Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Nach Berliner Stromausfall: „Herr Erzbischof Koch, wir warten auf Ihre Stellungnahme“
  2. „Sehr brüderliche Atmosphäre, die meisten waren von Dringlichkeit der Neuevangelisierung überzeugt“
  3. Rechtsanwalt Steinhöfel: Maduro war ohne legales Amt, hatte keine völkerrechtliche Immunität mehr
  4. Katholik kritisiert „Schleimjesus“-Fernsehgottesdient mit direktem Brief an verantwortlichen Pfarrer
  5. Unter den kroatischen Katholiken wächst Grundsatzkritik
  6. Menschenrecht auf Abtreibung?
  7. So fühlt sich Nachhausekommen an
  8. These: Die Wahrheit steht über der nachdrücklichen Forderung nach Einheit
  9. Regensburger Bischof Voderholzer beim Papst
  10. Der Stern stört Jerusalem. Epiphanie und die Ruhe der Gewöhnten
  11. Der Weihnachtsglaube - Sand oder Fels
  12. Kardinäle votieren für Themen in der Linie von Papst Franziskus
  13. „Die Ursache der Kirchenkrise und ihre Überwindung“
  14. Gegen Agenden und Aktivismus: das Kardinalskollegium hält inne
  15. Venezuela schließt sein Foltergefängnis, viele politische Gefangene sind auf dem freien Fuß!

Mütter braucht das Land

6. Oktober 2017 in Kommentar, 5 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Ich glaube, dass Gott etwas Neues tun möchte in unseren Frauenherzen - BeneDicta am Freitag mit Inka Hammond


Augsburg (kath.net)
Diese Woche beginnt eine besondere Gebetszeit im Gebetshaus Augsburg. Jeden ersten Donnerstag im Monat von 9 bis 10 Uhr beten Mütter für Mütter. Ich bin eine Mama. 4 Kinder habe ich auf die Welt gebracht, eines, unser Benjamin, starb in meinem Bauch in der 13. Schwangerschaftswoche. Ich habe Schwangerschaftsübelkeit durchgemacht, Müdigkeit, Heißhungerattacken. Ich habe Wehen veratmet, habe Leben auf die Welt gepresst, habe dann mit dem kleinen Baby auf meinem ausgeleierten Bauch gleichzeitig geweint und gelacht. Ich habe mich durch leichte Wochenbettdepressionen gekämpft, habe trotz Milchstau gestillt und mir dabei auf die Zähne gebissen, weil es so schmerzhaft war. Ich habe das erste Löffelchen Brei gefüttert, tausende Male gewickelt, irgendwann das Kind aufs Töpfchen gesetzt. Es ging ungezählte Male daneben. Ich habe kleine Hände gehalten, als die ersten Schritte geprobt wurden, bin hinter Fahrrädern hinterher gerannt. Ich habe viele Schürfwunden versorgt und saß betend im Aufwachraum, während mein Kind operiert wurde. Ich habe fiebrige Gesichter gekühlt, Umschläge gemacht, Kamillentee gekocht.

Ich bin eine Mama. Mit Haut und Haar, Leib und Seele. Auch wenn es oft schwierig ist, laut und chaotisch. Auch wenn ich schief angeschaut werde, mit meinen vier Wundern im Schlepptau und fremde Leute mit ‚Sie haben wohl auch nichts Besseres zu tun‘ kommentieren. Ich liebe mein Leben und ich liebe meine Kinder. Nichts ist erfüllender, nichts ist kostbarer, nichts ist aufregender als Kinder zu haben und Leben zu schenken.


Ich glaube, dass Gott etwas Neues tun möchte in unseren Frauenherzen. Und damit meine ich nicht nur die Mamas, die biologische Kinder haben. In jeder Frau steckt eine Mutter. Wir Frauen können Leben schenken, auch wenn wir nicht schwanger sind. Wir können begleiten, erziehen, Kreativität in anderen freisetzen. Uns ist die Gabe des Mutterseins geschenkt.
Die Rolle der Mutter wird seit jeher missbraucht, herab kreditiert, belächelt, unterschätzt. In unserer Zeit wird sie als Auslaufmodell gesehen. Mütter können nicht, was Erzieherinnen schon längst können, Mütter sind Heimchen am Herd, Mütter sind überflüssig. Das Muttersein wird den Frauen abgesprochen. Damit verliert unsere Gesellschaft Wärme, Halt und Ziel. Ich finde die momentane Entwicklung dramatisch. Kinder verlieren ihre Mütter an Firmen. Mütter wissen gar nicht mehr, was eine Mutter ausmacht, weil sie selbst nie eine anwesende, liebevolle Mutter hatten. Es ist im wahrsten Sinne des Wortes ein Teufelskreislauf.

Mütter braucht das Land. Warmherzige, opferbereite, sehende Mütter. Frauen, die den Blick nicht vor der Not unserer Nationen verschließen. Frauen, die, tief verankert in der Liebe Gottes, ihr Leben dazu nutzen, Leben zu schenken, zu fördern, zu begleiten. Und selbst die Frauen, die in Leitungspositionen stehen, die Karriere machen, dürfen, sollen zu echter, gelebter, leidenschaftlicher Weiblichkeit zurückfinden. Wir sind Mütter! Egal wo, egal wie. Die sanfte Anteilnahme, das stürmische Kämpfen für Recht und Gerechtigkeit, das aufmerksame Beobachten –das ist mütterlich und das wird dringend gebraucht.

Eine Frau die ihren Mann stehen muss, wird nie ihre volle Bestimmung leben können. Und ja, wir brauchen auch die Väter! Die Männer, die ohne Kompromisse zu Moral und Treue stehen. Die mit klaren Augen die Zeichen der Zeit erkennen können, die nicht wegrennen, wenn es brenzlig wird, sondern die voller Mut und Tatendrang für Familie und Ehe einstehen. Die Männer, die Frauen dazu freisetzen, ihr Muttersein leben zu können.

Mütter braucht das Land. Und Väter. Frauen und Männer, die sich nicht jämmerlich gegenseitig kopieren wollen und dann am Ende enttäuscht ihre Lebenslüge erkennen. Starke Frauen und starke Männer, die die Schönheit von Gottes Design für Mann und Frau begreifen.

Wir haben gute Freunde, die vor kurzem Zwillinge bekommen haben, zwei Jungs. Ihre ältere Tochter ist 2 Jahre alt. Die Eltern erzählten mir vor ein paar Tagen, dass sie, wenn sie alle unterwegs sind, voller Mitleid angeschaut werden. ‚Sie tun mir ja so leid‘ hören sie dann von wildfremden Menschen. Neulich sagte jemand zu ihnen: ‚Also, ich hätte mich an Ihrer Stelle ja von einer Brücke gestürzt.‘

Wir brauchen mutige Frauen, die genau dazu einen Gegentrend setzen. Frauen, die sich für Familien einsetzen, für die Ungeborenen. Frauen, die den Wert des Mutterseins erkennen und in die Gesellschaft hineintragen. Frauen an jeder Stelle, sei es in der Regierung, in der Schule, in Kindergärten oder zu Hause. Frauen, die wissen, wie unglaublich wertvoll Kinder sind. Frauen, die sich gegen Ungerechtigkeit einsetzen und Not lindern.
Mütter eben.

Und dafür werden wir auch im Gebetshaus beten. Dass eine Generation von Müttern aufsteht. Jeden ersten Donnerstag im Monat von 9 bis 10 Uhr. Beten Sie mit?


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

BeneDicta

  1. Hoffnung schlägt Optimismus
  2. Kirche zwischen Riss und Rückbindung
  3. Freu dich, Gott liebt dich
  4. 'Sommer ist, was in deinem Kopf passiert'
  5. Denn der Glaube ist kein Leistungssport
  6. Das Glück dieser Welt kauft man nicht mit Geld
  7. Herabsteigen in die „Tiefe unseres Seins“
  8. Lächle einen Menschen an, der dich nervt!
  9. Die mächtige Realität des himmlischen Shalom
  10. Ostern: Mit der Seele im Himmel






Top-15

meist-gelesen

  1. Weihnachtsspende für kath.net - Wir brauchen JETZT Ihre HILFE!
  2. ISLAND-REISE - SOMMER 2026 - Eine Reise, die Sie nie vergessen werden!
  3. „Die Ursache der Kirchenkrise und ihre Überwindung“
  4. "Beten wir gemeinsam für die kommende Welle!"
  5. Unter den kroatischen Katholiken wächst Grundsatzkritik
  6. Nach Berliner Stromausfall: „Herr Erzbischof Koch, wir warten auf Ihre Stellungnahme“
  7. Oktober 2026 - Kommen Sie mit nach SIZILIEN mit Kaplan Johannes Maria Schwarz!
  8. Katholik kritisiert „Schleimjesus“-Fernsehgottesdient mit direktem Brief an verantwortlichen Pfarrer
  9. Kardinäle votieren für Themen in der Linie von Papst Franziskus
  10. „Sehr brüderliche Atmosphäre, die meisten waren von Dringlichkeit der Neuevangelisierung überzeugt“
  11. Regensburger Bischof Voderholzer beim Papst
  12. Rechtsanwalt Steinhöfel: Maduro war ohne legales Amt, hatte keine völkerrechtliche Immunität mehr
  13. Ich bin Staatsanwältin – und ich bete
  14. Australischer Forscher Andrew Lowenthal analysiert Zensur in Deutschland
  15. Menschenrecht auf Abtreibung?

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz