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Die Hoffnung – Kraft der Märtyrer

28. Juni 2017 in Aktuelles, 4 Lesermeinungen
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Franziskus: die Stärke der Märtyrer gründet in der Hoffnung und Gewissheit, dass uns nichts und niemand von der Liebe Gottes scheiden kann. Selbstmordattentäter sind keine ‚Märtyrer’. Von Armin Schwibach


Rom (kath.net/as) „Seht, ich sende euch wie Schafe mitten unter die Wölfe; seid daher klug wie die Schlangen und arglos wie die Tauben! Nehmt euch aber vor den Menschen in Acht! Denn sie werden euch vor die Gerichte bringen und in ihren Synagogen auspeitschen. Brüder werden einander dem Tod ausliefern und Väter ihre Kinder, und die Kinder werden sich gegen ihre Eltern auflehnen und sie in den Tod schicken. Und ihr werdet um meines Namens willen von allen gehasst werden; wer aber bis zum Ende standhaft bleibt, der wird gerettet (Mt 10,16-17; 21-22).

Letzte Generalaudienz vor der Sommerpause. Die Generalaudienzen sind für den ganzen Monat Juli ausgesetzt und werden am 2. August wieder aufgenommen werden. In Fortsetzung seiner Katechesenreihe über die christliche Hoffnung beschäftigte sich Papst Franziskus mit dem Thema: „Die Hoffnung – Kraft der Märtyrer“.


Die christliche Hoffnung sei die Stärke der Märtyrer, betonte der Papst. Das zeigten uns die vielen Glaubenszeugen in Geschichte und Gegenwart. Im Evangelium spreche der Herr davon, dass die Verkündigung des Reiches Gottes auf Widerstand und Feindschaft, ja "Hass" stoße.

Die Verfolgung „gehört zur Sendung, wie schon Christus selbst verfolgt wurde“. Christ sein heiße gegen den Strom schwimmen. In der Welt fänden wir Egoismus und Ungerechtigkeit vor. Wer Christus nachfolge, sei in entgegengesetzter Richtung unterwegs, aus Treue zur Botschaft Christi und in der Nachahmung seines Lebens.

Dazu gehöre als erstes die Armut. Der Jünger Jesu lebe nicht für sich selbst und seine eigenen Ideen, sondern bringe allein Christus. Er sei gesandt wie „Schafe mitten unter die Wölfe“ (Mt 10,16). Er „muss klug, ja schlau sein, doch nie bekämpft er das Böse mit den Methoden des Bösen, mit Gewalt“. Unsere einzige Kraft sei das Evangelium, und wir dürften gewiss sein, dass der Herr an unserer Seite stehe, uns nicht im Stich lasse.

Diese Treue zum Stil Jesu, diese Jüngerschaft einschließlich der Bereitschaft, für das Evangelium zu sterben, hätten die ersten Christen „Martyrium“ – „Zeugnis“ genannt. Das größte Zeugnis aber sei die Liebe: „und die Stärke der Märtyrer gründet in der Hoffnung und Gewissheit, dass uns nichts und niemand von der Liebe Gottes scheiden kann (vgl. Röm 8,38f)“. Aus diesem Grund widere es die Christen an dass Selbstmordattentäter „Märtyrer“ genannt werden können: „in ihrem Ende ist nichts, das sich an die Haltung der Kinder Gottes annähern könnte“.

„Gott schenke uns immer die Kraft, seine Zeugen zu sein“, so Franziskus abschließend: „er gebe es uns, die christliche Hoffnung vor allem im verborgenen Martyrium zu leben, alle Tage unsere Pflicht gut und mit Liebe zu tun“.


Die Pilger und Besucher aus dem deutschen Sprachraum begrüßte der Heilige Vater mit den folgenden Worten:

Sehr herzlich grüße ich die Pilger deutscher Sprache, insbesondere die Jugendlichen aus dem Oldenburger Münsterland. Liebe Freunde, die Märtyrer haben alles für den Herrn gegeben. Bitten wir Gott, auch uns die Kraft zu schenken, seine Zeugen zu sein, vor allem im „verborgenen Martyrium des Alltags“, wenn wir unsere Aufgaben und Pflichten gut und mit Liebe zu erfüllen. Der Herr mache uns stark in der Hoffnung.




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