Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Papst Leo XIV. geht auf Distanz zu Kardinal Marx und seinen geplanten Homo-Segnungen
  2. Marx erlaubt Segnung homosexueller Paare
  3. George Weigel an Kardinal Hollerich: Hat die Kirche Christus zweitausend Jahre lang missverstanden?
  4. US-Moderator Sean Hannity hat die katholische Kirche verlassen.
  5. Diplomatischer Coup: US-Präsident Trump verhindert Hinrichtung von acht Frauen im Iran
  6. Leo XIV. über Papst Franziskus: Ein großes Geschenk für die Welt
  7. Gericht verhandelt über Diskriminierung einer Lebensschutzgruppe an der Uni Heidelberg
  8. „Gott und sein Gesetz sind wichtiger als menschliche Vereinbarungen und Macht“
  9. ‚Augustiner für den Frieden‘ – Der spätere Leo XIV. bei einer Friedensdemonstration in Rom 1983
  10. „Wenn man der Wahrheit einen Namen geben möchte, ist das sicher Gott“
  11. Ein Brief vom Papst an die Kardinäle und der Stilwechsel in Rom
  12. Erst Gerichtssaal, dann Preisverleihung: Weronika Krawczyk erhält Opoka-Preis „Auf Fels gebaut“
  13. Trotz Konflikt mit dem Papst - Trump genießt jetzt Rekordzustimmung bei US-Katholiken
  14. Israel: Haftstrafe für zwei Soldaten nach schwerem Vandalismus an Kruzifix
  15. Finanzströme des Islam-Terrors: Hisbollah-Netzwerke bis nach Österreich aktiv

Der Bischof von Chur und die Wölfe

24. Mai 2017 in Schweiz, 9 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


"Tagespost" hat beim Konflikt um den Churer Bischof Huonder die Akteure geoutet, die gegen den Bischof agieren: www.kath.ch, "Es reicht", "Neue Zürcher Zeitung", "Tagesanzeiger", Generalvikar Martin Kopp und der emeritierte Weihbischof Peter Henrici


Chur (kath.net)
Die "Tagespost" hat nach der Amtsverlängerung des Churer Bischof Vitus Huonder in einem Artikel aufgezeigt, wer seit Jahren immer wieder medial gegen den Bischof agiert. Als Sprachrohr der "progressiven Katholiken“ in der Schweiz wird von der Zeitung die Page „www.kath.ch“ bezeichnet, die sich entsetzt und schockiert über die Amtsverlängerung von Huonder gezeigt hat und bei der Kapuziner Willi Anderau von "Pfarrei-Initiative Schweiz" regelmäßig gegen Huonder wettern darf. Im Blickfeld steht auch die Gruppe „Es reicht!“ die seit November 2016 für die Einsetzung eines mehrjährigen Apostolischen Administrators während der Vakanz des Churer Bischofsstuhls warb. Ihr Sprecher ist der suspendierte und verheiratete Priester Erwin Koller.

Weitere Agiteure gegen Huonder sind laut Niklaus Herzog, Jurist und Theologe mit Schwerpunkt Kirchenrecht, auch die „Neue Zürcher Zeitung“ und deren Kirchenredakteur Simon Hehli, Sohn eines protestantischen Pfarrers sowie die die Zeitung „Tagesanzeiger“, bei der immer wieder die "ewig gleich-schiefen Denkschablonen" ('Basis' gegen Kirchenführung) gebracht werden. Laut Herzog könnten die Zeitungen aber ihr "destruktives Monopoly" nicht ohne den tatkräftigen Support wichtiger kirchlicher und staatskirchlicher Exponenten durchziehen. Dabei stehen zwei Namen im Blickpunkt: Der Generalvikar für die Urschweiz des Bistums Chur, Martin Kopp und der emeritierte Weihbischof und Jesuit Peter Henrici, der regelmäßig aus seinem Alterswohnsitz im fernen Wallis in der Causa "Huonder" mitmischen möchte.


Laut der Tagespost gehe es im Kern des Konflikts darum, dass beispielsweise in punkto Ehe, Abtreibung oder allgemein Sexualmoral keine am Lehramt orientierte Kirche mehr geben sollte, sondern eine Kirche, die sich an den Menschen vor Ort orientiert („Lebensrealität“) orientiert und sich von daher auch normativ begründet. Innerkirchlich werden dann die Begriffe "reaktionär, ultrakonservativ, weltfremd" versus "liberal, progressiv, weltoffen" verwendet. Medial gehe es gegen eine bestimmte glaubenstreue Person. Die "Tagespost" schreibt dazu: "In der Deutschschweiz betrifft diese irreführende Personalisierung besonders den Bischof von Chur, da er den Glauben unverkürzt verkündigt. Nur wenn man genauer auf den jeweiligen Stein des Anstoßes schaut, kann man erkennen, dass es um unerwünschte Glaubensvorgaben geht, wie sie im Katechismus stehen und wie sie der Bischof lediglich vertritt, so etwa in Bezug auf die Unauflöslichkeit der Ehe, die heilige Eucharistie oder den Genderismus."

Die "Tagespost" erinnert dann auch eine Einschätzung durch die Wochenzeitung "Weltwoche", die zum Konflikt schrieb: "Das hat zur Folge, dass Gläubige kaum noch vertraut sind mit den römisch-katholischen Positionen. Wer sich aus Überzeugung an den Fundamenten orientiert, gilt als altbacken. Wer dies öffentlich wie Huonder mit Verve tut, wird als militant, rigid und radikal verspottet oder, in seinem Fall, als Bischof ,mit spitzenbesetzten Roben aus einer anderen Zeit‘ (Tages-Anzeiger), als ,stählerne Keule im samtenen Futteral‘"

Im Hintergrund geht es aber (wieder einmal) um viel Geld. Von den 1,3 Milliarden Franken Kirchensteuern, die alljährlich eingenommen werden, bekommen die Bischöfe nur zwei Prozent. Der Rest wird von den „staatskirchenrechtlichen Körperschaften“ verwaltet, auf den die Bischöfe keinen Einfluss haben. Mehrere tausend Jobs sind daher laut "Tagespost" von einer gewissen „Mehrheitsfähigkeit“ kirchlicher Positionen abhängig.


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Kirche

  1. Das kirchliche Amt zwischen Wahrheit und Selbstreferenz – Vom Selbstausdruck zum Christuszeugnis
  2. Neue Fantasien über das Weiheamt für Frauen?
  3. Warum kein einfach gläubiger Katholik „Laienpredigten“ in der heiligen Messe braucht
  4. „Je besser die zentralen Ämter der Kirche geführt werden, desto größer der Nutzen für die Kirche“
  5. Woelki: „Herr, offenbare du deinen Willen für deine Kirche, das ist der Kernsatz aller Synodalität“
  6. „Treue oder Einheit? Wie wird Leo XIV. mit den Lehr- und Disziplinarproblemen der Kirche umgehen?“
  7. Erzbistum Brisbane/Australien: Messbesucherzahlen wachsen seit drei Jahren
  8. „Papst Leo XIV. stellt in allen seinen Predigten und Ansprachen immer Jesus Christus in die Mitte“
  9. „In Deutschland tobt derzeit ein Kirchenkampf“ - Droht ein Schisma?
  10. Niederländischer Weihbischof Mutsaerts: „Möchte mich nun an liberale Theologen und Gläubige wenden“







Top-15

meist-gelesen

  1. Große SIZILIEN-Rundreise mit Kaplan Johannes Maria Schwarz!
  2. Papst Leo XIV. geht auf Distanz zu Kardinal Marx und seinen geplanten Homo-Segnungen
  3. Christus, das Licht der Jugend und der Familien
  4. Marx erlaubt Segnung homosexueller Paare
  5. „Wenn man der Wahrheit einen Namen geben möchte, ist das sicher Gott“
  6. Ein Brief vom Papst an die Kardinäle und der Stilwechsel in Rom
  7. George Weigel an Kardinal Hollerich: Hat die Kirche Christus zweitausend Jahre lang missverstanden?
  8. Keine Bistums-Erlaubnis für Afrika-Madonna in der Gebetsstätte Marienfried
  9. Diplomatischer Coup: US-Präsident Trump verhindert Hinrichtung von acht Frauen im Iran
  10. "Einfach viel unverschämter vom persönlichen Glauben erzählen"
  11. US-Moderator Sean Hannity hat die katholische Kirche verlassen.
  12. Der Fall „Correctiv“: Ein journalistischer Sündenfall und seine Folgen
  13. Der 6. Münchner Marsch fürs Leben setzt ein starkes Zeichen für das Lebensrecht
  14. Bischof Ivo Muser: "Der größte Mangel, den wir in unserer Diözese haben, ist der Gläubigenmangel"
  15. Gericht verhandelt über Diskriminierung einer Lebensschutzgruppe an der Uni Heidelberg

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz