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Kükenschreddern ist schlimm, Massentötung von Ungeborenen okay

28. März 2017 in Kommentar, 15 Lesermeinungen
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„Wer das Leben von ungeborenen Kindern verteidigt und gegen Abtreibung protestiert, ist rechts, was im Normenkatalog der Grünen in etwa die schlimmste Todsünde darstellt.“ Gastkommentar zum Wahlprogramm der Grünen von Mathias von Gersdorff


Berlin (kath.net/Aktion SOS Leben Blogspot) Die Grünen haben ein Herz für Tiere: „Wir wollen, dass die Tiere ein besseres Leben haben: mehr Platz in den Ställen, Zugang zu frischer Luft und Tageslicht, kein Kükenschreddern, keine Amputationen und Qualzuchten, tiergerechte Fütterung und deutlich weniger Antibiotika. Wir wollen die industrielle Massentierhaltung in den nächsten 20 Jahren beenden. Das fördern wir mit einem Pakt für faire Tierhaltung, damit sich tier- und umweltgerechte Haltung auch wirtschaftlich rechnet.“

Ungeborene Kinder können über so viel Zuwendung seitens der Grünen nur träumen. Sie kommen nur indirekt im Wahlprogramm der Grünen vor: „Wir setzen uns für das Selbstbestimmungsrecht von Frauen und Mädchen über ihren Körper ein. Daher verteidigen wir die Straffreiheit von Schwangerschaftsabbrüchen gegen die Angriffe von rechts. Frauen in Notlagen brauchen Unterstützung und Hilfe, keine Bevormundung und keine Strafe.“

Wer also das Leben von ungeborenen Kindern verteidigt und gegen Abtreibung protestiert, ist rechts, was im Normenkatalog der Grünen in etwa die schlimmste Todsünde darstellt.


In den beiden Zitaten ist die gesamte Absurdität der grünen Weltanschauung enthalten.

Nun, diese Erkenntnis ist nicht ganz neu, doch es lohnt sich, die Zitate genauer zu analysieren, um auch unsere Arbeit zum Schutz der ungeborenen Kinder effizienter und wirksamer zu gestalten.

1. Wenn es darum geht, das Leben von Tieren und Pflanzen zu verteidigen, sind die Grünen sehr explizit: „Wir wollen, dass die Tiere ein besseres Leben haben.“ Sie könnten sagen, sie seien für gesündere und geschmackvollere Nahrungsmittel, welche man durch artgerechtere Tierhaltung produziert. Aber nein: Ihr Eintreten ist dezidiert für das bessere Leben der Tiere, was im Grunde eine Art Recht auf Leben impliziert.

2. Um diesem Einsatz für das Leben der Tiere eindrucksvoller begründen zu können, verwenden sie Wörter mit großer emotionaler Wirkung: Kükenschreddern, Amputationen, Qualzuchten. Hier wird ein Bild leidender Tiere gezeichnet, das unter die Haut der Leser gehen soll.

3. Wenn sich die Grünen zum Thema Abtreibung äußern, gehen sie sprachlich völlig anders vor: Das ungeborene Kind und sein Leben werden nämlich gar nicht erwähnt. Ungeborene Kinder und ihr Leben haben in der Weltanschauung der Grünen offenbar überhaupt keinen Platz – ganz im Gegensatz zu den Tieren, ihrem Leben und Wohlergehen.

4. Ein scharfer Kontrast wird deutlich, wenn in jenen Absatz anstatt "Einsatz für das Tier und sein Leben" einmal das "ungeborene Kind und sein Leben" eingesetzt würde: „Wir wollen, dass allen ungeborenen Kinder die Chance gegeben wird, geboren zu werden: kein Absaugen, keine Zerstückelung, keine qualvollen Abtreibungen! Wir wollen die industrielle Massen-Abtreibung in den nächsten 20 Jahren beenden. Das fördern wir mit einem Pakt für das Leben der ungeborenen Kinder, um das Lebensrecht für die ungeborenen Kinder mit dem Selbstbestimmungsrecht der Frauen zu harmonisieren.“

Den Absatz über Abtreibungen hätten die Grünen auch anders formulieren können. Der Begriff vom Selbstbestimmungsrecht der Frauen führt in die Irre, denn das ungeborene Kind im Mutterbauch wird als Beteiligter in seiner Selbstbestimmung ignoriert. Konsequenterweise müsste man daher bei der abtreibungswilligen Frau vom Bestimmungsrecht reden. Das klänge dann aber hart: „Wir setzen uns für das Bestimmungsrecht von Frauen und Mädchen über das Leben ihrer ungeborenen Kinder in ihrem Körper ein. Daher verteidigen wir die Straffreiheit von Tötungen von ungeborenen Kindern gegen die Angriffe von rechts. Frauen in Notlagen brauchen Unterstützung und Hilfe, keine Bevormundung und keine Strafe für das Töten von ungeborenen Kindern durch Abtreibung.“ Erst diese Fassung würde den Sachverhalt korrekt beschreiben.

Doch das wollen die Grünen nicht: Sie wollen die ungeborenen Kinder unsichtbar machen!

Deshalb reagieren sie wie wild, wenn Lebensrechtler in die Öffentlichkeit treten. Mit Blockaden, Gegendemonstrationen, Hasstiraden („fundamentalistische Christ*innen“) wüten sie gegen Andersdenkende.

Gegenwärtig ist das Ziel Nummer 1 der Abtreibungslobby eindeutig, nämlich: Die ungeborenen Kinder unsichtbar machen!

Unsere Antwort darauf ist ganz einfach: Die ungeborenen Kinder sichtbar machen!

Und zwar auf allen Kanälen: in Postsendungen, in sozialen Netzwerken, in Straßenaktionen. Durch Sichtbarkeit wird es uns gelingen, die Herzen der Menschen für die ungeborenen Kinder zu entflammen!


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