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Die Beziehung zwischen der Hoffnung und der Erinnerung

30. August 2017 in Aktuelles, 22 Lesermeinungen
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Franziskus: das Wesentliche: das Verlangen nach Leben und Glück, das vor allem junge Menschen in sich tragen. Die Flamme der Freude. Von Armin Schwibach


Rom (kath.net/as) „Am Tag darauf stand Johannes wieder dort und zwei seiner Jünger standen bei ihm. Als Jesus vorüberging, richtete Johannes seinen Blick auf ihn und sagte: Seht, das Lamm Gottes. Die beiden Jünger hörten, was er sagte, und folgten Jesus. Jesus aber wandte sich um, und als er sah, dass sie ihm folgten, fragte er sie: Was wollt ihr? Sie sagten zu ihm: Rabbi – das heißt übersetzt Meister -: wo wohnst du? Er antwortete: Kommt und seht! Da gingen sie mit und sahen, wo er wohnte, und blieben jenen Tag bei ihm; es war um die zehnte Stunde“ (Joh 1,35-39).

In Fortsetzung seiner Katechesenreihe über die christliche Hoffnung stellte Papst Franziskus bei der heutigen Generalaudienz, der ersten auf dem Petersplatz nach der Sommerpause, seine Katechese unter das Thema: „Die Erinnerung an die Berufung belebt die Hoffnung“.

Insbesondere die Erinnerung an die eigene Berufung mache die Hoffnung lebendig, so der Papst. Das sähen wir beispielhaft bei der Berufung der ersten Jünger. Der Evangelist Johannes berichte verschiedene Einzelheiten darüber. Denn diese einschneidende Begebenheit seiner Jugend habe er in klarer Erinnerung behalten.


Jesus frage: „Was sucht ihr?“ Diese Frage ziele auf das Wesentliche: das Verlangen nach Leben und Glück, das vor allem junge Menschen in sich trügen, junge Menschen, die nicht „in Rente“ sein dürften. Jesus hingegen entflamme die Menschen. Franziskus fragte die jungen Menschen: „Was sucht ihr? Was sucht ihr in eurem Herzen?“.

Jede Berufung beginne mit einer solchen Begegnung mit Jesus. Sie schenke den Berufenen Freude und neue Hoffnung und lasse sie auch den Schwierigkeiten des Lebens gelassen ins Auge sehen. Die Freude des Jüngers sei missionarisch. Sie halte die Flamme seiner ersten Liebe zu Christus lebendig.

Die Freude über die Begegnung mit Jesus sei das Wesentliche. Jede Berufung – Ehe, geweihtes Leben, Priestertum – beginne mit dieser Begegnung. Jesus wollte Menschen, die im Herzen den Wind der Freude hätten, die alle Tage des Lebens erneuere. Der Verkünder Jesu sei keiner, der nur rede, sondern jener, der in den Augen die Freude des Glaubens habe. Der Christ bewahre die Freude über das Verliebtsein in Jesus.

Wir dürften den enttäuschten und unglücklichen Personen nicht recht geben und nicht auf jene hören, die zynisch dazu rieten, im Leben keine Hoffnung zu pflegen. Wir dürften nicht denen vertrauen, die jede Begeisterung von Anfang an auslöschten, indem sie sagten, dass nichts das Opfer des ganzen Lebens wert sei: „Hören wir nicht auf die, die ‚alt’ im Herzen sind, die die jugendliche Begeisterung ersticken“. Vielmehr sei es notwendig, gesunde Utopien zu pflegen.

Gott wolle, dass wir fähig seien zu träumen wie er und mit ihm, während wir sehr aufmerksam auf die Wirklichkeiten gingen: „Eine andere Welt träumen. Und wenn ein Traum erlischt, wieder einen neuen träumen und mit Hoffnung aus der Erinnerung an die Anfänge schöpfen“.

Das sei die grundlegende Dynamik des christlichen Lebens: „Wir erinnern uns, wie Jesus uns das Feuer seiner Liebe offenbart hat, unser Herz entfacht und unser Leben auf ein höheres Gut ausgerichtet hat. Aus dieser Flamme lebt unsere Hoffnung“.


Die Pilger und Besucher aus dem deutschen Sprachraum begrüßte der Heilige Vater mit den folgenden Worten:

Von Herzen grüße ich die Pilger deutscher Sprache, insbesondere die Benediktinermönche des Stiftes Admont, die Jubilare der Silbernen Hochzeit aus der Diözese Graz-Seckau, und die Stipendiaten des Katholischen Akademischen Ausländerdienstes der Deutschen Bischofskonferenz. Bringen wir die Flamme der Liebe Christi zu den Menschen, die des wahren Glücks und des Friedens so dringend bedürfen. Der Heilige Geist geleite euch auf euren Wegen.




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