17 Juni 2017, 13:56
Merkel beim Papst: ‘Franziskus begrüßt Einsatz für Klimaabkommen’
 
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Deutsche Kanzlerin fühlt sich durch Gespräch mit Franziskus ermutigt - Papst bekundet Beileid zum Tod von Helmut Kohl.

Vatikanstadt (kath.net/ KAP)
Papst Franziskus hat die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel in Audienz empfangen. Es sei ein "sehr ermutigendes Gespräch" gewesen, sagte Merkel am Samstag im Anschluss an die knapp 40-minütige Unterredung mit dem Papst vor Journalisten im Vatikan. Franziskus habe sie bei der Begegnung in der päpstlichen Privatbibliothek darin bestärkt, sich nach dem angekündigten Austritt der USA weiter für das Pariser Klimaschutzabkommen einzusetzen, so Merkel. Sie habe mit dem Papst über die Agenda der deutschen G20-Präsidentschaft gesprochen, die auf eine Welt ziele, in der mal multilateral zusammenarbeite, und in der Mauern eingerissen und nicht errichtet würden. Zudem habe Franziskus sein Beileid zum Tod von Helmut Kohl bekundet und ihn als großen Staatsmann gewürdigt.

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Merkel schenkte dem Papst eine CD-Box mit Werken Beethovens dirigiert von Wilhelm Furtwängler sowie argentinische Süßigkeiten. Franziskus schenkte dem deutschen Gast Ausgaben seiner Umweltenzyklika "Laudato si" sowie seiner Schreiben "Amoris laetitia" und "Lumen fidei". Außerdem überreichte er ihr einen kleinen bronzenen Olivenzweig als Symbol für den Frieden.

Es war Merkels vierte Privataudienz bei Papst Franziskus und ihre sechste Begegnung mit ihm. Nur die einstige argentinische Präsidentin Cristina Kirchner kam noch öfter zum Papst. Zuletzt waren Merkel und Franziskus aus Anlass der Karlspreisverleihung im Mai 2016 im Vatikan zusammengetroffen. Ferner gab es noch zwei kurze Begegnungen: bei der Amtseinführung von Franziskus im März 2013 sowie vor knapp drei Monaten beim EU-Jubiläumsgipfel in Rom.

Nach der Audienz beim Papst führte Merkel m Vatikan ein Gespräch mit Kardinalstaatssekretär Pietro Parolin. Zu Mittag fand in der deutschen Botschaft beim Heiligen Stuhl eine Begegnung mit den beim Vatikan akkreditierten Botschaftern der G20-Staaten statt.

Die deutsche Regierungschefin war am Freitagnachmittag nach Rom gereist. Den ursprünglich geplanten Besuch einer Sonderausstellung im Vatikan über die Menorah, den siebenarmigen jüdischen Leuchter, verschob Merkel kurzfristig, nachdem sie die Nachricht vom Tod Helmut Kohls erhalten hatte. Nach den Gesprächen mit Franziskus und dem Kardinalstaatssekretär holte sie den Besuch der Ausstellung am Samstagmittag nach.

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