Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Piusbruderschaft kritisiert ‚Doppelmoral‘ nach Verweigerung des Zutritts zur Basilika in Assisi
  2. 'Denn es wird nicht zu dem kommen, was diese Lügner versprechen.'
  3. Jesuitenpater Thomas Reese mit irrer Aussage: ‚Warum ich die alte lateinische Messe hasse‘
  4. Dann sollen sie doch in die Hölle gehen
  5. ‚Synodalität – ein Wort ohne Begriff? Ein erfundenes Narrativ macht Karriere
  6. Kardinal Müller: „Muslime respektieren kein schwaches Christentum, das sich des Kreuzes schämt“
  7. Kardinal Burke: Sexuelle Unmoral heute erinnert an Sodom und Gomorrha
  8. Eine vergiftete Unterstützungserklärung
  9. Während Messfeier mit Erstklässlern: Bengalisches Feuer in katholische Kirche geworfen
  10. 'Gott, hilf mir. Jesus, hilf mir. Seid ihr Jungs bereit? Let’s Roll'
  11. ‚Das Exil von Pater Edmund‘
  12. Wundersame Heilung, eine Marienerscheinung und Berufung mit 4 Jahren
  13. Tantum ergo Sacramentum
  14. Nigeria: Bischöfe schlagen nach erneuten Massakern Alarm
  15. 'Ich würde mir gerne Sorgen machen, aber ich mache mir keine'

Möglicherweise Petrus-Reliquien in Rom gefunden

31. August 2017 in Chronik, 2 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Restaurierungsarbeiten bei Kirche im Stadtteil Trastevere bringt Tonbehälter mit Reliquien zutage, die laut Inschrift von den ersten Päpsten stammen sollen


Rom (kath.net/KAP) Bei Restaurierungsarbeiten in einer Kirche im römischen Stadtteil Trastevere sind möglicherweise Reliquien des Apostels Petrus entdeckt worden. Das berichtet die italienische Tageszeitung "La Stampa" (Donnerstag). Demnach sei unter dem Altar der Kirche Santa Maria in Cappella ein Tonbehälter mit Reliquien gefunden worden, die laut einer mittelalterlichen Inschrift von den ersten Päpsten stammen sollen.

Wie "La Stampa" unter Berufung auf eine TV-Dokumentation des Senders RAI berichtet, listet eine steinerne Inschrift aus der Bauzeit der Kirche im 11. Jahrhundert wichtige Reliquien auf: das Fragment eines Kleides von Maria - das aber nicht im Altar gefunden wurde -, Reliquien des Petrus sowie der Päpste Cornelius, Callistus und Felix, die ursprünglich auf verschiedenen Friedhöfen beigesetzt worden seien. Außerdem nennt die Inschrift die Märtyrer Hippolyt, Anastasius, Melix und Marmenia.


Zwar wird das Grab des Petrus traditionell unter der Peterskirche verehrt; zudem war bereits in den 1960er Jahren die Archäologin Margherita Guarducci sicher, Gebeinreste des Petrus dort gefunden zu haben. Dennoch gilt das Rätsel um die Petrusreliquien immer noch als nicht ganz gelöst. Auch die Aussage Papst Pauls VI. vom 26. Juni 1968, die Reliquien "seien auf eine Weise identifiziert, die als glaubwürdig zu erachten sei", schuf keine allgemeine Gewissheit.

Während die unter St. Peter gefundenen Knochen mit Sicherheit als die eines Mannes aus dem 1. Jahrhundert n. Chr. gälten, könne über Herkunft und Echtheit der jetzt gefundenen Reliquien noch nichts Genaues gesagt werden, heißt es in der TV-Dokumentation. Die Reliquienbehälter wurden mittlerweile der Diözese Rom übergeben, das sie in seine Obhut genommen und neu versiegelt hat.

Die Kirche Santa Maria in Cappella liegt im östlichen Tiberknie; erbaut wurde sie im Jahr 1090 unter Papst Urban II. Wegen Baufälligkeit war sie seit 1982 geschlossen, die Restaurierungsarbeiten sind derzeit in der Abschlussphase.

Die Statue des hl. Petrus vor dem Petersdom


Papst Franziskus und die Reliquien des heiligen Apostels Petrus


Copyright 2017 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich
Alle Rechte vorbehalten
Foto oben (c) kath.net/Petra Lorleberg


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

 mhesemann 1. September 2017 
 

Längst gefunden!

Die Entdeckung von Petrusreliquien in einer Kirche des 11. Jahrhunderts ist kein Sensationsfund. Davon wurden viele verehrt. Sie wurden wohl der Erde unter der Confessio des Petersdoms entnommen. Und dennoch stammen sie nicht von Petrus, sondern von Personen, vielleicht auch frühen Päpsten, die in seiner unmittelbaren Nähe bestattet wurden. Die Petrus-Gebeine hatte man schon im 3. Jahrhundert in das Marmorfach der "Graffiti-Mauer" (Muro G) gelegt, der rechten Begrenzungsmauer der Palliennische des Petrusgrabes, vor der heute das Ewige Licht brennt. Dort wurden sie bei den Ausgrabungen in den 1940er Jahren entdeckt und später einwandfrei identifiziert - siehe mein Buch "Der erste Papst" (2003). Sie befinden sich noch heute dort, in Plexiglaskästen verpackt, mit Ausnahme von neun Knochenstücken, die Papst Paul VI. in ein silbernes Reliquiar einschließen und in der Privatkapelle der Päpste verwahren ließ.


3
 
 Chris2 31. August 2017 
 

Leider kann man rein wissenschaftlich

ohne Vergleichs-DNA in solchen Fällen bestenfalls die Plausibilität prüfen umd ggf. eine Übereinstimmung anhand der Befunde ausschließen (Alter der Knochen, Alter und Geschlecht der Person, Todesursache etc.). Ein Nachweis wird auch in diesem Fall kaum jemals geführt werden können. Wir müssen unsere Neugier wohl noch ein paar Jährchen zügeln...


6
 

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Petrus

  1. Ein be-GEIST-erter Zeuge für den auferstandenen Herrn







Top-15

meist-gelesen

  1. Ostern 2027 in Rom - Große kath.net-Leserreise!
  2. Robert Bellarmin SJ – De gemitu columbae
  3. Eine Million Menschen zu Papstbesuch in Frankreich erwartet
  4. „Maria ist eine historische Gestalt, eine für Gott unendlich offene Person, eine Tochter Israels“
  5. Wollte gestohlenes Bild von Jesus zurückholen: Lebensschützer bei Marsch für das Leben verhaftet
  6. 'Denn es wird nicht zu dem kommen, was diese Lügner versprechen.'
  7. Buenos Aires macht Papstbesuch zum Feiertag
  8. Vatikan prüft Seligsprechungsprozess für spanisches Ehepaar
  9. Wundersame Heilung, eine Marienerscheinung und Berufung mit 4 Jahren
  10. Britisches Parlament stoppt Gesetz zur assistierten Sterbehilfe
  11. Zu jedem Zeitpunkt werden auf der Welt ungefähr 8.000 bis 9.000 Messen gefeiert
  12. Scharfe Kritik von Birgit Kelle an Leihmutterschaftsentschuldigung von Jens Spahn
  13. Kardinal Aveline: Motto von Leos Frankreichreise hat auch mit dem Lebensschutz zu tun
  14. Tantum ergo Sacramentum
  15. Jesuitenpater Thomas Reese mit irrer Aussage: ‚Warum ich die alte lateinische Messe hasse‘

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz