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ER freut sich darüber, wenn wir zu IHM kommen!

22. November 2017 in Jugend, keine Lesermeinung
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Doch selbst wenn der Zweifel nagt und die Stimmen der Sorgen lauter sind als das Kind in uns, bietet die Bibel passende Worte: „Ich glaube; hilf meinem Unglauben! -Die neue Jugendkolumne von kath.net - Diese Woche ein Beitrag von Magdalena Stürzl


Linz (kath.net)
Wie oft erscheint das Leben voller Sorgen, Nöte und Mühen. Und obwohl es in der Bibel heißt, wir sollen uns nicht um den morgigen Tag sorgen, plagt uns der Stress und wir spüren die Last auf unseren Schultern. Sie ist schwer. Sehr schwer. „Kommt alle zu mir, die ihr euch plagt und schwere Lasten zu tragen habt.“ (Mt 11,28) Doch Jesus fordert uns explizit auf zu ihm zu kommen. All die Dinge, die uns plagen, dürfen wir bei ihm abladen. Einfach so. Ohne Gegenleistung. Mehr noch, er freut sich darüber, wenn wir zu ihm kommen. Wenn wir ihm vertrauen und Zeit mit ihm verbringen – wie mit einem guten Freund.

Jesu Worte gehen noch weiter: „Ich werde euch Ruhe verschaffen.“ Auf unserem Weg, in all den Kämpfen unseres Lebens, sind wir nie allein. Jesus will uns unsere Last tragen helfen, obwohl er für uns schon sein eigenes Kreuz tragen musste. Und er sagt das nicht nur einfach so dahin. Seine Worte sind kein leeres Versprechen und stammen nicht von einem deistischen Gott irgendwo auf einer goldenen Wolke hoch oben. Sie stammen von einem Gott, der Mensch wurde. Einem Gott, der selbst über diese Erde gegangen ist. Einem Gott, der die Sonne nicht nur erschaffen, sondern auf seiner eigenen Haut gespürt hat. Er hält die ganze Welt in seinen Händen und hat mit seinen eigenen Händen nicht nur an, sondern in der Welt gearbeitet. Er ist ein Gott, der weiß, wie dieses Leben ist. Er kennt die menschlichen Nöte nicht nur von einem wachen Blick über uns, sondern aus eigener Erfahrung.


Satan versuchte ihn. Die Pharisäer trieben ihr Spiel mit ihm. Über ihn wurde gelästert: „Dieser Fresser und Säufer.“ (Mt 11,19) In den entscheidenden Stunden ist er von seinen Jüngern verleugnet worden. Er kennt die Einsamkeit. Er ist am Ölberg gekniet und hat gebetet, dass der Kelch an ihm vorübergehe. Er hat die Verzweiflung gespürt. All das menschliche Leid ist ihm nicht unbekannt. In all dem lehrt er uns aber, was sicher nicht immer einfach ist, zu sagen: „Aber nicht wie ich will, sondern wie du willst.“ (Mt 26,39)

Jesus hat diesen Satz direkt an seinen Vater gerichtet und das schöne ist, dass auch wir Gott als seine Kinder gegenüber treten dürfen. Normalerweise haben Kinder (zumindest bis zu einem gewissen Alter) ein beinahe blindes Vertrauen in ihre Eltern. Sie sind offen und kommen mit allem zu ihnen. Sie zerbrechen sich nicht den Kopf, Mama und Papa sind Superhelden, die werden das schon regeln. Gott Vater ist noch größer als jeder Superman. Seine Macht kennt keine Grenzen, ebenso wenig wie seine Liebe zu seinen Kindern.

„Lasst die Kinder zu mir kommen.“ (Mt 19,13) Wir dürfen Gott, Abba, Vater, nennen. Wir dürfen nicht nur, wir sollten ihm mit einem grenzenlosen, kindlichen Vertrauen begegnen. Mit einem Vertrauen, das weiß, dass Gott Berge versetzen kann und bei dem ein unausgerüsteter David gegen einen bis jetzt unbesiegbaren Goliath gewinnen kann. Ein Vertrauen, das weiß, dass er das zerknickte Rohr nicht zerbricht und den glimmenden Docht nicht auslöscht. Ein Vertrauen, das weiß, dass er sein Ohr uns zuneigt, wenn wir zu ihm rufen. Er kann Tote erwecken und ist selber wieder auferstanden. Seine Macht ist wohl kaum in Worte zu fassen.

Natürlich ist das alles andere als leicht. Es ist eine tägliche Herausforderung sich darauf einzulassen und einzugestehen: „Father knows best“. Doch selbst wenn der Zweifel nagt und die Stimmen der Sorgen lauter sind als das Kind in uns, bietet die Bibel passende Worte: „Ich glaube; hilf meinem Unglauben!“ (Mk 9,24)


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