Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. These: Der dreifaltige Gott soll in der Liturgie der Messe verkündet werden
  2. Kardinal Woelki zur Polarisierung in der Bischofskonferenz: „Diese Situation ist belastend“
  3. Glaubenspräfekt warnt vor "Internet-Theologen" und Selbstsicherheit
  4. Theologe Johannes Hartl: „Woher kommt dieses Konglomerat an Denken, das sich ‚liberal‘ nennt?“
  5. „Jesus ja, Kirche nein? – Das ist wie: ‚Ich bin für Fußball, aber gegen Fußballvereine‘“
  6. Öffentlich-rechtlicher Sender SWR konfrontiert Ordensfrau mit obszöner Frage
  7. Erzbistum Paris beruft angesichts der boomenden Konversionen eine Kirchenversammlung ein!
  8. Die Stunde der Heuchler
  9. Bischof von Cordoba: Priester durften bei Zugsunglück Sterbesakramente nicht spenden
  10. Kardinal Müller: „Von der ‚Kirche des Franziskus‘ zu sprechen“, „das ist für mich eine Häresie“
  11. Josef Grünwidl ist neuer Erzbischof von Wien
  12. USA: Breite Mehrheit für Massenabschiebungen – Neue Umfragen stützen Trump-Kurs
  13. "Wir sind Zuschauer bei etwas, was einem Völkermord sehr nahekommt"
  14. Ein neuer Beginn in der DBK ist möglich
  15. Ein einziges Depositum der Wahrheit. Die Einheit von Schrift und Tradition

Papst fordert 'Klugheit' bei Aufnahme von Flüchtlingen

11. September 2017 in Aktuelles, 24 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Franziskus bei "Fliegender Pressekonferenz": Eine legitime Aufnahmegrenze sei dann erreicht, wenn eine "Gefahr der Nichtintegration" bestehe


Rom-Bogota (kath.net/KAP) Papst Franziskus hat sich für eine verantwortete Aufnahme von Flüchtlingen ausgesprochen. Regierungen müssten die damit zusammenhängenden Probleme "mit der eigentlichen Tugend der Regierenden lösen, das heißt mit Klugheit". Dazu gehöre an erster Stelle die Frage nach den verfügbaren Kapazitäten, sodann die Frage nach der Integration, sagte er auf dem Rückflug von seiner Kolumbienreise in der Nacht auf Montag vor mitreisenden Journalisten. Eine legitime Aufnahmegrenze sei dann erreicht, wenn eine "Gefahr der Nichtintegration" bestehe, so der Papst. Er äußerte sich bei dem 35-minütigen Gespräch auch zur Migrationspolitik der USA sowie zum Klimawandel.

Nachdrücklich verlangte Franziskus auch humanitäre Hilfszentren in Libyen. Die Welt müsse sich bewusst machen, dass die Flüchtlinge dort unter unmenschlichen Bedingungen in "Lagern" lebten, sagte er mit dem deutschen Wort. Nötig sei "humanitärer Beistand". Italien leiste auf diesem Feld bereits alles, "um Probleme zu lösen, die es sich nicht zu eigen machen kann". Er sei dankbar für die Haltung Italiens und Griechenlands in der Flüchtlingsfrage. "Sie haben ihr Herz geöffnet", sagte er wörtlich.


Weiter forderte der Papst internationale Hilfe für afrikanische Länder, um die Lebensbedingungen dort zu verbessern und das Wachstum anzukurbeln. Weithin herrsche bei Investitionen aus Industriestaaten das Motto "Afrika muss ausgebeutet werden". Hier sei ein radikales Umdenken nötig.

Kritik äußerte Franziskus an der geplanten Abschiebung sogenannter "Dreamer" in den USA. US-Präsident Donald Trump hatte das Schutzprogramm für Migranten, die als Minderjährige illegal in die Vereinigten Staaten gelangten und unter der Vorgängerregierung Barack Obamas geduldet wurden, Anfang September beendet. Er hoffe, dass Trumps Regierung die Entscheidung überdenke, sagte der Papst bei der "Fliegenden Pressekonferenz".

Trump präsentiere sich dem Augenschein nach als Lebensschützer. "Wenn er ein tüchtiger Lebensschützer ist, wird er begreifen, dass die Familie die Wiege des Lebens ist und man ihre Einheit schützen muss", so der Papst. Wenn man jungen Menschen ihre Wurzeln nehme, würden sie anfällig für Drogen, andere Abhängigkeiten oder Suizid. "Die entwurzelten Jugendlichen von heute verlangen nach Hilfe", sagte der Papst. Franziskus räumte ein, die juristische Lage in den USA nicht genau zu kennen. Er werde den Erlass zur Rückführung genauer prüfen.

Wissenschaft bei Klimawandel eindeutig

Auch zum umstrittenen Pariser Klimaabkommen hatte Franziskus sich geäußert. Wer leugne, dass der Klimawandel vom Menschen mitverursacht sei, solle Wissenschaftler fragen. "Sie sprechen eine klare Sprache", sagte Franziskus. Der Effekt der globalen Erwärmung sei "sehr klar". Als Beispiel verwies der Papst auf das Abschmelzen des Eisschildes am Nordpol.

Nach der Auskunft mancher Experten habe die Menschheit noch drei Jahre zu einer Klimawende. "Wenn wir nicht umkehren, gehen wir unter", warnte der Papst. Jeder einzelne habe eine moralische Verantwortung für den Klimawandel, die er ernst nehmen müsse. Damit sei "nicht zu scherzen". Jeder müsse seine Entscheidung treffen, "und die Geschichte wird darüber urteilen". Franziskus antwortete auf eine Frage nach der moralischen Verantwortung von Regierenden, die eine internationale Zusammenarbeit zu einer Reduzierung von Treibhausgasen ablehnten.

Copyright 2017 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich

--


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Franziskus Papst

  1. Papst Franziskus möchte an Ostermesse teilnehmen
  2. Genesung in kleinen Schritten: Papst geht es etwas besser
  3. Vatikan kündigt nach fünf Wochen ersten Auftritt des Papstes an
  4. Papst will Aschermittwochs-Bußprozession selbst leiten
  5. Vom Argentinier zum Römer: Franziskus über seinen Start als Papst
  6. Fußballbegeisterter Papst mit zwei linken Füßen
  7. Papst will keine Ordensfrauen mit "Essiggesicht"
  8. Papst besucht an Allerseelen Gräber ungeborener Kinder
  9. Dilexit nos
  10. Belgien: Nach Papstaussagen zu Abtreibung und Frauen wollen sich nun 520 Personen ‚enttaufen’ lassen






Top-15

meist-gelesen

  1. ISLAND-REISE - KOMMEN SIE MIT! - Eine Reise, die Sie nie vergessen werden!
  2. Oktober 2026 - Kommen Sie mit nach SIZILIEN mit Kaplan Johannes Maria Schwarz!
  3. Erzbistum Paris beruft angesichts der boomenden Konversionen eine Kirchenversammlung ein!
  4. Kardinal Woelki zur Polarisierung in der Bischofskonferenz: „Diese Situation ist belastend“
  5. Große kath.net-Leserreise nach Rom - Ostern 2027 - Mit P. Johannes Maria Schwarz
  6. Theologe Johannes Hartl: „Woher kommt dieses Konglomerat an Denken, das sich ‚liberal‘ nennt?“
  7. Ein neuer Beginn in der DBK ist möglich
  8. Josef Grünwidl ist neuer Erzbischof von Wien
  9. Kardinal Müller: „Von der ‚Kirche des Franziskus‘ zu sprechen“, „das ist für mich eine Häresie“
  10. Die Stunde der Heuchler
  11. Öffentlich-rechtlicher Sender SWR konfrontiert Ordensfrau mit obszöner Frage
  12. These: Der dreifaltige Gott soll in der Liturgie der Messe verkündet werden
  13. Goldensteiner Schwestern: Schwere Vorwürfe um Spendengelder
  14. Glaubenspräfekt warnt vor "Internet-Theologen" und Selbstsicherheit
  15. Bischof von Cordoba: Priester durften bei Zugsunglück Sterbesakramente nicht spenden

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz