Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Emeritierter Kurienkardinal Sarah: „Riten können nicht willkürlich abgeschafft werden“
  2. „Sehr geehrter Herr Erzbischof Koch, mit großer Verwunderung haben wir Ihr Statement zum CSD…“
  3. Was interessiert mich das Geschwätz von Rom...
  4. Wenn sich Gratismut in Angst verwandelt
  5. Erschütterndes Beispiel für die Kultur des Todes: Seniorin wurde gegen ihren Willen euthanasiert
  6. Katholiken fordern Exkommunikation der „katholischen“ US-Gouverneurin Maura Healey
  7. Bußgeldverfahren gegen Schüler nach Weigerung an LGBT-Workshop teilzunehmen
  8. "Ich würde Kinderbetreuung nicht als Arbeit sehen, sage ich Ihnen ganz ehrlich"
  9. Katholische Beerdigung für italienischen Gitarristen wurde abgesagt, weil er Freimaurer war
  10. ‚Waldbrände in der Kurie‘
  11. Influencerin bezeichnet Trans-Politiker als Mann: zu zwei Jahren Hausarrest verurteilt
  12. Das Kirchenjahr als Weg durch die Heilsgeschichte. Dem Gottesdienst soll nichts vorgezogen werden!
  13. Frust beim Klima-Kleber-Jesuiten
  14. 500 Euro für ein Sakrament oder was ist das wirkliche Problem?
  15. Deutschland: Katholische Kirche verzeichnet mehr Erwachsenentaufen trotz Mitgliederrückgang

Bosbach: Es bräuchte ein konsequentes Vorgehen gegen Rechtsbrüche

9. Juli 2017 in Deutschland, 15 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


CDU-Politiker kritisiert nach Ausschreitungen beim G-20-Gipfel bei N-TV: Rechtsradikaler Spuk werde sofort beendet, links sehe das anders aus. „Das wird so bleiben. Wir werden immer fein zwischen linker und rechter Gewalt differenzieren.“


Hamburg (kath.net) „Das fehlt jetzt noch, dass die Polizei schuld ist an dem, was da passiert ist. Schuld sind die Chaoten, die Kriminellen – nicht die Mehrzahl der friedlichen Demonstranten, aber diejenigen, die unter dem Vorwand eines politischen Protestes schwere und schwerste Straftaten begehen. Wer einen Rewe-Markt plündert, der hat kein politisches Anliegen, sondern das ist ein krimineller Idiot.“ Dies stellte der bekannte CDU-Politiker und Bundestagsabgeordnete Wolfgang Bosbach nach den Ausschreitungen im Zusammenhang mit dem G-20-Gipfel in Hamburg im Interview mit „N-TV“ fest. Wenn die Polizei hart durchgreife, werde am nächsten Tag die „Polizeigewalt“ kritisiert, doch wenn die Polizei nicht an allen Orten zur gleichen Zeit sei, werde sofort kritisiert, dass die Polizei nicht konsequent durchgegriffen habe. „Wir sollten der Polizei nicht in den Rücken fallen, sondern den Rücken stärken.“

Für einen G-20-Gipfel brauche man eine Großstadt, man könne ihn nicht auf der Zugspitze abhalten, erläuterte der langjährige CDU-Spitzenpolitiker. Man habe „hier ein Veranstaltungszentrum genommen in unmittelbarer Nähe eines Viertels, wo der Staat schon seit Jahren offensichtliche Rechtsbrüche duldet.“ Das eigentliche Problem sah Bosbach darin, dass es „einen großen politischen und gesellschaftlichen Konsens“ bei der Bekämpfung der rechtsextremen Gewalt gebe, dies aber bei der linksextremen Gewalt ganz anders aussehe. Zwar würden zunächst alle sagen, linksextreme Gewalt „geht gar nicht“, doch dann würden einige „aber, aber, aber“ sagen.


Es werde nicht von Anfang an konsequent gegen Rechtsbrüche vorgegangen, „wenn man sie erst einmal duldet und wenn man sie schon bei der Sprache verharmlost (wir sagen ja nicht, ‚das sind linksradikale Kriminelle‘, wir sagen, das sind ‚Aktivisten‘. Warum? Weil sie aktiv sind. Bankräuber sind auch aktiv, aber wir kämen nicht auf die Idee, sie als ‚Aktivisten‘ zu bezeichnen)“. Bosbach verwies beispielhaft auf Proteste gegen den Braunkohletagbau am Hambacher Forst, wo „mit hoher krimineller Energie“ auf Mitarbeiter und Polizisten vorgegangen werde, dazu gebe es dann einen „Einspalter in der Lokalzeitung, wenn überhaupt“.

Wenn der Staat das „Wehret den Anfängen“ nicht beherzige, „werden die Zustände immer schlimmer“, statuierte Bosbach. Doch bei den Ausschreitungen in Hamburg werde es „bei rhetorischer Vergeltung bleiben, in der Praxis wird nicht viel passieren“. Es bräuchte ein konsequentes Vorgehen gegen Rechtsbrüche, damit der Staat gleich signalisiere, dass Gewalt und Vermummung mit dem Demonstrationsrecht nichts zu tun hätten. „Rechtsradikaler Spuk wird sofort beendet – Gott sei Dank! – auf der linken Seite sieht das anders aus, und wenn Sie mich fragen: Das wird so bleiben. Wir werden immer fein zwischen linker und rechter Gewalt differenzieren“, das halte er für einen Fehler. „Gewalt ist Gewalt und muss verurteilt werden“, sagte Bosbach spürbar engagiert.

N-TV - Wolfgang Bosbach (CDU) über die Krawalle in Hamburg


Pressefoto Wolfgang Bosbach


(c) Wolfgang Bosbach/Privat


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Politik

  1. Bremer Grünenpolitikerin Görgü-Philipp posiert mit Holocaust-Koffer – Rücktritt nach Eklat!
  2. 'Man kann mit der Begründung, man verteidige die Demokratie, die Demokratie nämlich auch abschaffen'
  3. Interne Grünen-Mail nach Berlin-Blackout: „NICHT Täter*innen/Ermittlungen in den Mittelpunkt ziehen“
  4. Das große CDU-Chaos ODER wenn ein angebliches Plagiat schlimmer als Abtreibung im 9. Monat ist!
  5. Erfolg für den Lebensschutz – Kein Geld für Planned Parenthood aus US-Bundesbudget
  6. US-Repräsentantenhaus untersucht möglichen Missbrauch von Steuergeld durch Planned Parenthood
  7. Transgender-Debatte: Grüne Politikerin El-Nagashi verlässt die Partei
  8. Sprecher des US-Repräsentantenhauses will Subventionen für Planned Parenthood streichen
  9. Gründer der ‚Catholics for Harris‘: US-Demokraten haben ein ‚wachsendes Problem mit Gott‘
  10. Wirtschaft, Grenzsicherheit, Kriminalität waren Wählern wichtiger als radikale Abtreibungspolitik






Top-15

meist-gelesen

  1. Sommerspende für kath.net - Bitte helfen SIE uns jetzt JETZT!
  2. Edith Stein – Ave, Crux, spes unica
  3. Ostern 2027 in Rom - Große kath.net-Leserreise!
  4. „Sehr geehrter Herr Erzbischof Koch, mit großer Verwunderung haben wir Ihr Statement zum CSD…“
  5. Emeritierter Kurienkardinal Sarah: „Riten können nicht willkürlich abgeschafft werden“
  6. Erschütterndes Beispiel für die Kultur des Todes: Seniorin wurde gegen ihren Willen euthanasiert
  7. "Die meisten kommen wegen der Sozialleistungen"
  8. Frust beim Klima-Kleber-Jesuiten
  9. Grösse
  10. Angeklagt, weil er einen schismatischen Bischof nicht rehabilitierte: Armeniens Patriarch Karekin II
  11. Scharfe innerorthodoxe Kritik an Kyrills Atomwaffen-Predigt
  12. „Ich spüre die Berufung zu pilgern“ – Andrzej Kurek pilgert seit 65 Jahren nach Tschenstochau
  13. Salzburg: Opernstar bereitete Franziskus-Rolle im Kapuzinerkloster vor
  14. Ceuta: Integrationsministerin Bauer fordert mehr Außengrenzschutz und effektive Rückführungen
  15. ALfA startet „von-Galen-Projekt“ zum 85. Jahrestag der Predigt von St. Lamberti

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz