09 Juli 2017, 12:12
Kommt zu mir!
 
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Franziskus: Jesus nimmt die Last nicht weg, sondern die Angst vor der Last. Er trägt das Kreuz mit uns. Lernen wird, ihm zu begegnen und zu ihm zu gehen! Von Armin Schwibach

Rom (kath.net/as) „Kommt alle zu mir, die ihr euch plagt und schwere Lasten zu tragen habt. Ich werde euch Ruhe verschaffen. Nehmt mein Joch auf euch und lernt von mir; denn ich bin gütig und von Herzen demütig; so werdet ihr Ruhe finden für eure Seele. Denn mein Joch drückt nicht, und meine Last ist leicht“: Angelus am vierzehnten Sonntag im Jahreskreis. Das Tagesevangelium (Mt 11,25-30) stand im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit von Papst Franziskus bei seiner Ansprache vor dem traditionellen Mittagsgebet.

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Mit diesen Worten wende sich der Herr an „alle“. Niemand dürfe sich von dieser Einladung ausgeschlossen fühlen. Jesus wisse, wie schwer das Leben sein könne: Enttäuschungen und Wunden der Vergangenheit, Lasten, die in der Gegenwart zu tragen und zu ertragen seien, Ungewissheiten und Sorgen um die Zukunft

Angesichts all dessen bestehe das erste Wort Jesu in einer Einladung: „Kommt!“. Wenn etwas nicht gut gehe, dann sei es der Fehler, dort zu bleiben, wo man sei und über all das zu grübeln, was nicht in Ordnung sei. Wenn man in sich verschlossen bleibe, dann sehe man alles schwarz. Jesus dagegen wolle uns aus diesem Treibsand herausziehen. Daher sage er zu jedem: „Komm!“: „der Ausweg besteht in der Beziehung, darin, die Hand zu reichen und den Blick zu dem zu erheben., der wirklich liebt“.

„Herausgehen“ allein genüge nicht. Es sei notwendig zu wissen, wohin man gehe. Der Papst warnte dabei vor den oberflächlichen „Feuerwerken“, die größere Einsamkeit zurückließen als sie es vorher gewesen sei. Daher sage Jesus: „Kommt zu mir“. Wir dürften nicht vergessen, uns ihm zu öffnen und ihm das Leben zu erzählen, ihm die Menschen und die Situationen anzuvertrauen. Heute sage Jesus zu einem jeden: „Mut, gib nicht auf, verschließe dich nicht angesichts der Ängste und Sünden, sondern komm zu mir!“.

Jesus warte, dies nicht, um auf magische Weise alle Probleme zu lösen, sondern um uns stark zu machen. Jesus nehme nicht die Lasten des Lebens weg, sondern die Ängste aus dem Herzen. Er nehme das Kreuz nicht weg, sondern trage es mit uns: „Zusammen mit ihm wird jede Last leicht“. Wenn Jesus in das Leben eintrete, dann komme der Friede, der auch unter den Prüfungen bleibe:

„Gehen wir zu Jesus, schenken wir ihm unsere Zeit, begegnen wir ihm alle Tageim Gebet, in einem vertrauensvollen Gespräch! Wir wollen mit seinem Wort vertraut werden, ohne Angst seine Vergebung entdecken. Sättigen wir uns an seinem Brot des Lebens: wir werden uns von ihm geliebt und getröstet fühlen“. So sollen wir lernen, zu ihm zu gehen.

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