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Nicht geschiedene Ehen dauern in Österreich durchschnittlich 49 Jahre

29. August 2017 in Familie, keine Lesermeinung
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Familienexperte: Dauer und Stabilität der Ehen steigt - Die Sehnsucht der Menschen, miteinander alt zu werden, nimmt wieder zu


Innsbruck (kath.net/KAP) Die Sehnsucht der Menschen, miteinander alt zu werden, nimmt wieder zu: 40 Jahre verbringen Eheleute heute im Durchschnitt gemeinsam, macht die Diözese Innsbruck in einer Aussendung vom Mittwoch aufmerksam. Werden Trennungen und Scheidungen nicht berücksichtigt, enden Ehen in Österreich - mit dem Tod eines der beiden Gatten - sogar erst nach durchschnittlich 49 Jahren, erklärte der Leiter des diözesanen Familienreferates, Alfred Natterer, unter Berufung auf Zahlen der Statistik Austria.

Die lange gemeinsame Zeit überrasche angesichts meist anderslautender Darstellungen, bei welchen die durchschnittliche Dauer nur von den geschiedenen Ehen berücksichtigt werde, sagte Natterer. Tatsächlich sei in den jüngsten Jahren jedoch wieder ein Trend "hin zu längerer Ehedauer, zu mehr Stabilität" feststellbar. Die "große Sehnsucht und das große Vorhaben" bei der Hochzeit, dem anderen ein lebenslanges Versprechen zu geben, klinge auch in gegenwärtiger Zeit "nachhaltig und gut - gerade weil wir in einer Gesellschaft leben, in der es heißt, reparieren lohnt sich nicht mehr", so der diözesane Familienexperte.


Für das Fortbestehen der Liebe sei der Wille zum Reparieren entscheidend, zudem brauche jeder auch einen Weg des Wachstums und der persönlichen Veränderung, zitierte Natterer aus der Papst-Enzyklika "Amoris laetitia". Für das Erreichen einer langen Ehedauer sei es zudem wichtig, "über die Lebensqualität zu einer Lebenstiefe zu gelangen", sagte der diözesane Experte.

Dass Menschen nach gutem Lebensstandard streben und die Lebensqualität steigern wollten, sei selbstverständlich. Entscheidend sei jedoch auch der Umgang mit dem Absinken von Lebensqualität, etwa "wenn nicht alles rund läuft, wenn Pläne anders verlaufen, als vorgesehen, wenn z.B. der Partner krank wird oder gar ein Kind stirbt". Viele Paare erlebten in solchen Situation unerwartet eine "Lebenstiefe, die sie zuvor nicht geahnt hätten".

Zur Stärkung der Ehepaare lädt die Diözese Innsbruck alle Jubelpaare am 3. September um 14.30 Uhr zu einem Festgottesdienst mit Eheerneuerung ins Stift Stams. Geleitet wird die Feier, bei der es auch um einen dankbaren Rückblick auf die bisherige gemeinsame Zeit gehen soll, von Diözesanadministrator Jakob Bürgler. Im Anschluss gibt es eine Agape und die Möglichkeit der Stiftsbesichtigung (Anmeldung bis 28. August unter [email protected]).

Copyright 2017 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich
Alle Rechte vorbehalten


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