Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. EWTN-Chefin Maria Montserrat Alvarado wird neue Kommunikationspräfektin
  2. Episkopale Arbeitsverweigerung in einem kleinen Video
  3. Deutliche Kritik an 'Amoris Laetitia' im Vorfeld des Papstbesuches
  4. Der synodale Prozess, eine Totgeburt von Anfang an!
  5. Wahrheit ist heilsrelevant
  6. 'Armutsindustrie' in der Kritik: Statistik misst Ungleichheit, nicht echte Not
  7. Akademie Johannes Paul II. fordert Kard. Grech auf, den pro-LGBT-Synodenbericht zurückzunehmen
  8. Erbärmlich! Lieber Peter Thiel, die meisten Österreicher sind nicht so!
  9. Ritus, Zeichen und Symbol: Der Weg zum Mysterium
  10. Papst an Pfadfinder: „Ihr verbindet auf kluge Weise das Buch der Natur mit dem Wort Gottes“
  11. Schönborn: Glaube braucht Tradition und kirchliche Einheit
  12. Die große Kraft der Marienverehrung in der Endzeit
  13. „Silere non possum“: „Die Führung dieses Dikasteriums war ein Desaster“
  14. Früherer Zeremoniär: Johannes Paul II. verband Humor und Spiritualität
  15. RTL-Journalistin Liv von Boetticher: „Habe die Bundespolizei zwei Nächte lang auf Streife begleitet“

Christlicher Anwalt und Minister: Asia Bibi wird bald frei sein

6. Oktober 2017 in Weltkirche, 3 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Pakistanischer Regionalminister Sandhu schildert im Interview der St. Pöltner Kirchenzeitung die schwierige Lage für Christen in seinem Heimatland


St. Pölten (kath.net/KAP) Einer der Anwälte der wegen angeblicher Gotteslästerung zum Tode verurteilte pakistanischen Christin Asia Bibi (Archivfoto) nährt Hoffnungen auf ihre baldige Freilassung. "Ich bin überzeugt, dass sie in zwei oder drei Monaten frei sein wird", sagte Khalil Tahir Sandhu im Interview für die aktuelle Ausgabe der St. Pöltner Kirchenzeitung "Kirche bunt". Der Jurist und Minister für Menschenrechte und Minderheiten der pakistanischen Provinz Punjab vertritt Asia Bibi gemeinsam mit anderen Anwälten vor dem Höchstgericht in Islamabad. Internationaler Druck über Solidaritätserklärungen, Medienberichte und diplomatische Initiativen seien im Kampf um Bibis Freilassung "sehr hilfreich", so Sandhu. Explizit verwies er auf 13.000 Unterstützungsunterschriften, die der deutsche Botschafter jüngst überreicht habe.


Asia Bibi wurde vor mehr als acht Jahren in ihrem Heimatdorf Ittanwali in der Provinz Punjab verhaftet. Die Berufungsverhandlung gegen das 2010 verhängte Todesurteil wurde in den vergangenen Jahren mehrfach verschoben. Mitte September schlug das EU-Parlament die Christin für den diesjährigen Sacharow-Menschenrechtspreis vor.

Die strengen islamischen Gesetze in Pakistan würden oft gegen Minderheiten, vor allem Christen, angewendet, schilderte ihr Anwalt Sandhu im Gespräch mit "Kirche bunt". Asia Bibis Fall sei einer von vielen. Allein in Punjab befinden sich nach Angaben des Regionalministers derzeit 223 Menschen wegen Vorwürfen nach dem umstrittenen Blasphemiegesetz in Haft. Mehr als die Hälfte von ihnen seien Muslime. Im Gefängnis säßen aber auch viele Christen, berichtete Sandhu, der selbst derzeit 14 von ihnen vor Gericht verteidigt.

Große Hoffnung auf eine mögliche Änderung des Blasphemiegesetzes hat der christliche Anwalt, der selbst auf der Todesliste der islamistischen Taliban steht, nicht. "Aber wir können etwas gegen den Missbrauch des Gesetzes tun und gegen falsche Beschuldigungen", zeigte er sich überzeugt. Es gebe einen guten Austausch mit den muslimischen Minis­tern und dem islamischen Klerus in der Region. Auch die muslimischen Regionalminister Punjabs hätten beispielsweise ein Dokument unterzeichnet, mit dem der Missbrauch des Blasphemiegesetzes gestoppt werden soll. "Ich bin überzeugt, dass man nur durch Dialog etwas bewirken kann", sagte Sandhu.

Der 50-jährige Anwalt hielt sich Ende September auf Einladung der Caritas der Diözese St. Pölten in Österreich auf. Pakistan ist eines der Auslandshilfe-Schwerpunktländer der St. Pöltner Caritas.

Copyright 2017 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich
Alle Rechte vorbehalten


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Christenverfolgung

  1. Bischof Robert Barron: Krieg gegen Christen ist real – Welt darf nicht länger schweigen
  2. Besuch des syrischen Präsidenten - „Kirche in Not“ fordert Bundeskanzler Merz zum Handeln auf
  3. Zur weltweiten Christenverfolgung Schweigen, zu Israels „Fehler“ Empörung
  4. Belgischer öffentlich-rechtlicher Sender lässt Moderatoren Marien- und Jesus-Statuen zertrümmern!
  5. In muslimischen Regionen müssen Christen den Ramadan nicht selten mitbefolgen
  6. Berliner Landesbischof Stäblein erinnert an weltweite Christenverfolgung
  7. Neuer Bericht zum Iran: Zahl der Festnahmen von Christen verdoppelt sich
  8. Mexiko: Historiker fordern mehr Bewusstsein für Cristero-Krieg
  9. „Christen in Europa sehen sich zunehmend Hass und Diskriminierung ausgesetzt“
  10. Brutaler Polizeiangriff auf einen katholischen Priester in Sri Lanka: Kirche fordert Aufklärung






Top-15

meist-gelesen

  1. SIZILIEN-Rundreise mit Kaplan Johannes Maria Schwarz - ANMELDUNG noch bis 22. JUNI!
  2. Episkopale Arbeitsverweigerung in einem kleinen Video
  3. Der synodale Prozess, eine Totgeburt von Anfang an!
  4. EWTN-Chefin Maria Montserrat Alvarado wird neue Kommunikationspräfektin
  5. RTL-Journalistin Liv von Boetticher: „Habe die Bundespolizei zwei Nächte lang auf Streife begleitet“
  6. Erbärmlich! Lieber Peter Thiel, die meisten Österreicher sind nicht so!
  7. Deutliche Kritik an 'Amoris Laetitia' im Vorfeld des Papstbesuches
  8. Das brennende Herz des heiligen Philipp Neri: Ein wissenschaftlich dokumentiertes Pfingstwunder
  9. Warum haben alte Kirchen einen verborgenen Raum unter dem Altar?
  10. Arche-Noah-Nachbildung feiert 10-jähriges Jubiläum
  11. Die große Kraft der Marienverehrung in der Endzeit
  12. Schönborn: Glaube braucht Tradition und kirchliche Einheit
  13. Fossile Bäume lösen Debatte um Arche Noah und die Sintflut aus
  14. Akademie Johannes Paul II. fordert Kard. Grech auf, den pro-LGBT-Synodenbericht zurückzunehmen
  15. Wahrheit ist heilsrelevant

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz