18)

Scheich: Muslime tragen keine Schuld an den aktuellen Terroranschlägen (13)

CDU-Politiker: Kirchen sollen sich auf Kernthemen konzentrieren (13)

Dröge: Man dürfe Christenverfolgung nicht dramatisieren (12)

Geheimpapier: 6,6 Millionen Flüchtlinge am Weg nach Europa (11)

Syrien: Für Christen keine Alternative zum Assad-Regime (10)

Der Bischof von Chur und die Wölfe (9)