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Medien: Polnische Bischofskonferenz kritisch gegenüber Amoris laetitia

18. Oktober 2017 in Weltkirche, 22 Lesermeinungen
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Bisher unbestätigten Medienberichten zufolge wird die polnische Bischofskonferenz das Franziskus-Schreiben Amoris laetita in voller Übereinstimmung mit dem Schreiben „Familiaris Consortio“ von Johannes Paul II. interpretieren.


Rom (kath.net/pl) Die polnische Bischofskonferenz hat sich in einem Treffen in Lublin mit dem Papstschreiben Amoris laetitia befasst. Bisher ist unbekannt, wann sich die Bischöfe dazu in einem offiziellen Schreiben äußern werden, aber italienischen Medien zufolge sickerte bereits durch, dass Amoris laetitia in Polen in voller Übereinstimmung mit dem Schreiben „Familiaris Consortio“ von Johannes Paul II. interpretiert werden soll. Das berichtet „La nuova Bussola Quotidiana“, eine Medieninitiative katholischer italienischer Journalisten, und kommentiert, dass dadurch „immer deutlicher wird, wie peinlich und eklatant das Schweigen des Papstes zu den Klärungsanträgen“ sei.


Im Einzelnen sei durch informierte Quellen bereits bekannt geworden, dass die polnischen Bischöfe die Kommunion sowohl für unverheiratete Paare wie auch für zivilrechtlich wiederverheiratete Paare (nach nichtannulierter Ehe) ablehnen werden, die nicht wie Bruder und Schwester, sondern wie Mann und Frau zusammen leben. Diese Paare könnten weder auf die konkrete Sakramentsgemeinschaft noch auf die geistliche Kommunion zurückgreifen, da sie sich in einer existenziellen Situation befänden, die sich offen gegen die Eucharistie stelle. Denn Ehegatten bildeten die unauflösliche und fruchtbare Beziehung des Herrn zu seiner Kirche ab.

Gleichzeitig betonten die Bischöfe auch, dass die Kirche nicht beabsichtige, unverheiratete oder wiederverheiratete Menschen zu diskriminieren. Vielmehr werden ihnen viele Mittel des Heiles angeboten: Die Heilige Schrift, Exerzitien, Ausbildungen, Anbetung, Messteilnahme). Allerdings dürften sie weder die Kommunion empfangen noch Taufpaten werden, sie dürften auch da, wo Laien das Leiten einer Gemeinschaft erlaubt ist, die Funktion nicht übernehmen, und sie dürfen die katholische Doktrin nicht lehren, auch nicht den Katechismus. Die Priester werden gebeten, diese Menschen und ihre Familien pastoral zu begleiten.

Amoris Laetitia - TEXT als PDF



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