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Der Jünger und das stärkere Band

2. Juli 2017 in Aktuelles, keine Lesermeinung
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Franziskus: zwei wesentliche Aspekte der Jüngerschaft. Je mehr Jesus im Mittelpunkt des Lebens eines Jüngers steht, desto mehr ist dieser Jünger ‚transparent’ für seine Gegenwart. Von Armin Schwibach


Rom (kath.net/as) „Wer nicht sein Kreuz auf sich nimmt, ist meiner nicht würdig. – Wer euch aufnimmt, nimmt mich auf.“ Angelus am dreizehnten Sonntag im Jahreskreis, Fest Maria Heimsuchung. Das Tagesevangelium (Mt 10,37-42) stand im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit von Papst Franziskus bei seiner Ansprache vor dem traditionellen Mittagsgebet.

Jesus unterweise die zwölf Apostel vor ihrer ersten Mission in Galiläa und Judäa. In diesem Schlussteil der Rede unterstreiche Jesus zwei wesentliche Aspekte für das Leben eines Jüngers, der auf Mission sei. Der erste bestehe darin, dass sein Band mit Jesus stärker als alle anderen Bande sei. Der zweite Aspekt besage, dass der Missionar nicht sich selbst, sondern Jesus bringe. Diese beiden Aspekte seien miteinander verbunden, denn: je mehr Jesus im Mittelpunkt des Lebens eines Jüngers stehe, desto mehr sei dieser Jünger „transparent“ für seine Gegenwart.


„Wer Vater oder Mutter mehr liebt als mich, ist meiner nicht würdig“ (V. 37): nichts dürfe Christus vorangestellt werden, weil die Jüngerschaft eine vorrangige Beziehung mit dem Meister erfordere.

Wer sich von diesem Band der Liebe und des Lebens anziehen lasse, werde zum Vertreter des Herrn, zu seinem „Botschafter, vor allem der Lebensweise. Dies gehe so weit, dass Jesus selbst die Jünger auf Mission sende und ihnen sage: „Wer euch aufnimmt, der nimmt mich auf, und wer mich aufnimmt, nimmt den auf, der mich gesandt hat“ (V. 40). Es sei notwendig, dass die Menschen wahrnehmen könnten, dass für diesen Jünger Jesus wirklich „der Herr“, der Mittelpunkt, das Ganze des Lebens sei. Dabei sei es nicht wichtig, ob einer dann seine Grenzen habe oder auch Fehler mache. Wichtig sei vielmehr, dass er kein doppeltes Herz habe, sondern ein einfaches, „dass er nicht in zwei Paar Schuhen steht, sondern aufrichtig mit sich selbst und mit den anderen ist“. Daher bitte Jesus den Vater, dass die Jünger nicht dem Geist der Weit verfielen.

Die Erfahrung als Priester lehre etwas Wichtiges und Schönes. Gerade die Aufnahme durch das heilige treue Volk Gottes sei jener „Becher frisches Wasser“ (V. 42), der helfe, ein guter Priester zu sein. Es sei auch in der Mission eine Gegenseitigkeit vorhanden: „wenn du alles für Jesus verlässt, erkennen die Menschen in dir den Herrn. Gleichzeitig hilft dir das, jeden Tag zu ihm umzukehren, dich zu erneuern und von den Kompromissen zu reinigen und die Versuchungen zu überwinden“. Je näher der Priester dem Volk Gottes sei, desto näher stehe er Jesus, und umgekehrt.





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