Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Warum kein einfach gläubiger Katholik „Laienpredigten“ in der heiligen Messe braucht
  2. Papst Leo auf Versöhnungskurs
  3. Der stumme Gott unserer Zeit
  4. Niedersachsen plant Religionsunterricht ohne Gott!
  5. Wenn der Wiener Erzbischof den Heiligen Geist gegen das Kirchenrecht ausspielen möchte
  6. Realitätsverlust im Bistum Chur
  7. Theologe Thomas Söding: „Es braucht eine katholische Internationale!“
  8. „Die meisten Seelen dort sind die, welche nicht an die Existenz der Hölle geglaubt haben“
  9. BDKJ Nordrhein-Westfalen will Verbot der AfD
  10. Ramadan sorgte für Unfrieden an Wiener Schulen!
  11. Michelle Obama ermutigt Mütter arbeiten zu gehen
  12. "Er hat meine Pläne durchkreuzt": Warum der Teufel Angst vor Johannes Paul II. hatte
  13. „Nimm deine kleinen Kinder zur Messe mit!“
  14. Hatte J.D. Vance doch Recht? Wenn Hitler-Vergleiche in Deutschland die Polizei auf den Plan rufen
  15. Bischof Overbeck ist mit Weidel und Chrupalla in Sachen Iran einer Meinung

Österreich: Werberat befasst mit "Zehn-Gebote-Reklame" von "XXXLutz"

7. November 2017 in Österreich, 2 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Zuletzt zahlreiche Beschwerden gegen Banalisierung des für Juden und Christen heiligen Dekalogs


Wien (kath.net/KAP) Die aktuelle, religiös konnotierte Werbelinie des österreichischen Möbelriesen "XXXLutz" sorgt derzeit für Aufregung - und beschäftigt den Österreichischen Werberat: Zuletzt gingen dort zahlreiche Beschwerden gegen die Banalisierung der von Juden und Christen gleichermaßen als geoffenbart und maßgeblich betrachteten Zehn Gebote ein; die neue Kampagne von Demner, Merlicek & Bergmann verballhornt den Dekalog zu zehn "An-Geboten" wie "Du sollst eine Markenküche besitzen" und "Du sollst immer viel sparen". Laut einer "Kathpress"-Anfrage beim Werberat - eigentlich Verein "Gesellschaft zur Selbstkontrolle der Werbewirtschaft" - am Montag soll bis Mittwochabend eine Entscheidung vorliegen, ob diese Werbung gegen den Ethikkodex der Österreichischen Werbewirtschaft verstößt oder nicht.

Auf der Website des Werberates sind die aktuellen Beschwerden einsehbar. Die 30 jüngsten unter "Verletzung religiöser Gefühle" angeführten Ärgernisse richten sich gegen die XXXLutz-Werbung. "Mit der Geschmacklosigkeit des neuen Werbespots wird christliches Gedankengut bewusst ins Lächerliche verzerrt und entwertet", meinte ein Beschwerdeführer. Ein anderer deklarierte sich als "religiöser Mensch" und ortete eine "Herabwürdigung religiöser Lehren", die "an Geschmacklosigkeit kaum zu überbieten" sei. Mehrere Konsumenten nahmen auch Anstoß an der Drohung im Werbespot gegen die Großmutter der "Familie Lutz", sie komme ins Heim, wenn sie nicht still sei.


Das Verfahren ist derzeit in Bearbeitung, teilte der Werberat zur Causa mit. Ein Gremium mit Fachleuten aus den drei Kernbereichen der Werbewirtschaft - Medien, Agenturen, Auftraggeber - sowie aus anderen Bereichen wie Rechtswissenschaft, Medizin und Psychologie befindet darüber, ob eine Werbung bzw. Kampagne "kein Einschreiten" erfordert, eine "Aufforderung zur Sensibilisierung" nach sich zieht oder aber zur "Aufforderung zum Stopp" führt. Davor wurde dem Auftraggeber XXXLutz die Möglichkeit zu einer Stellungnahme gegeben - wie auch der Arbeiterkammer und dem Anti-Sexismus-Beirat.

Jeder Konsument kann Werbung beanstanden

Grundsätzlich kann sich jeder Konsument, der sich durch eine Werbemaßnahme belästigt, verletzt oder irregeführt fühlt, an den Werberat mit einer Beschwerde richten. In Bezug auf "Verletzung religiöser Gefühle" bleibt der Ethik-Kodex der Österreichischen Werbewirtschaft allerdings vage: Werbung dürfe niemanden mittelbar oder unmittelbar diskriminieren oder Diskriminierung fördern, insbesondere aus Gründen wie Geschlecht, ethnische Zugehörigkeit, Hautfarbe, Herkunft, sexuelle Orientierung - oder eben der Religion bzw. Weltanschauung. Geschlechterdiskriminierende Werbung ist laut einer Statistik des Werberates mit 31 Prozent der Hauptgrund für Beanstandungen, in ihren religiösen Gefühlen verletzt sahen sich 7 Prozent der Beschwerdeführer.

In seiner Broschüre "DOs und DON'Ts in der WERBUNG" weist der Werberat darauf hin, dass ethisch einwandfreie Werbung auch im Interesse der Auftraggeber liege: Die Konsumenten würden auf ein Produkt bzw. eine Dienstleistung verzichten, wenn dafür unwahr, aggressiv oder sexistisch geworben wird: "62 Prozent der Befragten gaben an, dass sie aufgrund einer für sie nicht akzeptablen Werbung schon einmal etwas bewusst nicht gekauft haben", heißt es auf der Website "www.werberat.at".

Copyright 2017 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich
Alle Rechte vorbehalten
Foto: Symbolbild


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Wirtschaft

  1. Woke und erfolgreich? Experten warnen Unternehmen vor falschen Erwartungen
  2. Neu an der Börse: Ein ‚katholischer’ MSCI-World-ETF
  3. US-Unternehmen führt Babybonus für Mitarbeiter ein
  4. Wegen LGBT-Produkten: Konservativer Investmentfonds verkauft Target-Aktien
  5. Großinvestor BlackRock warnt vor wirtschaftlicher Instabilität und Inflation
  6. Wir brauchen Spitzenleistungen statt Stakeholder-Kapitalismus.
  7. Ölmulti Exxon Mobil verbietet LGBT- und Black Lives Matter Flaggen vor seinen Niederlassungen
  8. Nick Vujicic will Pro-Life Bank gründen
  9. "Ein Armutszeugnis, Herr Bischof!"
  10. Verluste bei Pandemie-Anleihen: Märkte erwarten weltweite Ausbreitung






Top-15

meist-gelesen

  1. kath.net ISLAND REISE im JULI 2026 - ANMELDUNG nur mehr bis 25. MÄRZ möglich!
  2. Oktober 2026 - Wunderbares SIZILIEN mit Kaplan Johannes Maria Schwarz!
  3. "Er hat meine Pläne durchkreuzt": Warum der Teufel Angst vor Johannes Paul II. hatte
  4. Wenn der Wiener Erzbischof den Heiligen Geist gegen das Kirchenrecht ausspielen möchte
  5. Warum kein einfach gläubiger Katholik „Laienpredigten“ in der heiligen Messe braucht
  6. Realitätsverlust im Bistum Chur
  7. „Die meisten Seelen dort sind die, welche nicht an die Existenz der Hölle geglaubt haben“
  8. Eine große BITTE an Ihre Großzügigkeit! - FASTENSPENDE für kath.net!
  9. Bischof Overbeck ist mit Weidel und Chrupalla in Sachen Iran einer Meinung
  10. Hatte J.D. Vance doch Recht? Wenn Hitler-Vergleiche in Deutschland die Polizei auf den Plan rufen
  11. „Nimm deine kleinen Kinder zur Messe mit!“
  12. 'Ich verstehe Gott nicht': Ältester Deutscher feiert 110. Geburtstag
  13. Papst Leo auf Versöhnungskurs
  14. Exorzismus-Experte: Aktuelle Weltlage nicht nur Werk des Bösen
  15. Junge Katholiken suchen in der Kirche lehramtliche Klarheit und nicht Anpassungsfähigkeit

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz