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Warum ich den Jim-Kult verlassen habe10. Oktober 2017 in Weltkirche, 2 Lesermeinungen Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden
P. James Martin will eine Kirche, in der Freiheit, Gleichheit und Toleranz die theologischen Tugenden Glaube, Hoffnung und Liebe ersetzen, schreibt Felix Thompson.
Scottsdale (kath.net/jg) P. James Martin SJ ist Bestseller-Autor und einer der populärsten Katholiken der USA. Wer ihm und seiner Schar begeisterter Anhänger folgt, gerät schnell auf einen Weg des Relativismus, der aus der katholischen Kirche herausführt. Davor warnt ein freischaffender Autor unter dem Pseudonym Felix Thompson, der selbst einige Jahre ein Anhänger des Jim-Kultes war, wie er die eingeschworene Gefolgschaft des Jesuitenpaters nennt. Als 18-jähriger Student habe er einen Vortrag von P. Martin an seinem College gehört war begeistert. Hier war ein Priester, der leicht verständlich über Gott und Spiritualität sprechen konnte, brauchbare praktische Empfehlungen gab und dabei sogar humorvoll war. Thompson folgte Martin auf dessen höchst aktiven Auftritten auf Facebook und Twitter. 
Bald kamen allerdings Zweifel an den Botschaften auf, die Martin täglich verschickte. Darunter waren immer wieder Äußerungen, die nicht dem entsprachen, was die Kirche verkündete. Wenn Martin korrigiert wurde, ging er nicht auf den Einwand ein, sondern antwortete mit einem persönlichen Angriff. Auch das gefiel Thompson nicht und er wurde zunehmend kritischer, bis er sich schließlich von P. Martin abwandte. Ihm war klar geworden, dass der Jesuit eine andere Christologie und Moraltheorie vertrat als die katholische Kirche. Die Anhänger des Jim-Kult verbindet nicht nur die Verehrung des prophetischen James Martin, sondern auch eine liberale Vorstellung dessen, was die Kirche eigentlich sein sollte: ein Ort, an dem niemand verurteilt wird und wo Freiheit, Gleichheit und Toleranz die theologischen Tugenden Glaube, Hoffnung und Liebe ersetzt haben, schreibt Thompson. Link zum Artikel von Felix Thomspon (englisch):
onepeterfive.com
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Lesermeinungen| | wedlerg 10. Oktober 2017 | | | | Nachtrag Leute wie Martin deuten nicht nur das Evangelium um, sie deuten auch die zentralen Begriffe der Zivilgesellschaft, die wir aus unseren christlichen Wurzeln begreifen (Freiheit, Toleranz, Barmherzigkeit, Umweltschutz, etc.) so um, wie ich früher geschrieben habe. |  7
| | | | | wedlerg 10. Oktober 2017 | | | | Ersatzreligion Diese Art Ersatzreligion des "Jim-Kults" ist für viele westliche Ohren erst einmal süß, weil viele im Westen aufgehört haben, in großen Fragen zu denken. Der Schöpfer ist für sie zur Marionette reduziert worden. Moral wird zur Last, Erlösung vergessen.
Es ist bemerkenswert, dass hier letztlich nicht Gott zu den Menschen kommen soll, sondern Götzenbilder erschaffen werden, die leicht zu verehren sind, ohne dass es etwas kostet:
* "Toleranz" (=die intolerante Einforderung von Gesinnungen, Tugendterror),
*"Barmherzigkeit" (kultisch reduziert auf soziale und materielle Umverteilung, auf Geld, und unbarmherzig mit denjenigen, die darauf hinweisen, dass die göttliche Barmherzigkeit Umkehr erfordert),
*"Freiheit" (= Abschaffen des Göttlichen Willens, damit der lästigen Gebote, Sex sells),
*"Vernunft" (=ein der Unterdurchschnittlichkeit anhängenden Minimalismus, der Wahrheit, Glauben und Denken ablöst) und
* Umwelt (die Mutter Erde als pseudo-lebendes Kultobjekt) |  9
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