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‚Guten Morgen’ hat keinen Platz in der heiligen Messe

11. Juli 2017 in Weltkirche, 21 Lesermeinungen
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Jeder kann anderen einen ‚Guten Morgen’ wünschen. Die im Messbuch vorgesehene Begrüßung ‚Der Herr sei mit Euch’ ist nur in der Liturgie zu hören und völlig ausreichend, sagt Kardinal Tagle, der Erzbischof von Manila.


Manila (kath.net/jg)
Priester sollten den Gläubigen zu Beginn der heiligen Messe nicht „Guten Morgen“ wünschen. Die Worte „Der Herr sei mit Euch“ seien ausreichend, sagte Luis Antonio Kardinal Tagle, der Erzbischof von Manila.


„Bei allem Respekt, meine Mitbrüder im Priesteramt, ich sehe keine Notwendigkeit für ein ‚Guten Morgen’ oder ähnliche Grußformeln, wenn die Realpräsenz Gottes in der heiligen Eucharistie genügt“, predigte Tagle bei der Messe zu Fronleichnam.

Manche Priester würden mehr Wert auf eine Antwort der Gläubigen auf ihr „Guten Morgen“ legen, als auf das im Messbuch vorgesehene „Der Herr sei mit Euch“. Jeder könne anderen einen „Guten Morgen“ wünschen. Die Worte „Der Herr sei mit Euch“ seien aber nur in der heiligen Messe zu hören und deshalb von besonderer Bedeutung, betonte Kardinal Tagle.



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Lesermeinungen

 Msgr.Westenfeld 27. Juli 2017 

"Guten Morgen" bei der Messfeier

Es gibt sehr viele Kollegen, die sich solche Anbiederungen zu eigen machen. Eine der zahlreichen "Nettigkeiten", die innerhalb der Liturgie absolut keinen Platz haben. Der "Ordo Missae" ist für die gesamte Weltkirche festgelegt und soll dadurch auch die Einheit der Weltkirche zum Ausdruck bringen. Es gibt zahlreiche Möglichkeiten - auch bei der Verkündigung - aktuelle Fragen und Situationen zu benennen. Das darf auch so sein. Aber das "Zu Recht Schustern" der Liturgie ist zerstörend und daher abzulehnen. Ich kenne einen Priester, der überhaupt kein Messbuch benützt und §frei Schnauze" zelebriert. Ganz nebenbei - Mit ihm kann keiner konzelebrieren! Ist das das, was das Konzil wollte? Aber aus Arroganz und vermeintlicher Aktualität stellen sich diese Priester über alle sinnvolle Verbindlichkeiten - "wissen alles besser" als die, welche in Verantwortung den Messkanon erarbeitet haben. Eigene Bescheidenheit wäre ein echtes Zeichen der eucharistischen Gemeinschaft.


0
 
 bergkristall 18. Juli 2017 
 

wir haben zwei Priester und der eine beginnt auch mit "guten Morgen", immer
wieder auch mit "wie geht es euch heute".
das ist total überflüssig und gehört nicht zur heiligen Messe.


0
 
 Diasporakatholik 13. Juli 2017 
 

Der jetzige Papst tut ' s auch

Sowohl beim ersten Auftritt nach seiner Wahl als auch bei den Audienzen statt des "Gelobt sei Jesus Christus" das profane und für einen Papst banale "Guten Abend" bzw. "Guten Tag".
Sehr "modern" und "volksnah", nicht wahr?


3
 
  12. Juli 2017 
 

Etikettenschwindel

Vielerorts wird diese Gemeindeversammlung immer noch als Hl.Messe bezeichnet obwohl es vom Sinn her nur eine sog. Eucharistiefeier ist, mit Teilnahme für alle.


3
 
 Stefan Fleischer 12. Juli 2017 

@ Beda46

Ich weiss, die Chancen sind gering.
Aber, wer weiss, vielleicht findet sich doch der eine oder andere Priester, der einmal eine Predigt dem Thema Andacht (als Haltung, nicht im Sinn eines Gottesdienstes) widmet. Schlussendlich verpflichtet, soviel ich weiss, das Sonntagsgebot – auch einmal ein mögliches Predigtthema - zur ANDAECHTIGEN Mitfeier. Dann könnte er meinen Vorschlag einbringen, auch im Sinn einer pädagogischen Massnahme, als Erinnerung an die Heiligkeit des Ortes und der Eucharistie, an die reale Gegenwart unseres Herrn im Tabernakel etc.


8
 
 Beda46 12. Juli 2017 

@Stefan Fleischer

Bei uns nähert sich der Geräuschpegel vor Gottesdienstbeginn dem in einem Kino üblichen. Da würde "gute Andacht" auch nicht mehr viel helfen. ☹


3
 
 Stefan Fleischer 12. Juli 2017 

"Gute Andacht!"

Wie wäre es,wenn wir den guten, alten Brauch, der teilweise noch in meiner Jugendzeit gepflegt wurde, wieder aufleben lassen würden? Damals wünsche man sich direkt vor dem Betreten der Kirche: "Gute Andacht!" Und das war dann der Schlusspunkt für alle persönlichen Gespräche untereinander, der Beginn des Gesprächs mit Gott." Das wird zwar nicht leicht zu verwirklichen sein, aber sicher einen Versuch wert.


10
 
  12. Juli 2017 
 

Liturgischer Gruß

"Der Herr sei mit Euch"sagt alles.
Es genügt.


7
 
 CPK 12. Juli 2017 
 

CaRola

Auch das vielerorts "Danke gleichfalls" der Gemeinde auf den "gutgemeinten"
priesterlichen Schlußsegen der Hl. Messe
ist Unfug!


6
 
 Federico R. 12. Juli 2017 
 

„Wie geht es Ihnen?“

Wir hatten in unserer Gemeinde für längere Zeit einen sehr liebenswerten Priester aus einem anderen Kontinent, der als Doktorand unserem Pfarrer bei den Gottesdiensten aushalf. Zu Beginn der Messe wünschte er nicht nur regelmäßig „guten Tag“ / „guten Abend“, sondern legte gleich noch nach: „Wie geht es Ihnen?“ Darauf stets allgemeines Kichern und Murmeln. Einfach lustig! Wie sollen auch die 40-50 Anwesenden ihre augenblicklichen Befindlichkeiten, die ja sehr unterschiedlich sein können, denn sonst kundtun. – In einer anderen, entfernten Gemeinde erlebte ich mehrmals einen Landsmann des Doktoranden, der seinen akademischen Titel bereits besaß (sogar doppelt). Wenn er durch‘s Kirchenschiff zur Sakristei ging, begrüßte er immer beim Betreten der Kirche die bereits Anwesenden mit einem „Gelobt sei Jesus Christus“. Wie schön, dachte ich mir. Und wie schön, wenn dieses herrliche katholische Grußwort stets auch aus päpstlichem Mund zu hören wäre - anstelle des eher banalen „buon-giorno“.


14
 
 Asinus 11. Juli 2017 
 

@Charlotte

bei mir ist auch der der Priester, ich möchte lieber sagen, schreiben, der Pfarrer mein Chef: dein Schweigen schadet Dir! Aber: die Liebe erträgt Alles! Gott Segne Dich!


4
 
 meaculpa 11. Juli 2017 

@Laus Deo

Traurig, aber wahr: In den seltensten Fällen antworten Priester auf meinen Gruß "Gelobt sei Jesus Christus!" mit einem freudigen "In Ewigkeit, Amen!".

Meistens kommt als Reaktion das pure Gegenteil: tiefes Schweigen, den Blick abgewandt. Wenn es ihnen peinlich wäre, mit mir zu sprechen, könnte ich es noch verstehen.
Aber der Gruß betrifft ja nicht meine Person, sondern es ist der "Katholische Gruß". Egal, ob auf Latein oder auf Deutsch. Irgendetwas stimmt nicht mehr.


16
 
  11. Juli 2017 
 

"Buon Pranzo"

Das erinnert mich an die Abschiedsworte von Papst Franziskus nach seiner Antrittsrede: "Buon Pranzo!"


9
 
 Stefan Fleischer 11. Juli 2017 

Das Problem liegt wohl noch viel tiefer.

Es geht um die Liturgie als solche. Was ist ihr Sinn und Zweck? Welche Rolle spielt Gott darin? Welche Aufgabe hat der Mensch generell und der Priester im Besonderen dabei?
Nach einem entsprechenden Gottesdienst habe ich kürzlich meine Gedanken zu formulieren versucht:

bit.ly/2uffZSh


10
 
 antonius25 11. Juli 2017 
 

Buon pranzo!

(Guten Appetit/Gutes Mittagessen) ist auch sehr beliebt. Kommt manchmal sogar im Fernsehen.

Bei uns läuft das so: Während ein Priester die Messe zelebriert, sitzt der andere im Beichtstuhl. Letzterer verlässt kurz vor Ende der Messe die Kirche, um die Gläubigen nach der Messe auf der Treppe zu begrüßen. Der andere kommt dann manchmal später nach, wenn er sich umgezogen hat.


4
 
 Charlotte 11. Juli 2017 

@Beda46

Wer auf solch einen Verabschiedungsgruß in der Werktags-Abendmesse: „Nun wünsche ich Ihnen allen noch einen schönen Abend“ nicht – wie die anderen Gemeindemitglieder – unliturgisch mit "danke gleichfalls" antworten möchte, fällt auf, denn der Priester schaut erwartungsvoll in die Runde. Bei mir ist der Priester auch mein Chef, und ich bin mir nicht sicher, ob mein Schweigen mir nicht schaden wird.


10
 
 Beda46 11. Juli 2017 

Und zum Schluss

noch ein Wunsch für eine gute Zeit, der unweigerlich mit einem gemeindlichen "danke gleichfalls" beantwortet wird. (Bei Gelegenheiten wie Vatertag kann es da auch schon mal lustig werden.)


12
 
 Laus Deo 11. Juli 2017 

Laudetur Jesus Christus

Leider hört man den richtigen katholischen Gruss praktisch nicht mehr...


19
 
 Chris2 11. Juli 2017 
 

Mein persönliches 'Highlight':

"Wir hören nun eine Lesung aus dem Jakobusbrief. Lesung aus dem Jakobusbrief". Sehr unterhaltsam auch politische Anrufungen (meist Einbahnstraßen oder zumindest Linksverkehr) oder tagesaktuelle Fürbitten mit detaillierten Zeit- und Ortsangaben und Lebensläufen aller irgendwie Beteiligten. Da braucht man fast keine Tageszeitung mehr...


11
 
 Magdalena77 11. Juli 2017 

Dieses Zerreden der hl. Messe... Manchmal glaube ich, so mancher Priester hält die hl. Messe für zu langweilig ohne sein eigenes Hineinreden. Es täte vielen Priestern gut, sich ein wenig zurückzunehmen - die Hauptperson ist JEUS CHRISTUS, nicht der Priester, nicht die Gemeinde. Wir Gläubigen kommen für die Begegnung mit IHM!


28
 
 Fink 11. Juli 2017 
 

So mancher Zelebrant redet zuviel in der Messfeier

Nach dem (hoffentlich feierlichen) Einzug geht es schon los, der Redeschwall. Begrüßung, Kommentierung, schon mal eine 1.Kurzpredigt. Kaum angefangen, sind wir schon im banal weltlichen angekommen. Dann die Predigt (zu lang, zuviel persönliche Meinung, zuwenig Eingehen auf die Lesungstexte, zuwenig Glaubenslehre der Kirche). Und dann, vor dem Schlusssegen, wird noch einmal geredet (für mich ist da die Schmerzgrenze längst überschritten).
Messfeier oder Gemeindeversammlung mit Unterhaltungsprogramm- das ist hier die Frage.


27
 

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