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Gesinnungsdiktat für Privatschulen?

6. Juni 2017 in Kommentar, 31 Lesermeinungen
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St. Galler Kantonsräte verschiedener Parteien fordern in einer Motion strengere Auflagen für Privatschulen. Sie wollen damit angeblich verhindern, dass Schüler an konfessionellen Schulen „gezielt indoktriniert“ werden. Gastbeitrag von Dominik Lusser


Winterthur (kath.net/www.zukunft-ch.ch) Im Kanton St. Gallen gibt es derzeit 29 Privatschulen mit einer offiziellen Bewilligung. Das
Volksschulgesetz macht die Erteilung einer Bewilligung von zwei Bedingungen abhängig: Erstens müssen die Privatschulen einen der öffentlichen Schule gleichwertigen, auf Dauer angelegten Unterricht gewährleisten. Zweitens müssen die obligatorischen Unterrichtsbereiche der öffentlichen Schule unterrichtet werden. Das Amt für Volksschule überprüft die Privatschulen regelmässig.

Manchen St. Galler Kantonsräten genügen diese Bestimmungen nicht. Im Kanton St. Gallen gäbe es Privatschulen, die zum Teil „religiös-fundamentalistischen Kreisen“ nahestünden, heisst es in einer Motion vom 25. April 2017. Zudem fehlten im Volksschulgesetz klare inhaltliche Vorgaben für den Unterricht an Privatschulen. Diese Lücke gelte es mit Blick auf einen weltanschaulich neutralen Unterricht zu schliessen. Bewilligungen für Privatschulen sollen demnach künftig nur noch erteilt werden, „wenn an der Privatschule keine religiöse bzw. weltanschauliche Beeinflussung stattfindet.“

Neutral heisst nicht gottlos

Wie weit zumindest einer der Motionäre die Freiheit von Privatschulen einschränken will, zeigen Aussagen von Max Lemmenmeier (SP). Dieser wirft laut Bericht des „St. Galler Tagblatts“ der Priesterbruderschaft St. Pius X. vor, an ihren Schulen die Evolutionstheorie abzulehnen und den Kreationismus zu lehren. Theorien, gemäss denen das Leben auf der Erde nur durch den Eingriff eines Schöpfergottes zu erklären ist, widersprechen laut Lemmenmeier den wissenschaftlichen Erkenntnissen. Was die Piusbruderschaft an ihren Schulen aber tatsächlich vermittelt, ist kein wissenschaftsfeindlicher Kreationismus, sondern eine differenzierte Position zur Entstehung des Lebens.

Wie Pater Pirmin Suter, Rektor des Instituts Sancta Maria in Wangs und selbst studierter Biologe, gegenüber der „St. Galler Tagblatts“ erklärt, habe man im Bereich der Mikroevolution kein Problem mit Darwins Selektionstheorie. Doch im Bereich der Makroevolution könnten selbst Naturwissenschaftler einige Evolutionsschritte nicht plausibel erklären. So zum Beispiel der Übergang von der unbelebten Materie zu den Lebewesen. Hier müsse der Schöpfergott eine gewisse Rolle gespielt haben, ist Suter überzeugt. Es sei auch unwissenschaftlich, Gott kategorisch auszuschliessen. Es sind also keineswegs biblisch gestützte Glaubenssätze, sondern die Schwächen der Evolutionstheorie selbst, mit denen Suter und seine Mitbrüder gegen die Vollständigkeitsbehauptung rein naturalistischer Erklärungen des Lebens argumentieren.


Doch Lemmenmeier gibt sich damit keineswegs zufrieden. Gott habe in dieser Darstellung die Erde zwar nicht in sechs Tagen erschaffen, doch wirke er über einen längeren Zeitraum. Das laufe auf dasselbe hinaus. Der SP-Kantonsrat spricht gar von einer „knallharten ideologischen Indoktrination“. Es sei klar, dass dies nicht Teil der Schule sein könne.

Dass Gott nicht Gegenstand wissenschaftlicher Biologie sein kann, ist offensichtlich, und wird auch von niemandem bestritten. Die eigentliche Frage aber ist, ob biologische Theorien bzw. die Selbstorganisation der Materie in Interaktion mit Umwelteinflüssen tatsächlich genügt, um das Leben auf der Erde zu erklären. Der evolutive Übergang von unbelebter zu belebter Materie ist bisher tatsächlich von niemandem beobachtet oder experimentell beschrieben worden. Bei der Anwendung der darwinschen Erkenntnisse auf die Makroevolution handelt es sich darum auch nur um eine mehr oder weniger plausible Hypothese. Sie im Schulunterricht auszulassen wäre angesichts der Dominanz dieser Theorie im wissenschaftlichen Diskurs sicher unzulässig. Eine kritische Gegenüberstellung der Evolutionshypothese mit theologisch-philosophischen Erklärungen des Lebens ist hingegen ein gelungenes Beispiel für interdisziplinären Schulunterricht.

Auch ist es keineswegs so, dass sich Schöpfungsglaube und Evolutionsbiologie gegenseitig ausschliessen müssen; liegen doch die beiden Erklärungsansätze auf unterschiedlichen Ebenen. Während die Biologie der Frage nachgeht, wie sich Leben entwickelt, fragen Theologie und Philosophie nach der letzten Ursache, warum es überhaupt Seiendes gibt; oder auch nach einem zureichenden Grund, wie aus unbelebter Materie Leben entstehen kann. Die Behauptung, Leben und geistiges Bewusstsein seien nichts anderes als besonders komplex organisierte Materie, ist weltanschaulich alles andere als neutral. Lemmenmeiers Forderung, die Schule habe Gott als Erklärung des Lebens ganz auszuschliessen, würde den Biologieunterricht also letztlich den Prämissen einer rein atheistisch-materialistischen Weltanschauung unterwerfen. Die Schule täte dann genau das, was Lemmenmeier den Piusbrüdern vorwirft: Sie würde Schüler weltanschaulich indoktrinieren.

Kontroverse Diskussion

Das führt uns zur Frage, was mit der weltanschaulichen Neutralität der Schule sinnvollerweise überhaupt gemeint sein kann. Dürfte der Unterricht an öffentlichen Schulen überhaupt keine Werturteile beinhalten, müsste man sich dort auf die Vermittlung des Alphabets und des Einmaleins beschränken. Schon Geschichtsunterricht wäre dann nicht mehr vertretbar. Sexualkunde oder Genderfragen müssten erst recht komplett ins Private verlagert werden. Entscheidend für die staatliche Schule in einer pluralistischen Gesellschaft aber ist, dass die in der Gesellschaft vorhandenen unterschiedlichen Ansichten thematisiert und kontrovers diskutiert werden können.

Je nach Zusammensetzung der Klasse, aber auch je nach Lehrer, wird die kontroverse Diskussion unterschiedlich ausfallen. Das ist in einer freien Gesellschaft unter Menschen, die alle eine eigene Meinung haben dürfen, auch nicht anders zu erwarten. Manchmal ist es aber leider auch so, dass die kontroverse Diskussion zu kurz kommt oder gar nicht stattfindet. Wenn eine Schulklasse etwa durch das Schulprojekt „Comout“ der St. Galler Aids-Hilfe über das Thema Homosexualität aufgeklärt wird, ist eine einseitige, d.h. indoktrinäre Thematisierung vorhersehbar. Klassenbesuche von Personen, die für ihren homosexuellen Lebensstil werben, sollten darum unterbleiben. Gegebenenfalls aber müssten sie zumindest ausgewogen werden durch den Besuch eines Ehepaars, das gerade ein Kind erwartet und der Auffassung ist, dass menschliche Sexualität ohne die Komplementarität der Geschlechter weit hinter ihrem positiven Potential zurückbleibt.

Elterliches Erziehungsrecht

Staat und öffentliche Schulen sind verpflichtet, dem weltanschaulichen Pluralismus der Bürger Rechnung zu tragen, und den Schülern zu gesellschaftlich kontrovers diskutierten Themen keine bestimmte Moral aufzuzwingen. Diese Pflicht kann aber, und das scheint mir ganz zentral, nicht eins zu eins auf Privatschulen übertragen werden. Es ist legitim, wenn weltanschauliche Diskussionen an einer konfessionellen Privatschule nicht in der Weise offen geführt werden, wie das an staatlichen Schulen der Fall ist. Das bedeutet ja nicht, dass relevantes Wissen unterschlagen wird. Wohl aber, dass die Beurteilung mancher Phänomene anders ausfallen kann. Das ist ja gerade der Sinn der konfessionellen Privatschule. Weltanschauliche Beeinflussung wird dort zur Indoktrination, wo sie nicht sein darf; z.B. an öffentlichen Schulen und gegen den Willen der Eltern. Ansonsten ist weltanschauliche Beeinflussung legitimer Teil jeder Erziehung. Sie ist Ausdruck der elterlichen Freiheit, „die religiöse und sittliche Erziehung ihrer Kinder in Übereinstimmung mit ihren eigenen Überzeugungen sicherzustellen“ (UNO-Pakt zu den bürgerlichen Rechten, Art. 18).

Privatschulen werden ja von den Eltern in aller Regel gerade nach weltanschaulichen Gesichtspunkten ausgewählt. Eine Privatschule partizipiert somit in höherem Mass am elterlichen Erziehungssauftrag, als das bei der staatlichen Schule der Fall ist. Die Freiheiten der Privatschulen einzuschränken hiesse also letztlich, die Erziehungsfreiheit der Eltern zu beschneiden. Eine solche Absicht liegt allerdings weit weg vom Geist des St. Galler Schulgesetzes, wo es in Art. 3 heisst, dass die Volksschule „die Eltern in der Erziehung des Kindes zu einem lebensbejahenden, tüchtigen und gemeinschaftsfähigen Menschen“ unterstützt. Wer aber meint, Gemeinschaftsfähigkeit habe die Gleichschaltung im Denken zur Voraussetzung, hat von Demokratie und Toleranz nichts verstanden.

Die St. Galler Motion ist darum nichts als ein Ausdruck pauschaler Religionsfeindlichkeit, ja ein Schritt in Richtung eines schulischen Gesinnungsdiktats, das mit einer freiheitlichen pluralistischen Gesellschaft nicht vereinbar ist.


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Lesermeinungen

 Diasporakatholik 12. Juni 2017 
 

@Walter Knoch - Fortsetzung

Sie sehen meine Darlegungen über den christlichen Glauben und Gott vielleicht als unbewiesene Behauptungen an.

Ich glaube allerdings den Zeitgenossen Jesu Christi, die ihn erlebt haben und als seine Zeugen seine Taten und Lehren niedergeschrieben haben.

Er sagt von sich: "Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben - NIEMAND kommt zum Vater außer durch mich!"

Welch eine Aussage, nicht wahr?

Ich verstehe sie so, dass in der Tat JEDER Mensch - auch Sie und ich - nach dem irdischen Tod IHM begegnen werden, und dann wird sich entscheiden, ob wir zum Vatergott kommen oder nicht.

Bestärkt werde ich in meinem christlichen Glauben durch Berichte sog. Nahtoderfahrungen (NTE) von Menschen, die in Todesnähe waren, aber wieder ins Leben zurück gekehrt sind.
Halluzinationen sind NTE nicht.
Ich kann nur das sehr informative und gut verständliche Buch des Pädagogen Jörgen Bruhn "Blicke hinter den Horizont" hierzu empfehlen, auch wenn ich seinen relig. Schlüssen nicht folge.


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 Diasporakatholik 12. Juni 2017 
 

@Walter Knoch - Ihre Fragen sind Alle berechtigt

Seit Anbeginn der Menschheit versuchen sich die Menschen in dieser Welt zurecht zu finden. Sie beobachten, stellen Fragen und suchen nach Sinn und Gesetzmäßigkeiten und geben auch ihre gemachten Erfahrungen weiter.
Hieraus haben sich alte und auch junge Wissenschaften entwickelt und auch Religionen und Künste.
Gerade die beidgenannten letzteren gehören zu den ältesten Kulturleistungen des Menschen.
Manches wie z.B. die Astrologie konnte inzwischen getrost als überholt und unwahr verworfen werden.
Manche Atheisten behaupten das auch von den religiösen Vorstellungen und von der Annahme eines Gottes.
Sie haben offenbar auch Ihren ursprünglichen katholischen Glauben an einen persönlichen und die Menschen liebenden Gott verloren - angesichts des vielen Leides in der Welt.
Immerhin ist dieser von uns Christen geglaubte in 3 Personen existierende Gott Mensch geworden, hat hier gelebt und gelitten und starb für UNS.
ER ist aber wieder auferstanden und lebt im Himmel.


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 Zeitzeuge 9. Juni 2017 
 

Menschen können mich mitunter erzürnen oder traurig machen,

aber hassen tue ich deshalb natürlich niemand, auch nicht "Walter Knoch", dem ich ein
aufrichtiges

ADIEU

sage!

Der echte Zeitzeuge!


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 Walter Knoch 9. Juni 2017 

Zeitzeuge

Ich verneige mich, vor dem was Sie und Ihre Gattin leisten.

Aus ehrlichem Herzen und in der tiefen Überzeugung, dass Sie mehr getan haben, als die meisten derer, die im Scheinwerferlicht stehen.

Ihnen, alles, alles Gute. Ihnen, Ihrer Frau, den Kindern und allen, die ihrem Herzen nahestehen.


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 Zeitzeuge 9. Juni 2017 
 

Fundamentalistische Trolle disqualifizieren sich hier selbst

und müssen ihr unruhiges Dasein voller agnostizistischer Selbstwidersprüche abspulen! Für Schlafstörungen reicht die gebetsmühlenartige Trollerei natürlich nicht aus!

Diskurs für mich in dieser Causa beendet, da nur sinnlose Zeitverschwendung!


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 Zeitzeuge 9. Juni 2017 
 

Durch die Beschimpfung mit "Fundamentalismus" wird es jetzt leider doch "trollig"!

Mit Schlagworten wurde auf meine unpolemische Darlegung reagiert, ohne auf deren Inhalt einzugehen, wer den Zweifel zum Prinzip erhebt(ausser natürlich den eigenen Selbstzweifel), es gibt unzählige theistische Intellektuelle, können diese nicht denken, hat sich bei mir durch Form und Inhalt seiner Ausführungen aus dem Diskurs verabschiedet, schade! Der gute Wille gehört immer dazu! Eine geistige Selbstblockade verhindert das vernünftige Nachdenken.
Für einen weiteren Dialog in dieser Causa stehe ich nicht mehr zur Verfügung!


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 Walter Knoch 9. Juni 2017 

Warum ich am Ende

meines Lebens nicht schlafen kann?

Ich beschäftige mich mit dem Leben und Werk von Karl May. Seine Eltern hatten 14 Kinder von denen 9 bereits in den ersten Lebensmonaten starben.

In meiner Kindheit hatte ich ein bebildertes Lesebuch. Eine Mutter sitzt am Bett, in dem ihr Kind mit dem Erstickungstod durch Keuchhusten ringt.

Berichte von Gustav Nachtigall, dem berühmten Afrikaforscher von den schwärenden Wunden durch die Mikroben im tropischen Klima eindringen, in die Eier von Mücken gelegt werden. Der grauenhafte Tod des Verfaulens bei lebendigem Leid.

Aber ich bin laut Attest hier ein bekümmerter Mensch. Nein, gerade über den katholischen Glauben meiner Mutter wurde mir Empathie ins Herz gelegt, das zu umso größerer Bestürzung führte, als ich die grauenvolle Berichte des Gotteswortes niedergelegt im Alten Testament realisierte, als ich Episoden, wie oben, reflektierte.

Und damit lasse ich es genug sein. Zwei Welten. Sie konnten zusammen nicht kommen ....


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 Walter Knoch 9. Juni 2017 

Auf die vielen Unterrichtsstunden

Fundamentalismus wie ich es unter Katholiken nicht erwartet hätte.

Punkt I: Keiner der sogenannten Gottesbeweise erwies sich als schlüssig. Keiner.

2. Das fundamentale Credo der Wissenschaft ist der Zweifel.

Bis jetzt erklärte die Evolutionstheorie vieles plausibel, was der Kreationismus nicht konnte. Richtig: Die Makroevolution ist ein "Brocken".

Das war Vorrede. Mein Thema, das mich umtreibt, ist die These vom barmherzigen Gott.

Seine "Schöpfung": Ein Kampf ums Überleben, eine Welt der gnadenlosen Erbarmungslosigkeit.

Ich sehe vom Menschen ab. Trotz allgegenwärtiger Epidemien und Endemien.

Die Not, das Leid, die Pein, die Qual der unschuldigen Kreatur.

Die Katastrophen durch Wind, Wasser und Geostatik.

In all dem erscheint ein gnädiger Gott auf?

Ein letztes: Mit dem Gebrauch meines Verstandes, stelle ich mich nicht über "Gott". Ich gebrauche sein "Geschenk".

Wobei ich zuerst von meinem Herzen Gebrauch mache.

Es geht weiter: Auf Newton folgten Einstein und Planck.


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 Zeitzeuge 8. Juni 2017 
 

Werter Herr Knoch!

Meine sehr persönlich Antwort stellt eine totale Ausnahme dar, normal ist, daß ich grundsätzlich hier niemand persönlich anrede und auch keine "Ping-Pong-Dialoge" führen möchte, in Ihrer besonderen Causa bin ich von meiner Grundlinie abgewichen. Eine Nicht-Antwort meinerseits hier bei kath-net bedeutet keinen Mangel an Argumenten!

Bedenken wir auch, daß relativ viele junge Menschen hier online sind, ich will Ihnen, Herr Knoch, nicht unbedingt unterstellen , daß Sie diese jungen Menschen hier absichtlich verwirren wollen!

Aufrichtig wünsche ich einen, nachdenklichen, objektiv guten Abend!

Der (echte) Zeitzeuge!


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 Zeitzeuge 8. Juni 2017 
 

Grundsätzlich rede ich hier niemand persönlich an,

mit Trollen, die krampfhaft ihre vorgefaßten, atheistischen Meinungen verteidigen und alles, ausser sich selbst zerreden, einen Dialog zu führen ist fast so sinnlos, als ob ich das mit meinen Wellensittichen versuchen würde.

Man könnte eine große Anzahl evolutionskritischer Literatur anführen, welche die Schwachstellen dieser Theorie
belegen, einen Troll würde das nicht überzeugen!

Theistische Naturwissenschaftlicher, Logiker, Mathematiker, Logiker, sie alle
würden einen Troll nicht von seinem Vorverständnis, einem grotesken, naturalitischen "Wunderglauben", abbringen.

Darlegungen, daß die Theodizeefrage keineswegs die Gottesbeweise aufhebt, sinnlos, sie einem Troll vermitteln zu wollen.

Daher verzichte ich auf einen Dialog mit solchen Menschen, der nur unnötige Zeitverschwendung bedeuten würde!

Gefährlich wird es jedoch, wenn an den christl. Schulen ein kritischer Vergleich Schöpfung vs. Evolution verboten werden soll, wer das fordert, outet sich als der eigentliche Ideologe!


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 Descartes 7. Juni 2017 
 

Werturteile und Wissenschaft

Zitat: "Dürfte der Unterricht an öffentlichen Schulen überhaupt keine Werturteile beinhalten, müsste man sich dort auf die Vermittlung des Alphabets und des Einmaleins beschränken."

Die Mathematik ist viel mehr als das Einmaleins. Und sie ist bei aller Neutralität genauso gottlos oder voller Gott wie die Natur und bringt das Kunststück fertig, bei aller Neutralität ganz präzise Aussagen zu machen. Die ganze Mathematik ist weltanschaulich neutral. Genauso die Naturwissenschaften. Auch Logik. Aus der Theodizee folgt logisch die Nichtexistenz eines Gottes mit den Eigenschaften allwissend, allgütig und allmächtig. Das ist kein Geheimnis, das wir nicht begreifen könnten.

"Manchmal ist es aber leider auch so, dass die kontroverse Diskussion zu kurz kommt oder gar nicht stattfindet."

Man sollte in der Tat konträre Positionen diskutieren, aber bitte mit falsifizierbaren Thesen. Ideologien sind nicht falsifizierbar.


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 Descartes 7. Juni 2017 
 

"Der evolutive Übergang von unbelebter zu belebter Materie

ist bisher tatsächlich von niemandem beobachtet oder experimentell beschrieben worden.", heisst es im Artikel. Weiter geht es mit

"Bei der Anwendung der darwinschen Erkenntnisse auf die Makroevolution handelt es sich darum auch nur um eine mehr oder weniger plausible Hypothese."

So kann man das nicht schreiben. Die darwinschen Erkenntnisse haben nicht die Entstehung des (ersten) Lebens zum Gegenstand, sondern befassen sich nur mit den Vorgängen danach. Die Entstehung des Lebens ist auch nicht das, was man mit Makroevolution bezeichnet.
Und kaum etwas kann falscher sein als die Evolutionstheorie (die aus guten Gründen nicht prinzipiell zwischen Mikro- und Makroevolution unterscheidet) "eine mehr oder weniger plausible Hypothese" zu bezeichnen.


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 Descartes 7. Juni 2017 
 

"Dass Gott nicht Gegenstand wissenschaftlicher Biologie sein kann,

ist offensichtlich, und wird auch von niemandem bestritten."

heisst es im Artikel. Ich sehe da einen Widerspruch. Wenn "Gott nicht Gegenstand wissenschaftlicher Biologie sein kann", dann hätte man ihn auch nicht am Werk sehen können, wenn man in der Zeit kurz vor und kurz nach der Existenz des Lebens auf der Erde mit einem Mikroskop am richtigen Ort gewesen wäre. Falls doch, dann wäre er aber Gegenstand der Wissenschaft, und man hätte beobachten können, wie ansonsten unerklärliche Kräfte an den Molekülen zerren und sie so lenken, dass Leben "erschaffen" wird.
Diese Kräfte hätten übrigens später sehr gut eingesetzt werden können zur Vermeidung von unsäglichem Leid.


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 C+M+B 7. Juni 2017 

Walter Knoch - Gott Person

Ob Gott - falls Er existiert - ein persönlicher Gott ist oder nicht, können Sie sich selber beantworten. Wenn er nicht Person (oder Überperson) wäre, dann wären wir Menschen höhere Wesen als Gott; denn das höchste, was es in der geschaffenen Welt gibt, ist die menschliche Person. Das Christentum lehrt, dass Gott dreipersonal ist; denn Person ist man nie allein. Hören Sie Jörg Splett, falls Sie nicht beim Fragen bleiben wollen.


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 Walter Knoch 7. Juni 2017 

zu C + M + B

Ich habe nicht gesagt, Gott sei böse.
Was ich gesagt habe: Der Glaube an einen barmherzigen Gott ist mir fremd geworden; fremd durch die Wirklichkeit auf diese Welt.
2. Gott ist eine Hypothese. Ob es, so er denn existier, ein persönlicher Gott ist, ist eine zweite Frage.

Ich will nicht noch einmal ausführen und weiter entfalten, was in diese Welt unter dem Blickwinkel der Barmherzigkeit im argen liegt, es erschlägt jeden, der ein mitfühlendes Herz m. sich trägt.

Schauen Sie sich den Kreislauf an, der das "Leben" in Gange hält. ...

Sie glauben an Gott. Es hat einmal einer gesagt, glauben ist nicht wissen.

Aber viel schlimmer, was ich einen kath. Priester nach der Beerdigung eines Schulkameraden vorhielt.

Warum heißt es bei einer kath. Beerdigung heute: In der Hoffnung auf die Auferstehung.

Als ich Messdiener war, sagte der Priester "im Glauben".

Die "Hoffnung" ist im Vergleich zu "Glaube" viel vager. Verschwommen.

Wieso dieser Wechsel. Nicht mehr mein Problem, aber das anderer


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 C+M+B 7. Juni 2017 

Walter Knoch - Fragloses Fragen, das die Antwort verweigert

Das Böse ist das, was unter keinen Umständen sein soll. Darin sind wir uns hoffentlich einig. Was sein SOLL, ist das Gute. Wenn nun Sie, Herr Knoch, Gott als böse einschätzen und im Gegensatz zu Gott wissen, was das Gute WÄRE, so wären Sie, Herr Knoch, ÜBER Gott. Denn Ihre Erkenntnis des Guten und Ihr Wille, dass das Gute sein soll, stünde über der Erkenntnis und dem Willen Gottes. Sie wären dann ein höheres Wesen als Gott. Sie wären dann Gott, oder zumindest göttlicher als Gott. Sie würden den Namen „Gott“ jedenfalls eher verdienen als ein böser Gott.
Ihr Denken ist in einem völligen Widerspruch verfangen. Wäre Gott nicht restlose Güte, so wäre eben jenes Wesen Gott, das restlose Güte für besser hält als Böses: also Sie oder ich.
Gott ist entweder allmächtig UND gut, oder Er ist nicht Gott.


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 C+M+B 7. Juni 2017 

Walter Knoch - Theodizee I

Wäre "Gott" machtlos, dann wäre in Wirklichkeit dasjenige Gott, das mächtiger als Er wäre.
Wäre "Gott" böse, so wäre derjenige göttlicher, also in Wirklichkeit Gott, der dieses Böse als Böses erkennt und das Gute will.
Dann stünden Sie vor demselben Problem.
Nein, Gott ist entweder allmächtig UND gut, oder Er ist nicht.

Würde jedoch Gott das Böse wollen, so wäre Er böse.

Würde Gott das Böse nicht wollen, so gäbe es nichts Böses.

Bleibt, falls es Gott gibt und Er Böses weder "will" noch "nicht-will", bloß der Ausweg, dass Er es "zulässt", so wie Sie einen Mitmenschen, den Sie lieben, samt seinen schlechten Seiten annehmen, diese also nicht gutheißen, aber auch nicht einfach von ihm substrahieren können.

Aber warum lässt Gott das Böse zu?
Offenbar ist eine Welt, in der es das Böse gibt, in der also Freiheitswesen wie der Mensch oder die Engel existieren, durch welche Böses entsteht, besser als keine Welt oder besser als eine Welt ohne Freiheitswesen.


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 C+M+B 7. Juni 2017 

Walter Knoch - Theodizee II

Christen rechtfertigen nicht Gott, das kann kein Mensch. Christen glauben aber, dass Gott sich für alles rechtfertigen wird, was er ins Dasein gerufen hat, und dass Er dies auch kann.

Allerdings läge es auch an uns, "die wir böse sind" (Mt 7,11f.), zwar nicht UNS (denn das könnten wir nicht), aber unsere Taten zu rechtfertigen. Schließlich hat Gott nicht einfach irgendwo irgendein Böses zugelassen, sondern ausgerechnet mich. Das Schlimmste, genau besehen, ist man eigentlich immer selber.

Wenn Christen an Gott die Frage nach dem Bösen richten, dann müssten wir den gekreuzigten Christus anklagen: ER ist unser Gott.
Es gibt keinen anderen Gott, den wir vor uns haben.
Es gibt über, unter, hinter oder neben Christus auch nicht noch einen "anderen", unsichtbaren Gott. Denn Gott hat sich in Jesus Christus vollständig gezeigt (ästhetisch), gegeben (ethisch) und gesagt (logisch). Hier steht ALLES auf dem Spiel.


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 Zeitzeuge 6. Juni 2017 
 

Wenn eine katholische Schule nicht mehr die Schöpfungslehre

in kritischer Auseinandersetzung mit dem Darwinismus vermitteln darf, sind wir dann i.diesem Punkt nicht in einem ähnlichen Klima wie im NS-Deutschland angelangt, wo viele kath. Schulen eben aus Gründen der damals herrschenden, staatlich verordneten Weltanschauung in Gemeinschaftsschulen umgewandelt oder ganz aufgelöst wurden?

Passend zum Thema hier ein Auszug aus einem Bericht der Düsseldorfer Gestapo von 1934, natürlich nur als zeitgesch.Zitat:

"Die...in der letzten Zeit gehaltenen Predigten stellen scharf und deutlich Gottes Wort nach den Glaubensgrundsätzen der kath. Kirche heraus und wenden sich oft in harten u. scharfen Worten gegen das "Neuheidentum" und heidnische und weltanschauliche Irrlehren!"

Leider ist eine gewiss nicht absichtliche, aber trotzdem vorhandene Ähnlichkeit mit der heutigen, antikirchlichen Diktion säkularer Prägung öfter nicht zu übersehen!

Damals wie heute geht es wohl, um Olaf Scholz, SPD, zu zitieren "um die Lufthoheit über den Kinderbetten", oder?


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 Descartes 6. Juni 2017 
 

@Fink und wedlerg

Was ist in Ihren Worten eine wissenschaftliche Theorie, und wieso soll das für die ET nicht gelten? Was verstehen Sie dagegen unter wissenschaftlichen Fakten?
Wie erklären Sie sich mit einem Plan die rudimentären Überbleibsel von Vorfahren bei vielen Lebewesen, die den Vorfahren noch nützlich waren? Oder die Dinge, die man sonst nur als Pfusch bezeichnen kann?


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 Fink 6. Juni 2017 
 

Wissenschaftliche Theorie (Hypothese) - wissenschaftliche Tatsache (Faktum)

- da muss immer genau unterschieden werden. Und wie ist es in den Schulbüchern ? -Da wird die Evolutionstheorie als Tatsache dargestellt ! Das ist nicht seriös ! Eine Theorie muss auch so genannt werden- mit Argumenten DAFÜR und mit Argumenten DAGEGEN !


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 Kostadinov 6. Juni 2017 

Frage zu «Kloster-Internate von Feldkirch bis Engelberg»

würde das heute noch funktionieren? Wenn ich mir den Bischof von St. Gallen oder die diversen Äbte von Einsiedeln (v.a. Werlen) anschaue, dann kann ich kein Vertrauen in die dortigen Klosterschulen mehr entwickeln...


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 wedlerg 6. Juni 2017 
 

Viel plausibler als die Evolutionstheorie ist intelligent Design

Wer die Entwicklung von Lebewesen und deren gigantisches Potential und deren gigantische Funktionalität verstehen will, wird mit der Evolutionstheorie gar nichts beschreiben können. Sämtliche Organe und Kaskaden sind sicher nicht einer Entwicklung durch Selbstorganisation, Selektion und Mutation geschuldet, sondern entspringen einem klaren Plan.

Intelligent Design erklärt vieles davon ganz gut.

Intelligent Design ist aber viel schwieriger zu verstehen als Darwin, ist nicht politisch ausschlachtbar und v.a. nicht sprungbereit anti-christlich verwertbar.

Dies dürften die wahren Gründe sein, warum die Evolutionstheorie immer noch hochgehalten wird. Naturwissenschaftlich ist sie jedenfalls nicht.


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 wedlerg 6. Juni 2017 
 

Die Evolutionstheorie ist nicht naturwissenschaftlich

es ist langsam an der Zeit, dass auch linke Politiker verstehen, dass Darwin keine naturwissenschaftliche Theorie geliefert hat, sondern maximal eine Einordnung von Ereignissen auf der Zeitleiste liefert, die viele Lücken hat und vermutlich auch viele Fehler. Normalerweise ist dies ein typisch geschichtswissenschaftlicher Beitrag mit ganz schwacher theoretischer Reichweite (Plausibilität).

es gibt keinerlei empirische Möglichkeiten die Evolutionstheorie zu überprüfen bzw. alle Experimente falsifizieren dien Evolutionstheorie.

So ist nicht nur der Übergang von belebtem zu unbelebtem Leben durch Evolution absolut nicht haltbar, auch der Übergang von einfachen zu komplexen Molekülen, von nicht chiralen organischen Molekülen zu chiralen Aminosäuren, etc widerspricht jeglicher Empirie.

Selbst auf der Mikroebene mit Bakterien gibt es nur designte Laborexperimente, die funktionieren, aber keine Experimente, die die Evolution in der Praxis validieren können.


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 goegy 6. Juni 2017 
 

An der St.Gallischen Kantonsschule waren bis Ende der 50 Jahre - auf freisinnigen Druck - keine katholischen Lehrer in Fächern mit weltanschaulicher Ausrichtung beschäftigt, z.B. in Philosophie, Geschichte und sogar Germanistik.
In der Folge gab es zwar keine atheistische oder marxistische Indoktrination; dafür aber wurde eine extrem protestantisch-reformierte Weltsicht vermittelt und dies in einem mehrheitlich katholischen Kanton.

Bei der Ausbildung ihres Nachwuchses wichen daher viele katholische Eltern in die Kloster-Internate von Feldkirch bis Engelberg aus, auch wenn dies mit rechten finanziellen Opfern verbunden war.
Diesbezügliche parlamentarische Motionen sind nicht bekannt. Man hatte sich damals mit anderen, relevanteren Problemen zu befassen.


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 C+M+B 6. Juni 2017 

Der Staat hat keinerlei religiöse Kompetenz

Die religiös neutrale Demokratie und ihre Organe haben keinerlei Kompetenz oder Befugnis, religiöse Gemeinschaften nach religiösen Kriterien zu beurteilen. Auch keine Sekten. Woher wollen sie denn den Maßstab nehmen, um Religion politisch zu beurteilen, nachdem sich der moderne Staat zu keiner religiösen Wahrheit bekennt? Das einzige, was Politiker zu beurteilen haben, ist, ob religiöse Gemeinschaften die staatlichen Gesetze einhalten. Wenn sie die Gesetze brechen, dürfen sie verboten werden. Doch auch ein solches Verbot braucht noch nicht in jedem Falle moralisch richtig zu sein. Moralisch richtig ist es nur dann, wenn die Gesetze, die zu halten sind, gut sind. Christen können durchaus in die Pflicht geraten, die Gesetze nicht einzuhalten (z.B. wenn ein Arzt gesetzlich zur aktiven Sterbehilfe verpflichtet würde).


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 Stefan Fleischer 6. Juni 2017 

@ Walter Knoch

Die entscheidende Frage für mich ist nicht "Was ist Gott" sondern "Wer ist Gott". Nur so kann ich den Versuch wagen, ihm zu begegnen, seine Selbstoffenbarung wahr zu nehmen (was nichts anderes heisst als: für wahr nehmen) und eine Beziehung zu ihm, diesem Gott in drei Personen aufzubauen. Denn so wie ich einen Menschen am besten kennen lerne, wenn ich in eine Beziehung zu ihm trete, so lerne ich auch Gott am besten kennen in der Beziehung zu ihm. Dann wird mir auch klar werden, dass ich nie ganz begreifen werde, was er ist. Doch dann wird das alles, was das Geheimnis Gottes ausmacht, genauso zum meinem Glauben und meiner Beziehung gehören, wie alles, was mir klar ist, was ich irgendwie verstehe. Manchmal bin ich versucht zu sagen, unsere heutige Glaubenskrise beruhe nicht zuletzt darauf, dass wir vergessen, die Beziehung zu Gott bewusst zu pflegen und dann glaubwürdig zu verkünden.


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 C+M+B 6. Juni 2017 

@Walter Knoch - Antworten über Antworten

Normalerweise stecken die Antworten in den Fragen. Auch in der Tatsache, DASS Sie fragen. Deutlich ist, dass Sie das Gute, die Barmherzigkeit und die Erlösung vom Leid suchen etc.; sonst würden Sie nicht fragen, wie Sie fragen. Es ist Ihnen z.B. klar, dass Gott nicht böse sein kann, sondern dass Er - wenn es ihn gibt - die Güte sein muss. – Sie könnten aber auch umgekehrt fragen: WIE muss ein Wesen sein, damit es den Namen Gott „verdient“.

Ich empfehle Ihnen von Herzen die Vorlesungen von Prof. Jörg Splett, die allesamt im Internet zu hören sind. Er hat all ihre Fragen durchgedacht und antwortet als Katholik. Sie finden dies alles auf dem „Jörg Splett Archiv“. Er lehrte an der Frankfurter Jesuitenhochschule und ist zusammen mit Robert Spaemann einer der wichtigsten deutschen Philosophen. Auch das kath. Fernsehen EWTN hat eine Hörreihe mit ihm gemacht, sie trägt den Titel „Ratio“. Alles leicht zu finden.


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 Smaragdos 6. Juni 2017 
 

Sehr guter Artikel! Herr Lusser bringt es auf den Punkt. Dem ist nichts hinzuzufügen.


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 Walter Knoch 6. Juni 2017 

Wenn Gott "istt"

Ist er wirklich? Und wenn, was ist er?

Ist er ein persönlicher Gott, der das Individuum sieht?

Ist er barmherzig?

Ist er der Gott der Bibel?

Ist er der Gott des Alten Testaments?

Ist er der Gott des Neuen Testaments?

Ist er der Gott des Koran?

Ist Gott eine Hypothese?

Fragen über Fragen. Fragen, die wieder Fragen aufwerfen?

Gott der Barmherzigkeit?

Die Theodizee?

All das Leid der Kreatur? Ja, so sagen die einen, Gott ist ewig und wendet alles zum Guten. Zum Guten gebaut auf unvorstellbare Qual, die zu bemerken, ein Blick in die Natur genügt, ein Blick in die Kliniken, ein Blick auf die Totenbetten .... Ich meine es ernst und ohne Provokation.

Es sind die Themen, die Fragen, die mich umtreiben, seit ich 13 bin.


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 Christophorus. 6. Juni 2017 

Je mehr wir wissen desto blöder und blinder werden wir ?

Gott ist Geist
Und wenn Gott Geist ist dann hat das zur Folge daß kein einziger Mensch und ware es der klügste Wissenschaftler und beste Beobachter, selbst dann wenn er die Evolution über Millionen Jahre hinweg hätte beobachten können Gott am Werk hätte sehen können. Er hätte auch unter diesen allergünstigsten Voraussetzungen den Glauben gebraucht um zu erkennen daß in dieser "Evolution" die sich vor seinen Augen beobachtbar abspielt der ewige unsichtbare Gott schöpferisch am Werk ist.
Der Denkfehler liegt in in einem einzigen kleinen Wörtchen: Nicht "es" hat "sich" entwickelt sondern "ER" hat "es" entwickelt - erschaffen.

Tausend Jahre sind für Gott wie der Tag der gestern vergangen ist. Wenn Gott ewig ist dann kann er nicht nur in Breite, Höhe und Tiefe sondern auch in der Dimension der Zeit nicht gemessen werden.


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