30 Juli 2017, 12:12
Suche und Opfer
 
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Franziskus: die Freude des Evangeliums – nicht aufgrund eines Verzichts auf Wesentliches, sondern weil das Kostbarste gefunden worden ist: das Reich Gottes in Jesus Christus. Von Armin Schwibach

Rom (kath.net/as) „Er verkaufte alles, was er besaß, und kaufte jenen Acker“: Angelus am siebzehnten Sonntag im Jahreskreis. Das Tagesevangelium (Mt 13,44-52) stand im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit von Papst Franziskus bei seiner Ansprache vor dem traditionellen Mittagsgebet. Jesus beschließe seine Gleichnisse zum Himmelreich mit den drei heutigen Bildern: dem Bild vom verborgenen Schatz, der kostbaren Perle und dem Fischernetz. Der Papst beschäftigte sich mit den ersten beiden Gleichnissen und deren Protagonisten.

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Beide hätten sich entschlossen, etwas Wertvolles zu verkaufen, um ihre Entdeckung zu erlangen. Im ersten Fall handle es sich um einen Bauern, der einen Schatz auf dem Acker finde, auf dem er arbeite: „Mit dem Himmelreich ist es wie mit einem Schatz, der in einem Acker vergraben war. Ein Mann entdeckte ihn, grub ihn aber wieder ein. Und in seiner Freude verkaufte er alles, was er besaß, und kaufte den Acker“ (V. 44).

„Auch ist es mit dem Himmelreich wie mit einem Kaufmann, der schöne Perlen suchte. Als er eine besonders wertvolle Perle fand, verkaufte er alles, was er besaß, und kaufte sie“ (V. 45-46).

Jesus hebe so die zwei Charakteristiken hervor, die den Besitz des Himmelreiches beträfen: die Suche und das Opfer. Das Reich Gottes werde allen angeboten, aber nicht auf einem Silberteller serviert. Es bedürfe der Dynamik des Suchens, des Gehens, des Einsatzes.

Die Haltung der Suche sei die wesentliche Bedingung dafür, dass man etwas finde. Das Herz müsse vor Verlangen brennen, das kostbare Gut des Reiches Gottes zu erlangen, das in der Person Jesu gegenwärtig sei. Er sei der verborgene Schatz, die kostbare Perle. Jesus sei die grundlegende Entdeckung, die unser Leben zu einer entscheidenden Wende führen könne.

Angesichts der unerwarteten Entdeckung werde man sich bewusst, vor einer einzigartigen Gelegenheit zu stehen, die man sich nicht entgehen lassen dürfe. Daher verkauften der Bauer und der Perlenhändler alles. Der unschätzbare Wert des Schatzes führe zu einer Entscheidung, die auch Opfer einschließe. Wenn der Schatz und die Perle entdeckt worden seien, sei es notwendig, diese Entdeckung nicht unfruchtbar zu lassen, sondern für sie alles andere zu opfern. Dabei gehe es nicht um eine Geringschätzung des Restes. Dieser müsse vielmehr Jesus untergeordnet werden. Der Jünger Christi sei keiner, der auf etwas Wesentliches verzichte, sondern der, der viel mehr gefunden habe: die volle Freude, die allein der Herr schenken könne, die Freude des geheilten Kranken, des Sünders, dem vergeben worden sei.

Die Freude des Evangeliums erfülle das Herz und das ganze Leben derer, die sich von ihm retten ließen und so von der Sünde, der Traurigkeit, der inneren Leere befreit seien. Mit Jesus entstehe die Freude immer wieder neu. Die Freude des Bauern und des Händlers der Gleichnisse sei die Freude eines jeden von uns, wenn wir die tröstende Nähe und Gegenwart Jesu in unserem Leben entdeckten. Dies verwandle das Herz und öffne uns für die Bedürfnissee und die Aufnahme der Brüder und Schwestern, besonders der schwächsten.







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