Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Freikirche oder katholische Kirche? Überlegungen eines Konvertiten
  2. „Drohende Worte von Kardinal Roche: Besucht nicht die überlieferte lateinische Messe!“
  3. Am Grab des Petrus – Die diesjährige Romwallfahrt Ad Petri Sedem
  4. Bischof Wilmer: "Wir wollen keinen deutschen Sonderweg"
  5. Steigende Zahl erwachsener Taufbewerber in ostdeutschen Städten, aber...
  6. „Brot für die Vögel?“ – Können Protestanten zur Hl. Kommunion zugelassen werden?
  7. „Menschen können die Kirche weder reformieren noch nach eigenem Gutdünken eine neue gründen“
  8. „Als Bischof ist es meine Pflicht, den Glauben der Kirche zu verkünden“
  9. Kardinal Fernández räumt geringes Interesse an seinem Dokument über Mission ein
  10. Priester spendete bei Zugunglück in Spanien die Generalabsolution, tröstete Opfer und Angehörige
  11. Revision des Messbuchs geht in nächste Phase - Erprobung 2027 geplant
  12. „Wir werden erwartet“
  13. Nach Christus-Verhöhnung: CDU-Politikerin Bosbach legt Beschwerde gegen Jan Böhmermann ein
  14. Auf zu den Friedhöfen! Wir bitten für unsere Verstorbenen um Gottes Gnade!
  15. Wie Halloween begann: Das Fest wurzelt in einem großen Exorzismus

Österreich: Werberat befasst mit "Zehn-Gebote-Reklame" von "XXXLutz"

7. November 2017 in Österreich, 2 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Zuletzt zahlreiche Beschwerden gegen Banalisierung des für Juden und Christen heiligen Dekalogs


Wien (kath.net/KAP) Die aktuelle, religiös konnotierte Werbelinie des österreichischen Möbelriesen "XXXLutz" sorgt derzeit für Aufregung - und beschäftigt den Österreichischen Werberat: Zuletzt gingen dort zahlreiche Beschwerden gegen die Banalisierung der von Juden und Christen gleichermaßen als geoffenbart und maßgeblich betrachteten Zehn Gebote ein; die neue Kampagne von Demner, Merlicek & Bergmann verballhornt den Dekalog zu zehn "An-Geboten" wie "Du sollst eine Markenküche besitzen" und "Du sollst immer viel sparen". Laut einer "Kathpress"-Anfrage beim Werberat - eigentlich Verein "Gesellschaft zur Selbstkontrolle der Werbewirtschaft" - am Montag soll bis Mittwochabend eine Entscheidung vorliegen, ob diese Werbung gegen den Ethikkodex der Österreichischen Werbewirtschaft verstößt oder nicht.

Auf der Website des Werberates sind die aktuellen Beschwerden einsehbar. Die 30 jüngsten unter "Verletzung religiöser Gefühle" angeführten Ärgernisse richten sich gegen die XXXLutz-Werbung. "Mit der Geschmacklosigkeit des neuen Werbespots wird christliches Gedankengut bewusst ins Lächerliche verzerrt und entwertet", meinte ein Beschwerdeführer. Ein anderer deklarierte sich als "religiöser Mensch" und ortete eine "Herabwürdigung religiöser Lehren", die "an Geschmacklosigkeit kaum zu überbieten" sei. Mehrere Konsumenten nahmen auch Anstoß an der Drohung im Werbespot gegen die Großmutter der "Familie Lutz", sie komme ins Heim, wenn sie nicht still sei.


Das Verfahren ist derzeit in Bearbeitung, teilte der Werberat zur Causa mit. Ein Gremium mit Fachleuten aus den drei Kernbereichen der Werbewirtschaft - Medien, Agenturen, Auftraggeber - sowie aus anderen Bereichen wie Rechtswissenschaft, Medizin und Psychologie befindet darüber, ob eine Werbung bzw. Kampagne "kein Einschreiten" erfordert, eine "Aufforderung zur Sensibilisierung" nach sich zieht oder aber zur "Aufforderung zum Stopp" führt. Davor wurde dem Auftraggeber XXXLutz die Möglichkeit zu einer Stellungnahme gegeben - wie auch der Arbeiterkammer und dem Anti-Sexismus-Beirat.

Jeder Konsument kann Werbung beanstanden

Grundsätzlich kann sich jeder Konsument, der sich durch eine Werbemaßnahme belästigt, verletzt oder irregeführt fühlt, an den Werberat mit einer Beschwerde richten. In Bezug auf "Verletzung religiöser Gefühle" bleibt der Ethik-Kodex der Österreichischen Werbewirtschaft allerdings vage: Werbung dürfe niemanden mittelbar oder unmittelbar diskriminieren oder Diskriminierung fördern, insbesondere aus Gründen wie Geschlecht, ethnische Zugehörigkeit, Hautfarbe, Herkunft, sexuelle Orientierung - oder eben der Religion bzw. Weltanschauung. Geschlechterdiskriminierende Werbung ist laut einer Statistik des Werberates mit 31 Prozent der Hauptgrund für Beanstandungen, in ihren religiösen Gefühlen verletzt sahen sich 7 Prozent der Beschwerdeführer.

In seiner Broschüre "DOs und DON'Ts in der WERBUNG" weist der Werberat darauf hin, dass ethisch einwandfreie Werbung auch im Interesse der Auftraggeber liege: Die Konsumenten würden auf ein Produkt bzw. eine Dienstleistung verzichten, wenn dafür unwahr, aggressiv oder sexistisch geworben wird: "62 Prozent der Befragten gaben an, dass sie aufgrund einer für sie nicht akzeptablen Werbung schon einmal etwas bewusst nicht gekauft haben", heißt es auf der Website "www.werberat.at".

Copyright 2017 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich
Alle Rechte vorbehalten
Foto: Symbolbild


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Wirtschaft

  1. Woke und erfolgreich? Experten warnen Unternehmen vor falschen Erwartungen
  2. Neu an der Börse: Ein ‚katholischer’ MSCI-World-ETF
  3. US-Unternehmen führt Babybonus für Mitarbeiter ein
  4. Wegen LGBT-Produkten: Konservativer Investmentfonds verkauft Target-Aktien
  5. Großinvestor BlackRock warnt vor wirtschaftlicher Instabilität und Inflation
  6. Wir brauchen Spitzenleistungen statt Stakeholder-Kapitalismus.
  7. Ölmulti Exxon Mobil verbietet LGBT- und Black Lives Matter Flaggen vor seinen Niederlassungen
  8. Nick Vujicic will Pro-Life Bank gründen
  9. "Ein Armutszeugnis, Herr Bischof!"
  10. Verluste bei Pandemie-Anleihen: Märkte erwarten weltweite Ausbreitung







Top-15

meist-gelesen

  1. Ostern 2027 in Rom - Große kath.net-Leserreise!
  2. „Die ‚Irish Times‘ hat den 3293. Artikel von jemandem veröffentlicht, der nicht mehr zur Messe geht“
  3. Ulf Poschardt warnt vor Islamismus: Erst sind die Synagogen dran, dann die Christen
  4. „Menschen können die Kirche weder reformieren noch nach eigenem Gutdünken eine neue gründen“
  5. „Als Bischof ist es meine Pflicht, den Glauben der Kirche zu verkünden“
  6. Papst Leo beantragte Briefwahl-Unterlagen für die Midterms - Papst hat tatsächlich gewählt!
  7. „Mit der Unterstützung meiner Schwiegereltern verließ ich eine nicht-sakramentale Beziehung“
  8. Erzbischof von Vilnius als CCEE-Präsident wiedergewählt
  9. Steigende Zahl erwachsener Taufbewerber in ostdeutschen Städten, aber...
  10. „Drohende Worte von Kardinal Roche: Besucht nicht die überlieferte lateinische Messe!“
  11. Am Grab des Petrus – Die diesjährige Romwallfahrt Ad Petri Sedem
  12. 'Junge Menschen sehnen sich danach, mit etwas Zeitlosem verbunden zu sein'
  13. Jesus begegnen im Stift Kremsmünster
  14. Nach Christus-Verhöhnung: CDU-Politikerin Bosbach legt Beschwerde gegen Jan Böhmermann ein
  15. „Die Kirche sieht Medjugorje heute aus geistlicher und aus pastoraler Sicht positiv“

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz