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US-Höchstrichter warnt: Religionsfreiheit ist in Gefahr

31. Mai 2017 in Chronik, 3 Lesermeinungen
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Die freie Ausübung der Religion sei eines der grundlegendsten Rechte der USA. Heute sei es in Gefahr. Wer bestimmte religiöse Überzeugungen öffentlich äußere, werde schnell als Fanatiker gebrandmarkt, sagt Samuel Alito.


Philadelphia (kath.net/CNA/jg)
Religionsfreiheit bedeutet, dass „niemand gezwungen ist, gegen seinen Glauben zu handeln.“ Die meiste Zeit seines Lebens sei dies für die Amerikaner selbstverständlich gewesen. Heute sei die Religionsfreiheit in Gefahr, sagte Samuel Alito (67), Richter am Obersten Gerichtshof der USA, bei der Graduierungsfeier des Karl Borromäus Seminars in Philadelphia.

Die Religionsfreiheit sei eines der grundlegendsten Rechte der Vereinigten Staaten, betonte Alito in einem Interview mit dem Blog des Seminars, das er kurz vor der Veranstaltung gegeben hatte. Die Gründerväter der USA hätten einen vitalen Zusammenhang zwischen Religion und der Fähigkeit einer Gesellschaft zur Selbstverwaltung der Republik gesehen. „Was die Gründerväter vor mehr als 200 Jahren erkannt haben, gilt heute noch genau so“, sagte er wörtlich. Heute gebe es allerdings Grund zur Sorge, befürchtet Alito.


Bereits 2015 schrieb Alito, er befürchte, dass diejenigen, die den überlieferten Überzeugungen anhängen würden, diese bald nur mehr privat aussprechen dürften. Sobald diese Ansichte öffentlich geäußert würden, würden ihre Vertreter vom Staat, den Arbeitgebern und den Schulen als Fanatiker bezeichnet und als solche behandelt werden.

Anzeichen für diese Entwicklung gebe es bereits. Der Oberste Gerichtshof der USA habe sich geweigert, den Fall einer Apotheke anzunehmen, die gezwungen war, sogenannte „Notfall-Verhütungsmittel“ („Pille danach“) zu verkaufen, obwohl dies mit dem Glauben der Besitzer nicht vereinbar war, schrieb Alito.

Samuel Alito ist praktizierender Katholik. Er wurde von Präsident George W. Bush für den Obersten Gerichtshof nominiert wirkt dort seit 2006.


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