Login




oder neu registrieren?



Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:








Top-10

meist-kommentiert

  1. "Pfingstbotschaft" von Bätzing: Segnet Schwule!
  2. Kardinal Koch möchte Versöhnung von Alter und Neuer Messe
  3. Marx-Bätzing-Kurs: Neuer Rekord an Kirchenaustritten in Deutschland!
  4. Bloße Aussage, Corona ist keine Strafe Gottes, völlig unzureichend
  5. Liebe Kirche, Du behandelst Deine Gläubigen als wären sie Aussätzige
  6. Unsolidarisch, egoistisch und verletzend
  7. Schwaderlapp: Forumsmehrheit ist auf Treibsand gebaut
  8. Der Neoprotestantismus bricht sich seine Bahn
  9. Liturgieprofessoren schlagen Benediktion Homosexueller vor
  10. Österreichische Bischöfe bitten im Corona-Hirtenwort um Entschuldigung

Kardinal Ouellet verteidigt "Amoris laetitia" in Vatikanzeitung

23. November 2017 in Weltkirche, 70 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Präfekt der vatikanischen Bischofskongregation: Im Übergang von christlichen zu säkularen, multireligiösen und pluralen Milieus "reicht es nicht, nur die kirchliche Lehre und Disziplin zu betonen"


Vatikanstadt (kath.net/KAP) Der Präfekt der vatikanischen Bischofskongregation, Kardinal Marc Ouellet (Archivfoto), verteidigt das päpstliche Lehrschreiben "Amoris laetitia" über Ehe und Familie. "Für uns Bischöfe zeigt sich hier eine große offene Baustelle, wie die 'pastorale Bekehrung' aussieht, die Franziskus (...) vorantreibt", schreibt der Kanadier in einem Beitrag für die Vatikanzeitung "Osservatore Romano" vom Mittwoch. Diese Bekehrung reiche "vom Papsttum bis in die Gemeinden im Geist der Mission, des Erbarmens und besonderer Aufmerksamkeit für die Armen".

Im heutigen Übergang von christlichen zu säkularen, multireligiösen und pluralen Milieus, so warnt Ouellet, "reicht es nicht, nur die kirchliche Lehre und Disziplin zu betonen". Damit riskiere man lediglich, "den Graben zu vertiefen zwischen der Gemeinschaft der Gläubigen und den zahlreichen Familien, die in Schwierigkeiten leben" und nicht katholischen Normen eines Ehe- und Familienlebens entsprechen.

Papst Franziskus habe "den Mut und die Bravour, viel diskutierte Fragen neu anzugehen" und einen Gesprächsprozess zu beginnen. Drei Begriffe markierten seine "pastorale Wende", und zwar "begleiten, unterscheiden, integrieren".

Das "grundsätzlich Neue" an "Amoris laetitia" sei die Feststellung: Nicht alle, die in sogenannten irregulären Verhältnissen leben, befänden sich im Zustand schwerster Sünde ohne die Möglichkeit heilender Gnade, erklärt Ouellet. Das Ausmaß der Schuld eines Einzelnen hänge von vielen Faktoren ab - etwa von etwaiger Unwissenheit oder tatsächlichen Wahlmöglichkeiten. All das sei in Einzelgesprächen sorgsam zu klären.

Um "Amoris laetitia" richtig zu verstehen, schreibt der Kurienkardinal, müsse man es als Anleitung zur Seelsorge im Sinne der geistlichen Übungen des heiligen Ignatius von Loyola (1491-1556) lesen. Es liege nahe, dass ein Jesuitenpapst für die Seelsorge seiner Kirche etwas anbietet, das vom Gründer seines Ordens entwickelt sei.

Der Kanadier Ouellet gilt im Vatikan als gemäßigt Konservativer und strammer "Ratzingerianer". Eine solch ausführliche Interpretation des viel diskutierten Papstschreibens aus seiner Feder in der halboffiziellen Vatikanzeitung ist bemerkenswert.

Copyright 2017 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich
Alle Rechte vorbehalten


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

 Zeitzeuge 29. November 2017 
 

Das Gesetz Gottes

für die Ehe, wie es die Lehrüberlieferung der kath. Kirche
bis Amoris Laetita dargelegt hat, kann von niemand, auch nicht vom Papst rechtmäßig geändert werden, genau so wenig wie, daß es keine vor Gott erlaubten geschlechtlichen Beziehungen außerhalb einer rechtmäßigen Ehe gibt und das unwürdiger Kommunionempfang immer ein schwer sündhaftes Sakrileg darstellt!

Pater Spadaro hat also Unrecht, wenn er sagt, daß in der Theoligie 2+2 auch mal 5 ergeben könnte!


2

0
 
 Klaffer 29. November 2017 
 

"Papst Franziskus hat den Mut, viel diskutierte Fragen neu anzugehen" schreibt Kardinal Ouellet und er spricht von einer "pastoralen Wende".
In so einer Situation ist es nicht völlig überraschend, dass Bischofskonferenzen und einzelne Bischöfe zu unterschiedlichen Ergebnissen ihrer Beratungen und Überlegungen kommen.

Ich bin überzeugt, dass die Mathematik sehr wichtig ist, glaube aber nicht, dass man wirklich alles mit ihr erklären und beschreiben kann.


3

0
 
 Hadrianus Antonius 27. November 2017 
 

Pulverisierung des Sakraments

@Sesqialter hat hier gerade die gesamte Sakramentenlehre auf die abschüssige Bahn gesetzt.
Die Katze kommt langsam aus dem Sack.
Betr. Kard. Ouellet: seineReaktion kommt viel zu spät und sagt nichts Substanzielles zu den 5 Dubia und zu der noch viel wichtigeren Correctio filialis.
Das ist erbärmlich wenig- zu wenig in der jetzigen Situation.


6

0
 
 Zeitzeuge 27. November 2017 
 

Auch in der Theologie bleibt 2 plus 2 = 4,

daran kann niemand, auch nicht der Papst, Pater Spadaro SJ oder sonst jemand etwas ändern!

Zur Sache selbst habe ich schon vielfach, mit weiterführender Literatur, die überlieferte Lehre, die in den fünf Dubia enthalten ist, hier dargelegt, so daß ich mich jetzt wohl nicht wiederholen muss!


6

0
 
 Klaffer 25. November 2017 
 

@sesquialter

Sie haben ein gutes Beispiel gebracht, wie es auch auf Kathnet schon öfter diskutiert wurde.
Ich denke, dass AMORIS LAETITIA genau solche Fälle berücksichtigt und damit so manchen, die am Zerbrechen ihrer Ehe nicht schuldig sind, wieder Hoffnung gibt.


3

0
 
 Gandalf 24. November 2017 

SPERRE für sesquialter


1

0
 
 leibniz 24. November 2017 
 

@speri,
mein post war zustimmend.


0

0
 
 anjali 24. November 2017 
 

Nirgendwo lese ich etwas ueber Vorbeugung:bessere Ehevorbereitung.So dass nicht Mensche die gar nicht zusammen passen heiraten und dann spaeter einander wieder loswerden wollen.


4

0
 
 lesa 24. November 2017 

@sesquialtar: "ich denke, wo keine Ehe mehr ist auch kein Sakrament". Das stimmt nicht. Das Sakrament bewirkt eine unauflösliche Verbindung im Sein.


7

0
 
 hape 24. November 2017 

@sesquialter und @Kurti

@sesquialter schrieb: „Ich denke, wo keine Ehe mehr ist, ist auch kein Sakrament mehr.“

Dazu möchte ich kurz mit 1. Thess 5,1 sagen: „Gott, der euch beruft, ist treu; er wird es tun.“ –

Die gültige Ehe endet erst mit dem Tod eines der Ehegatten. Bis dahin ist Gott in der Ehe sakramental gegenwärtig und eröffnet den Ehegatten den Weg einer persönlichen Heiligung, der durchaus steinig sein kann. Das gilt wg. des Treueversprechen Gottes auch für die äußerlich zerrüttete Ehe.

Weil Gott also treu ist, wird er dem unschuldig verlassenen Ehegatten die Gnade der Heiligung nicht vorenthalten, sofern der verlassene Gatte ebenfalls treu bleibt. Im Gegenteil, Gott wird solche Hingabe mit Gnaden überschütten.

Allgem. gilt m.W.n, dass der menschlich verständliche Ehezweck, eine zweite Familie gründen zu wollen, keine gute Tat sein kann, weil er mit einer bösen Tat, nämlich mit der Todsünde des Ehebruchs, erkauft werden müsste. Der Zweck heiligt aber nicht das Mittel.


8

0
 
 Kurti 24. November 2017 
 

@sesquialter

Das gibt es freilich. Nur. Sind das meist gar keine Christen, die oft ihren Partner verlassen. Die Kirche muss nicht für alle Deviationen Lösungen anbieten und kann es auch nicht. Verlassene Frauen mit Kindern z.B. gibt es genug. Denen sollte dann eine Hilfe angeboten werden. Ein Pater Pio hat einem verlassenen Mann eingeräumt wegen seiner Kinder eine Frau zu nehmen, aber eben wie Bruder und Schwester mit ihr zu leben. Daß das alles nicht einfach ist, ist klar. Aber wie gesagt die Kirche kann die Bosheit auch nicht aus der Welt schaffen- Seit 2000 Jahren wird gepredigt und wir beklagen nach wie vor Kriege, Verdorbenheit. Lügen. Not und vieles andere mehr. Auch ein Papst wird da nichts Wesentliches ändern können. Die Bibel hat schon recht mit ihrer Beurteilung des Menschen, die besagt, das Menschenherz sei böse von Jugend an und jeder Mensch brauche daher Umkehr und Bekehrung.


7

0
 
 speri17 23. November 2017 
 

@leibnitz

Tut mir leid, Sie verstehen mich leider falsch. Mit mir ist der Sarkasmus durchgegangen.
Jesus sagt: Wer mich liebt hält meine Gebote. Und nicht: Wer mich liebt darf daran "herumdoktern". Johannes Paul der II sagt: "Liebe erfordert Anstrengung und persönl. Einsatz um den Willen Gottes zu tun. Sie bedeutet Disziplin und OPFER aber sie bedeutet auch Freude und menschliche Fülle". Dies beziehe ich sowohl auf Gott hin als auch auf die Ehe.
Die 10 Gebote sind für mich keine wagen Empfehlungen sondern Gottes liebevoller und verbindlicher Wegweiser in den Himmel. Die 10 Gebote aufheben heißt: Gott zu ignorieren, den Egoismus zu stärken, Chaos in der Welt und am schlimmsten: viele Seelen werden auf ewig verloren gehen.(Fatima).
Es ist ein Trugschluss: Durch ganz oder teilweises aufheben des 6. Gebotes wird nicht Leid vermindert sondern neues geschaffen. Wir brauchen die "nicht diskutierbare" Autorität und Wahrheit Gottes. Eine Wahrheit und nicht 8 od. 9 Milliarden.


6

0
 
 sesquialter 23. November 2017 
 

@Kurti

"..Ehepaare, die im Streit liegen und die sich trennen wollen.."
Leider ist das nicht die Regel. Habe oft genug erlebt, dass ein Ehepartner unvorbereitet mit der Tatsache konfrontiert wurde, dass der andere einen neuen Partner/Partnerin gefunden hatte und die Eheliche Wohnung verließ.
Eine gegenseitige Barmherzigkeit ist in einer solchen Situation nicht möglich und eine einseitige sinnlos. Der Partner, der sich aus dem Staub macht, wird sich nach einer Wiederheirat wohl kaum um die Zulassung zu den Sakramenten bemühen.
Aber was ist mit dem Verlassenen, der dann nach längerer Zeit seinen vielleicht auch zurückgelassenen Kindern wieder eine vollständige Familie und sich selber wieder eine stützende Parnerschaft ermöglichen möchte.
Ich denke, wo keine Ehe mehr ist, ist auch kein Sakrament mehr.


4

0
 
 Vincentinasopron 23. November 2017 
 

Streng in der Lehre, barmherzig und voll des Vertrauens auf Gott

Ich glaube, dass ein Mensch mit einem reinen Herzen sehr barmherzig ist, dass er Gott zutraut, “das Kamel durch das Nadelöhr zu bringen“. Andererseits ist ein reiner Mensch klar und wahrhaftig, wenn es um die Lehre geht. Ein lauterer Mensch sieht rundum viele Menschen in gescheiterten Beziehungen, er leidet darunter, ist aber nicht lieblos. Er betet und opfert,was er vermag und vertraut, dass diese das Ziel des ewigen Lebens erreichen werden. Unlauterkeit artet entweder in Unbarmherzigkeit oder Unwahrhaftigkeit aus.


5

0
 
 Zeitzeuge 23. November 2017 
 

Selbstbestimmung der Kinderzahl - Persönliche Antwort!-

nur unter Beachtung der lehramtlichen Vorgaben, wie Humanae Vitae, vgl. auch Gaudium et spes Art. 50 erlaubt!

Die Königsteiner Erklärung z.B. ist klarer
Relativismus von Oben, bin gespannt, wann von Rom auch dieser Irrtum
übernommen wird, obwohl die Folgen klar
vor Augen liegen, wenn man die verg. fast 50 Jahre betrachtet!

Wir haben 4 Kinder, darunter 2 Schwerbehinderte, hinzu kommen leider
2 Fehlgeburten. Niemals wäre es uns eingefallen unter Berufung auf Königstein, Häring, Gründel & Co.
contra naturam zu handeln und ganz sicher hadern wir nicht mit dem lieben Gott, die schwerstbehinderte Tochter
stellt eher eine Bereicherung dar und ist übrigens ein kindlich frommes Fräulein von jetzt 21 Jahren!

Der Zeitzeuge wurde noch vorkonziliar
gefirmt, ist schwerbehindert mit etwa
12 verschiedenen Merkmalen, hat schon mehrere Schicksalschläge erlebt, was aber seinem Gottvertrauen keinen Abbruch tut, ja, die Schmerzen über die Kirchenkrise sind schlimmer als die körperlichen!


14

0
 
 Stefan Fleischer 23. November 2017 

@ picus

Sie habe mich vermutlich nicht richtig verstanden. In meinem letzten Beitrag ging es nur darum aufzuzeigen, dass in der ganzen Diskussionen immer wieder die Ebenen durcheinander gebracht werden. Meiner Meinung nach sollten diese aber sauber auseinander gehalten werden. Zuerst müsste man sich einmal einigen, was und wie verbindlich die Lehre tatsächlich ist. Dann müsste man auf die bestehenden "Ausführungsbestimmungen" ansehen, in wie weit sie sich im Rahmen der Lehre bewegen und wo nicht (mehr). Erst dann könnten die Einzelfälle und ihre konkrete Behandlung diskutiert werden.
Wo versucht über den konkreten Einzelfall die Lehre zu verändern, wird - wenigstens meiner Ansicht nach - das Pferd am Schwanz aufgezäumt.


4

0
 
 Kurti 23. November 2017 
 

Warum kommt eigentlich keiner und erst recht der Papst

mit seinem Barmherzigkeitsgetue (ja so muss man das doch sagen) darauf, daß man den Ehepaare, die im Streit liegen und die sich trennen wollen, erst mal gegenseitige Barmhertigkeit und zwar echte Barmherzigkeit ans Herz legt, damit sie sich wieder versöhnen können und werden. Das wäre doch das A und O bei diesem Thema. Und selbst den schon Geschiedenen wäre das sehr anzuempfehlen. Leider hört man davon rein gar nichts und erst recht nichts vom Stellvertreter Christi. Christus hat aber Ehepaare wieder versöhnt, was man sich logischerweise denken kann, auch wenn es nicht explizit in der Schrift steht. Wozu ist die Kirche eigentlich da? Ist sie eine Zudeckanstalt für bereits in Sünde lebende Menschen oder will sie eine echte Versöhnung und damit auch Wiedergutmachung zerstrittener Ehepaare bewirken? Ohne Christus gibt es nunmal bei schweren Konflikten keine Vergebung. Immer an den Symptomen herumdoktern, wenn das Kind schon in den Brunnen gefallen ist, bringt keinem etwas.


13

0
 
 Elija-Paul 23. November 2017 
 

Danke!

@ Schlegl

Danke für Ihre Mühe die Zitate genau zu benennen. Denke auch, daß die Eltern die Zahl ihrer Kinder in der Zwiesprache mit Gott und untereinander selbst bestimmen können, ohne deswegen eine abweichende Sicht der "Zölibatären" in Frage zu stellen!
Nichts für ungut und nochmals Dank für Ihre Mühe!


3

0
 
 wedlerg 23. November 2017 
 

@Mass und Mitte: Ja und Nein

Wir alle sind Sünder - selbst der gerechteste: JA. Die AW darauf ist Reue und Umkehr sowie Vergebung: JA.

Die AW Relativierung passt hingegen nicht.

Keiner behauptet alles richtig zu machen, im Gegenteil. Aber die Lehre Christi ist richtig. Darum geht's.

Auch das Beispiel mit dem Schwert und der Armee dürfte kaum irgendwie zusammenpassen. Als ob der Wehrdienst irgendetwas mit der biblischen Aussage hier zu tun hätte. Kein Wehrpflichtiger ergreift das Schwert als Mittel der Durchsetzung seiner illegitimen Ziele, wie es Petrus im Evangelium macht. Außer ein paar 68ern würde niemand diese Bibelstelle mit der Wehrpflicht in Verbindung bringen. Es geht hier - und auch bei der anderen Wange - auch nicht um die Ideologisierung bzw. Verabsolutierung der Gewaltlosigkeit, sondern um die Durchsetzung des Willen Gottes (konkret will sich Jesus hier opfern und nicht verteidigen lassen und dort soll Vergeltung durch Beschämen ersetzt werden, um eine bessere Ordnung zu ermöglichen).


4

0
 
 speri17 23. November 2017 
 

Mensch im Mittelpunkt???

Bin sehr enttäuscht, besonders von Msgr. Schlegl. Andererseits wenn man Häring liest dann kommt halt nichts anderes heraus.
Immer das gleiche: Der Mensch wird in den Mittelpunkt gestellt und Gott und seine Gebote müssen sich anpassen.
Schrecklich.
Dann müsste das ja auch mit den anderen Geboten gemacht werden. Z.B. mit der Sonntagspflicht. Wie oft höre ich: "Nein ,in die hl. Messe gehe ich nicht, weil das ist der Tag der Familie." Oder auch noch viele andere "Ausreden". na dann sagt man halt auch : Das entspricht nicht mehr der "Lebensrealität". Wer in die Sonntagsmesse gehen will soll halt, wenn nicht ist auch nicht so schlimm. Gott ist ja SO Barmherzig. Damit es für die Bischöfe noch einfacher wird, machen wir das gleich für alle Gebote so. Wir kommen ja sowieso alle in den Himmel. (Ironie AUS).
Diese Szenario ist aber sicher nicht der Wille Gottes.
Bitte nicht ständig die Orthodoxie mit den Katholiken vergleichen. Es gibt unterschiede. Punkt


14

0
 
 lesa 23. November 2017 

Erfüllen heißt etwas ganz anderes!

@picus: "Glaubt nicht, ich sei gekommen, die Gebote aufzuheben, sondern sie zu erfüllen." Was heißt erfüllen? Christus hat unsere Übertretungen gesühnt, Vergebung erwirkt und Umkehr ermöglicht. Sein Geist gibt die Kraft, die Gebote zu halten. Christus in Person ist jetzt die Thora. DAS bedeutet erfüllen. Wenn es Einzelfalllösungen immer schon gegeben hat - sie können nicht in die offizielle Lehrverkündigung Eingang finden. Schon gar nicht, wo die Bedeutung von Ehe und Kirche derzeit im Bewusstsein so vieler Menschen verschwommen ist. Eine Situationsethik an Stelle der klaren, lebensspendenden Gebote und Lehre der Kirche treten würde den letzten Rest auch noch in die Auflösung führen. Die Menschen brauchen die klare Unterscheidung von Gut und Böse um sich nicht auf Irrwegen zu verlieren.
Betroffenen WVG ist wohler wenn sie um der Gemeinschaft willen die Regeln beachten. Die Kirche wünscht, dass sie in die Hl. Messe kommen und der Herr hat für sie Gnaden und Hilfe bereit.


9

0
 
 wedlerg 23. November 2017 
 

Gottes- und Nächstenliebe

Das zentrale Missverständnis jeglicher liberaler Missdeutung des Evangeliums ist immer das gleiche:

Jesus geht es darum aus dem ersten Gebot, der Gottesliebe, der Liebe zum Heiligen, zum Vater, das Handeln und nach dem Willen des Vaters abzuleiten. Die Gottesliebe geht der Nächstenliebe immer voran und macht die Nächstenliebe heilig und groß.

Der liberale Ansatz ist genau anders herum: Er absolutiert das Ego, sprich den Menschen (meist in der Metapher des Benachteiligten oder Armen) und behauptet, dass Gott nichts wollen könne, was das Ego nicht will. Das macht dann auch noch die Nächstenliebe klein und lieblos.

Ich kann nicht Gott nicht für voll nehmen, seine Gebote für überholt, das Evangelium aus der Zeit gefallen und dann Barmherzigkeit predigen. Das ist nicht barmherzig, das ist lächerlich, kleingeistig, lieblos und scheinheilig.


13

0
 
 Mass und Mitte 23. November 2017 
 

Relativismus

Immer wieder wird hier der Vorwurf erhoben, dass die Verteidiger des Papstes Relativisten wären. Dies ist verwunderlich aus diesem Grunde, da ja der Papst zu sehr vielen Fragen klar Stellung bezieht. Beispielsweise bei Fragen der Gender-Ideologie, bei Fragen der Abtreibung, etc. Ich glaube, dass jeder von uns Themen hat, bei welchen er die christliche Lehre relativiert - dies aus Schwachheit. Wer von uns würde beispielsweis jemandem, der ihn um 1000 Euro bittet, 2000 Euro geben, so wie es Jesus verlangt? Wer würde gleich vergessen, dass er es ihm gegeben hat und das Geld nicht zurückfordern? Wer in diesem Forum hat Wehrdienst geleistet oder ist für eine Armee, obwohl Jesus ausdrücklich sagt, dass wer zum Schwert greift durch dieses umkommt? Wir alle relativieren die christliche Lehre durch unser Handeln. Die Kirche war immer grosszügig diesbezüglich, weil sie die Schwachheit der Menschen kennt. Weshalb sind wir nun alle, die wir ja grosse Sünder sind, so hart wegen dieser Fussnote?


4

0
 
 wedlerg 23. November 2017 
 

@picus: Denkfehler -3-

Pragmatismus ist daher genau das Gegenteil dessen, was Christus lehrt. Er lehrt vielmehr Fanatismus, eine fanatische Gottesliebe, die als Ausweg pragmatischer Schwierigkeiten immer und überall zur Verfügung steht - außer denjenigen, die reich sind bzw., die es besser als Christus wissen.

AL ist hier ganz klar eine Exkulpation der Reichen und nicht der Armen!

Wer von Nächstenliebe und Barmherzigkeit redet, kann nicht die Auflöslichkeit der Ehe oder Machbarkeitsprobleme des Alltages für sich in Anspruch nehmen. Er muss immer den schwierigen Weg gehen und predigen, wie es Christus auch gemacht hat. Nur dann werden im übrigen die Leidenden auch ernst genommen.

Die Kirche hat im übrigen nie gelehrt, dass die Beteiligten an einer Ehescheidung in allen Fällen die gleiche Schuld haben. Ich erkenne hierzu in AL keinerlei neuen Ansatz.

Der verführerische Ansatz ist lediglich, dass man die Position der Pharisäer einnimmt und die Auflösung der Ehe im Einzelfall legitimiert.


11

0
 
 wedlerg 23. November 2017 
 

@picus: Denkfehler - 2-

Der Sinn ist das Innehalten in Liebe zum Herrn am siebten Tag. Aus dieser Liebe heraus kann Christus sagen: der Sabbat ist für den Menschen da - sprich es ist durchaus sinnvoll am Sabbat die Liebe Gottes weiterzugeben. D.h. aber nicht, dass man am Sabbat tun und lassen kann, was man will, auch nicht, was Arme und Schwache wollen, dass man soziale Veranstaltungen durchführen soll etc. Es geht hier einzig um die Ablehnung eines leeren, gottfernen Formalismus, der sich aus dem Sabbatgebot entwickelt hatte. dass das Sabbat heilig ist (für uns der So), steht nicht zur Debatte, schon gar nicht für irgendwelche Sozialprogramme, etc.

Die Gesetze wegen vermeintlich Armer auszuhebeln ist genau der Fehler, den man AL vorhalten muss. Jesus sagt zu den Pharisäern, dass Ehescheidung ein Akt der Lieblosigkeit ist, der - auch bei Formalerfüllung durch Ausstellen des Scheidebriefs - gegen Gottes Gesetz und die Liebe Gottes (zu und von ihm) verstößt. Die Armen erkennen das in der Regel selbst.


8

0
 
 wedlerg 23. November 2017 
 

@picus: Denkfehler

Sie haben mit ihrer falschen Interpretation des Sabbatgebots und ihrer Schlussfolgerung: "Die Menschen sind nicht dazu da Gesetze zu befolgen, sondern die Gesetze sind da, die schwachen Menschen zu stützen." einen fundamentalen Denkfehler begangen, der Sie eigentlich schon in der Debatte disqualifiziert.

Sie stehen mit dieser völlig verfehlten Schlussfolgerung nämlich diametral zur Bergpredigt und diametral zum Evangelium selbst.

Christus sagt selbst er ist nicht gekommen das Gesetz aufzuheben, sondern es zu erfüllen. Seine Intention ist die Betonung des 1.Gebots: die Liebe zu Gott, die die Kinder Gottes dazu (selbst)verpflichtet, seine Gebote zu halten. Deshalb ist die Ehe unauflöslich, ist Ehebruch mit dem Auge schon möglich und verwerflich. der Wille Gottes steht dagegen!

Christen müssen - so die Bergpredigt - wenn Sie Gott lieben - die Gesetze mehr einhalten als die Pharisäer!

Christus hat das Sabbatgebot nie abgeschafft, er hat es nur auf seinen Sinn hin verpflichtet:


8

0
 
 SCHLEGL 23. November 2017 
 

@Elija Paul

Jetzt habe ich Zeit gefunden genau nachzuschauen,es handelt sich um 2 verschiedene Zitate:beim 1.ging es um das Recht der Eltern,die Zahl ihrer Kinder zu bestimmen,wogegen sich Kardinal Ottaviani gewandt hatte.Dazu antwortete Patriarch Maximus IV:
„Sind gewisse Haltungen nicht das Produkt altmodischer Ideen,vielleicht sogar eine zölibatäre Psychose jener, die fremd sind in diesem Bereich des Lebens?“
Das Wort Hypokrisie(Heuchelei) verwendete der Patriarch in der Diskussion über den Zölibat,weil damals bereits nicht wenige Priester ihr Amt verließen,oder heimlich ein Doppelleben führten!Er verwies darauf, dass es in seiner Ostkirche eben 70 %verheirateter Gemeindepriester gäbe,u.30 %Mönche, jedenfalls sei in seiner Ostkirche dieses Problem nahezu unbekannt.
Patriarch Athenagoras lud sensationellerweise Maximus IV zu sich nach Konstantinopel und sagte ihm: "Ihr habt unsere Position (jene der Orthodoxen)auf dem Konzil vertreten."
Maximus V,sein Nachfolger trat ähnlich kräftig auf!


1

0
 
 st.michael 23. November 2017 
 

Wer nicht fuer mich ist .......

Zitat:"reicht es nicht, nur die kirchliche Lehre und Disziplin zu betonen". Damit riskiere man lediglich, "den Graben zu vertiefen zwischen der Gemeinschaft der Gläubigen und den zahlreichen Familien, die in Schwierigkeiten leben" !
Herr Kardinal, das ist Dialektik, weder treu noch untreu zur Lehre, sondern halt genau dazwischen.
Mit solch einer "Beduerfnis Theologie" wird die Kirchenkrise, immer schlimmer.
Gerade die Eindeutigkeit des 6.Gebotes hat den Menschen ein starkes Zeichen gegeben, woran man sich positiv oder auch negativ orientieren konnte.
Die 4 Kardinaele als Verfasser der Dubia haben diese Anpassung der Gebote an den Zeitgeist gebrandmarkt.
Das der Papst jeden Kritiker in die Wueste schickt und sich dazu nicht aeussert, zeigt eigentlich nur eins und das sollte einmal laut gesagt werden:
Diese Amoris Laetitia gehoert abgeschafft, denn sie ist ein weiteres Werk der inneren Zerstoerung der Kirche.


12

0
 
 Zeitzeuge 23. November 2017 
 

Es ist fast genauso, wie vor fast 50 Jahren nach Humanae Vitae,

nur das der Papst jetzt auf der anderen Seite steht!

Von Msgr. Schlegl bin ich enttäuscht, aber er ist nicht der erste Priester der mir Enttäuschungen bereitet!

Zur Sache habe ich längst und wiederholt alles gesagt mit mehrfacher Angabe weiterführender Literatur!

Die Dogmen verpflichten alle Katholiken
und das Kirchenrecht genau so, will etwa jemand die Dogmen und den CIC als lieblos bezeichnen?

Ich befürchte, dass die Spirale weiter gedreht wird, wann kommen die ersten "Theologen", die "begründete Ausnahmen
wegen eines höheren Gutes" im Fall von Abtreibung und Euthanasie fordern?

Ich muss an die von der sel. Anna-Katharina Emmerick so bezeichnete
"Menschenmachwerkkirche" denken, weiss aber auch, das die Selige gesehen hat

"Aber GOTT wollte es anders!"

Allen hier rate ich Reinhold Schneiders

"Allein den Betern kann es noch gelingen!"

auch im Hinblick auf die unleugbare Kirchenkrise hin erneut zu lesen und zu meditieren!

das Gleiche über die geistigen Werke der Barmherzigkeit!


15

0
 
 Elija-Paul 23. November 2017 
 

Irrtum und Irrender!

@ Schlegl
Ich bin weder gekränkt noch beleidigt oder ähnliches, denn ich kenne den Unterschied zwischen Irrtum und dem Irrenden. Weder verurteile ich den Patriarchen, noch die Person von Bernhard Haering, wohl aber einen gefährlichen Irrtum. Und dieser ist sowohl bei den Büchern von B. Haering nach dem Konzil, als auch in der von ihnen zitierten Aussage des Patriarchen zu finden. Finden Sie es nicht eher veruteilend von einer überzogenen Moral der Zölibatären zu sprechen und von einer nicht selten damit verbundenen Hypokrisie? Wer wird da alles pauschal in eine Ecke gestellt!! Die Päpste zuvor, Heilige, die gültige Lehre der Kirche? Nein, Msgr. Schlegl, wenn sich jemand irrt ist es nötig dies auch zu sagen, unabhängig vom Ansehen der Person. Übrigens finde ich den ständigen Vorwurf des Rigorismus eine Art "Totschlagargument", ohne daß man es begründet. Trifft auch viele Päpste und Heilige der Vergangenheit, und sie waren bestimmt keine Rigoristen!


15

0
 
 siebenschlaefer 23. November 2017 
 

@Schlegl: Ist das Ihre ganze Antwort?

Dann scheinen Sie sachlich zum Thema ja nichts mehr beitragen zu können ...


12

0
 
 leibniz 23. November 2017 
 

Fortsetzung

Sehr interessant wie Prof. Schockenhoff auf die Tugendlehre des Hl. Thomas von Aquin rekurriert, aber diese Gedanken weglässt!
Sie, lieber Picus glauben (wie die Gnostiker in Korinth),dass Sie auf einer höheren Stufe der Erkenntnis angekommen seien, wo Sie sich nicht mehr an die Gebote halten müssten.
Nur die dummen Gläubigen (bei den Gnostikern: Pistiker genannt), die es noch nicht kapiert haben, halten sich an die Gebote.
Verstehen Sie mich nicht falsch: Sie können persönlich glauben, was Sie wollen. Von mir aus bleiben Sie Gnostiker. Aber sie sollten es zugeben!


9

0
 
 Herbstlicht 23. November 2017 
 

Ob Ignatius von Loyola damit einverstanden wäre, von Kardinal Quellet als Kronzeuge für das Verständnis von Amoris laetitia instrumentalisiert zu werden?
Liebe ich Jesus Christus, der gesagt hat, "wer meine Gebote hält, der ist es, der mich liebt", dann vertraue ich darauf, dass er seine Hand über mir hält, auch wenn ich es nicht geschafft habe, alle Gebote treu zu halten.
Er weiß, dass ich schwach bin.

Wenn ich aber bewusst ein Gesetz übertrete und von Ihm quasi verlange, dass er mir verzeihen müsse und deshalb wie selbstverständlich, oder sogar ganz ohne Skrupel zur Kommunion schreite, dann stimmt etwas in meiner Beziehung zu Ihm nicht.
Dann bin ich stolz, überheblich und maße mir etwas an, was mir nicht zukommt.


10

0
 
 phillip 23. November 2017 
 

"Erkennen, was der tiefere Sinn der Gesetzte ist"

ad picus
Der Vorwurf von Begriffstützigkeit von einem, der - wie Sie offenkundig -selbst nicht in der Lage oder Willens ist, den Unterschied zwischen Gesetz und Gebot zu erkennen, gereicht jedem zur höheren Ehre. Lesen Sie, oder lassen Sie sich vorlesen und erklären, was Jesus zB mit Matthäus 19,16-18 und Markus 3, 34-35 anspricht? Ein Gesetz? Wohl nein! Ihr "Ährenabreißen am Sabbat" taugt herzlich wenig, um damit ein Gebot, den Ausdruck der Liebe zwischen Gott und den Menschen aufheben zu können. Jemand, der ein Gebot nicht einhält, entfernt sich von Gott, der bekanntlich die reine Liebe ist. Und gerade dann greift die Barmherzigkeit Gottes ein, indem er dem Menschen aus der Irregularität (Gottesferne) eine Umkehr und Rückkehr in die Liebe und Gemeinschaft mit ihm und seinen Heiligen durch das Sakrament der Beichte (auch Buße genannt) ermöglicht. Gelobt sei Gott, denn sonst wären wohl alle Menschen verloren. Ein Verharren in Irregularität möchte ich niemandem empfehlen.


7

0
 
 SCHLEGL 23. November 2017 
 

@ siebenschlaefer/Zeitzeuge

Benehmen kann nicht schaden,jedenfalls bin ich das von meinen Gymnasiasten,als auch von Leuten gewöhnt,mit denen ich seit vielen Jahren zu tun habe!
Außerdem sollten Sie Fremdwörter vermeiden,deren vollen Inhalt sie nicht verstehen!
Paranoia = Verfolgungswahn,also eine Person bildet sich ein,von einer anderen Person,oder einer Gruppe verfolgt und bedroht zu werden.Alle,die Ihre zuweilen entgleisenden Kommentare mitlesen, werden erkennen,dass Sie selbst sich von dieser Fußnote verfolgt fühlen.
Ich befinde mich in guter Gesellschaft mit Kardinal Müller und auch dem Offizial unseres Kirchengerichtes,die beide erklärt haben,dass eine Fußnote die Lehre und Praxis der Kirche nicht fundamental ändern könne.
Also bei wem die "Verfolgungsideen" jetzt bestehen,dürfte damit klar sein?
@Zeitzeuge: Professor May ist ein exzellenter Kirchenjurist, auf seiner Website habe ich aber einige Mängel in Kirchengeschichte/Patrologie festgestellt!Sie selbst bieten keine Lösungen an,nur Dogmen u.Gesetze.


0

0
 
 SCHLEGL 23. November 2017 
 

@ Elija-Paul

Auch, wenn es Sie möglicherweise stört oder sogar kränkt, möchte ich Ihnen schon sagen, dass es Ihnen nicht zusteht den melkitischen Patriarchen Maximus IV, der als Patriarch noch vor den Kardinälen rangiert, theologisch zu verurteilen! Solches ist Laien niemals zugestanden.
Pater Bernhard Häring hat angesichts des Todes (Kehlkopfkrebs mit totaler Entfernung des Kehlkopfs und folgenden Metastasen) ein sehr bewegendes Buch geschrieben. Ich besitze sein dreibändiges Werk "Das Gesetz Christi", sehe aber auch, wie sehr er unter dem Rigorismus seiner Zeit gelitten hat! Sein Ordenspatronen Alphons Maria Liguori , Bischof und Moraltheologe, war ebenfalls kein Rigorist. Diese Personen haben ganz einfach über die Folgen der jetzige Situation vieler Ehen für die Kirche nachgedacht, nicht mehr und nicht weniger! Msgr. Franz Schlegl


0

0
 
 Elija-Paul 23. November 2017 
 

Gott ist anders!

@ Picus
Wer behauptet denn , daß Gott ein autokratischer, omnipotenter Herrscher nach weltlichen Vorstellungen ist! Sie werden niemand im hiesigen Forum treffen, der so denkt und schon
gar nicht Stefan Fleischer! Auch wird niemand
widersprechen, daß Gott anders ist und Liebe und Treue ist! Aber gerade deshalb erwartet er von uns auch in der rechten Liebe zu leben und seinen Geboten und auch den Weisungen der Kirche treu zu bleiben! Liebe und Wahrheit gehört zusammen! Liebe ohne Wahrheit ist wie ein Schwamm und die Wahrheit ohne Liebe wie ein Schwert! Man kann nicht die Liebe gegen das Gesetz stellen, denn wer mich liebt, sagt Jesus, hält meine Gebote! Wir können Gott nicht nach unseren Vorstllungen formen, er hat sich durch sein Wort und in der authentischen Lehre der Kirche selbst mitgeteilt! Deshalb halten hier im Forum viele Katholiken an der überlieferten Wahrheit fest und jene, die glauben sie anders interpretieren zu können müssen dies nachweisen! Das ist kein Rigorismus!


14

0
 
 picus 23. November 2017 
 

@hape

Ich beziehe mich auf meinen Glauben an Gott, den liebenden Urgrund allen Seins.

Sie können ja mal in "Zwei Seiten einer Medaille" der Gebr. Grün nachlesen oder auch "Glauben inm Zweifel" von Norbert Scholl.


0

0
 
 Gandalf 23. November 2017 

Ansonsten kostet mich die Feststellung d. Kardinals ein Lächeln..

Zitat: "reicht es nicht, nur die kirchliche Lehre und Disziplin zu betonen". Aja, wer macht denn das? Kein Mensch mehr. Ganz im Gegenteil. Wenn man heute noch einen Priester oder Religionslehrer trifft, der an die Gebote oder die Lehre der Kirche erinnert, dann darf man ohnedies schon groß jubeln.Die Mehrheit der Priester im dt. Sprachraum haben ja ohnedies schon innerlich von der Kirche "abgedankt". Daher frage ich mich, von welchen Realitäten der Kardinal spricht?


25

0
 
 Gandalf 23. November 2017 

Sinn

@picus: "...Es geht Jesus nicht um das sture Befolgen von Gesetzen, sondern um das Erkennen dessen , was der tiefere Sinn der Gesetze ist.... " (zitat picus)Aja, und was ist der tiefere Sinn der Gesetze? Dass man diese ignoriert oder was lehrt uns dazu der theologische Neusprech? Ansonsten ist es relativ einfach: 10 Gebote gibt es.Als Katholik hält man sich daran. Punkt. Amen. Das Herumgeiere wird vor allem eines bringen: Dass noch mehr Menschen die Kirche verlassen und sich Freikirchen usw. anschließen. Eine Kirche, die die eigenen Gebote nicht ernst nimmt, wird auch von Menschen nicht ernstgenommen werden.


21

0
 
 hape 23. November 2017 

@picus

Ganz kurze Frage, verbunden mit der Bitte um eine ebenso kurze Antwort:

Beziehen Sie sich auf Pater Roger Lenaers?


3

0
 
 picus 23. November 2017 
 

@Stefan Fleischer

Lieber Stefan Fleischer,
Sie begehen da einen ganz entscheidenden Fehler, indem Sie die Beziehung des Menschen zu Gott nach rein menschlichen Kriterien betrachten.
ABER, GOTT ist ganz ANDERS, insbesondere als wir uns das vorstellen können.
Von IHM können wir nur sagen, dass Er LIEBE ist und TREU ist.
GOTT ist kein autokratischer, omnipotenter Herrscher nach weltlichen Vorstellungen.


1

0
 
 Smaragdos 23. November 2017 
 

Je mehr Leute Amoris Laetitia zu verteidigen suchen, desto unglaubwürdiger wird dieses Schreiben... Wie sagte noch das Konzil? "... anders erhebt die Wahrheit nicht Anspruch als kraft der Wahrheit selbst" (DH 1).


11

0
 
 siebenschlaefer 23. November 2017 
 

@Msgr. Schlegl, Ihre Fußnoten-Paranoia ist ermüdend!

Als studierter Mann sollten Sie doch aus Erfahrung wissen, dass es in der wissenschaftlich-theologischen Literatur gar nicht unüblich ist, dass Autoren die pikantetsten Details nicht im Fließtext offenbaren, sondern in die Fußnoten stecken. Ob Fließtext, oder FN, es bleibt die Urheberschaft des Autors. Der Inhalt der Fußnoten ist wissenschaftlich nicht weniger wichtig, sondern er wird dorthin gestellt, weil er den Lesefluss des Fließtextes stört. Viele wissenschaftliche Bücher haben ein Verhältnis von 1 zu 3, was Fließtext und FN angeht.

Also zusammengefasst:
Was in der bekannten FN 351 von AL steht, ist nicht weniger wichtig als alles andere. Aber der Inhalt ist ein Bruch mit 2000 Jahren Kirchengeschichte!
Im übrigen wird die in FN 351 verkündetete Entscheidung über die Zulassung der sog. Wiederverheirateten zu den Sakramenten im Fließtext vorbereitet durch die Relativierung der sog. "irregulären Verhältnisse", deren grundsätzliche und absolut schwere Sündhaftigkeit verneint wird.


24

0
 
 hape 23. November 2017 

Welche Lehre, welche Disziplin?

Ich finde es im Grunde gut, dass Kardinal Ouellet die Kirche auch an Menschen herantragen möchte, die das katholische Familien- und Eheverständnis noch nicht kennen. Es ist richtig, dass die Kirche die Fernstehenden in den Blick nimmt.

Dazu reiche es aber nicht aus, wie der Kardinal sagt, nur die Lehre und Disziplin zu betonen. Hier kann ich ihm allerdings nicht ganz folgen: welche Lehre, welche Disziplin?

Haben die Modernisierungsübungen der letzen Jahrzehnte die Lehre der Kirche nicht längst zu einer trivialen Randnotiz der Geschichte bagatellisiert?

Leidet die Kirche nicht gerade an zuwenig Disziplin, z.B. hinsichtlich ihrer Treue zum eigenen Lehramt?

Ist nicht die Kontur der Kirche jetzt schon so verschwommen, dass sie kaum noch von irgendeiner NGO zu unterscheiden ist?

Ich fürchte, dass die Vorstellungen des Kardinals diese Grundrichtung eher noch forcieren. Ob er damit die Fernstehenden erreichen kann, das wage ich zu bezweifeln


9

0
 
 Stefan Fleischer 23. November 2017 

Die Diskussion um AL wird endlos bleiben

solange immer wieder die verschiedenen Ebenen der Frage durcheinander gebracht werden. Es ist doch irgendwie so wie im Bereich der Justiz. Die Lehre ist das Gesetz. Pastorale Richtlinien sind die Ausführungsbestimmungen. Diese müssen sich im Rahmen des Gesetzes bewegen. Die Pastoral im konkreten Einzelfall ist das Gericht. Hier kommen dann die konkreten – mildernden aber auch erschwerenden – Umstände ins Spiel und sind mitbestimmend für das Urteil. Aber auch ein Einzelfallurteil darf das Gesetz und die Ausführungsbestimmungen nicht unterlaufen, besonders dort nicht, wo daraus für andere, ähnlich gelagerte Fälle ein Präzedenzfall geschaffen werden könnte. Und dann gibt es noch Fälle, wo der Richter Barmherzigkeit, das heisst Gnade vor Recht walten lässt. Das aber setzt immer voraus, dass der Täter Einsicht und Reue zeigt. Ein Rechtsanspruch ist das auf keinen Fall, und ein Freipass für die Wiederholung schon gar nicht.


8

0
 
 Bengsch 23. November 2017 
 

Prof. Häring und Liebesethik

"Berühmt berüchtigt" wäre nach meiner Meinung allein richtig.
Liebe - was wird heute nicht alles darunter verstanden: Ein einminütiges Gefühl, Narzissmus, brutaler Egoismus, Macht über andere, finanzielle Sicherheit, gesellschaftliches Ansehen. Liebe ist heute ein Geschlecht mit tausend Variationen. Aus welchen Gründen werden Ehen geschlossen? Aus den oben genannten Liebesgründen auch zum Erhalt einer Wohnung (in der DDT), zum Verlassen des "unerträglichen" Elternhauses, aus familiärem Druck, Kinderwunsch um jeden Preis, Weiterleben des Nachnamens. Fast nie im Zusammenhang mit Liebe wird Opferbereitschaft, Hilfe für den anderen zum Heiligwerden möglichst schon auf dieser Erde.
Die Liebe, die Jesus meint, die alles Gesetz erfüllt (auch Unterlassungen können Sünde sein) und damit "überflüssig" macht, wo gibt es die? Ich weiß nur, wo es sie nicht gibt.


14

0
 
 Zeitzeuge 23. November 2017 
 

Bzgl. Bernhard Häring,

einem der Hauptzerstörer der kath. Moraltheologie im deutschen Sprachraum, auch in Gegnerschaft zu Humnae Vitae, empfehle ich folgenden Aufsatz zu googeln:

William E. May: Amoris laetitia wurde von Bernhard Häring geschrieben.

Zu den "Orthodoxen":

Mythos und Wirklichkeit der "Zweitehe" in der Orthodoxie, kath.net vom 04.06.2014.

Zu diesem Thema sagte Kardinal Ratzinger 1998 u.a. folgendes:

"In den von Rom getrennten Ostkirchen setzte sich diese Entwicklung (gemeint sind die sog. "Zweitehen") im zweiten Jahrtausend weiter fort und führte zu einer immer liberaleren Praxis. Heute gibt es in manchen orthodoxen Kirchen eine Vielzahl von Scheidungsgründen, ja bereits eine Theologie der Scheidung, die mit den Worten Jesu über die Unauflöslichkeit der Ehe nicht zu vereinbaren ist. Im ökumenischen Dialog muß dieses Problem unbedingt zur Sprache gebracht werden."

Ansonsten habe ich hier schon vielfach
die diesbzgl. Lehrüberlieferung der kath. Kirche dargelegt mit weiterführender Literatur.


16

0
 
 scheinfrager 23. November 2017 
 

@picus

Können wir diesen Einwand, der andere würde nicht kapiert haben, dass sture Gesetzesanwendung falsch sei und man stattdessen differenziert und barmherzig die Umstände betrachten, schlicht sein lassen?

Mit einer nicht unerheblichen Wahrscheinlichkeit bin ich Ihnen nämlich im differenzierten und barmherzigen Betrachten von Umständen und Anwendung von Gesetzen hierauf ein ganzes Stückchen voraus.

Nur ganz am Ende, hinter allen Differenzierungen und barmherzigen betrachten von Situationen, nach dutzenden von Lügen, Betrügereien und Tötungen, die ich in meinem Geist problemlos dahin differenziert habe, dass ich aufgrund bestimmter Umstände nicht voll oder bei einigen auch gar nicht mit der Gesetzeskeule eindreschen darf, ist da ganz dahinter ein Punkt an dem es nur zwei Abzweigungen gibt; und AL scheint die eine zu wollen; und ich hätte gerne die Bestätigung, dass da Ernst gemeint ist.

Und dafür ist die Beantwortung von Dubium 2 vollkommen hinreichend.


5

0
 
 bernhard_k 23. November 2017 
 

@Msgr. Schlegl

Tatsachen bzw. Zitate können Gottes Wahrheit nicht vernebeln, schon gar nicht aushebeln.

Es muss argumentiert werden. Und dies verweigern die AL-Verteidiger; sie wissen wohl, warum sie dies nicht tun. Auch "Zulehner and friends" argumentieren übrigens nicht inhaltlich.


14

0
 
 Elija-Paul 23. November 2017 
 

Es geht nicht um Denkverbote, sondern um Wahrheit!

Auch berühmte Namen und hochrangige Patriarchen schützen leider nicht vor dem Irrtum. Prof. Häring nach dem 2. Vatikanum verlor seinen klaren Weg und war einer derjenigen, der u.a. Humanae vitae ablehnte! Es gibt wohl wenig klarere Denker als Papst Benedikt XVI., der den Vorstoß der oberrheinischen Bischöfe zurückwies und
ihnen mitteilte, daß sie die katholische Lehre "nicht ganz durchgehalten haben". Seit dem gibt es keinen neuen Sachverhalt und keine bessere Argumentation. Jenen betroffenen Menschen zu helfen und ihnen entgegenzugehen, ist ein gute Angelegenheit, aber nicht um den Preis der Wahrheit. Die Pastoral hat sich nach der Lehre zu richten und hier die geeigneten Wege zu finden. Alles andere wird immer in sich widersprüchlich bleiben auch wenn das derzeit noch so viele Kardinäle, Patriarchen und Prälaten vertreten! Das ist eher ein Trauerspiel! Es gibt auch eine falsche prophetische Richtung und mit der haben wir es leider zu tun!


15

0
 
 scheinfrager 23. November 2017 
 

@Schlegl

Für mich ist die Frage des Umgangs mit nach einer kirchlichen Ehe zivil anderweitig verbundenen ausdrücklich eine Frage, deren Antwort in der einen oder der anderen Richtung oder auch einer weiteren Richtung mir recht wäre.

Ich habe rein deshalb Interesse an AL entwickelt, da Dubium Nummer 2 nicht beantwortet wurde. Würde der Papst oder irgendwer sonst legitimiertes Dubium Nummer 2 beantworten, wäre ich wieder neutral eingestellter Zuschauer.

Aber da die Antwort auf Dubium Nummer 2 höchstpersönlich große Relevanz hat, treibt mich das Problem um, dass ich ganz genau weiß, dass weder mein Priester, noch mein Bischof, noch der Vorsitzende meiner Bischofskonferenz, noch die Kongregation für die Glaubenslehre, noch der Präfekt der Kongegration für die Glaubenslehre, noch der Papst mir diese Frage momentan beantworten wollen oder können.

Weshalb ich ganz alleine dastehe, genau wissend, dass ich in Bezug auf die jetzt für mich als ungewiß geltende Antwort auf Dubium 2 nicht fehlen darf.


8

0
 
 Mass und Mitte 23. November 2017 
 

Lieber Msgr. Schlegl

Ich danke Ihnen herzlich für Ihr wichtiges Votum! Scheuklappen sind schädlich für die Gesellschaft und die Kirche. Die Kirche darf nichts relativieren, vor allem nicht die Ehe. Als Gymnasiallehrer habe ich gesehen, wie viele Schüler noch im Erwachsenenalter an der Scheidung ihrer Eltern leiden. Das ist ein grosses Übel unserer Gesellschaft! Aber! Tatsache ist auch, dass es Paare gibt, die sich in zweiter Ehe lieben und nicht die Kraft haben, sich körperlich zu enthalten. Die Kirche darf keinen Freipass geben, aber der Papst öffnet die Türe ein wenig, um diesen Menschen zu helfen. Auch der damalige Kardinal Ratzinger wusste über diesen Missstand Bescheid. Vielleicht ist die Fussnote die schlechteste aller Lösungen, aber es ist eine Lösung. Und danken wir dem Heiligen Vater, dass er diese Lösung sucht. Und danke auch dafür, dass es mutige Priester wie Sie Msgr. Schlegl gibt, welche ohne Denkverbote durch die Welt gehen. Gott segne Sie dafür.


5

0
 
 SCHLEGL 23. November 2017 
 

@SpatzInDerHand /ElijaPaul

Keineswegs will ich Sie irritieren! Nur bin ich gewohnt ohne Scheuklappen durch die Welt zu gehen, darum habe ich 2 Tatsachen so zitiert, wie sie gesagt worden sind! Patriarch Maximos IV Saigh war übrigens der Höchste orientalische Hierarch auf dem II. Vaticanum, auch Kardinal Ottaviani hatte vor im höchsten Respekt. Kardinal Tisserant,zeitweiliger Präfekt der Ostkirchenkongregation,schätzte die offenen Worte des Patriarchen.
Und die offenen Worte von Patriarch Athenagoras zu dem berühmten Moraltheologen Professor Bernhard Häring im Zuge des II. Vaticanums haben etwas Prophetisches an sich. Athenagoras war als Priester und Bischof in den USA und sah bereits um 1965 die vielen gescheiterten Ehen und die Folgen für die Kinder aus einer 2. Ehe. Ich halte nämlich nichts von "Denkverboten", nachdenken müssen wir darüber!Msgr. Franz Schlegl


6

0
 
 Federico R. 23. November 2017 
 

@SCHLEGL

Wenn schon das vorangestellte Attribut „berühmt“ bei Prof. Häring unvermeidbar scheint, dann bitte besser in Verbindung mit „berüchtigt“ (Privatmeinung).
Im übrigen ist es schon seit Jahrzehnten überfällig, den substanziellen Gehalt all der positiven AL-Aussagen, der schon lange vor jener Franziskus-Fassung jedem in der Katechese Stehenden geläufig gewesen sein müsste, überzeugend und unverfälscht an Mann/Frau/Kind zu vermitteln: in der Predigt, im Religionsunterricht, in der Kommunion-, Firm- und Ehevorbereitung usw. Genau das aber ist meist nicht passiert (und ist auch bis auf weiteres kaum zu erwarten). Und genau diese permanente Unterlassung hat zu den unnötigen und zwiespältigen Fußnoten geführt. Deshalb haben wir heute „den Salat“.


17

0
 
 padre14.9. 23. November 2017 

Gebote

Christi „Ich gebe euch ein neues Gebot" Liebt einander, wie ich euch geliebt habe!
Die Liebe vollendet das Gebot, es gibt aber weiterhin das Gebot


6

0
 
 Elija-Paul 23. November 2017 
 

Es geht nicht darum über Kardinal Ouellet herzufallen,

sondern man muß feststellen, daß er genauso irrt wie neudings auch die amerikanische Bischofskonferrenz. Den Irrtum in mehreren Variationen zu wiederholen, macht ihn nicht richtiger!
Erstaunlich die von Msgr. Schlegl zitierten Worte:
Auf dem Konzil warnte der griechisch katholische Patriarch Maximos IV Saigh vor einer "überzogenen Moral der Zölibatären" und einer gewissen "Hypokrisie" die damit nicht selten verbunden sei.
Wenn ich an den hl.Papst Joh. Paul II. denke oder an Papst Benedikt den XVI., an viele Heilige, auch an den hl. Thomas Moore! Das sollen Menschen mit überzogener zölibatärer Moral gewesen sein??? Da hat sich der Patriarch wohl vergallopiert. Übrigens sind die Regelungen der Orthodoxie kein Vorbild, sondern mehr als problematisch!
Nicht jene müssen sich rechtfertigen, welche die bisherige Lehre mit entsprechender Praxis verteidigen, sondern jene, die sie verändern wollen!
Was Kardinal Ouellet sagt ist keinesfalls überzeugend!


20

0
 
 bernhard_k 23. November 2017 
 

Der Kardinal sollte die 5 dubia beantworten, vielleicht auch nur still für sich selber...

Und vor der Beantwortung die ergänzenden Anmerkungen bzw. Erläuterungen zu diesen dubia lesen!

Dann wäre schon viel gewonnen.

Die Lehre der Hl. Kirche, die Worte Jesu Christi sollten niemals ausgehebelt werden. Das Evangelium ist eindeutig, und der hl. Papst JP2 und Papst B16 wussten genau, was sie lehrten! Also im Zweifel DARAN halten ...


19

0
 
 picus 23. November 2017 
 

@phillip

Ja, das ist die typische Reaktion derer, die es immer noch nicht begriffen haben (Papst Franziskus) worauf es ankommt.
Es geht Jesus nicht um das sture Befolgen von Gesetzen, sondern um das Erkennen dessen , was der tiefere Sinn der Gesetze ist.
Wer wirklich liebt, der hat das begriffen, und braucht sich um Gesetze keinen Kopf mehr zu machen. Nur wer das nicht begreift muss sich an den Gesetzen festhalten, um den Mitmenschen nicht zu schaden.
Die Menschen sind nicht dazu da Gesetze zu befolgen, sondern die Gesetze sind da, die schwachen Menschen zu stützen.
Und genau deshalb sagte Jesus:" Der Sabbat wurde für den Menschen gemacht, nicht der Mensch für den Sabbat."


4

0
 
 SpatzInDerHand 23. November 2017 

@Monsignore Schlegl: Ihre Bemerkung irritiert mich.

Von "verärgern" möchte ich ja nicht so direkt sprechen.
Frage: Gibt es für uns Laienkatholiken eigentlich auch die Freiheit, sich anderen Kardinälen als Kardinal Ouellet anzuschließen? Und, falls nötig, auch die Freiheit, sich anderen Päpsten (bsp. Benedikt XVI. und Johannes Paul II.) anzuschließen?


21

0
 
 phillip 23. November 2017 
 

ad picus

"Der Sabbat(das Gebot) ist für den Menschen da und nicht der mensch für den Sabbat." Bitte erhellen sie Ihren Satz, welchen Zusammenhang er mit den Feststellungen Kardinal Quellets und meinem Post haben könnte? Danke! Ich hielte es aus brüderlicher Sicht vonnöten, meiner Unwissenheit behilflich zu sein. Oder ziehen Sie es lieber vor, mir diesen Brüderlichen Dienst, mir im Glauben weiterzuhelfen bzw ihn zu vertiefen und/oder allfällige Zweifel zu beseitigen, zu verwehren? Wundern würde es mich nicht, denn vermutlich sehen Sie sich in der Verweigerungshaltung des Papstes, einen solchen Dienst zu erweisen, bestärkt, oder täusche ich mich in Ihnen.


2

0
 
 phillip 23. November 2017 
 

Der Sabbat(das Gebot) ist für den Menschen da und nicht der mensch für den Sabbat.


1

0
 
 SCHLEGL 23. November 2017 
 

Der arme Kardinal Ouellet! Jetzt wird man hier über ihn herfallen und ihn verprügeln!
Vor einigen Tagen las ich ein Buch des berühmten Moraltheologen Bernhard Häring, der von einem Gespräch in der Zeit des II. Vaticanums mit dem ökumenischen Patriarchen Athenagoras berichtete. Der Patriarch habe wörtlich zu ihm gesagt: "Lieber Professor, lasst euch etwas einfallen, wie ihr in Zukunft mit Personen,die in der Ehe gescheitert sind und ein 2. Mal geheiratet haben, umgeht." Damit spielte der Patriarch auf die Praxis der orthodoxen Kirche seit den Kanones Basilius des Großen an.
Auf dem Konzil warnte der griechisch katholische Patriarch Maximos IV Saigh vor einer "überzogenen Moral der Zölibatären" und einer gewissen "Hypokrisie" die damit nicht selten verbunden sei.
Als ehemaliger AHS Lehrer darf ich darauf aufmerksam machen,dass die Kinder nicht in die Kirche gehen,wenn die Eltern nicht gehen und das sollte uns große Sorgen machen.AL ist nicht die Fußnote, sondern viel mehr.Msgr.F.Schlegl


9

0
 
 Zeitzeuge 23. November 2017 
 

Es waren 7000, die ihr Knie vor Baal (Zeitgeist) nicht beugten,

Papolatrismus ist k e i n e katholische
Tugend!

Die Bischöfe von Alberta/Kanada und den Nordwestprovinzen haben sich bereits im vergangenen Jahr klar als Verteidiger der überlieferten Lehre positioniert!

Wie hilflos Kardinal Quellet wohl ist, kann man an den Bischofsernennungen nach der Wende erkennen!

Das Konzil von Trient schliesst jeden aus der Kirche aus, der behauptet, die zehn Gebote gingen die Christen nichts an, vgl. auch Joh. 14,21!

Die "Situatonsethik" wurde vor 60 Jahren bereits von Rom verworfen!

Die geoffenbarte Gesetzesethik ist ein Wegweiser zur Gottes- und Nächstenliebe!

Ich denke an den Ausruf des hl. Hieronymus "Der Erdkreis seufzte auf und erkannte mit Erschrecken, daß er arianisch geworden war!" und hoffe, daß so etwas nicht analog mit der "Situationsethik" passiert.

Natürlich werden auch dieses Mal genügend Verteidiger der überlieferten Wahrheit für diese Zeugnis ablegen, denn
die Pforten der Hölle werden die Kirche niemals überwältigen!


19

0
 
 FNO 23. November 2017 

Allmählich ist man es ja leid ...

Seit Erscheinen von AL vertrat ich die vermittelnde Position, dass es grds. honorig war, eine "neue Sprache" für die päpstl. Verkündigung zu suchen. Aber das Projekt ist fulminant fehlgeschlagen, weil die "revolutionären Lustgreise" in die berühmte Fußnote ihre 'Revolution' hineinlegen, die im Text nicht zu finden ist. Das Chaos hat der nominelle Autor selber zu verantworten, weil ihm nicht über die Lippen will: Keine Fußnote hat je lehramtlichen Gehalt gehabt, diese auch nicht. Denn dann wäre die Position schon im Sinne von G.L. Müller festgelegt (im Einklang mit der Synodenmehrheit, übrigens).


10

0
 
 phillip 23. November 2017 
 

"Barmherzigkeit setzt LIEBE voraus"

Wie wahr, wie wahr! Nur scheint picus zu vergessen, dass es LIEBE ist, die die Gebote Gottes, die Lehre Christi und seiner Heiligen Römischen Katholischen und Apostolischen Kirche einzuhalten treibt und Sünde - Abkehr von Gott und seinen Geboten - das Gegenteil von Liebe ist, ein Ausschlagen der Liebe Gottes darstellt und die Barmherzigkeit Gottes es - es sei ihm Dank - ermöglicht, zur Liebe - meint in die Gemeinschaft mit Gott - zurückzukehren, was, wenn die Gottesliebe ernst gemeint ist, jedoch zudem Reue und Umkehr voraussetzt; dass wiederum setzt voraus, dass das Evangelium, die Lehre Christi und der Kirche verkündet werden, sei es gelegen oder ungelegen. Im Übrigen erwarte ich mir von geistlichen Würdenträgern, dass Sie dem Säkularismus, Relativismus, Modernismus und der Situationsethik mit Entschiedenheit entgegentreten und ihnen nicht das diabolische Wort reden; deren Vertreter sind es, die Gräben aufreißen. Apropos Gräben. Denken Sie einmal an den reichen Prasser und Lazarus.


14

0
 
 Paddel 23. November 2017 

Es geht doch um die Sakramente!

Wer die Hl. Sakramente der Katholischen Kirche dauerhaft empfangen möchte, also die Sonntagspflicht einhaltet, der ist nicht mehr einfach im Übergang eines bestimmten Milieus, der sollte in dieser Phase schon etwas mehr vom katholischen Glauben verstanden haben. Die Hl.Kommunion aber Menschen zuzugestehen, die in irregulären Situationen leben und gleichtzeitig nur alle Schaltjahre in die Kirche stolpern ist sowieso unsinnig. Alle anderen aber, die irregulär leben und aber regelmäßig zur Hl. Messe gehen, denen müsste man soviel geistige Kapazität zutrauen können, dass sie ihre Situation gemäß der Lehre der Kirche regeln können. Also entweder eine Annullierung anstreben, oder vorerst wie die evangelischen Schwestern und Brüdern, eben auf die Hl. Kommunion zu verzichten. In diesem Verzicht steckt sehr viel mehr Potential zur Heilung der Situation, als im Empfang der Hl. Kommunion selbst.


12

0
 
 picus 23. November 2017 
 

Situationsethik, was ist das ?

Eine Ethik erfordert einen Maßstab, an dem das Urteilen und Handeln gemessen wird.

Die derzeit in der kath. Kirche herrschende Ethik ist eine Gesetzesethik, die jedoch dem, was Jesus gefordert hat "Liebet einander, so wie ich euch geliebt habe" nicht gerecht wird. Und wenn wir hören was Jesus sagt: " Wenn ihr begriffen hättet, was das heißt: Barmherzigkeit will ich, nicht Opfer, dann hättet ihr nicht Unschuldige verurteilt;" dann wird schnell klar wo Franziskus uns hin führen will. Barmherzigkeit setzt LIEBE voraus, was nicht soviel heißt, eine Fünf gerade sein zu lassen.
Diese LIEBE soll und muss der Maßstab für das Urteilen und Handeln sein. Damit wird das Gesetz nicht aufgehoben sondern gerade erst erfüllt.
Was wir brauchen ist eine "Liebesethik"


6

0
 
 scheinfrager 23. November 2017 
 

Klasse:

"Papst Franziskus habe "den Mut und die Bravour, viel diskutierte Fragen neu anzugehen" und einen Gesprächsprozess zu beginnen."

Wo und wann fängt der Gesprächsprozess an? Darf man in dem Gesprächsprozess dann auch Fragen stellen, die von anderen oder gar dem Papst beantwortet werden?


24

0
 
 siebenschlaefer 23. November 2017 
 

Trauriges Statement, das zum wiederholten Male

die sog. "irregulären Verhältnisse" relativiert und der Situationsethik das Wort redet. Alles bekannt, nicht Neues!
Mit leeren Worthülsen wie "strammer Ratzingerianer" sollte man sich zurückhalten.


24

0
 

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Ehe

  1. Was sagt die Bibel darüber, wie man seinen Mann lieben soll?
  2. 'Nichts anderes ist die von Jesus gestiftete Ehe'
  3. Jedes Ja braucht auch ein Nein
  4. Papst will Rolle von Ehepaaren in der Kirche stärken
  5. Prozentual nimmt der Anteil von Scheidungen deutlich ab
  6. 12 Ratschläge für eine gute Ehe
  7. Um 2.20 starb Herbert, um 14.20 Marilyn
  8. Wenn in der Ehe nur einer betet…
  9. Die Beweislast liegt bei den Ehe-Umstürzlern
  10. Bischöfliche Häresien im Bereich der Ehe








Top-10

meist-gelesen

  1. "Pfingstbotschaft" von Bätzing: Segnet Schwule!
  2. Marx-Bätzing-Kurs: Neuer Rekord an Kirchenaustritten in Deutschland!
  3. Synodaler Weg: Voderholzer protestiert gegen autoritäre Alleingänge des Präsidiums
  4. Der Neoprotestantismus bricht sich seine Bahn
  5. Liturgieprofessoren schlagen Benediktion Homosexueller vor
  6. Liebe Kirche, Du behandelst Deine Gläubigen als wären sie Aussätzige
  7. Bloße Aussage, Corona ist keine Strafe Gottes, völlig unzureichend
  8. Türkischer Botschafter in Wien: Weihnachten ist egoistisch
  9. Kardinal Koch möchte Versöhnung von Alter und Neuer Messe
  10. Wegfall der 10-Quadratmeter-Regel pro Person - Maskenpflicht fast abgeschafft!

© 2020 kath.net | Impressum | Datenschutz