Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Papst warnt erneut die Piusbrüder! Geste wäre "ein schismatischer Akt"
  2. Vom Streuner zum Messdiener: Welpe „Johnny“ findet ein neues Zuhause
  3. 'Der Bischof des Niedergangs ist Herr Feige'
  4. Selektive Wahrheiten und die römische Geduld
  5. Piusbruderschaft erklärt dem Papst den Glauben
  6. ‚Ist das Synodenbüro des Vatikan die PR-Abteilung von P. James Martin SJ geworden?‘
  7. Homosexuellenapostolat Courage International kritisiert Synodenbericht
  8. Vom Benehmen mit Majestäten
  9. Ein Jahr Papst Leo XIV.
  10. Niederländischer Weihbischof Mutsaerts bei Unfall schwer verletzt
  11. „Kann der Westen ohne das Christentum überleben?“
  12. Wuppertaler stellv. Stadtdechant: „Lebendige Bindung an die Weltkirche“ statt „deutsche Sonderwege“
  13. Klimakatastrophe völlig 'unplausibel': IPCC-Autoren korrigieren Szenarien
  14. „Klimaschützer“ fliegen am häufigsten
  15. "Wir haben Maria neue Hände gegeben"

Kardinal Sarah unterstreicht Vorrang Gottes in der Liturgie

19. September 2017 in Weltkirche, 28 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Liturgie ist Begegnung mit Gott, daher muss er in jedem Element des Gottesdienstes an erster Stelle stehen, sagt der Präfekt der Gottesdienstkongregation bei einer Konferenz in Rom.


Rom (kath.net/LSN/jg)
Ein wirksames Mittel gegen den „zunehmend aggressiven Säkularismus“, den gottlosen Terrorismus und eine sich ausbreitende Kultur des Todes ist eine Rückkehr zum Vorrang Gottes in der Liturgie. Davon ist Robert Kardinal Sarah, der Präfekt der Kongregation für den Gottesdienst und die Sakramentenordnung, überzeugt.

Wörtlich sagte Kardinal Sarah bei der fünften Tagung zu „Summorum Pontificum“ in Rom: „Wenn die Lebendigkeit der Mission in unserer Zeit nachgelassen hat, wenn das Zeugnis der Christen in einer zunehmend gottlosen Welt schwächer geworden ist, wenn unsere Welt Gott vergessen hat, liegt das vielleicht daran, dass wir, die wir ‚das Licht der Welt’ (Mt 5,14) sein sollen, den Gipfel auf den das Wirken der Kirche ausgerichtet ist, nicht so erklimmen wie wir sollen oder nicht tief genug aus der Quelle schöpfen, aus der all ihre Kraft fließt und ‚deren Wasser ewiges Leben schenkt’ (Jo 4,14)?“


Der Kurienkardinal bedauerte das Überhandnehmen von Liturgien, die auf den Menschen konzentriert sind. Diese würden „etwas, das seinem ganzen Wesen nach übernatürlich ist, auf die Ebene des bloß Natürlichen“ reduzieren, kritisierte Sarah. „Gott muss in jedem Element unserer liturgischen Feier an erster Stelle stehen“, betonte er.

Erneut wies Kardinal Sarah auf die große Bedeutung der Stille für die Liturgie hin. Wenn der Gottesdienst eine Zeit der persönlichen Begegnung mit Gott sein solle, dann müssten wir Ruhe und Stille lernen. „Lärm zerstört die Liturgie“, sagte er wörtlich. Die Kirche und die Sakristei sollten kein Ort des Redens sein. Soziale Kontakte könnten auch an anderen Orten gepflegt werden, fügte er hinzu.

Die Stille einer Kirche oder Sakristei solle eine Schule sein, die alle, die in sie eintreten, in die Stille des Herzens, des Geistes und der Seele hinein zieht. Diese sei notwendig, um alles das empfangen zu können, was Gott uns durch die heilige Liturgie schenk wolle, erläuterte der Kardinal.

Ein weiteres Element zur Vertiefung der Liturgie sei die Zelebrationsrichtung „ad orientem“. Die gemeinsame Ausrichtung des Volkes und des Priesters nach Osten bringe den Vorrang Gottes wunderbar zum Ausdruck. Sie sei nicht auf die außerordentliche Form des römischen Messritus beschränkt, sondern auch für die neue Form zugelassen, passend und aus pastoralen Gründen vorteilhaft, sagte Sarah.

Im Hinblick aus das zehnjährige Jubiläum von „Summorum Pontificum“ erinnerte der Kardinal daran, dass gerade viele junge Menschen vom traditionellen römischen Messritus angesprochen würden. In vielen Gemeinden, die den alten Ritus pflegen, sei ein lebendiger Glaube zu finden, sagte er und erinnerte an die vielen Priesterberufungen aus diesen Gruppen. Die außerordentliche Form des römischen Ritus sei als selbstverständlicher Teil des Lebens der Kirche im 21. Jahrhundert zu sehen. „Christus ruft uns zur Einheit, nicht zur Spaltung! Wir sind Brüder und Schwestern des selben Glaubens, ganz unabhängig davon welche Form des römischen Ritus wir feiern“, sagte er wörtlich.

Archivfoto Kardinal Sarah


(C) Foto: kath.net/Paul Badde


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Liturgie

  1. Brasilianischer Bischof: Junge Katholiken haben ein ‚Recht‘ auf traditionelle Liturgie
  2. Papst Leo XIV. und die Zukunft der liturgischen Einheit der Kirche
  3. „Einheit heilen, ohne Wahrheit zu verdunkeln“
  4. Kardinal Eijk zelebriert erstes Hochamt im Vetus Ordo: „Eindrückliches, unvergessliches Erlebnis“
  5. Vom Elend der Fürbitten
  6. „Laetare Jerusalem“ – Freude mitten in der Bußzeit
  7. Umkehr – Beichte – Bußsakrament
  8. Um Gottes willen: „die Waffen nieder“ – Kardinal Brandmüllers Ruf zur liturgischen Vernunft
  9. ‚Dubia‘ an den Vatikan – US-Priester bitten um Klärung hinsichtlich liturgischer Änderungen
  10. Nach fast drei Wochen bricht die Diözese Rottenburg-Stuttgart das Schweigen






Top-15

meist-gelesen

  1. EINMALIGE CHANCE - SIZILIEN-Rundreise mit Kaplan Johannes Maria Schwarz!
  2. Papst warnt erneut die Piusbrüder! Geste wäre "ein schismatischer Akt"
  3. Selektive Wahrheiten und die römische Geduld
  4. Vom Streuner zum Messdiener: Welpe „Johnny“ findet ein neues Zuhause
  5. 'Der Bischof des Niedergangs ist Herr Feige'
  6. Niederländischer Weihbischof Mutsaerts bei Unfall schwer verletzt
  7. Überraschendes Blutwunder in Neapel bei Papstbesuch
  8. 'Der Papst sollte diese wöchentlichen Presse-Mehrkämpfe unterlassen'
  9. Die Erzdiözese Wien hat ein Problem: Toni Faber, seine 'Freundin' und seine 100m2 Penthouse-Wohnung
  10. Wenn die Wahrheit unglaubwürdig ist: Bankmitarbeiterin beendete Telefonat mit Papst Leo
  11. Piusbruderschaft erklärt dem Papst den Glauben
  12. ‚Ist das Synodenbüro des Vatikan die PR-Abteilung von P. James Martin SJ geworden?‘
  13. Ach FRIEDRICH - Eklat beim Katholikentag und Kanzler Merz mittendrin
  14. „Kann der Westen ohne das Christentum überleben?“
  15. Klimakatastrophe völlig 'unplausibel': IPCC-Autoren korrigieren Szenarien

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz