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'… sogar für Nichtchristen wie mich'

13. Juni 2017 in Deutschland, 2 Lesermeinungen
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Journalist Martenstein im „Tagesspiegel“ über die Diskussion zum Kreuz auf dem Berliner Stadtschloss


Berlin (kath.net) „Entscheidend ist, welche Botschaft von der heutigen Anti-Kreuz-Kampagne ausgeht, auch für Nichtchristen wie mich. Die Botschaft heißt: Vergesst, wer ihr seid, vergesst eure Geschichte, verwandelt euch in unbeschriebene Blätter, in den globalen Menschen ohne Eigenheiten, in austauschbare Arbeitsbienen. Habt Respekt für alle anderen. Euch selbst und eure Traditionen vergesst besser.“ Das kritisiert der Journalist Harald Martenstein in seinem Kommentar im „Tagesspiegel“ zur Diskussion, ob auf dem rekonstruierten Schloss wieder ein Kreuz die Kuppel krönen soll.


Das Christentum sei zwar Teil unserer Kultur, aber es sei nichts spezifisch Deutsches, stellt er weiter fest. So seien etwa viele auch der Flüchtlinge Christen und wurden deshalb in ihrer Heimat „unterdrückt und ermordet“. „Dass die sich von ihrer Kultur lossagen sollen, haben sie zu Hause auch schon gehört.“ Doch müssten dies dann nicht auch die anderen Religionen vollziehen, wenn es von den Christen verlangt werde. Martenstein prognostizierte allerdings, dass dies Ärger geben würde.

Link zum Kommentar von Harald Martenstein: „Das Eigene aufzugeben erzeugt Wut und Hass“

Symbolbild: Kreuz



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